BLVD 11.0 – Wim Hof im Gespräch mit Ken Jebsen

Wim Hof ist ein Mann, der sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen ist. Und wenn hier von „allen Wassern“ die Rede ist, dann ist damit vor allem eiskaltes Wasser gemeint, in das wohl nur die wenigsten von uns freiwillig eintauchen würden. Badeurlaube finden bei Wim nicht in der Karibik, sondern an den Polkappen statt.

Dieser verrückte Holländer hat nicht nur unzählige Weltrekorde im Ertragen extremer Kälte aufgestellt, sondern gleichzeitig auch noch wissenschaftlich bewiesen, dass man auf diese Weise in mentale Sphären vordringen kann, die dem zivilisierten Menschen bis dahin weitgehend verborgen geblieben waren.

Ärzte, die das Phänomen Wim Hof untersucht haben, sehen in ihm einen Ausnahmefall – der „Iceman“ sei eben der „Iceman“ und den gebe es so kein zweites Mal auf der Welt. Doch Wim sagt: „Das, was ich kann, kann jeder!“. Aus diesem Grund hat er eine simple Methode entwickelt, mit der jeder Mensch sein Immunsystem und seinen Geist nachhaltig stärken kann.

KenFM hat den Iceman in den Niederlanden besucht und in ihm einen Mann kennengelernt, der trotz seiner Leidenschaft für die Kälte eine unglaubliche Wärme ausstrahlt. Wir haben mit ihm unter anderem über sein Leben, seine Methode und über seinen Blick auf die aktuelle Weltlage gesprochen. In diesem Sinne wünschen wir Euch: Veel plezier met kijken! Oder auch: Viel Spaß beim Anschauen!

Inhaltsübersicht:

0:00:32 Wim Hof – Remember (Jam-Session Part. 1)

0:02:15 Der junge Wim

0:16:59 Die Wim-Hof-Methode – Woraus besteht sie?

0:33:17 Wie ein Schicksalsschlag das Leben verändern kann

0:46:42 Eine wissenschaftliche Suche nach menschlichem Glück

1:10:34 Jam-Session Part. 2

1:13:44 Über Drogen, Lebensfreude und den Tod

1:35:01 Jam-Session Part. 3

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9 Kommentare zu: “BLVD 11.0 – Wim Hof im Gespräch mit Ken Jebsen

  1. Auch ich sage: "Vielen Dank für dieses Gespräch."
    Das war hoch interessant.

    Wenn seine Methode so simpel ist, frage ich mich allerdings, warum da niemand vor ihm drauf gekommen ist?

    Mich erinnert das alles an die Kulturen der nordamerikanischen Indianer. Dort war man nicht volljährig, nur weil man gerade 18 Jahre alt wurde, wie bei uns. Sondern jeder mußte eine Prüfung machen, um als Erwachachener anerkannt zu werden. Diese Prüfungen waren nicht einfach. Dazu gehörte zum Beispiel auch das Aushalten von Schmerzen, oder alleine in der Natur mehrere Tage zu überleben usw.
    Unsere westlichen Gesellschaften sind Kulturen von Weicheiern geworden.

    Ich an der Stelle von Ken hätte bei einem sehr interessanten Thema allerdings nachgehakt, statt irgendwie einen gestelzten Zusammenhang zur Politik herbeizubiegen (Politiker in Badehose):
    Woher hat Wim diese tiefe Überzeugnung, dass die Seele unsterblich ist? Hatte er dazu auch ein Schlüsselerlebnis?

