„Wir schwören ab!“ – Musikvideo der Rebellischen Saiten

Exklusiv bei „Rubikon- Magazin für die kritische Masse“ erschien vor Kurzem:
Das neue Musikvideo der „Rebellischen Saiten“ von Anna Katharina und Florian Ernst Kirner alias Prinz Chaos II. — entstanden unter Mitarbeit von Diether Dehm und produziert von Nicolas Riedl:

Hier gehts zum Video!

Wir schwören ab!
Wir schwören ab – allen Verschwörungstheorien!
Wir schwören ab!
Verschwörungen auch nur in Betracht zu ziehen!
Wir schwören ab!
Unsere Herrn, wer sie auch sei’n, bitten wir uns zu verzeih’n
Wir schwören ab!
Wenn ein Schurkenstaat verreckt: political correct!
Wir schwören ab!
Und der Kennedy: des war Selbstmord!
Wir schwören ab!
Oliver Stone ist ein russischer Spion
Wir schwören ab!
Und 9/11 des war eben ein Erdbeben
Wir schwören ab!
Oder die Piloten waren Idioten
Patrice Lumumba hatte gar keine Feinde
Cäsars Gemeinde: ziemlich beste Freunde
Caeser musste sich verrenken und bücken
So bugsierte er sich selbst den Dolch in Brust und Rücken
Wir schwören ab!
Ob Tonkingzwischenfall oder Schweinebucht.
Wir schwören ab!
Wenn KenFM dann immer nach Geheimdiensten sucht
Wir schwören ab!
Zwar war’s kein Giftgas, was Georg Bush da fand
Wir schwören ab!
Es war Amerikas Öl im irakischen Sand
Ich schwör ab,
du schwörst ab
Der Verschwörungstheorie
Ich schwör ab,
du schwörst ab
Verschwörung gab es nie
Fort mit allen Theorien!
Ein Hoch auf unsern Staat
der manche Tiefen hat
in Washington, London, Berlin…
In der Ukraine gibt’s gar keine Faschisten
weil die das sonst beim ZDF längst wüssten.
Die wahrste Wahrheit verkündet Claus Kleber
Eine Pinzette ist ein Wagenheber.
Diesem Mathias Broeckers glaub ich keinen Meter
Ein Ausweis überführte den Attentäter.
Daniele Ganser halte ich für gefährlich
und die NachDenkSeiten für sehr entbehrlich.
Wir bitten Euch: nehmt uns wieder auf!
Wir lassen der Geschichte ab sofort ihren Lauf.
Wir kehren zurück als verlorener Sohn
Niemals überschreiten wir den Rubikon.
Wir schwören ab!

Text: Prinz Chaos, Diether Dehm Musik: Anna Katharina Kränzlein, Diether Dehm, Prinz Chaos Gesang, Thüringer Waldzither: Prinz Chaos Drehleier, Geige, Bratsche: Anna Katharina Kränzlein Aufgenommen von Dieter Piemeskern in den MSG-Studios München/Eichenau. Mehr dazu unter: https://www.rebellische-saiten.de/.

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8 Kommentare zu: “„Wir schwören ab!“ – Musikvideo der Rebellischen Saiten

  1. Der Text gefaellt mir recht gut. Bevor ich den Link zum Video angeklickt habe, versuchte ich mir die musikalische Umsetzung vorzustellen. Ganz von selbst stellte sich bei mir sofort eine Assoziation zum Rap ein.
    Dann also auf den Link geklickt. Das Ergebnis finde ich sehr enttaeuschend. Fuer mich passt die Musik ueberhaupt nicht zum Text. Die Anleihe bei Pippi Langstrumpf, die musikalische Textur, die mit Mittelalter- und Folk-Elementen spielt, nimmt dem Text, nach meinen Empfinden, jegliche Wirkung. Sie konterkariert die Textaussage geradezu.
    „Rebellisch“ klingt fuer mich jedenfalls komplett anders.

