Willy Wimmer über Donald Trump

In der ersten Ausgabe von KenFM Live, aufgezeichnet im Oktober in München, ging es auch um Donald Trump. Trump wurde von den deutschen Medien über Monate zu einem Monster erklärt. Er löste den bis dato „gefährlichsten Mann der Welt“ Putin von Platz eins ab.

Seit dem 9. November haben die deutschen Medien und die deutsche Politik ein enormes Problem, denn der neue Präsident der USA heißt Donald Trump. Wer jetzt zurückrudert, als sei nichts geschehen, verliert sein Gesicht. Lässt er es, wird Washington sich bemerkbar machen.

Willy Wimmer fand gegenüber Trump eindeutige Worte. Für ihn ist der polternde Mann zwar schwer gewöhnungsbedürftig, aber er hält ihn für eine Person, die den Dialog mit Russland dem Krieg mit Russland vorzieht.

Ausschnitt aus KenFM Live [1] – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/kenfm-live-1-ist-die-union-am-ende/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://www.kenfm.de/kenfm-unterstuetzen/

8 Kommentare zu: “Willy Wimmer über Donald Trump

  1. Wir bangen über einen anscheinend unaufhaltbaren Gang in den militärischen Weltkrieg. Schüttelten den Kopf über idiotische EU-Sanktionen gegen Russland, erschraken über forciertes militärisches Aufrüsten in Europa und affenhordiger Strunzmanöver der NATO an Russlands Grenzen. Dazu die verlogene IS-Propaganda und Kriegsunterstützung des Westens in den Ölländern. Und am schlimmsten: die unerträgliche Assozialität der EU-Politiker den Menschen in den bekriegten Ländern einschließlich Griechenland. Kotz! Und jetzt das: ein unberechenbarer Milliardär wird US-Präsident! Trump ist die Bedrohung von all dem! Die Welt ist in Gefahr! Alles wird anders! Ja, vielleicht. Und was hättest du dagegen?

  2. Dass Trump nicht zum Establishment gehört, wäre zu schön, aber ich halte diese Einschätzung leider für falsch. Er repräsentiert eher die radikalere, verdeckt arbeitende Seite des Establishments und wird mit Rudy Giuliani einen an der Sprengung des WTC7 Beteiligten ins Amt (des Attorney General?) bringen.
    Giuliani wird sich mit seinen Sicherheitsfirmen und den gefestigten Kontakten zum FBI etwas für zukünftige „false flag attacks“ einfallen lassen – und die Medien werden uns bereitwillig die Sündenböcke mit langen Bärten als vorverurteilte und daher gleich am Tatort erschossene Terroristen präsentieren. Dem Staatsterrorismus werden mit Giuliani und Konsorten alle Türen und Tore geöffnet – nicht zuletzt in Deutschland.

  3. Ob D. Trump den Dialog mit Russland dem Krieg mit Russland vorzieht, will ich erst mal sehen.
    Mich beschleicht langsam das Gefühl, das Trump ein geschickter Schachzug der Eliten ist.
    Wer sieht schon das gesamte Bild hinter den Kulissen?
    Die Eliten spielen schon immer mit gezinkten Karten.
    Die Börse brummt.
    Was mich vor allem gewundert hat, das ca. 4 Wochen vor der Wahl, die „Qualitätsmedien“ in D. anfingen bei H. Clinton im Dreck zu wühlen und sie sogar als ungeliebteste Politikerin in den USA darstellten.
    Das brach nicht voll durch aber war schon ungewöhnlich nach all den Lobeshymnen das ganze Jahr zuvor.
    Das Augenreiben aller unserer Politiker nach der Wahl muss nicht immer echt sein.
    Wir werden sehen was passiert – Trump ist schon viel netter, als vor der Wahl.
    Er bedankt sich bei Frau Clinton für den Wahlkampf, die nach seinen Worten im Gefängnis landen soll.
    Das ist nicht zu erwarten!
    Hoffentlich ist das nicht die 2. Mogelpackung nach Obama.

  4. Die Briten haben es im Sommer erfahren, was es heisst, wenn das gemeine Volk dem sog. Establishment nicht mehr traut. Gefolgt sind den Briten gestern die US-amerikanischen Stimmbürger, die ebenso die Schnauze gestrichen voll haben vom elitären Sumpf. Bedauerlich für die Demokraten, Bruce Springsteen und all die Wahlhelfer, insbesondere weil Frau ‚Hoch zu Ross‘ Clinton nicht einmal so viel Empathie in ihrem Leib führt, dass sie sich anständig entschuldigt hätte. Man darf sich getrost fragen, wie viel Stimmen und Wahlmänner Trump gewonnen hätte, wäre da nicht seine ‚farbenfrohe‘ Vergangenheit.

