„Wir sind Geschöpfe des Waldes“ – Wolf-Dieter Storl bei den Buchkomplizen

Wolf-Dieter Storl ist ein Pionier der Permakultur, Ethnobotaniker, Kulturanthropologe und ein Gegner der allseits verbreiteten Meinung, CO2 allein sei Schuld am Klimawandel. Für ihn ist CO2 die Grundlage des Lebens.

Als Kenner und Freund aller Pflanzen leugnet er damit keineswegs den Klimawandel, sondern fordert ein vielseitigeres Denken und einen bewussteren Umgang mit unserer Umwelt. Die Bewegung „Fridays for Future“ sieht er mehr als kritisch und plädiert dafür, alles Natürliche nicht als Gegenstände, sondern als Lebewesen anzusehen.

Pflanzen brauchen CO2. Wir Menschen brauchen einen klaren Verstand.

Wolf-Dieter Storl mit seinem neuen Buch „Wir sind Geschöpfe des Waldes“ auf der Frankfurter Buchmesse 2019.

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26 Kommentare zu: “„Wir sind Geschöpfe des Waldes“ – Wolf-Dieter Storl bei den Buchkomplizen

  1. Wenn ich die Aussagen und die Überschrift einmal fortführe, kommen wir doch zu einem psychologischen Problem.

    Wenn wir also die Liebe nur im Wald bzw. der Natur treffen, warum ist dann unser Lebensideal eine sechs Zimmer Altbau- / Neubau- / Stahlbetonwohnung in Stadt XY in der wir unser Ölsardinenleben fristen wollen, während wir mit unserer Mercedes E-Klasse in der Tiefgarage schmusen?!

    Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue, scheint es ein "Syndrom" zu sein, das die Menschen dazu bringt, sich für 400.000 Euro lebenslanger Schulden eine Wohnung über der asphaltierten S-Bahn Haltestelle zu kaufen oder zu bauen und sich damit bis ans Ende ihrer Tage jegliche Möglichkeit zu nehmen im Alltag Liebe zur Natur entwickeln zu können, einen Baum zu sehen, oder je einen pflanzen zu können. Was macht dieser Liebesentzug mit einer Gesellschaft?

    Und warum machen wir das, wenn die Alternative ist, draußen in der Natur ein ökologisch sauberes Haus zu bauen, den großen Garten zu beackern und sich in der Liebe zu üben? Der finanzielle Preis bleibt der gleich, nur eben die Lebensqualität ist eine andere.
    Für manche Berufe sehe ich die Notwendigkeit der Großstadt, aber für mindestens 50% der Menschen scheint die Antwort auf diese Frage rein psychologischer Natur zu sein, da auch auf dem Land deren Arbeitskraft gefragt wäre.

    Was mir auffällt ist, dass Menschen in meinem Bekanntenkreis, die in der Großstadt aufwuchsen, mit dogmatischer Vehemenz das Land verteufeln, wohingegen die Menschen die beides kennen meist das Land vorziehen. Witzig hierzu dieser Spruch, der das ganze Paradox zeigt: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht."

    Danke also für Menschen wie Herrn Storl und für die simple Offenlegung dieses seltsamen Stockholmsyndroms unserer Großstädte.

    Und natürlich Dank an KenFM, die dieser Menschlichkeit eine Hochglanz-Plattform bieten!

  2. ken,
    es ist zum kotzen.!
    da hört man interessiert zu und dann gehen wieder die pferde mit dir durch und du laberst ….. und laberst …… und laberst …..
    und was für'n mist.
    hast ja so schon sehr oft gesprächspartner unterbrochen und aus dem konzept gebracht. und oft die antworten nicht abgewartet und schon zum nächsten "gedanken" gesprungen.
    ich halte das nicht aus!
    ich will dein gesülze nicht hören, manchmal raste ich bei dir aus. da bin ich aber allein vor dem bildschirm und was ich da äußere willst du bestimmt nicht wissen. kannst du dich den garnicht zügeln? merkst du es denn nie selbst?

