Wissenschaft und Wirklichkeit | Von Rüdiger Rauls

Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.

Wirklichkeit belehrt Wissenschaft

Wissenschaft schafft nicht nur Wissen sondern auch Verunsicherung. Neue Erkenntnisse stellen alte Gewissheiten in Frage. Worauf aber ist noch Verlass? Denn die Wissenschaftsgesellschaft verliert den Blick für die Wirklichkeit.

Im Dienst der Interessen

In den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen nimmt die Wissenschaft eine immer bedeutendere Stellung ein. Jeder beruft sich auf sie, der seinen Ansichten Nachdruck verleihen will. Da sie den Ruf der Neutralität hat, gilt sie als unverdächtig. Damit ist sie ein idealer Deckmantel, hinter dem sich die Interessen verstecken können.

Dieses Bild der Neutralität bekommt Risse. Immer häufiger stützen sich die gesellschaftlichen Gruppen mit ihren Interessen auf wissenschaftliche Erkenntnisse, Studien und Theorien als Beweis für die Richtigkeit der eigenen Ansichten. Die Gesellschaft wird überschwemmt mit Wissenschaftlichkeit. Sie ist das neue Glaubensbekenntnis, das Credo der Wissensgesellschaft. Was wissenschaftlich ermittelt ist, ist glaubhaft und scheint auch geglaubt werden zu müssen.

Andererseits entsteht zunehmend der Eindruck, dass wissenschaftlich unterlegte Aussagen in erster Linie jenen gesellschaftlichen Kräften dienen, die die Studien in Auftrag geben oder finanzieren. Denn die Veröffentlichung der Ergebnisse liegt im Ermessen des Auftraggebers, nicht im Ermessen der Wahrheitsfindung. Wissenschaft erscheint deshalb immer häufiger als parteiisch und immer weniger neutral.

Da sie im Widerstreit der politischen Diskussionen als Verstärker der unterschiedlichen und gegensätzlichen Interessen eingesetzt wird, erscheint sie selbst auch als immer widersprüchlicher und beliebiger. Der Streit der Interessenvertreter färbt auf sie ab. Auch auf sie scheint immer öfter zuzutreffen: Wess‘ Brot ich ess, dess‘ Lied ich sing“.

Gesellschaftliche Auswirkungen

Der Eindruck verfestigt sich, dass auch der Wissenschaft nicht mehr zu trauen ist. Damit ereilt sie allmählich das Schicksal der politischen und staatlichen Einrichtungen, die in den Augen vieler Bürger gesteuert sind von undurchsichtigen Kreisen und geheimen Kräften.

Denn die Wahrheiten von heute, gelten morgen schon als widerlegt. Aber beide waren Ergebnisse wissenschaftlich durchgeführter Untersuchungen und deren Verfallsdatum wird immer kürzer. Zurecht stellt sich da die Frage: „Was ist denn nun richtig? Was ist wahr? Wer hat Recht?“ Viele wissen nicht mehr, wem sie denn nun glauben sollen.

Dadurch wird Wissenschaft zur Glaubenssache. Die Menschen aber erwarten eindeutige Aussagen darüber, was richtig und was falsch ist, nicht das ständige Hin und Her. Denn ihnen fehlen die Zeit und die Voraussetzungen, um sich selbst ein klares Bild in den Streitfragen zu verschaffen.

Oftmals fehlt ihnen auch das Interesse an der Klärung solcher Fragen. Deshalb ziehen sie sich, der Rechthaberei und des unverständlichen Meinungsstreits überdrüssig, aus der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zurück. Sie ist für sie nicht mehr nachvollziehbar, weil nicht mehr Teil ihrer Welt.

Wirklichkeit als Kompass

Im Durcheinander all der Meinungen, Ansichten, Behauptungen, des Streits unter den selbst ernannten und ausgerufenen Experten geht eine Frage vollkommen unter, die Frage nach der Wirklichkeit. Was von all diesen Thesen und Theorien, die in den Talk-Shows, den Experten-Gesprächen und Podiumsdiskussionen vorgetragen werden, entspricht denn überhaupt der Wirklichkeit? Diese Frage scheint sich niemand mehr zu stellen, scheint nicht mehr von Bedeutung zu sein.

Der öffentliche Schlagabtausch ist ja nur ein Umsichschlagen mit „Hirngespinsten“. Sie sind die Ergebnisse einer in den Hirnen ausgesponnenen, erdachten Wirklichkeit, ein Bild über die Wirklichkeit, eine Vorstellung von Wirklichkeit. Aber sie sind nicht die Wirklichkeit selbst.

Sie alle sind Kopfgeburten, erzeugt aus dem, was in der Umwelt wahrgenommen und dann in den Hirnen verarbeitet wird. Dabei hat ein jeder verschiedene Herangehensweisen, aus diesen Eindrücken Erkenntnisse und Bewusstsein zu bilden. Am Ende entsteht aus all diesen Zutaten eine Meinung.

Deshalb bestehen so viele unterschiedliche Sichtweisen zu ein und demselben Gegenstand, Erlebnis oder Vorgang. Denn jeder Mensch nimmt aus der Wirklichkeit um ihn herum etwas anderes auf, weil jeder etwas anders sieht und als wahr annimmt. Und da die Wahrnehmung, aus der sich dann eine Sichtweise bildet, unterschiedlich ist, sind auch die Meinungen so verschieden.

In diesem Wust der Ansichten, dem Streit um Wahrheit, der Rechthaberei und der Selbstdarstellung, der Kanonade der Argumente, Meinungen, Ansichten, der untrüglichen Studien und vorgeblichen Gewissheiten, in all dem verwirrenden Durcheinander gibt es nur eine einzige Orientierung: die Wirklichkeit.

Damit ist nicht das gemeint, was die Menschen für Wirklichkeit halten, sondern diese Realität, die unabhängig von den Ansichten der Menschen existiert, außerhalb ihrer Köpfe, in der Welt da draußen. In dieser äußeren Welt war die Erde immer eine Kugel, auch wenn es tausend Beweise, Erkenntnisse und Theorien gab, die glasklar belegten, dass sie eine Scheibe ist. Aber sie alle stellten sich am Ende als falsch heraus.

Eine Theorie, die sich an der Wirklichkeit nicht bewahrheitet, ist falsch, da hilft kein Argumentieren. Wenn die Ansichten im Widerspruch stehen zu den Vorgängen außerhalb der Theoriegebilde, dann sind die Ansichten falsch. Da nützt auch alle wortreiche Überzeugungskraft nichts, denn die Wirklichkeit lässt sich nichts einreden. Sie ist unbestechlich. Sie kann auch durch noch so ausgeklügelte Beweisführung nicht davon überzeugt werden, dass sie anders sein müsste, als sie ist.

Wenn die Fülle des Wissens, der Argumente und der Theorien kein klares Bild ergibt von der Wirklichkeit, dann sind sie nutzlos, dann erfüllen sie nicht ihre Aufgabe. Denn diese besteht darin, die Wirklichkeit verständlich zu machen. Daran müssen die Theorien gemessen werden.

Dazu gehört Ordnung. Unser Wissen besteht aus einer unüberschaubaren Menge an Erkenntnissen. Aber diese alleine schaffen noch kein Weltbild. Liegen diese ungeordnet nebeneinander, sind sie vergleichbar den Tausenden bunter Steine, die alleine auf Grund ihrer großen Menge und Buntheit noch lange kein Mosaik ergeben. Erst wenn sie in einer bestimmten Ordnung zusammengesetzt werden, entsteht daraus ein Bild. Denn Erkenntnis braucht Ordnung, um Bewusstsein zu werden.

Wirklichkeit erkennen

Die Wirklichkeit ist nicht immer einfach zu erkennen, denn Wirklichkeit hat viele Seiten. Um die vielen Seiten zu einem Weltbild zu vereinen, das auch der Welt da draußen entspricht, braucht der Mensch ein Hilfsmittel. Dieses Hilfsmittel ist der Meinungsaustausch, nicht zu verwechseln mit dem Meinungsstreit. Der ist nur ein intellektuell klingendes Wort für Rechthaberei. Meinungsaustausch ist orientiert an Erkenntnis. Bei ihm steht das Verstehen im Mittelpunkt, nicht Eitelkeit oder Selbstdarstellung.

Die oben bereits erwähnte beschränkte Wahrnehmung des Menschen erscheint nur auf den ersten Blick als ein Makel. Es gibt kein Lebewesen, das über eine uneingeschränkte Wahrnehmung verfügt. Der Vorteil des Menschen gegenüber allen anderen Lebewesen besteht in der Aufhebung dieser individuellen Beschränkung durch den Meinungsaustausch.

In ihm werden die unterschiedlichen Wahrnehmungen über die Welt zu einem immer umfassenderen Gesamtbild zusammengesetzt. Durch den Austausch und den Abgleich der einzelnen und unterschiedlichen Ansichten entsteht ein Bild von der Wirklichkeit, das sich immer mehr der realen Welt annähert. Meinungsaustausch im Interesse des Erkenntnisgewinns ist die Voraussetzung für das Erkennen der Wirklichkeit und der Wahrheit dahinter.