    • Das selbe, das auf KenFM zutrifft, trifft auch auf dieses Graffito-Video zu. Es gibt immer wieder Menschen, die etwas verändern wollen und auch dazu bereit sind, andere auf diesem Weg mitzunehmen. Wenn die Entwicklung nicht tragisch verlaufen soll, ist der erste Schritt zu einer Freien Gesellschaft, jener, alles aus der Alten loszulassen.
      Das Problem ist bei Krankheit ein ähnliches. Wir werden so gut wie nie dadurch krank, dass eine Krankheit aus dem Himmel fiehle und uns ohne irgendwelche Vorzeichen träfe… Wer jahrelang kein gutes Gemüse isst und ausreichend schläft, der wird im Winter die Folgen davon tragen, indem er / sie die Erkältung und die Infekte bekommt. Die Person hat dann nicht einfach Pech oder hat die bösen Keime eingeatmet, sondern hat Jahre intensiv darauf hingearbeitet, ein Immunsystem zu besitzen, das die Krankheit herein lässt.
      So ist es auch mit der Gesellschaft: Leute, wie der Graffito-Maler sind Leute, die Jahrzehntelang darauf hingearbeitet haben, dass die Welt so ist, wie sie ist.
      Das haben wir alle: Unsere Eltern haben die politische Unmündigkeit akzeptiert und dachten dafür bekämen sie einen Kleinwagen, ein Haus und die Rente. Selber Schuld – wenn mein Vater über seine Arbeit schimpft, verweigere ich ihm Mitleid, denn Mitleid heißt nichts anderes, als das momentane Ungemach mit einem Trostpflaster zu versheen und das Symptom wegzuleugnen, damit die Krankheit im Hintergrund weiter so laufen kann.
      Wenn er also wieder ankommt und mir was von den Arbeitsbedingungen erzählt, frage ich ihn, ob er wirklich verstanden hat, zu welchem Anteil er selbst, diese Situation mitgeschaffen hat? Irgendwann hat er dann auch begonnen nachzudenken und hat alles, was ihm wichtig war fallen gelassen. Da war zum Beispiel sein hündischer Gehorsam. Er hat zuerst seinen Peinigern die komplette Verfügungsgewalt über sich gegeben und dann darüber geschimpft, dass diese Manager-Ärsche seine Bedürfnisse nicht befriedigen würden, sondern ihre eigenen.
      Da hab ich ihn gefragt, ob er bereit sei, zu seinem Wohl, den ihm so stark verinnerlichten Gehorsam abzugeben. Dazu musste er bis in seine Kindheit zurückreisen, bis in seine Kleinkindheit und die Schmen zusammenkratzen, die daraufhindeuteten, warum er überhaupt diesen Gehorsam erlernt hat. Dazu empfehle ich die Schriften von Arno Gruen, die können ein Gedankenanstoß sein, auch wenn sie nicht die letzte ANtwort dieser Fragen sind.
      Jedenfalls hat er gespürt, dass sein Übergewicht in der Seele ihn nur herunterzieht und er diese Ablagerungen loslassen muss, um zu sich und damit gleichzeitig auch zu anderen zu finden. – Das Ende vom Lied war, dass er bis zu seiner Rente vor einigen Monaten nur noch „blau“ gemacht hat – genug kaputt hat ihn die Arbeit dafür schon gemacht. Er hatte dadurch Zeit zum Denken und Handeln und hat sich so gegen jene Verwertung seiner selbst als Humankapital gewehrt, der er erst unter Bedingungen zugestimmt hatte: Haus, Auto, Kinder, Rente… die ihm dann zum Knast wurden, denn Haus, Auto, Kinder, Rente sind nicht für jeden wirklich erfüllend – erschwerdend kommt hinzu, dass er ja als Pendler gar keine Zeit hatte, diese Dinge, die sich schon einige Jahre in seinem Besitz befanden, zu genießen. Aber dafür bezahlen und sie instand halten musste er schon… er war gefangen, er hatte sich kaufen lassen.
      Letztendlich musste er all das loslassen und erkennen, dass er verarscht wurde. Doch es tat ihm nicht leid – heute ist er im Kopf frei, kann ohne Ängste und Sorgen mit anderen Menschen Kontakte aufbauen und ihnen zeigen, was ihnen im Weg steht und mit ihnen gemeinsam Projekte aufbauen, die ihre Bedürfnisse berücksichtigen und ihre Eigenverantwortung schulen, die das System abtrainiert hat, um Sklaven zu gewinnen.