    • Nun mach mal halblang. Der Mann ist doch auch nur ein Mensch und man sieht doch hier deutlich, wie anstrengend all diese Interviews waren. Mensch Klaus, wie undankbar.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/klaus/' rel='nofollow'>@Klaus</a>
      Ich verstehe schon was Du meinst…. geht mir auch manchmal so, dass ich denke, bitte Ken mach doch mal etwas langsamer und bringe die Geduld auf dein Gegenüber mal einen Gedanken entwickeln zu lassen…. und Ken, bitte habe keine Angst davor, dass mal ne Pause entsteht…

      Aber Klaus, wenn Du dir deinen eigenen Text mit etwas Abstand noch mal durchliest, dann merkst Du vielleicht selbst, dass Du dich massiv im Ton vergriffen hast….

  3. Als Ahnungslose in Sachen CO2 möchte ich die 97%-Klima-Experten folgendes fragen:

    Grundsätzlich:
    CO2 ist schwerer als Luft und darin kaum vorhanden.

    Doch wieviel spezifische Wärmeenergie (Joule) ist notwendig, um eine Einheit des Gases um 1 Grad zu erhöhen? Klar,… verschiedene Gase brauchen unterschiedliche Wärme-Energie-Zufuhren, um 1 Grad wärmer zu werden.

    Um die Lufttemperatur (Joule) um 1 Kelvin pro mol (22,4 Liter) zu erhöhen, ergibt sich je nach Anteil des Gases in der Luft folgendes:
    – CO2 = 37,02 Joule / mol * Kelvin * Anteil i.d. Luft 0,04 % = 0,014808
    – Sauerstoff = 29,2 Joule / mol * Kelvin * Anteil i.d. Luft 20,94 % = 6,11448
    – Stickstoff = 29,1 Joule / mol * Kelvin * Anteil i.d. Luft 78,08 % = 22,72128

    Daraus ersieht man
    1) dass der marginale Anteil von CO2 nur im tausendstel %-Bereich zur (angeblichen) Erwärmung beiträgt.
    2) dass CO2 eine GRÖSSERE MENGE an spezifischer WÄRMEENERGIE (37,02 Joule) als z.B. Sauerstoff oder Stickstoff (29,01 Joule) braucht, um sich um 1 Grad C zu erhöhen.

    Bitte um Erklärung, denn demnach würde CO2 relativ sogar eher die Luft kühlen als erwärmen, da seine spezifische Wärmeenergie (CO2 = 37,02 Joule / mol * Kelvin) um ca. 22% größer ist als Stickstoff oder Sauerstoff.
    Wo sind die Experten ?

    • Definition der spezifischen Wärmekapazität
      Die spezifische Wärmekapazität eines Stoffes in einem bestimmten Zustand ist die Wärme, die einer Menge des Stoffes zugeführt oder entzogen wird, dividiert durch die zugehörige Temperaturerhöhung oder -erniedrigung und die Masse des Stoffes:
      Demnach braucht CO2 ca. 22% mehr Wärmeenergie als Sauerstoff oder Stickstoff, um 1 Grad C wärmer zu werden. Es kühlt relativ.
      https://de.wikibooks.org/wiki/Tabellensammlung_Chemie/_spezifische_W%C3%A4rmekapazit%C3%A4ten

  4. Ich verstehe den Gebrauch des Attributes "missbraucht" nicht. Ok, es mag sein, dass die Kinder von irgendwelchen supersophisticated Agenten im Sinn von "Agenda" missbraucht werden (neue Wirtschaftszweige vorantreiben etc.). Wo ist aber ein Beleg dafür zu finden? Nur ständig darüber zu schwadronieren, dass dies so sei, ist zu wenig. Oder geht es um den emotionalen Missbrauch als Träger eines revolutionären Gedankens und Verhaltens, für den bzw. das der Rest nicht fähig ist? Ich versteh es nicht. Die jungen Menschen, die sich heute meinetwegen missbräuchlich verwenden lassen werden dennoch (hoffentlich) aus genau dieser Erfahrung, etwas bewegen zu können, die Zukunft anders, nämlich besser, gestalten.