Wirklichkeit in Zeiten der Krisen

Die Krisen des vergangenen Jahrzehnts haben besonders die westlichen Gesellschaften erschüttert. Der Zusammenhalt löst sich auf und kann nur unter Aufbietung ständiger Appelle an das Wir-Gefühl mühsam und notdürftig gekittet werden. Jede neue Krise vertieft zum Teil die alten Brüche und führt zudem auch zu neuen Rissen im Gesellschaftsgebäude. Es nehmen nicht nur die Konflikte zwischen gesellschaftlichen Gruppen Schärfe und Zahl zu, auch die Distanz zwischen ihnen und dem Staat wächst.

In der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 kam Kritik von vornehmlich linksorientierten Bevölkerungsteilen am Krisenmanagement der Regierungen. Die Flüchtlingskrise von 2015 brachte eher rechtsorientierte oder konservative Gesellschaftskreise gegen den Staat auf, dem eigentlichen Fundament der gesellschaftlichen Ordnung bis dahin. In beiden Krisen wandte sich der Protest nicht nur gegen den Staat selbst. Es wandten sich auch politisch orientierte Gruppen mit ihren Ansichten gegen die jeweils anders orientierte Seite.

Diese politisch bestimmte Trennlinie verwischte in den anschließenden Krisen. In der Klima-Bewegung traten sowohl rechts- als auch linksorientierte Kräfte für einen Kampf gegen den Klimawandel ein. Eine Unterscheidung in Rechts und Links war innerhalb der Klima-Bewegung selbst anhand von Sichtweisen kaum noch auszumachen.

Hier verlief die Trennlinie zwischen den Einstellungen zum Thema Klimawandel, zwischen den sogenannten Klima-Leugnern und Klima-Alarmisten. Zwar belegten sich diese beiden Lager gelegentlich gegenseitig auch mit den politischen Markierungen „Rechts“ und „Links“. Das war aber eher nebensächlich und zudem auch zufällig. Denn es gab unter den sogenannten Klimaleugnern auch viele Linke und unter den Klima-Alarmisten sehr viele, die in ihren sonstigen politischen Ansichten eher im rechten Spektrum zu verorten waren.

Jetzt in der Corona-Krise scheinen rechte und linke Orientierungen sich noch stärker zu durchdringen. Hier ist eher ein gemeinsames Vorgehen gegen das Handeln des Staates zu erkennen. Der Staat ist der gemeinsame Gegner. Ein eindeutig linkes oder rechtes Argumentieren ist nicht mehr zu erkennen. Der Konflikt in der Corona-Krise entbrennt zwischen dem Staat und den Kritikern seiner Maßnahmen auf der einen Seite, aber auch zwischen Befürwortern und Gegnern dieser Maßnahmen auf der anderen Seite.

In beiden Krisen, der Corona- wie auch der Klima-Krise, versuchen beide Seiten, die jeweils andere durch Berufung auf die Wissenschaft von der Richtigkeit der eigenen Theorien zu überzeugen. Dazu wurden Heerscharen von Experten mit ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen, Argumenten und Studien aufgeboten, die sich gegenseitig zu widerlegen versuchten. Für die Argumentation der einen Seite hat die jeweils andere dann auch immer gleich das passende Gegenargument parat. Man dreht sich im Kreis von Rede und Widerrede.

Nur eines fällt bei dieser Herangehensweise außer Betracht: die Wirklichkeit. Im Mittelpunkt stehen die eigenen Ansichten, nicht das Verhältnis dieser Ansichten zu den Realitäten außerhalb des Kopfes, der diese Ansichten gebiert.

Klima-Krise und Wirklichkeit

All die Argumente der jeweiligen Seiten konnten die Gegenseite nicht überzeugen. Statt das Argument zu wiegen und zu messen an der Wirklichkeit, erging man sich in der Eskalation der wissenschaftlichen Beweise. Aber die Fülle der Sichtweisen, die die Diskussion bestimmten, verstellten den Blick auf das Wesentliche: Wie verhält sich das Vorgetragene zu den Vorgängen, die außerhalb der Köpfe in der Welt stattfinden und wirken?

Die sogenannten Klima-Alarmisten stützten ihre Drohung vom bevorstehenden Klimakollaps auf die Behauptung, dass das CO2 in der Atmosphäre zu einer gefährlichen Erderwärmung führe. Dieser sogenannte Treibhauseffekt gilt ihnen als wissenschaftlich abgesicherte Theorie, die den Vorgang der Erderwärmung erklärt.

Der Blick auf die Tatsachen in der Wirklichkeit offenbart, dass die Atmosphäre nur zu 0,04% aus Kohlendioxid besteht. Trotzdem soll dieser geringe Anteil einen solchen Aufheizprozess bewirken. Die Tatsachen der Wirklichkeit offenbaren aber auch, dass die Erdatmosphäre in ihrer Geschichte schon über wesentlich höhere CO2-Konzentrationen verfügte, zum Teil sogar im zweistelligen Prozentbereich. Und es ist eine Tatsache, die von keiner Seite bestritten wird, dass auf der Erde in früheren Zeiten wesentlich höhere Temperaturen geherrscht haben.

Aus diesen Tatsachen ergibt sich ein Widerspruch der Treibhaus-Theorie zur Wirklichkeit. Wenn sich heute die Erde aufgrund von 0,04% Kohlendioxid erwärmen soll, wie konnte sie sich dann abkühlen? Wenn unter früheren, wesentlich höheren CO2-Konzentrationen und zusätzlich wesentlich höheren Temperaturen eine Abkühlung stattgefunden hat, wie soll dann heute unter niedrigeren Konzentrationen und niedrigeren Temperaturen eine Erwärmung stattfinden? Nach dieser Theorie hätte sich die Erde noch mehr aufheizen müssen. Aber in der Wirklichkeit hat sie sich abgekühlt.

Da steht die Theorie in den Köpfen im Widerspruch zu der Wirklichkeit außerhalb. Das lässt sich auch nicht weg argumentieren. Das Argumentieren hat allerhöchstens dazu geführt, die Wirklichkeit zu ignorieren. Der Durchsetzung der eigenen Ansichten wurde der Vorrang eingeräumt gegenüber dem Anspruch, die Wirklichkeit zu erkennen.

Denn die Erde ist eine Kugel, auch wenn die Menschen sie für eine Scheibe hielten. Und Erwärmung kann in der Wirklichkeit nicht stattfinden, wenn unter ungünstigeren Bedingungen sogar Abkühlung eingetreten war.

Corona und die Wirklichkeit

Im Corona-Konflikt offenbart sich der Widerspruch zwischen Theorie und Wirklichkeit anders. Er verläuft nicht zwischen den Ansichten und den Naturgesetzen. Die Klima-Aktivisten haben die Naturwissenschaften nicht bestritten. Sie haben sie ignoriert, wenn sie nicht die eigenen Ansichten bestätigen. Das ist im Streit um Corona anders.

Die Theorien der Corona-Kritiker bestreiten, dass von dem Virus eine Gefahr ausgeht. Einige zweifeln sogar seine Existenz an. Diese Zweifel stützen sie auf den Vergleich der heutigen Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche mit jenen bei der Grippe-Epidemie vor drei Jahren.

Damals waren allein in Deutschland circa 25.000 Tote zu beklagen, also wesentlich mehr als bei der aktuellen Corona-Epidemie. Zurecht stellt man fest, dass es aber trotz der wesentlich höheren Opferzahlen damals nicht zu vergleichbaren Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Grundrechte durch den Staat kam.

Natürlich kann dieser Widerspruch nicht weg diskutiert werden, denn er existiert. Verstärkend wirkt, dass bisher auch von staatlicher Seite nicht versucht wird, diesen Widerspruch aufzuklären. Aus diesem Grunde und weil bei vielen Menschen das Vertrauen in den Staat im Verlaufe der vergangenen Krisen ohnehin stark gelitten hat, nährt sein Verhalten in der aktuellen Krise das Misstrauen.

Die Gründe dafür sind nicht von der Hand zu weisen. In den Augen großer Teile der Bevölkerung sind die Krisen der Vergangenheit durch Maßnahmen gelöst worden, die die Reichen haben reicher werden lassen und die Armen ärmer und mehr. Dadurch erscheint der Staat immer mehr Menschen als Interessenvertreter der Reichen. Man betrachtet ihn als eine Einrichtung, die nicht dem Volk dient sondern undurchsichtigen Kreisen und im Verborgenen wirkenden Mächten.