    Was das Interview angeht, finde ich generell schade, dass KenFM im Grunde nur eine Radiosendung ist und das Medium Video überhaupt nicht ausgenutzt wird. Statt nur 2 redende Köpfe (und einen Hund) zu zeigen, warum habt ihr nicht ein paar Videos oder wenigstens Fotos eingeblendet, wie er unter dem Eis taucht, oder Ausschnitte aus seinen Trainigsprogrammen oder wissenschaftlichen Studien gezeigt? Ich hätte ihn gerne in der Eisröhre gesehen statt nur davon zu hören.
    Das ist leider immer so bei KenFM. Einzige Ausnahme, die ich gesehen habe, war ein ganz kurzer Besuch mit der Kamera in der Werkstatt bei Erwin Thoma. Das solltet ihr JEDES Mal machen! Und viel länger als nur eine Minute.

  2. Lieber Ken,
    in großer Achtung vor Deiner politischen Arbeit —
    hier meine Anmerkung zur Philosophie von Wim Hof.
    Er proklamiert, dass wir mit unserem Geist nicht nur technische Wunderwerke erzeugen sollen,
    sondern auch lernen sollen: nach innen unsere Biologie mit Geist zu steuern und zu beherrschen.
    Damit sehe ich ihn in einer Reihe mit Leistungssportlern oder z. B. Magersüchtigen.
    Ob jemand sein Leben darauf verwendet meinetwegen die Tour de France zu fahren … oder eine Eisenkugel möglichst weit zu stoßen … oder dass „Instrument Körper“ durch einen Marathon zu quälen … oder möglichst dünn und ohne Körperfett zu sein ——- ist analog zu dem sportlichen Ehrgeiz lange im Eiswasser auszuhalten.
    Es gibt keinen Leistungssport ohne Mentaltraining. Bei all diesen Künsten geht es um die Beherrschung des Körpers, und dabei ist der biologische Leib unsere unmittelbare Natur.

    So, wie moderne Gesellschaft Ackerland, Pflanzen, Tiere und Rohstoffe (Natur) immer mehr manipuliert und ausbeutet – tut es Herr Wim Hof mit seinem naturgegebenen Körper. (Im Kleinen wie im Großen, im Großen wie im Kleinen. Innen wie außen, außen wie innen.)

    Wir sind keine Pinguine. Und Ziele zu erreichen gibt Glücksgefühle, ja; aber das ist nicht zu verwechseln mit der Er- Lösung von unseren Verletzungen und daraus folgend: vermehrter Liebesfähigkeit. Wir sind alle verletzt (außer jemand ist heilig). Und die ganz persönliche Struktur der jeweiligen Verletzung, Störung – Sünde – (Sündenfall) motiviert den Extremsportler zu seiner Leidenschaft.
    G e s u n d ist das nicht! sondern ganz im Gegenteil. Das Wort Gesundheit als Substantiv führt in die Irre. Gesund ist eine andauernde Herausforderung, sollte eine sein.
    G e durch den S u n d in dir.
    Der moderne Therapeut setzt an diese Stelle das Wort „Kontakt- U n t e r b r e c h u n g “. Sund ist nur das alte Wort für Trennung, Unterbrechung (z. B. Stralsund, Fehmarn- Sund).
    Bei dieser individuellen Arbeit geht es gerade darum, die trennende, schädliche Herrschaft von Ideen (Geist) abzubauen.
    Auf der gesellschaftlichen Ebene könnte man das ökonomische Kalkül und das Geld als „Geist“ auffassen, der die natürliche Umwelt ruiniert.
    Individuell versklavt sich der Mensch unter seinen heimlichen oder unheimlichen Idealen. Er ist mehr oder weniger Ego-zentrisch. Und je stärker ein Ego von geistigen Idealen besetzt ist (z. B. Ehrgeiz, Eitelkeit) desto mehr trennt, urteilt oder verurteilt dieses persönliche Wertesystem. Das Ego wertet und sondert (sündert) ab und ist /wird einsam.
    Es gilt der wenig verstandene Bibelspruch: „Selig sind die, die da geistig arm sind.“
    Die Methoden von Herrn Hof haben mit dem zu tun, was vor einigen Jahren als Positives Denken (Autosuggestion) modern war. Das Ego (Über-Ich) konzentriert sich auf einen programmatischen Ablauf oder auf ein geistiges Bild. Dieses Imaginieren nannte man in früheren Zeiten auch: Magie.
    Und Magie hat u. a. aus den obig angedeuteten Gründen zu Recht einen zweifelhaften Ruf.