    • Hier findest Du erschöpfende Antwort auf Deine Frage, wo der Beleg dafür ist, dass Greta und die FfF Jugendlichen von Systemvertretern missbraucht werden:
      “Die Erzeugung der Marke Greta Thunberg zur Erzielung von Zustimmung: Die politische Ökonomie des gemeinnützigen Industriekomplexes” von Cory Morningstar:
      https://linkezeitung.de/2019/09/24/die-erzeugung-der-marke-greta-thunberg-zur-erzielung-von-zustimmung-die-politische-oekonomie-des-gemeinnuetzigen-industriekomplexes-kapitel-1teil-1/

    • Im Übrigen bin ich der Meinung , dass bei Kenfm und den alternativen Medien dringend über 5 G aufgeklärt werden muss, damit sich mehr Menschen für einen mobilfunkfreien Planeten einsetzen. Aufklärung schafft der folgende schockierende Film https://www.youtube.com/watch?v=LB_vN4Kovrs
      und z. B. die Seite www.diagnose-funk.org

      Bitte habt Verständnis dafür, dass ich hier auf dies weitere drängende Um- und Innenweltthema hinweise.

    • Danke für den Link. Ich habs jetzt nicht genau durchgelesen sondern nur stellenweise genau und den rest quer. Was meine Schlussfolgerung ist: Ja, sie wird benutzt. Aber was ist dabei schlecht bzw. was ist der Missbrauch? Missbrauch definiert sich für mich darin, dass die eigentlichen Ziele dabei verraten werden bzw. etwas gegen den Willen des Missbrauchopfers geschieht. Das scheint mir hier nicht so. Es geht um die Etablierung und Promotion eines "gemeinnützigen Industriekomplexes" wie es auch im Titel steht. Was ist daran verwerflich?

      Gretas Schulstreik war originär ihre Einzelaktion. Dass sie von einer Agentur als DIE mögliche Galionsfigur dabei entdeckt und benutzt wurde und wird ist sekundär solange ihrer Sache gedient wird. Ich bin auch der Meinung, dass die CO2 Debatte überzogen ist und bei weitem nicht das volle Spektrum der Zerstörung, die die Menschheit anrichtet, abbildet. Diese Bewegung ist ein Ventil und eröffnet Möglichkeiten, endlich eine Diskussion zu starten und aus der Lähmung durch die Überforderung herauszukommen – ergo: etwas ZU TUN.

      Ich glaube nicht, dass eine globale Bewegung nur den Kant´schen Imperativ folgen kann sondern sich Aspekte des Utilitarismus aneignen muss, um erfolgreich zu sein. D.h.: Ja, es kann und darf damit Geld verdient werden sofern das Ziel (Gemeinwohl, Umwelt und Resourcenschonung) auf globaler Ebene damit verfolgt wird. Wenn man nun diesen Aspekt als Missbrauch interpretiert verliert man sich in eine Debatte, die der Idee nicht dient.

      Es ist ungefähr so, wie wenn man zum Vegetarier wird und sich dann von anderen (Fleischessern eingeschlossen) anhören muss, dass man das Argument des Tierschutzes missbraucht, weil man ja kein Veganer ist.

      Wo ich aber definitiv einen Missbrauch verorte ist, aus welchen Gründen sie von Gegnern kritisiert wird. Diese Menschen missbrauchen sie, um von der eigenen Taten, Ideen und Mutlosigkeit abzulenken oder weil sie selbst gerne die Beachtung hätten weil sie ja dieselben Ziele haben (also Neid).

      Ich bin froh, dass sich nun ein globaler Diskurs entwickelt und hoffe, das sie diese Bürde noch lange erträgt.