Dieses Misstrauen schlägt nun auch den Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung entgegen. Aufgrund des Misstrauens gegenüber dem Staat vermuten deshalb viele hinter den ergriffenen Maßnahmen andere Gründe als die vorgegebenen der Seuchenbekämpfung und der Sorge um die Bevölkerung. Sie glauben, dass es nicht um den Schutz der Bürger geht sondern vielmehr um eine Ausweitung der Kontrolle über die Menschen. Diese sollen noch leichter und besser in den Dienst jener Kreise gestellt werden, deren Wirken man im Hintergrund vermutet.

Seither spielt sich die Diskussion auf dieser Ebene der vermuteten Hintergründe und Pläne ab, die da umgesetzt werden sollen. In diesem Zusammenhang sollen Theorien und Berechnungen beweisen, dass die Epidemie nicht so gefährlich ist, wie verlautet, dass sie vielleicht gar nicht existiert. Manche halten gar das Virus selbst nur für eine Erfindung eben jener Kreise, die im Hintergrund die Fäden ziehen.

Dabei wird aber übersehen, dass das Virus in allen Teilen der Welt bekämpft wird. Man ist also weltweit übereinstimmend der Meinung, dass es existiert und eine Bedrohung darstellt. Es sind nicht nur die westlichen Staaten, die das Virus bekämpfen und die als Keimzelle jener Kräfte angesehen werden, die mittels der Epidemie ihre besonderen Interessen verwirklichen wollen.

Mit China und Russland beteiligen sich auch solche Staaten an der Bekämpfung der Pandemie, die sonst nicht im Ruf stehen, nach der Pfeife des Westens zu tanzen. Die geheimen Kräfte, die man hinter dem Virus vermutet, können zwar in den westlichen Staaten ihr Unwesen treiben, aber sie haben in Russland und China keinen Einfluss. Trotzdem bekämpfen aber auch diese Staaten das Virus.

Politische Nebenwirkungen

Hier liegt der Kern des Widerspruchs in der Corona-Debatte. Was in den Ländern des Westens geschieht, kann nicht mehr nur alleine als interne Maßnahmen betrachtet werden. Der größte Feind in diesen Ländern ist nicht die eigene Bevölkerung, die man immer stärker zu kontrollieren versucht, wie solche Theorien glauben machen wollen.

Der größte Feind für den Wertewesten befindet sich nicht im Inneren sondern außerhalb der Länder des Wertewestens, in China. Bereits im März 2019 hatte die EU das Land von einem wirtschaftlichen Konkurrenten zu einem strategischen Widersacher und Systemrivalen hochgestuft. Aus der bisher wirtschaftlichen Konkurrenz war politische geworden, eine Konkurrenz der Systeme.

In diesen Kampf gegen das politische System in China wurden alle Themen aufgenommen, mit denen man glaubte, China diskreditieren zu können: die Lage der Uiguren, die Auseinandersetzungen in Hongkong, die Bedrohung der westlichen Demokratien durch die vorgebliche Spionage von Huawei, die Einflussnahme chinesischer Medien und Vertreter auf die Öffentlichkeit im Westen.(1)

In diesem Zusammenhang sollte auch die Bekämpfung des Virus zu einem Nachweis für die Überlegenheit der freiheitlichen Demokratien im Westen werden gegenüber dem autoritären System eines China, das durch die Politik einer kommunistischen Partei geprägt ist. Das Virus ist nicht nur ein Virus. Es ist zu einer politischen Waffe geworden im Kampf des Westens gegen China. Damit aber wurde ohne Not ein „unverfängliches“ Virus zu einer Legitimationsfrage für ein politisches System aufgebauscht.

Und dieser Schuss ging nach hinten los. Denn China gelang es schneller als dem Westen, das Virus einzudämmen und weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Das geschah unter ungeheuren Opfern für die Wirtschaft, aber auch für die Bevölkerung. Jedoch im Gegensatz zum Westen hatten die Menschen in China weitgehend Verständnis für die Maßnahmen und trugen sie mit.

Noch Ende Januar 2020 war Gesundheitsminister Jens Spahn davon überzeugt, „dass der Krankheitsverlauf beim Coronavirus milder sei als etwa bei einer Grippe“.(2) Als es aber dann hierzulande doch heftiger wütete, als man erwartet hatte, sah man sich zu ähnlichen Maßnahmen gezwungen wie die Chinesen. Wie hätte man sonst der deutschen Bevölkerung erklären sollen, dass ein sogenannter Unrechtsstaat mehr Anstrengungen zum Schutze der eigenen Bevölkerung unternimmt als der Wertewesten? (3)

Man stand vor der Alternative, dieselben Maßnahmen zu ergreifen wie China oder aber einen marktorientierten Weg zu gehen, wie ihn die USA beschritten, wo der Gesundheit der Wirtschaft Vorrang eingeräumt wird vor dem Wohlergehen der Menschen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache über die Wirkung der beiden unterschiedlichen Vorgehensweisen, der chinesischen und der amerikanischen, in der Bekämpfung der Seuche.

Wollte man in der Konkurrenz mit China nicht nur auf dem Feld von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik zurückfallen sondern nicht auch noch in der Frage der Volksgesundheit und der Legitimation des Gesellschaftssystems, kam man um diese Maßnahmen nicht herum. Das ist der Hintergrund des Widerspruchs, den die Regierungen des Wertewestens nicht in die Öffentlichkeit bringen wollten. Aber er offenbart sich im Totschweigen der chinesischen Erfolge in der Seuchenbekämpfung.

Bei allem Zweifeln an der Existenz des Virus und seiner Gefährlichkeit darf ein grundlegender Widerspruch zwischen diesen Vermutungen und der Wirklichkeit im Kapitalismus nicht ignoriert werden: Alle diese Theorien über etwaige hinterhältige Absichten der Herrschenden stehen im Widerspruch zu ihren wirtschaftlichen Interessen. Ihnen als Besitzer der Unternehmen oder als Investoren dürfte es ganz und gar nicht gepasst haben, dass die Wirtschaft in weiten Teilen lahm gelegt wurde.

Die Herrschenden wollen Gewinne erwirtschaften. Sie wollen ihr investiertes Kapital verzinsen. Das steht für sie an oberster Stelle. Denn das ist die Quelle ihrer Macht, über die sie in der Gesellschaft verfügen. Aber da können sie keinen Lockdown gebrauchen, der ihre Unternehmen über Wochen lahm legt, ihre Gewinne pulverisiert und am Ende vielleicht sogar noch ihr investiertes Kapital vernichtet. Ob das Teil des Plans war, muss bezweifelt werden. Da steht die Theorie im Widerspruch zur Wirklichkeit.

Quellen und Anmerkungen:

1 siehe dazu: Rüdiger Rauls: Vorteil China

2 https://www.n-tv.de/politik/Spahn-sieht-Deutschland-gut-gewappnet-article21536864.html

3 siehe dazu: Rüdiger Rauls: Keine Feigheit vor dem Virus!

Rüdiger Rauls Buchveröffentlichungen:

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle: senengmotret / shutterstock

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38 Kommentare zu: “Wissenschaft und Wirklichkeit | Von Rüdiger Rauls

  1. etwasvernunft sagt: 7. Juli 2020 at 19:03

    Aha, muss es sich also doch verzinse. Das hörte sich anfangs aber ganz anders an. Da kam „man zu falschen Schlüssen, wenn man die Hausfrauenerkenntnis, dass der Kapitalist um die Ecke sein investiertes Kapital verzinsen will und muss, auf das globale (Finanz-)Kapital anwendet.“
    Nun also doch. Aber nun auf einmal „sind deren Möglichkeiten ganz andere als die eines produzierenden Kapitalisten. Vergleichen Sie nur einmal die in der Finanzsphäre zirkulierenden Summen mit dem Bruttosozialprodukt der Welt.“
    Inwiefern sind die Möglichkeiten anders? Das ist eine Floskel, die überdecken soll, dass Sie diesen Unterschied gar nicht benennen können. Und auch die „in der Finanzsphäre zirkulierenden Summen“ erklären nicht, inwiefern die Möglichkeiten anders sein sollen, nur weil die Summen größer sind. Das mag vllt sein, nur muss man diesen Zusammenhang dann schon benennen können. Und schon gar nicht erschließt sich, wie das mit dem Bruttosozialprodukt zusammenhängen soll, was Sie versuchen anzudeuten, was aber nicht gelingt. Dass Sie Zahlen aus dem Ärmel schütteln, erwarte ich nicht, kann ich nämlich auch nicht.
    „Genau dies "weitgehend einverstanden" ist das Ergebnis des Lenkens mit geringen "Kosten"“ Und sie glauben, dass die Menschen es nicht unterscheiden können, ob sie gelenkt werden oder ob sie von sich aus weitestgehend zufrieden sind? Ja, das erkennen nur Menschen wie SIE, die sich gegenüber den anderen, denen mit der „Hausfrauenerkenntnis“, überlegen fühlen?  Ich vergaß, dass „Sie im Sinne Kants den Mut haben, Ihren Verstand ohne die Leitung eines anderen zu benutzen, aber für die große Mehrheit eben doch.“ Ich habe schon verstanden, dass ich damit gemeint war. Aber ich lasse mir von Leuten wie Ihnen keinen Honig um den Bart schmieren. Ich stehe auf der Seite der Hausfrauen, jener Leute, auf die SIE herabschauen.