      Wenn ich jetzt KenFM oder auch dieses hier im Link geteilte Video bewerten solle, im Sinne eines revolutionären Prozesses, dann würde ich anmerken, dass beide in alten, ererbten Formen, zurückfällt. „Gott“ ist das Sinnbild der menschlichen Selbstzerfleischung. In seiner Perfektion spiegelt sich die Unfähigkeit des Menschen, die eigenen Fehler anzuerkennen und eingedenk ihrer Tatsache ein System zu errichten, in dem niemand perfekt sein MUSS.
      „Gott“ ist auch deshalb Garant für Selbstverachtung und Katastrophen, weil er eine Erfindung des Menschen ist, der sich der Mensch dann unterworfen hat… was ein höchst seltsames Verhalten ist. Zuerst die Jahrtausende Evolution und Innovation um an der Spitze der Nahrungskette zu stehen und dann auf einmal braucht es ein Schauermärchen und wir schlachten uns ab und unterwerfen uns einer Ausgeburt unserer Fanatsie? Nein, „Gott“ ist nicht groß – „Gott“ ist ein unbedeutender Gedanke, der durch große Bauwerke und Selbstgeißelung „groß“ gemacht wurde – aber immer nur, war der Mensch groß. Vielleicht hat er sich in seiner Überlegenheit immer einen noch größeren gewünscht, auf den der Mensch die Verantwortung für sein lebenotwendigges Morden von anderen Spezies abschieben konnte, vielleicht ist der Mensch mit all seiner Schönheit und Freiheit so grenzenlos überfordert, dass er sich schließlich seine Gefahr und Qual, nach dessen technischer Überwindung durch Kultur und Fortschritt, selbst schaffen musste – einfach aus dem Gefühl heraus, dass es unverschämt sei, den anderen Wesen so haushoch überlegen zu sein… aber das muss nicht mehr sein – denn wir sind ja jetzt groß und können Verantwortung übernhemen. Wir müssen nur bereit sein, es auch zu tun und zwar in allen Lebensbereichen:
      Kein Gott, Kein Staat, Kein Vaterland – über uns steht kein abstraktes Wesen, weder theologischer noch bürokratischer Natur – es gibt da nur uns selbst, die wir im Einklang mit anderen die uns lebensnotwendige Gesellschaft bilden. Diese Gesellschaft braucht auch keinen hierarchischen Aufbau und keine Regierung – sie darf! keine Regierung haben, denn die Regierung ist nur der andere Gott, eine politische Religion lässt uns an die Unfehlbarkeit der Regierenden glauben. Aber ihre aktuellen Fehlentscheidungen machen uns zweifeln. An ihnen, nicht an der Regierung AN SICH. und das ist falsch: Es gab und gibt keinen, der uns diese Last der Eigenvernatwortung wegnehmen könnte. Nur wir selbst, indem wir damit leben! Indem wir sie nicht mehr leugnen, können wir mit anderen auch im Einklang leben, die diese Verantwortung auch nicht mehr leugnen und auf Götter oder Herrschende Menschen abschieben. Nur dann wird durch diese schwere Verantwortung etwas, das so groß ist, dass sich sogar der Mensch darin verlieren kann: Echte Freiheit.

  2. Angesichts der Existenz von Verschwörungen ist es Unsinn, gegen Verschwörungstheorien zu sein, oder genauer gegen den Bericht und gegen den Verdacht bezüglich Verschwörungen. Dies zur Kenntnis zu nehmen hat auch nichts mit der Frage zu tun, ob ich Sozialist bin oder nicht. Wogegen ich etwas habe, das sind nicht-valide Theorien.

  3. Großartig! :o)
    …mit dem Kapuzenoutfit sollte der Prinz besser nicht durch den Garten gehen. Da braucht der kein Glyphosat mehr, die Pflanzen fallen freiwillig tot um..

    Was ich zum Thema passend und noch bedenklicher finde, ist.. was Markus Fiedler und Dirk Pohlmann hier..
    „Wikipedia – Neues aus Wikihausen- Breaking News: „Wer ist Philip Cross?“ “
    https://www.youtube.com/watch?v=ugkQMWxFciw
    Da gibt es leibhaftige Agent Smith (wie man daraus einen Plural bastelt, ist mir grad entfallen), die unsere Matirix neu schreiben wollen?
    Nebensätze mit fäkalbasierten Attributen sind nicht sonderlich hilfreich. Die lasse ich jetzt mal weg..

  4. Hervorragend…

    Das nenn ich eintreten für Meinungsfreiheit!

    Argumentiert für die Meinungsfreiheit, dass Diskussionen mit z.B. mit „argumentum ad hominem“ etc abgewürgt werden …. dann interessiert das eh keinen.

    Die verknüpfen das mit Emotionen! Super!

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