    • @ Josef Gabriel Twickel,
      Danke für den 5G-Link.
      Seit ein paar Monaten habe ich ein Multi-Feld EMF Meter-Gerät, das ordentlich arbeitet. Es misst ..
      1.) elektrische Felder
      2.) magnetische Felder
      3.) RF-Felder misst.
      Seither weiss ich, welche unbemerkten Störfelder entstehen, wenn man nur den Stecker einer ausgeschalteten Lampe in der Steckdose umdreht.
      Aus Spass haben wir das Teil mal im öffentlichen Cafe benutzt. Plötzlich schoss die Anzeige so hoch, dass auch der akustische Daueralarm los ging und nicht mehr aufhörte. Natürlich sind wir gleich weg. Ebenso habe ich im Stadtzentrum 6.600 µV/m2 gemessen. Dieser hohe Strahlungsbereich befand sich am Eingang eines öffentlichen Gebäudes. Da muss jeder durch. Und das merkt man überhaupt nicht.
      Ebenso bemerke ich in der Fussgängerzone, dass heute schon zusätzliche Laternenmasten aufgestellt wurden um LED-Leuchtmittel einzusetzen.

      https://www.amazon.de/Multi-Feld-Elektromagnetisch-Elektrisch-Warnung-Indikator/dp/B009S27WUC/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Multi-Feld+EMF+Meter+Tasche+ELF+RF+Gau%C3%9F+Meter+2000mG+Elektromagnetisch+Elektrisch&qid=1574612090&s=industrial&sr=1-1

    • Roberto, noch einmal – zum letzten Mal – eine Antwort aus dem verlinkten Text. Diesmal auf Deine Frage "Es geht um die Etablierung und Promotion eines "gemeinnützigen Industriekomplexes" wie es auch im Titel steht. Was ist daran verwerflich? "

      "…Das „eine Kind bekam sofort zwanzig Unterstützer“ – von einem schwedischen Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. Was vor sich geht – ist der Start einer globalen Kampagne, um einen erforderlichen Konsens für das Pariser Abkommen, den New Green Deal und alle klimabezogenen Politiken und Gesetze der Machtelite – für die Machtelite – herbeizuführen. Dies ist notwendig, um die Billionen von Dollar an Finanzmitteln durch eine massive öffentliche Nachfrage freizusetzen.

      Zu diesen Vereinbarungen und Richtlinien gehören die CO2-Abtrennung (CCS), die verbesserte Ölrückgewinnung (EOR), Bioenergie mit CO2-Abtrennung und -Speicherung (BECCS), die schnelle vollständige Dekarbonisierung, Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen (als „Naturkapital“ bezeichnet), Kernenergie und Kernspaltung sowie eine Vielzahl anderer „Lösungen“, die einem bereits verwüsteten Planeten schaden. Was vor sich geht – ist ein Neustart einer stagnierenden kapitalistischen Wirtschaft, die neue Märkte – neues Wachstum – braucht, um sich selbst zu retten. Es wird ein Mechanismus geschaffen, um etwa 90 Billionen Dollar für neue Investitionen und Infrastrukturen freizusetzen. Was vor sich geht, ist die Schaffung von und Investition in das vielleicht größte Experiment zur Verhaltensänderung, das bisher versucht wurde, global in seiner Dimension.

      Und was sind die entscheidenden Faktoren dafür, an welches Verhalten sich die globale Gesellschaft halten sollte? Und vor allem, wer entscheidet? Dies ist eine rhetorische Frage, da wir die Antwort sehr gut kennen: dieselben westlichen weißen männlichen Erlöser und das kapitalistische Wirtschaftssystem, das sie weltweit implementiert haben und das die Ursache für unseren planetarischen ökologischen Alptraum darstellt. Diese Krise hält unvermindert an, da sie sich (wieder einmal) zu den Erlösern der gesamten Menschheit ernennen – ein seit Jahrhunderten immer wiederkehrendes Problem…
      Um es klar zu sagen, der Westen ist nicht in der Lage, der Welt das „richtige“ Wertesystem in Bezug auf Nachhaltigkeit zu „lehren“ (Anstoßen/in die Wege leiten), wenn die größten Verschmutzer der Erde zu „Klimaführern“ und „Klimahelden“ verarbeitet werden. Das ist Realität, die auf den Kopf gestellt wird. Eine Realität, die wir akzeptieren müssen. Institutionen wie die Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit den Medien füttern diesen Wahnsinn (der sich jeder Logik entzieht) an die globale Bevölkerung, in Knechtschaft gegenüber den herrschenden Klassen…."