    • Lieber Herr Rauls,

      Ich weiß nicht, was Sie unter "verzinsen" verstehen. In meinem Verständnis ist Verzinsen die zusätzliche Summe, die für einen aufgenommenen Kredit über dessen Nennbetrag zurück gezahlt werden muss. Wenn aber an der Börse auf steigend oder fallende Kurse spekuliert wird, wenn mit Warentermingeschäften Risiken für die eine oder andere Seite begrenzt werden sollen und dabei für eine Seite ein Gewinn (bei einem entsprechenden Verlustrisiko) herausspringt, dann betrachte ich das nicht als Verzinsung ebensowenig wie die Realisierung eines Buchgewinns. Und ich sehe es als kritisch an, wenn die durchaus sinnvolle Einrichtung eines Termingeschäfts sich so weit von der ursprünglichen Funktion entfernt hat, wie es die Wirtschaftsteile der Zeitungen immer wieder berichten.

      Und ich betrachte es auch nicht als Verzinsung, wenn durch den Kauf, das Zerlegen, die Fusion usw. von Firmen "Potentiale" gehoben werden, wenn die Kredite, mit denen diese Käufe bezahlt werden, dann den Unternehmen selbst zu bedienen sind.

      Und alle diese Vorgänge entsprechen nun mal nicht dem, was m. M. n. mit dem als "Hausfrauenverstand" qualifizierten Analysewerkzeug eingeordnet werden kann. Ich hoffe, dass Sie nach dieser Klarstellung sich nicht mehr in Ihrer Kompetenz angegriffen fühlen, sondern verstehen, dass ich darauf hinweisen will, dass die Vorgänge in der Finanzsphäre sich schon längst von dem abgelöst haben, was selbst im Sinne eines gesunden Kapitalismus (wenn es diesen denn gibt – im Sinne von Marx: der Staat als ideeller Gesamtkapitalist oder auch "soziale Marktwirtschaft") und einer produktiven Wirtschaft verantwortbar ist.

      Und um noch ein Missverständnis zu klären: Ich gehe davon aus, dass Sie Ihren Verstand genauso unabhängig benutze wie ich selbst und wir nur zu verschiedenen Deutungen der Welt gelangt sind. Was ich für gesund und wichtig halte, denn nur dadurch ist eine produktive Debatte möglich. Ich danke Ihnen daher, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auf meine Beiträge einzugehen und mir die Möglichkeit geboten haben, meine Position – ich hoffe – verständlicher zu machen.

  2. NichtvonBedeutung sagt: 7. Juli 2020 at 02:55

    Zitat: Aber Moment mal… das geht ja gar nicht, denn schließlich sind Negativzinsen ja auch nur eine Maßnahme des Finanzkapitals, die Wirtschaft – also die Grundlage des Finanzkapitals – anzukurbeln bzw. am laufen zu halten, oder habe ich Herrn Wolff da irgendwo falsch verstanden?“

    Negativzinsen sind keine Maßnahme des Finanzkapitals, da irrt Herr Wolff. Aber er hat einen Schuldigen. Das ist ja schon viel Wert, wenn man nicht erklären kann, wie das System funktioniert.
    Dem Finanzkapital sind Negativzinsen ein Dorn im Auge. Nicht umsonst beklagt gerade das Finanzkapital die schmalen Margen, die aus dem Negativzins erwirtschaftet werden können. Dieser ist ja nicht das Ergebnis irgendwelcher hinterhältiger und undurchsichtiger Pläne von irgendwelchen nicht identifizierten Eliten. Der niedrige Zins ist das Ergebnis der geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken. Diese versorgen die Märkte mit billigem Geld, damit die Wirtschaftstätigkeit angekurbelt werden kann. Ansonsten befürchten sie einen Konjunktureinbruch mit unabwägbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft und in deren Folge mit unabwägbaren Erschütterungen der gesellschaftlichen Ordnung.
    Der Gedanke dabei ist: Je niedriger der Zins, umso billiger die Investitionen, was nach Meinung der Notenbanken und der Lehren der Wirtschaftswissenschaftler in den Elfenbeintürmen das Wachstum der Produktion fördern soll. Diese Versorgung der Märkte mit frischem Geld geschieht heute, anders noch als zu Zeiten vor der Krise von 2008/9, auf dem Wege, dass die Notenbanken den Banken Anleihen abkaufen. Das Geld, das die Banken dafür erhalten, steht diesen wieder zur Kreditvergabe zur Verfügung. Durch diesen Kauf der Anleihen bleiben die Anleihepreise hoch, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Zinsen niedrig bleiben. Soweit die Theorie. In der Wirklichkeit aber sieht es so aus, dass die Nachfrage nach Kapital ist nicht so hoch wie die Geldmengen, die in den Markt gegeben werden. Zum Leidwesen der Banken lassen sich deshalb, die Zinsen nicht in dem Maße erhöhen, wie es die Rentabilität der Banken es erforderlich machen würde.
    Das ist wie mit den Brötchen: je mehr Anbieter von Brötchen es gibt, umso niedriger sind die Preise, die der einzelne Bäcker verlangen kann. Die Folge ist, dass immer mehr kleine Bäcker aufgeben müssen, weil sie im Preiskampf zu wenig Gewinne erwirtschaften, um ihren Betrieb weiter rentabel führen zu können. Genau so ist es auch mit den Zinsen. Die gehorchen im Kapitalismus demselben Gesetz wie die Brötchen. Je mehr Kapital auf den Markt drängt, um so geringer sein Preis und umso geringer der Ertrag, der daraus erwirtschaftet werden kann. Der Preis des Kapitals ist der Zins.

    • *"da irrt Herr Wolff"*
      Nee, da irrt vermutlich nicht Herr Wolff, sondern ich. Denn ich habe das Finanzkapital bei den Notenbanken gesehen. Aber wieso gerade dem Finanzkapital (wenn es nicht zu den Banken gehört, dann wohl zu den Großkonzernen) der Negativzins ein Dorn im Auge ist, erschließt sich mir nicht, denn durch die Aufnahme eines Kredits maximiert man sicher nicht seinen Gewinn. Wenn aber kleine und mittelständische Unternehmen oder gar Otto-Normal-Bürger für das Aufnehmen eines Kredites per Negativzins belohnt werden, dann haben Konzerne ja in sofern auch etwas davon, weil die Kaufkraft steigt. Ähnliche Auswirkungen hat sog. Helikoptergeld oder sehe ich das falsch. Und ähm… Bankanleihen werden "gekauft" – das ist also keine Kreditvergabe. Finanzkapital bedeutet doch also Bank, oder nicht?
      Alles in Allem sieht es jedenfalls so aus, dass die Großen die Wirtschaft irgendwie aufrecht erhalten müssen, damit sich noch mehr Kapital in deren Hände – sprich von unten nach oben – verteilt.

  3. Zitat: " ich bin nicht der Meinung, daß der Lockdown die wirklich relevanten – also großen (Finanz-/)Unternehmen – schädigt."
    Das ist ja das Thema meines Beitrags: Wahrnehmung und Wirklichkeit. Ihre Aussage hält sich gleich mehrere Hintertürchen offen:
    Was sind die "wirklich" relevanten
    welche sind die "großen" und dann legen Sie sich nicht fest, ob sie Unternehmen oder Finanzunternehmen meinen. Und auch die Frage der Schädigung ist sehr beliebig. Darunter kann jeder etwas anderes verstehen. Aber egal: Glauben Sie, das IHRE Meinung über den Zustand der Wirtschaft entscheidet?

    • "Glauben Sie, das IHRE Meinung über den Zustand der Wirtschaft entscheidet?"
      Was für eine provokante Frage, es würde mir gefallen, diese zu bejahen, doch ich prüfe meine Möglichkeiten regelmäßig an der Wirklichkeit.

      Ich bin 2 Irrtümern aufgesessen, zum
      einen ist mir erst zum Schluß, nachdem ich die ganzen ersten Absätze schon geschrieben hatte, aufgegangen, daß Sie ernsthaft zu erwartende Wirtschaftsschäden als Argument für die Gefahr Corona ins Feld führen. (und ich so hätte dort den Schwerpkt setzen müssen)
      Ich habe es dennoch abeschickt, weil ich eine Stelle komisch (im Sinne von lustig) fand.

      Die Akkumulation des Kapitals hat einen Punkt erreicht, der einer Neustrukturierung der Möglichkeiten bedarf.
      Auch die anstehenden Zinszahlungen erreichen bereits unangenehme Höhen.