    Aber die gestrige Wahl ist nicht nur die Niederlage von Hillary Clinton (und Brexit und die letzten Wahlen in Griechenland & Spanien und das bevorstehende Referendum in Italien und die Wahlen 2017 in diversen Ländern Europas), nein die tatsächliche Verliererin ist die classe politique, die Elite, die akademische Welt und vor allem die traditionellen Medien. Denn sie alle sind derart kolossal weit weg von den Sorgen und Ängsten der Bevölkerung.

    Nehmen sie als Beispiel für dieses ‚out of touch‘-Syndrom des Establishments die Pressekonferenz der Bank of England unter Mark Carney von letzter Woche. Sämtliche Negativ-Prognosen, die übrigens zu den überstürzten Lockerung-/Stimulusmassnahmen geführt haben, mussten nach oben revidiert werden. Selbstverständlich hat sich Carney (und sein Team) nicht für seine Falscheinschätzungen entschuldigt und beliess die kurzfristigen Leitzinsen bei 0.25%. Wann begreifen diese Leute endlich, dass die Bevölkerung, die angewiesen ist auf Pensionsansprüche und Sparguthaben, damit nur noch zorniger wird. Nimm den Menschen Arbeit und Besitz und der unkontrollierte Aufstand kommt sicher…

    Das nennen wir ‚einwandfrei am Volk vorbei‘, derart weit entfernt von der Wirklichkeit. Die Washington-, London-, Berlin- und Paris-Eliten leben in einer anderen Welt. Sie erkennen nicht, dass die Gewinne der Banker, der Wall Street und Warren Buffett’s die Nöte, Sorgen und Schmerzen der Anderen sind. Das ist unverzeihlich!

    Bleibt zu hoffen, dass der neu gewählte US Präsident Donald Trump seine Wahlversprechen einlösen wird und Janet Yellen als Vorsitzende des US Federal Reserve ihres Amtes enthebt. Selbstverständlich muss auf sie jemand folgen, der in der Wirklichkeit lebt und die monetäre Welt versteht (unser Vorschlag wäre Jim Grant von Grants Interest Rate Observer). Jetzt braucht es Geldpolitik, die ein grosses G verdient. Zinsen müssen nicht in homöopathischen 25 Basispunkten-Schrittchen, sondern in 100 Basispunkten-Schritten angehoben werden. Steuern und Gesetze wieder in bevölkerungsfreundliche Bahnen lenken, dann kann das US Wirtschaftswachstum 2017 bereits viel positiver vorausgesagt werden. Natürlich gefolgt von Infrastruktur-Investitionen in Bahn, Strassen, Brücken, Häfen etc. (obschon dies nicht im Sinne unseres Denkens der österreichischen Schule ist). Am allerwichtigsten aber, den Polit-Saustall in Washington ausmisten und schlanker, viel schlanker machen.

    Jim Grant for Fed Chair!

    • „Nimm den Menschen Arbeit und Besitz und der unkontrollierte Aufstand kommt sicher…“

      Wenn man die Handlungen des Wirtschafts- Banken- und Politschundadels zugrunde legt, ist genau das gewollt, das angestrebte Ziel.

      Die Briten werden ihren Brexit nicht bekommen. Da wette ich ein gutes Fläschchen Wein drauf.

    • „Sie erkennen nicht, dass die Gewinne der Banker, der Wall Street und Warren Buffett’s die Nöte, Sorgen und Schmerzen der Anderen sind. Das ist unverzeihlich!“

      Sorry, diese haltlose Unterstellung möchte ich mit deinen eigenen Worten beantworten.

      …derart weit entfernt von der Wirklichkeit.

      Den Leuten die das alles ermöglichen und bestimmen, ja sogar in Gesetze gießen, zu bescheinigen sie wüssten nicht was sie tun, das hat was…

      Das ist nicht nur entfernt von der Wirklichkeit, das ist hochpotenzierte Ignoranz.

  5. Wenn man bedenkt, das Trump bei seiner Rede nach der Wahl sich bei den 200 ! Generälen bedankt hat die ihn in seinem Wahlkampf unterstützt haben, wäre eine „Präsidentengeführte“ Militärdiktatur gar nicht so abwegig. Ein Bürgerkrieg ist generell nicht abwegig, welcher schnell in einer Militärdiktatur münden könnte…

    Ohnehin bin ich der Meinung das Amerika in absehbarer Zeit entweder Implodiert oder Explodiert – Trump hin oder her.

Hinterlasse eine Antwort