      Ein weiteres "Ich habs jetzt nicht genau durchgelesen sondern nur stellenweise genau und den rest quer" wird dich allerdings am Ende der Lektüre so zurücklassen, wie an ihrem Anfang.
      Der Aufsatz von Cory Morningstar ist tatsächlich etwas herausfordernd – wie das immer bei eigenständigen, klug und umsichtig recherchierten Texten ist. Also viel Vergnügen damit !

    • Sehr schön, dass und wie Du den 5 G Beitrag aufgegrifen hast, Fantastin !
      Gestern war ich in einer kleinen Runde, in der ein Elektrotechniker auch ein kürzlich gekauftes Messgerät für elektromagnetische Wellen dabei hatte und demonstrierte. Ich werde auch ein Messgerät kaufen (allerdings nicht bei Amazon).
      Der von Dir im Eingangsbereich eines öffentlichen Gebäudes gemessene Wert von 6.600 µV/m2 ist ja definitiv schwer schädigend.

      Ich bin noch Anfänger mit meinem Wissen zu Elektrosmog: Bei www.dagnose-funk.org habe ich Folgendes zu Grenzwerten gefunden: Warum Mobilfunk-Grenzwerte und die SAR-Werte für Handys nicht schützen

      "…Welche Richtwerte soll man in dieser Situation fordern? Die Seletun-Gruppe (Johannson, Grigoriev u.a., 2010 )
      schreibt: „Die gegenwärtigen Richtlinien wie die von IEEE, FCC und ICNIRP sind nicht angemessen, um die Menschen vor schädlichen Effekten durch chronische EMF-Bestrahlung zu schützen. Das bestehende wissenschaftliche Wissen ist aber auf dem heutigen Stand nicht ausreichend, um endgültige und bestimmte Richtlinien auf wissenschaftlicher Basis zu definieren für alle diese Felder und Bedingungen, insbesonders für Dauerexpositionen als auch als Beitrag der verschiedenen Parameter der Felder, z.B. der Frequenz, Modulation, Intensität und Fenstereffekte. Die Werte, die im Folgenden vorgeschlagen werden, sind deshalb provisorisch und können in Zukunft geändert werden.“
      Eine Grenzwertforderung ist immer relativ, da noch keine untere Schädigungsschwelle bestimmt werden kann. Die Grenzwert – Empfehlungen der Wissenschaft zeigen die ganze Unsicherheit:
      ECOLOG 10.000 μWatt/m 2 ,
      Seletun – Gruppe 170 μWatt/m 2 ,
      Salzburger Vorsorgewert 10 μWatt/m 2 ,
      BUND 1 μWatt/m 2 / 100 μWatt/m 2 ,
      die Baubiologie fordert noch niedrigere Werte. Es ist neben der Berücksichtigung des medizinischen Kenntnisstandes eine politisch-taktische Frage, welchen Wert man heute fordert.

      Funkfreie Gebiete
      Es gibt zunehmend Menschen, die elektrohypersensibel sind und selbst durch Mobilfunkanwendungen bei Feldbe-
      lastungen unter 1 μWatt/m 2 Leistungsflussdichte erkranken. Für sie müssen funkfreie Gebiete mit Nullbelastung zur Erholung ausgewiesen werden. Doch sind reservatähnliche Zonen keine Lösung. Den elektrohypersensiblen Menschen muss die Teilhabe am normalen Leben (Arbeit, Freizeit, Kultur, Versorgung) ermöglicht werden: Durch strahlungsfreie Zonen im ÖPNV, in öffentlichen Gebäuden, in Erziehungseinrichtungen, in der Gesundheitsversorgung.