      Ich habe Finanzunternehmen und Unternehmen angeführt, weil ich beide meine. Wer heutzutage etwas zu sagen hat auf der Welt, ist in Finanzunternehmen engagiert und das Volumen der Finanzwirtschaft beträgt das x fache der Realwirtschaft, ist also entkoppelt und nur noch Phantasie.

      Im Unternehmensbereich wird eine weitere starke Zentralisierung stattfinden und es gibt Wirtschaftsunternehmen, die zunehmend an Relevanz gewinnen werden – jene – die mit bigdata arbeiten (diese Daten sammeln). In welche Kategorie passt das jetzt am Besten – ist das Produktivwirtschaft oder reine Dienstleistung? Die Wirtschaft wird sich umstrukturieren, sharing wird vmtl zum Normalzustand werden. Nicht weil das menschlich gewollt ist, sondern weil es abhängig macht und der Mensch, wenn er nicht endlich Widerstand aufbietet, vollständig in die Produktionsmaschine integriert wird. Die Neustrukturierung könnte sich 4te industrielle Revolution nennen und wird als Zwangsläufigkeit vorgeführt, die auch die gesellschaftlichen Realitäten stark ändern soll.
      Mit Corona hat man ein hervorragendes Ablenkmanöver aufgebaut.

      Auf welche Herrscher/Unternehmen beziehen Sie sich denn, die jetzt Verlust erlitten haben?

      Und wenn Sie sich an einem Punkt besonders stoßen, dann suche ich auch dazu relevante Quellen. Jeden Satz jetzt zu untermauern dauert mir zu lange (dann hätte ich ja einen Artikel).

    • ersetzt den obigen text ab "Die Akkumulation… "

      Sie schreiben: "Die Herrschenden … können .. keinen Lockdown gebrauchen. …"
      Sehe ich anders.

      Die Akkumulation des Kapitals weltweit hat einen Punkt erreicht der einer Neustrukturierung der Möglichkeiten bedarf. Die anstehenden Zinszahlungen erreichen jetzt unangenehme Höhen.

      Ich habe Finanzunternehmen und Unternehmen angeführt, weil ich beide meine. Wer heutzutage etwas zu sagen hat auf der Welt, ist in Finanzunternehmen engagiert und das Volumen der Finanzwirtschaft beträgt das x fache der Realwirtschaft, ist also entkoppelt und nur noch Phantasie.
      Will ich Teile dieser Zahlen dauerhaft sichern, muß ich Investitionsobjekte in der Realwirtschaft schaffen, die es dort sehr lange schon nicht mehr in ausreichender Menge und/oder hoher Rendite gibt. Dies wird im Zuge des unsinnigen gesamtgesellschaftlichen Lockdowns ermöglicht, indem kleine und mittlere Unternehmen in die Insolvenz getrieben werden.

      Im Unternehmensbereich wird dadurch eine weitere starke Zentralisierung stattfinden und es gibt Wirtschaftszweige, die zunehmend an Relevanz gewinnen werden – jene – die mit bigdata arbeiten (diese Daten sammeln). Infolgedessen wird sich die Wirtschaftsstruktur ändern, man könnte es 4te industrielle Revolution nennen. Natürlich kann hier niemand zuverlässig sagen, wer sich am Ende durchsetzt, ein wahrscheinliches Modell ist die Zunahme der Sharing Wirtschaft. (seit 10 Jahren kursiert in der Automobilindustrie ein mögliches Konzept, bei dem die Fahrzeuge für den Endverbraucher kaum Kosten verursachen, da sie ähnlich wie bei Mobilfunktarifen die Handys geleast werden.) Nun kann sharing auch menschlich wünschenswert sein zur Reduzierung der Überproduktion, doch im Moment wird die gesellschaftliche Richtung von den Großkapitaleignern vorgegeben die neue, renditeträchtige Märkte für das frisch ausgegebene Geld suchen. (Helikoptergeld würde ganz anders arbeiten.) Daher wird nicht Bürger zu Bürger verschiedene Dinge teilen, sondern es bilden sich große Leasingstrukturen die ihre Dinge auf digitalen Plattformen feilbieten. Das erzeugt Abhängigkeit der User und generiert Kontrollstrukturen über sie. Der Mensch entwickelt sich schon seit geraumer Zeit zusehends zur Ware. Mittels der Pseudogefahr Corona, werden jetzt ganz neue Kontrollstrukturen eingeführt, die die Mitsprache der Gesellschaft an relevanten Entscheidungsprozeßen radikal beschneiden.

      – Einsatz der Armee im Inneren
      – personelle Totalüberwachung (apps)
      – die Unverletzlichkeit der Wohnung sollte bereits aufgehoben werden (wurde noch nicht)
      – die Unverletzlichkeit des Körpers soll aufgehoben werden, indirekte Zwangsimpfung Corona = Induktion menschlicher Genomänderung (bei der Masernimpfung haben wenige Prozente lediglich beim zweiten Impfdurchgang gefehlt! Eine Werbekampagne statt Zwang hätte auch zum gewünschten Ergebnis geführt)
      – Pandemie aufgehoben (19/20046), Grundgesetz nicht wiederhergestellt https://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/200/1920042.pdf

      Ich weiß gar nicht, wo man anfangen und aufhören soll.

      Zur Gefährlichkeit Corona: (Quellen auf kenfm, rubikon ausreichend zu finden)

      – der PCR Test ist nicht validiert und nicht aussagefähig.
      – Kranke werden nicht/unzureichend erfasst
      – einzige Orientierung bieten die Sterbefälle (auch hier Manipulationsversuche: an oder mit, Fehlbehandlungen werden nicht offengelegt (Tote in Italien verbrannt obwohl Erdbestattung üblich), von Obduktionen wird abgeraten bei gleichzeitiger Behauptung es handele sich um eine neue Krankheit. letzten Endes bieten sie dennoch eine ausreichende Orientierung)

      Zu den damit begründeten Repressionsmaßnahmen:

      Wer das nicht kontinuierlich ins Verhältnis setzt hat das Interesse an der Wirklichkeit aufgegeben.
      Jeder kann eine Fehlentscheidung treffen, doch wie geht man damit um.

      Ein kleines Beispiel dazu: Die WHO Sprecherin verkündet, daß Nichtsymptomträger nicht ansteckend sind. Die SCHULEN müssen SOFORT wieder öffnen!

  4. Dieser Artikel ist schwach. Er beginnt als ein Appell, die Wahrheit in den Fakten zu suchen. Anschließend wird anhand verschiedener Beispiele dann genau diese Forderung untergraben. Dabei gefällt sich der Autor im vorgeblich vernünftigen mittleren Grund. Nur: dieser ist nicht immer richtig, gerade in wissenschaftlicher Hinsicht erhärten sich Positionen. Beispielsweise wird das geringe Maß an CO2 in der Atmosphäre als Argument genommen, seine Wirksamkeit herunterzuspielen. Sie können geringere Dosen Arsen zu sich nehmen und sehen, dass auch kleinste Dosen einen gewaltigen Einfluss haben können. Ebenso unsinnig der Verweis auf eine höhere Konzentration an CO2 in der Erdatmosphäre: Ja, es gab diese, nein, die Werte haben sich niemals so schnell und in diesem Ausmaß verändert wie unter dem Einfluss des Menschen. Nebenbei bemerkt gehen diese Schwankungen mit globalem Artensterben einher – soll das eine Beruhigung sein? Dumm, dumm, dumm! Und KenFM weigert sich seit jeher, tatsächliche Fachleute zu diesem Thema einzuladen und diese Fragen zu diskutieren. Statt dessen noch den hundertsten Journalisten oder PSychologen, der dazu seine Gedanken preisgeben darf. So vereint KenFM Aufklärung und Desinformation.

    • Gerne werden DummDumm Geschosse abgeschossen, um ein Problem irgendwo abstrakt aufzuhängen .
      Das Artensterben ist elementarer Teil der technologischen Entwicklung der Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten.
      Das Artensterben hat zuallerletzt mit CO2 zu tun .

    • Bisher hat mir immer noch niemand von den Alleswisser erklären können, weshalb die Erdatmosphäre sich denn abgekühlt hat. Die Auseinandersetzung auf andere Themen zu verlagern, ist keine Erklärung, sondern eher das Eingeständnis, dass man einen offensichtlichen Widerspruch entweder nicht erkennt, nicht wahrhaben will oder aber keine Erklärung anbieten kann, die diesen Widerspruch auflöst.
      Dieses Ausweichen auf das Arsen-Argument ist nichts anderes als Rechthaberei oder Verdummung. Arsen ist ein körperfremder Stoff, dessen chemischer Wirkung der Körper nichts entgegen zu setzen hat. CO2 ist dagegen Bestandteil der Atmosphäre, immer schon gewesen, nur halt eben in unterschiedlichen Konzentrationen. Und dann wirds ganz besonders religiös, d.h. es werden Dogmen vorgestellt, die geglaubt werden müssen, weil man sie nicht erklären kann: "Ebenso unsinnig der Verweis auf eine höhere Konzentration an CO2 in der Erdatmosphäre: Ja, es gab diese, nein, die Werte haben sich niemals so schnell und in diesem Ausmaß verändert wie unter dem Einfluss des Menschen." Selbst wenn diese WErte sich niemals so schnell verändert haben wie unter dem Einfluss des Menschen, was ja auch erst einmal noch bewiesen werden müsste, ist es doch letztlich die Höhe der Werte, die Konzentration, die die Lebensbedingungen verändern.
      Noch eine Frage: Wer sollen denn die Fachleute sein, die Sie KenFM auffordern hier sprechen zu lassen? Diejenigen, die Ihre Sichtweise stützen? Vielleicht wären ja die dann endlich mal in der Lage zu erklären, weshalb trotz höherer Werte an CO2 und Temperatur die Erde sich im historischen Verlauf abgekühlt hat, statt der Theorie des Treibhaus-Effektes zu gehorchen und sich aufzuheizen. SIE jedenfalls scheinen es nicht zu können.