  3. Lieber Wim Hof

    danke für dieses wunderbare Interview!

    … das eigenartige, abgesehen von den `Extremen` ist es im wesentlichen gar nichts neues ; )

    Und nach meiner Wahrnehmung gehört dieses Interview eher zu `Die Macher` mit dieser Kernaussage:

    `… Menschen, die nicht #Angst haben, die gehorchen ja auch nicht`
    (…LINK… https://www.youtube.com/watch?v=nl7XGTSu4w4&t=53m20s )

    !

    Viele Grüße in die Runde

  4. Wow! Was für ein Interview!

    "Nicht sich für das System fit machen, sondern dieses System hinter sich lassen." In dem man, anstatt verkopft und zergrübelt zu sein von all den Horrormeldungen, seine eigenen Kräfte motiviert, wieder fühlen lernt und sich dadurch unabhängig macht von äußeren Einwirkungen und Einflussnahmen. Dabei geht es nicht um trostlosen Verzicht unter traurig-verstohlen-sehnsuchtsvollem Blick auf das, was einem durch den Verzicht alles entgeht. Sondern man empfindet nicht einmal einen Verzicht, weil man all das gar nicht mehr braucht. Welche Freiheit, welche Unabhängigkeit! Man kann dann nicht mehr verlockt, geködert, gekauft werden. Wenn die Menschen das nicht mehr brauchen, womit die Reichen sie locken und kaufen wollen, läuft die Macht der Herrschenden ins Leere. Und die auf diese Weise endlich emanzipierten Menschen haben es ihrerseits nicht mehr nötig, andere zu beherrschen, weil sie sich selbst beherrschen und ihnen das vollauf genügt. Sie müssen dann auch keine Kriege und Revolutionen führen gegen die, die ihnen sowieso materiell überlegen sind. Dies würde die Macht des großen Geldes entscheidend schwächen, weil es in diesen Massen einfach nicht mehr gebraucht wird und damit nutzlos ist. Denn richtig: "Angstfreie Menschen kann man nicht beherrschen".

    Und vielleicht könnten ja sogar die Reichen und Mächtigen endlich gesunden, indem sie dazu gebracht werden, sich zu befreien von ihrer pathologischen Angst um ihren Besitz und ihre Macht. Ich stelle mir vor, dass so einer, einer von den paar Dutzend Reichsten, denen die halbe Welt gehört, einer von denen, die sowieso schon alles haben, alles kennen, schon überall waren und nicht arbeiten müssen, zum abertausendsten Mal mit seinem Drink, den er auch schon tausend Mal getrunken hat, unter herrlicher Südseesonne an Deck seiner prunkvollen Privatyacht liegt, dass der sich dort tödlich langweilt und auch sein perfekt funktionierendes Personal und seine bildhübschen GespielInnen daran nichts ändern können. Da stößt er plötzlich auf jemanden wie Wim Hof und seine Methode, denkt sich, "ha, endlich mal was wirklich Neues", probiert die Methode aus und wird, der ewigen Last seines riesigen Besitzes und dessen ständiger Verteidigung überdrüssig, auf einmal ein ganz anderer Mensch. Er ist vielleicht nicht der reichste und auch nicht der zweitreichste Mensch der Welt (bei den beiden hätte ich meine Zweifel😉), aber vielleicht die Nr. 35. Und der beschließt nun, sich mit seinen Konkurrenten Nr. 36, Nr. 37 und Nr. 38 nicht weiter herum zur ärgern und auch die übrige Menschheit in Ruhe zu lassen. Wenn das auch bei denen Schule macht, was wäre das für ein Fortschritt für die Menschheit!

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