      Richtwerte und Mobilfunk-Vorsorgekonzepte
      Es wird eine 40- bis 60-fache Erhöhung des Datenverkehrs prognostiziert. Allein LTE wird nach Aussagen der deutschen Bundesregierung die Strahlenbelastung verdoppeln. Das kann und muss verhindert werden. Durch den Glasfa-serausbau und intelligente Verbindungssysteme könnte dies gewährleistet werden. Mobilfunk-Vorsorgekonzepte
      müssen an die Einhaltung von Richtwerten gebunden sein, orientiert am Prinzip der Unverletzlichkeit der Wohnung.
      Das könnte z.B. bedeuten, dass Innenräume nicht mehr als 1 μWatt/m 2 durch Emissionen belastet werden dürfen. Die
      Schädlichkeit dieser Technologie bleibt dadurch aber bestehen. Deshalb muss ihre schnellstmögliche Ablösung
      durch Technologien durchgesetzt werden, die nicht gesundheitsschädlich sind…"

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/josef/' rel='nofollow'>@Josef</a> Gabriel Twickel

      was soll das bedeuten "zum letzten Mal"? Bist du mein Lehrer oder generell der Oberlehrertyp?

      sehe das eh so wie du, ich weiss, dass das alles einem kapitalistischem System dient. Ja, es ist ein riesiges Projekt zur Verhaltensumstimmung. Und ja, die Wurzel allen Übels ist der Kapitalismus. Aber was ist die Alternative? Natürlich kann man alle diese Punkte hervorheben. Alle Veränderungen des Systems in Richtung "Bio" usw. generieren Billiarden an Umsatz und das Geld dazu kommt von uns selbst, das ist klar.

      Da die Abschaffung des Kapitalismus nicht so einfach möglich ist, um schnell zu einer Gemeinwohlökonomie zu gelangen ist das ein Schritt in diese Richtung, auch wenn er vorerst durch Interessen des Großkapitals getrieben wird. Erstens ist es aber eine, im Vergleich zu den letzten Jahren, positive Entwicklung und es kann, wenn wir Glück haben, die Basis für weitere Schritte sein um zum Endziel Gemeinwohl zu gelangen.

      Die ganze Klimahysterie ist in meinen Augen ebenfalls ein Instrument, um die Bevölkerung in Angst zu versetzen um sie dadurch besser kontrollieren zu können – analog zum Terrorgespenst – Ich halte aber das Bestreben, unseren Planeten in Summe weniger zu vergiften als erstrebenswerter als hinter jedem Mitmenschen einen potentiellen Mörder zu sehen.

      Anstatt aber auf die FfF Bewegung zu zeigen und richtigerweise auch die möglichen und tatsächlichen Hintergründe zu beleuchten, würde ich mir wünschen, die Idee zu verbessern und weiterzuführen. Die FfF Bewegung hat dazu den Boden bereitet und das sollte genutzt werden. Wenn Greta Thunberg ihre Mission nicht in diese Richtung weiterentwickelt (weil das z.B.: von gewissen Lobbygruppen nicht erwünscht ist) müssen es andere tun um diesem Schwung den richtigen Spin geben. Besser machen und weiterentwickeln anstatt kritisieren und mobben.

    • Das "zum letzten Mal" meinte: wenn Du nochmal nach was fragst, was ausführlich in dem Text von Cory Morningstar beantwortet wird, dann antworte ich nicht mehr. Weil ich denke, lesen musst Du schon selber, wenns Dich interessiert.
      Natürlich hoffe ich auch, dass viele von FfF von der vorgegebenen Schmalspur: `CO2-Steuer, Politiker sind unsere Ansprechpartner, Demos statt Schule` runterkommen und zu eigenen Aktivitäten, Vernetzungen, Zielen durch das angeregt werden, was sie bei FfF erleben.
      Du bekommst ja sicher auch mit, dass viele hier und bei Rubikon etc. FfF sehr sehr positiv sehen, da wohl mitmachen und dort wohl auch ihre Ideen einbringen. Das steht ja jedem offen.
      Was Wolf Dieter-Storl sagt: Konsum reduzieren, Garten anlegen, Bäume pflanzen, das ist schon sehr grundlegend für eine bessere Zukunft. Und gleichwohl machbar, wenn einer will.
      Beate Wiemers z. B. hat weiter auf etliche Möglichkeiten hingewiesen, die Zukunft besser zu gestalten https://www.rubikon.news/artikel/die-scheuklappen-diskussion "Die Fixierung auf eine alarmistische Klima-Debatte lenkt davon ab, was unsere Mitwelt jetzt wirklich braucht."