    • Herr Rauls,

      zur Klimafrage: der Wikipedia Artikel "https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte" gibt Ihnen einen guten Überblick über den Stand der aktuellen Forschung zu diesem Thema. Den Originalartikel von Svante Arhenius (1896) über den Einfluss des CO2 auf die mittlere Erdtemperatur finden Sie hier: https://web.archive.org/web/20141006232634/http://www.globalwarmingart.com/images/1/18/Arrhenius.pdf, mit dem er überzeugend darlegte, warum die mittlere Erdtemperatur nur durch die Wirkung des CO2 im Strahlungshaushalt der Erde oberhalb des Gefrierpunkts ist. Über diese Arbeit ist man heute im wesentlichen nicht hinaus sondern hat durch Aufarbeitung von historischen Daten, besseren Messungen und Modellrechnungen für die Bereiche, für die keine historischen Daten vorliegen, und durch genauere Messungen der Spektren das Bild nuanciert. Es gibt an den dabei verwendeten Verfahren durchaus valide Kritik, die man in den IPCC Reports im wissenschaftlichen Teil (nicht den Zusammenfassungen für Entscheider) nachlesen kann.

      Der Bereich der exakten Wissenschaften wird allerdings bei den Hochrechnungen für die Zukunft mehr oder weniger verlassen, da wesentliche Einflüsse auf das Klima – hier ist insbesondere die Wolkenbildung zu nennen – und der Wechselwirkung mit der Biosphäre in ihrer Physik nicht exakt bekannt sind und lediglich parametriert werden (d. h. so angepasst, dass sie die Daten der Vergangenheit möglichst gut wiedergeben). Dieser Bereich wird von der Politik gerne als gegeben dargestellt, ist aber noch Gegenstand kritischer Debatten in der Gemeinde der Klimaforscher. Denn es gilt ein ehernes Prinzip der Physik: nur wenn eine Theorie im Detail verstanden ist, lässt sich aus der Gegenwart in die Zukunft extrapolieren (z. B. Planetenbewegungen). Simulationen sind nur das Werkzeug, um theoretische Überlegungen zu überprüfen indem man die Ergebnisse der Simulation mit der Wirklichkeit vergleicht. Beispiel Theorien zur Entstehung von Plantensystemen oder dem Universum.

      Vielleicht hilft es Ihnen etwas, die z. T. verwirrenden Behauptungen zum Klima einzuordnen.

  5. Ein etwas widersprüchlicher und wohl auch unklarer Beitrag. Deshalb nur eine kurze Bemerkung zum Statement bei ~Min 19:30. Die "Herrschenden", zur Zeit sind das die Plutokraten, hätten kein Interesse daran 'Die Wirtschaft' ab zu würgen. Dem ist mitnichten so! Einem der 'Billionaires' ist es völlig gleichgültig, ob er einige hundert Millionen verliert. Den genauen Überblick über 'Mark und Pfennig' hat er ohnehin nicht; den braucht er/sie/es auch gar nicht. Hier geht es darum, dass das Finanz-, das Geldsystem am Rande des Abgrunds steht. Der Crash ist wohl unvermeidlich, wie ein Blick in diverse Geschichtsbücher zeigt; er kommt in regelmäßigen Abständen in diesem 'Schuldgeldsystem' mit Zins und Zinseszins über die Sozialgemeinschaften. Bisher wurde der Crash meist durch einen lustigen Krieg übertüncht. Das hat man ja auch versucht mit dem "Krieg gegen den Terror, gegen den Islam, gegen die faulen Hartzis, gegen die Nafris und gegen Südländer in den Hängematten". Auch die Bolschewisten und die Schlitzaugen müssen immer wieder als Prügelknaben herhalten. Verursacht wird der Crash aber nicht durch Klaus&Erika Mustermann, sondern üblicherweise von den 10% der Menschheit, die mit zu viel Testosteron gesegnet sind und demzufolge in archaischen Ritualen Macht aufbauen, zeigen und verfestigen müssen. Pyramiden, Denkmäler und Großbauten sind Ausdruck dieser von Gier getriebenen Soziopathie. Es sind *immer* die einzelnen 'Silberrücken' die auf dem Baum ganz Oben hocken, denen die Weibchen gehören, die die besten Früchte genießen, die versuchen ihre Capos im Zaum zu halten und die jungen Rabauken am Boden aufhetzen den Nachbarbaum anzugreifen. So geschieht es in Reinkultur am Nordufer des Kongo bei den Schimpansen, die sogar mit Steinen in Richtung des Baums der Erzfeinde werfen und mit Knüppeln auf den Boden schlagen. Die Affen in Washington, London, Paris, oder Berlin haben die Steine zu Atombomben und die Knüppel zu Maschinengewehren "kultiviert". Die Antropologin Jane Goodall hat darüber lange geforscht und ausführlich berichtet. Zur Zeit besitzen 8 Silberrücken soviel Kapital=Macht, wie mehr als 50% der 7,7 Mrd. Menschen, die einer der modernen Affen jetzt als virtuelles Denkmal genetisch verimpfen will. Da muss ich wirklich nicht lange das Für und Wider diskutieren. Zurück zur "Wirklichkeit". Es ist die Massenvernichtungswaffe Geld, mit der, wie es sogar der Soziopath Warren Buffet selbst zugegeben hat, die Welt von den 'Wenigen' beherrscht werden soll – "es ist der Kampf Arm gegen Reich und wir, die Reichen werden gewinnen"; so hat er es expressis verbis gelallt ohne rot zu werden. Dass beim kapitalistischen Raubbau rücksichtslos der Planet geplündert wird, nicht mit dem Ziel eine lebenswerte Umwelt für alle Menschen zu schaffen, sondern lediglich, um die Quartalszahlen der Corporatocracys dieser Plutokraten zu erhöhen und um auf den Pressbällen, Opernbällen, oder am Strand von George-Town zu glänzen, ist dank dem 'Neuland-Intelnett' so offensichtlich, dass ich mich über den Herdentrieb der 'Betreuten-Lemminge' in dieser 'Marktkonformen Demokrattur' nur noch wundern kann. Da kam der Corona-Hype gerade recht, ob in Fort Dettrick vorsätzlich inszeniert, oder beim Schließen der Antraxbude durch das FBI im August 2019 zufällig entfleucht, spielt keine Rolle mehr. Dass der Hype nur in einer konzertierten Aktion so entstehen und existieren kann, dürfte auch dem dümmsten Parteisoldaten einleuchten. Jetzt kocht aber jeder sein Süppchen auf der Flamme, solange noch Gas in der Flasche ist.
    Wie das Spiel jeweils endet, wenn das Gas in der Flasche alle ist, lässt sich auch in Geschichtsbüchern nachlesen. In Frankreich ist man ja stolz darauf, ohne so genau zu wissen, warum eigentlich am 14.Juli das Makrönchen vom Krieg gegen 'Corona' schwadroniert.

    … na denn 'Allons enfants de la Patrie'

    P.S.
    falls der kranke Buchhalter mit seinem Sanitätsgefreiten Christian aus der Charité anrückt, um mich zu impfen, werde ich ihm jedenfalls seine Pferdespritze tief, sehr tief achtern einführen, um ihm zumindest kurzzeitig ein rektales Gefühl für die pandemische Situation von nationaler Tragweite zu vermitteln.

    • Hallo Hans-Jörg,

      sollte es zu einer Zwangsimpfung kommen, wünsche ich mir jemanden wie dich an meiner Seite zu haben. 🙂

      An dieser Stelle auch mal ein Dankeschön für deine Kommentare – ich hab' schon oft laut gelacht über einige Redewendungserfindungswörter, was in diesen gruseligen Zeiten ja leider nicht mehr oft passiert.

      Grüße von Gabriele

  6. WOW
    " Als es aber dann hierzulande doch heftiger wütete, als man erwartet hatte, sah man sich zu ähnlichen Maßnahmen gezwungen"
    Wann und wo in D ???
    Streeks Heinsberg Studie hat eine leichte grippe ähnliche Erkrankung gefunden mit geringer Ansteckungsgefahr.Dass er recht hat sieht man ja wie er von den Qualitätsmedien diffamiert wird.

    Amazons Bezos lacht über:
    "Aber da können sie keinen Lockdown gebrauchen, der ihre Unternehmen über Wochen lahm legt, ihre Gewinne pulverisiert und am Ende vielleicht sogar noch ihr investiertes Kapital vernichtet."

  7. etwasvernunft sagt: 6. Juli 2020 at 22:03

    Zitat: „Wenn man also über den Lockdown nachdenkt, kommt man zu falschen Schlüssen, wenn man die Hausfrauenerkenntnis, dass der Kapitalist um die Ecke sein investiertes Kapital verzinsen will und muss, auf das globale (Finanz-)Kapital anwendet.“
    Ach so, und das Finanzkapital muss demnach sein investiertes Kapital nicht verzinsen? Da bin ich aber mal gespannt, wie die Anleger das sehen, wenn sie auf ihr eingesetztes Kapital keine Dividende erhalten. Worum meinen denn SIE, dass es der Finanzwirtschaft geht im Unterschied zum Kapitalisten um die Ecke? Was soll denn deren Ziel im Wirtschaften sein? Nach Ihrer Meinung?
    Und blicken Sie mal nicht so sehr auf die Hausfrauen und deren Kenntnisse herab. Die sind meist bodenständiger als die derjenigen, die sich in den intellektuellen Höhen verlieren.

    „Alle Herrschenden brauchen Beherrschte, die sich möglichst leicht lenken lassen, denn dann sind die "Kosten" am geringsten.“
    Auch hier wieder die Frage, was sollen denn das für „Kosten“ sein. Entweder sind des reale Kosten in Form von Euro oder von mir aus auch Dollar oder es ist etwas anderes. Nur dann drücken Sie sich klar aus, anstatt so geheimnisvoll und wissend zu tun. Zudem handelt es sich bei den sogenannten Beherrschten nicht um ein Pferdegespann, das sich möglichst leicht soll lenken lassen. Da scheint mir doch sehr viel Überheblichkeit mitzuschwingen. Die sogenannten Beherrschten sind keine Knetmasse, die man nach Gutdünken glaubt formen zu können. Die meisten von diesen sogenannten Beherrschten verstehen sich nicht als solche. Die meisten von ihnen sind mit den Verhältnissen zumindest hierzulande weitgehend einverstanden, weshalb sie sich gar nicht müssen „leicht lenken lassen“. Sie sehen einfach keinen Grund zum Aufbegehren, womit sie weitestgehend auch recht haben. Und es ist nicht ihre Aufgabe, die rebellischen Fantasien anderer zu bedienen, die vielleicht auch sehr gerne Herrscher wären.

    • Nur e. kurze Anmerkung dazu:
      Wissenschaft lässt sich ganz schnell öffentlich etikettieren, wenn nicht diskreditieren — in "Gut" und "Schlecht" oder gar "Übel".
      Dies wiederum konstruieren nicht die Wissenschaftler in ihrer Eigensicht, sondern ultrapotente, verdorbene Meinungstransporteure bzw. -kolporteure a la Tagesschau.
      Dort wird versucht, die Schlacht um die "Wahrheit", besser: die Deutungshoheit zu gewinnen.
      Noch genauer: Die gewünschte Wirkung wird dort auf "Teufel komm' raus" ge"spin"t.

      Auf die Konfrontation mit Themen, über die wir nichts Genaues, Transparentes, Verlässliches, Plausibles bzw. Nachvollziehbares wissen, reagieren wir i. d. R. mit Gereiztheit und polarisiertem, nicht analytischem Verhalten, also u. U. nur noch hoch emotional. Ergebnis: Radikale Spaltung, Zerstörung jeglichen Konsens.

      Stimme Ihrem Artikel unterm Strich zu. Klimadebatte und "Corona" — beide bergen zudem gewaltige ökonomische Dimensionen in sich — sind vermeintlich apokalyptische Szenarien, die von besonderer Eignung für Entwissenschaftlichung sind. Hierbei ist insbesondere erwähnenswert, was die unsägliche, die kriminelle Corona-"Performanz" der Merkelregierung betrifft. Dort wird mit aller Wucht und aus allen Rohren schießend versucht, die letzten Bollwerke der geistigen Resilienz — die menschliche Vernunft — unserer Bevölkerung niederzureißen.

    • *"Ach so, und das Finanzkapital muss demnach sein investiertes Kapital nicht verzinsen?"*
      Doch natürlich. Aber zu den selben Konditionen wie Otto-Normal-Bürger… mit Negativzinsen. 😉
      Aber Moment mal… das geht ja gar nicht, denn schließlich sind Negativzinsen ja auch nur eine Maßnahme des Finanzkapitals, die Wirtschaft – also die Grundlage des Finanzkapitals – anzukurbeln bzw. am laufen zu halten, oder habe ich Herrn Wolff da irgendwo falsch verstanden?

    • Herr Rauls,

      selbstverständlich muss auch das Finanzkapital seine Anlagen verzinsen. Nur sind deren Möglichkeiten ganz andere als die eines produzierenden Kapitalisten. Vergleichen Sie nur einmal die in der Finanzsphäre zirkulierenden Summen mit dem Bruttosozialprodukt der Welt. Da ich dies Thema jetzt einige Jahre nicht mehr im Detail verfolgt habe, kann ich Ihnen jetzt keine Zahlen aus dem Ärmel schütteln.

      Und dass start ups über viele Jahre Geld verbrennen, ist genau so wenig ein Geheimnis wie die Tatsache, dass Amazon ebenfalls über einen sehr langen Zeitraum keine Gewinne ausgewiesen hat. Was lernen wir daraus: das Finanzkapital hat einen ganz anderen Zeithorizont als der gewöhnliche Anleger, der allerdings bereits damit zufrieden ist, wenn der Wert seiner Aktien als Hoffnungswert steigt (Wirecard zeigt die Risiken).

      Im Spiel der "großen Jungs" geht es um das strategische Besetzen von Märkten, ein Spiel, dass auch mit großem Risiko gespielt wird. Übrigens ein Grund, warum es so wenig deutsche Neugründungen der letzten Jahrzehnte in die Oberliga der globalisierten geschafft haben. Und das Ziel ist, ein Monopol zu erwerben, Beispiele schon seit alters her: Standard Oil, AT&T, IBM, Microsoft, Amazon etc. pp..

      Abgesehen davon haben Sie durchaus Recht damit, dass die Hausfrauen mit ihrer Bodenständigkeit vieles richtig sehen. Mein Punkt ist nur, dass die Verallgemeinerung auf die großen Geldflüsse in die Irre führt und verhindert, die unterschiedlichen Interessen auch zwischen den Fraktionen des "großen Geldes" wahrzunehmen.

      "Die meisten von diesen sogenannten Beherrschten verstehen sich nicht als solche. Die meisten von ihnen sind mit den Verhältnissen zumindest hierzulande weitgehend einverstanden, weshalb sie sich gar nicht müssen „leicht lenken lassen“.

      Genau dies "weitgehend einverstanden" ist das Ergebnis des Lenkens mit geringen "Kosten":

      Ich gehe davon aus, und ich empfehle dies auch allen Beobachtern der Politik, dass es Herrschende und Beherrschte gibt, schon allein deswegen, weil dies das Thema der gesellschaftlichen Entwicklung bisher immer war. Und ich gehe davon aus, dass die Techniken der Herrschaft sich durch die Jahrzehnte lange Forschung von Psychologen und Soziologen gegenüber dem, was wir aus der jüngeren Geschichte kennen, erheblich verfeinert haben. (Zu diesem Thema kann man Prof. Maufeld empfehlen.) Ich gehe also davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung durch Propaganda etc. gesteuert wird (ging nicht vor ein, zwei Jahren durch die Presse, dass Frau Merkel Spezialisten für Nudging gesucht hatte?). Das trifft natürlich auf Sie nicht zu, weil Sie im Sinne Kants den Mut haben, Ihren Verstand ohne die Leitung eines anderen zu benutzen, aber für die große Mehrheit eben doch. (Ich schätze Ihre hohe Meinung von Ihren Mitbürgern durchaus.) In diesem Zusammenhang verstehe ich "Kosten" als die unnötigen Probleme, die man sich einhandelt, wenn man mit unzweckmäßigen Verfahren die "Herde" lenken will. Aber selbstverständlich ist auch die physische Gewalt in Form von Polizei und Militär noch immer im Hintergrund.

  8. "Alle diese Theorien über etwaige hinterhältige Absichten der Herrschenden stehen im Widerspruch zu ihren wirtschaftlichen Interessen. Ihnen als Besitzer der Unternehmen oder als Investoren dürfte es ganz und gar nicht gepasst haben, dass die Wirtschaft in weiten Teilen lahm gelegt wurde."