  5. Lieber Ken

    danke auch für dieses Gespräch und danke an Wolf-Dieter Storl
    … es steckt soviel Wahrheit und Authentizität darin, das es wirklich gut tut.

    Das was Wolf-Dieter Storl auf dem Gebiet der universellen Natur va unsere Art zu leben ist,
    ist Joe Kreissl auf dem Gebiet des universellen `Klangs` vs unsere Art zu benennen ist
    … jemand, der das Wesentliche suchen will/wollte, es von `sehr weit her` holte und in sehr verständliche Worte uns mitteilt.

    …just my 2 cents 😉

    Vielleicht passt der Joe ja noch mal in eine weitere Gesprächsrunde oder vielleicht noch besser in eine Empathie-Runde.

    Viele Grüße in die Runde

  6. Was immer für eine Wahrheit wir uns ein Stück weit erschließen. Sie bleibt notgedrungen Stückwerk.

    Wofern aber unstreitig sein dürfte, dass die Spezies Mensch sich je länger je mehr in Machbarkeitsverfallenheiten verstrickt hat, denen imer mehr Lebensgrundlagen zum Opfer fallen, ist ja vielleicht doch auch noch eine andere Umkehr erforderlich als die reflektierteren Individualkonsums und einer Rückbesinnung auf unsere inneren Bindungsgfüge naturerwachsener Seelenbilder. . .

    Wie wär´s einmal mit grundlegend umakzentuiert ansetzenden System-Neukonzeptionen der folgenden Art:

    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/01/brauchen-wir-messlatten-gesellschaften/
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2019/10/04/umbruchszeiten-also-entwerfen-gestalten-wir-unsere-verhaeltnisse-neu/

    • Liebe Gabriele Weis, was bieten Ihre Seiten denn letztlich Anderes und Grundlegenderes als "reflektierteren Individualkonsum und eine Rückbesinnung auf unsere inneren Bindungsgfüge naturerwachsener Seelenbilder" ?

    • Die große Frage ist, wie die grundfalsche kapitalistische Funktionslogik von Profitmaximierung durch Wachstumszwang, von Privilegierung der Privilegierten und Schwächung der Schwachen durchbrochen werden kann. Nicht vorübergehend gezähmt und eingedämmt bis zur nächsten Krise, in der sie wieder voll durchschlägt. Sondern wirklich vom Kopf auf die Füße gestellt. Das heißt von Privatwohl auf Allgemeinwohl. Von Oligarchie auf Demokratie. Von Existenzangst auf Freiheit von Not und Bevormundung. Neugierig höre ich auf Lösungsvorschläge. Der Stein der Weisen ist nicht in meinem Besitz. Auch nicht nach Lektüre einiger der ganzen Bibliotheken füllenden hochinteressanten Bücher zu alternativen Zukunftsstrategien.
      Eine überzeugendere Option als die wirklichen Gemeineigentums hat sich mir nicht erschlossen. Ein Eigentum also, das nicht separaten Gruppen gehört, die damit immer separate Interessen verfolgen, sondern tatsächlich allen.
      (…)
      Eine Gesellschaft, in der solches Gemeineigentum dominant ist, wäre die einzige, die gemeinschaftlich erwirtschaftete Überschüsse aus freiem, demokratisch ermitteltem Willen in einen Topf werfen kann, aus dem ein Luxus ganz anderer Art subventioniert würde:
      heilig nicht Geld, sondern Gattung, Solidarität mit Mensch und Tier und Baum und Meer. Kinder first, Alte fürstlich. Loben statt toben, lieben statt loosen. Keine Rüstung, aber Entrüstung über Gewalt. A-Waffen ächten und abschaffen. Wirtschaft selbstverwaltet statt selbstgefällig, radikal weniger, aber nützliche Arbeit für jeden. Mehr Zeit füreinander und für politische Teilhabe. Weniger digitaler Müll, mehr Mühe für Bildung. Weniger Konsum, mehr Kunst für alle. Preise, die den Naturverbrauch ausweisen. Weniger Gas, mehr Gastfreundschaft. Weniger Jetten, mehr Joggen. Nulltarif im Nahverkehr, autofreie Innenstädte, Menschen und Güter auf die Schiene, nicht auf die Autobahn. Urlaub nebenan, am glasklaren Fluss, nicht auf der Rückseite des Globus. Schon das Formulieren der Alternativen macht klar: mehr Spaß, aber weniger Spanferkel.
      (…)
      Ob für den Bruch der Funktionslogik ein «alltäglicher Kommunismus a là Streeck genügt, in dem nur die Fundamentalökonomie sozialisiert würde, oder ob die ganze Großindustrie und die Banken ebenfalls in Gemeineigentum zu überführen wären, muss die Gemeinschaft herausfinden. Wenn für Mehrheiten die Richtung klar ist, wird das Revolutionäre in der Eroberung der Gesetzgebung liegen. Ohne veränderte Gesellschaftsverträge und Verfassungen läuft gar nichts, soll es doch rechtsstaatlich zugehen. Denn die jetzige Macht hat sich juristisch abgesichert. Und hier, liebe bewundernswerte junge Freunde von Fridays for Future, liegt der Hase im Pfeffer.
      Ihr wisst auch das, auf einem eurer Plakate habt ihr Climate Change durchgestrichen und darüber System Change geschrieben. Ihr habt vor vielen Erwachsenen verstanden, dass es keinen Klimawandel ohne eine Politikwandel geben wird. Daher: Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Klima schweigen. Wer vom Klima nicht schweigt, darf wiederum nicht unerwähnt lassen, dass nach Meinung vieler Fachleute der größte Umweltverschmutzer der Welt das Militär des US-Imperiums ist. Auf seinen 1400 Militärbasen in aller Herren Länder verbraucht, also verbrennt, es täglich 320 000 Barrel Öl – nichts und niemand soll mehr Treibhausgase emittieren. Bei den täglichen Übungsflügen und Manövern sollen megatonnenweise Schadstoffe in die Umwelt gelangen.
      Selbst unbenutzte Waffen zerstören im Frieden, was sie im Krieg zu schützen vorgeben: Sie binden menschliche Kreativität für technische Todbringer, statt die Kapazitäten gegen die natürlichen Todbringer, die Geißel der Menschen wie Krebs, Aids oder Malaria, zu vereinen. Ja, Krankheiten und Umweltverseuchung sind oft Spätfolgen von A-Waffentests oder Uranmunition. Wer also in der Klima-Bewegung vorankommen will, muss mit der Friedensbewegung zusammenarbeiten. Und da zum Frieden der soziale gehört, ist auch der traditionelle Klassenkampf nicht obsolet. In Europa soll die Kluft zwischen Arm und Reich heute so groß sein wie vor der Französischen Revolution – erst kommt das Fressen, dann kommt das Klima.
      All das gehört zusammen, das wisst ihr. Menschen lernen nur nach selbstgemachten Katastrophen. Aber sie lernen. Das ist das Positivste was im Moment zu sagen ist.
      (…)
      Macht euch bewusst, dass unsere repräsentative Demokratie der optimal legalisierende Schutzmantel des Kapitalismus ist. Lest in Hannah Arendts Buch «Über die Revolution», weshalb sie der Meinung ist, dass die Parlamente «nicht mehr als Organe der Volksmacht anzusehen (sind), sondern als sehr wirksame Hilfsmittel, diese Macht einzuschränken und zu kontrollieren». Versucht zu verstehen, weshalb diese nach Belieben vereinnahmte Philosophin die repräsentative Demokratie durch eine Rätesystem ersetzen wollte. Erkundigt euch danach. Auch über die Vorzüge gebundener Mandate. Und über eine Zusammensetzung von Parlamenten, die nicht nur von Parteien bestimmt wird. Fragt, weshalb die Jusos und die Grünen einst mit entschiedenen Forderungen nach Rätestrukturen gescheitert sind.
      ( Daniela Dahn, Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute / Die Einheit – eine Abrechnung, S. 272-276)

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