    Echt jetzt?

    Welche Unternehmen gehen denn nun wirklich bankrott? Und welche werden ohne mit der Wimper zu zucken vom Staat (Steuerzahlergeld) gerettet und dann sogar "weiterveredelt" und sind in ein paar Jahren mit ein paar Tausend Mitarbeitern weniger noch xmal effizienter und werfen xmal mehr Gewinn ab?

    Und auf welche Mittelständischen Weltunternehmen, die vergebens auf echte staatliche Unterstütung vergeblich hoffen warten schon die Blackrockgeier, um sie für ein Schnäppchen zu fressen?

    Denk mal darüber nach!

    "Die Herrschenden wollen Gewinne erwirtschaften. Sie wollen ihr investiertes Kapital verzinsen. Das steht für sie an oberster Stelle. Denn das ist die Quelle ihrer Macht, über die sie in der Gesellschaft verfügen. Aber da können sie keinen Lockdown gebrauchen, der ihre Unternehmen über Wochen lahm legt, ihre Gewinne pulverisiert und am Ende vielleicht sogar noch ihr investiertes Kapital vernichtet. Ob das Teil des Plans war, muss bezweifelt werden. Da steht die Theorie im Widerspruch zur Wirklichkeit."

    Die Krisenargumentation der Politik und ihrer Wissenschaftsknechte ist die am besten geeignete Argumentation, um den normalen Arbeiter und Steuerzahlertrottel dazu zu bringen, sich jede staatlich unterstützte Umverteilung des Geldes von unten nach Oben um die Ohren hauen zu lassen.

    UND nichts anderes sind die zur Zeit ausgehandelten Rettungspakete

    Also bitte laber keinen solchen dummen Scheiß, der Lockdown wäre nicht vollkommen im Sinne dieser widerlichen, reichen und wohlhabenden Abzocker, die ihre politischen RegierungsLakaien in eben diesem Sinne diktieren.

  9. " Jens Spahn davon überzeugt, „dass der Krankheitsverlauf beim Coronavirus milder sei als etwa bei einer Grippe“.(2) Als es aber dann hierzulande doch heftiger wütete, als man erwartet hatte, "

    Eine signifikant erhöhte Sterblichkeit ist nicht zu sehen .
    Nimmt man die durchschnittliche Sterblichkeit mit der üblichen Erhöhung im Frühjahr durch Influenza und geht man davon aus, dass Influenza dieses Jahr keine Pause gemacht hat
    gibt es gar keine CoronaToten .

    Die Politik von Chaos und Failed State ist geübte Tradition
    und es fällt schwer zu glauben, ist aber durchaus im Rahmen, dass die Failed States Politik
    nicht nur auf die "2. und 3. Welt" beschränkt bleibt .
    Es geht um Macht und Durchsetzung von Interessen und wenn Kapital und Gewinn ein gutes Mittel sind, wird das gemacht, wenn noch mehr Geld keinen Machtwert hat, kann auch auf Destruktion umgeschaltet werden .
    Wenn ich von Interessen schreibe, sind dunkle Interessen durchaus mitgemeint .

  10. Der Anfang war ja noch gut aber dann, ich dachte ich hör nicht Recht… der Westen hat keinen Einfluss auf Russland und China – nö, diese Tusse aus Amerika hat auch keine Millionen in der Ukraine verteilt, der Westen hat Russland und China auch nicht mit tausenden sogenannten NGO's überzogen, was hast du geraucht?
    Und der Westen hat kein Interesse an einem Lock down der Wirtschaft? Ich schmeiß mich in die Ecke, Amazon hat seine Gewinne mehr als Verdoppelt, der kleine Händler im Nachbar Dorf ging Pleite. Gates und seine Krakenhelfer haben Millionen an Laptops fürs "Homeoffice" und anderes equipment verkauft, aber die Putzfrau weiß nun nichtm ehr wie sie ihre Miete zahlen muss. Mein Gott, Junge, dein Kraut muss richtig schlecht sein, wenn du diese Gedankengänge nicht denken kannst oder anders gefragt: Wer bezahlt DICH? Gates persönlich… komm her und ich zeige dir wie ein "Freiberufler" aufgrund der Lock Down nicht weiß wie er seine Miete bezahlen soll, während die Artschlöscher in weißen Kitteln sich nciht retten können vor "Bravo" rufen und Balkongeklatsche….
    Wie DUMM kann man nur sein um diese Zusammenhänge nicht zu sehen oder wie viel Geld bekommst du um sie zu ignorieren?
    Wünsch dir ein schönes Leben, mit einem ordentlichen Krebs, schön langsam, mit 5 Jahren Chemo und vielen Amputationen….

  11. Damit wir dumm und still bleiben …
    … und die "Wahrheit" ausschließlich in den verkommenen ARD-Redaktions-Swingerclubs herausgefunden wird …
    … hat die Tagesschau wieder einen neuen bösartigen Hirndreck abgesondert — diesmal kommt die Gouvernante B.Scheißer, nee, aber so ähnlich, Momentchen … eine Frau B. Schmeitzner zu Wort:
    https://www.tagesschau.de/kommentar/corona-masken-kommentar-101.html

    Zeugnisse journaillistischer Geisteskrankheit — hier ein paar Zitate aus dem Hirn von Frau Schmarotzner, nee, Momentchen … Schmeitzner:
    "Schöner Shoppen ohne Maske – wer das denkt, hat den Schuss noch immer nicht gehört. "
    "Dieses winzig kleine Virus lähmt unser Wirtschaftssystem." (sic!)
    "Die Infektionsgefahr hat sich nicht verzogen, sie ist weiter eine Realität, mit der wir umgehen müssen – und zwar verantwortungsvoll"
    "Eine Infektion kann verheerende Folgen für den Menschen haben. Das zu verhindern, sich um die eigene Gesundheit und die der anderen zu sorgen, sollte jedem das ein wenig getrübte Einkaufsvergnügen wert sein."

    Hat die überhaupt einen Schulabschluss vorzuweisen, diese Frau Schmeitzner? So eine besitzt doch nicht etwa einen Journalistenausweis?

    Oder hat sie der BR ("Bayer. Rundfunk" — oder aber BR für "BundesRegierung" 😉 ?) mit der Brotkruste aus dem Urwald gelockt und erweist sich als total zahm?
    Kommt sie etwa von der TAZ?

    Was kann die Wissenschaft gegen solche — Pardon — kranken Journaille-A****l*cher wie eine B.Schmeißer, nee, Momentchen, ach egal .. ausrichten, wenn von der Tagesschiss ein solch hanebüchener Sondermüll in Millionen Schafsmäuler GEZwangs-gestopft wird?

    Solch ein Dreck ist kein "Kommentar", das ist bösartigste Manipulation!
    Haben wir dazu etwa den öffentlich-rechtlichen Rundfunk???

    • https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/der-spiegel-gibt-auf-neutraler-journalismus-war-gestern/
      "Der Spiegel begrüßt das. … „Der Meinungschef der „New York Times“ musste gehen, weil er … einem überholten Ideal von neutralem Journalismus nachhing.“"

      : )) schreibt es offen! da hatte wohl jemand eine line zuviel im Hirn als er Gesinnungsjournalismus forderte
      Nehmt meine Haare, nehmt sie! …

  12. *"Das Kriterium der Wahrheit ist die Praxis."*
    Und wie sieht diese Praxis aus? Man diskutiert z.B. über Dinge, zu denen man nicht reisen kann, um nachzusehen, wie es tatsächlich ist – z.B. zu der zu mir bewegten Uhr, die ja immer langsamer gehen soll, als meine eigene oder zum Rande des Universums, welches sich immer schneller von mir weg bewegt, als ich jemals reisen könnte.
    Und funktioniert diese Praxis? MMn jedenfalls nicht. Warum also setzen sich zur Abwechslung nicht mal Jene mit der Wissenschaft auseinander, die meinen, Andere würden über Wissenschaft nur schwadronieren?

    • Oh… das sollte eigentlich eine Antwort auf
      Regimekritiker_Dracula
      https://kenfm.de/wissenschaft-und-wirklichkeit-von-ruediger-rauls/#comment-196782
      werden.

    • Wissenschaftlich belegt ist der Kimawandel. Relativierer und Leu. gehören überwiegend zur Propaganda der "Fossil"lobby. Das ist belegt und kein heißer Brei zum drumrumpalavern. Bei Corona gibt es weniger Klarheit. Doch die einseitige Staatspropaganda ist höchst verdächtig. Also wachsam bleiben und vor allem nichts glauben sondern beweisen lassen. Auch das lässt sich prägnant ausdrücken. Unter Praxis verstand Len. übrigens das, was nachgewiesen ist. Doch hinter dem heutigen Wortschwall erkenne ich nur die Beliebigkeit irgendwas glauben zu können, müssen oder auch nicht aber vielleicht doch wenn …. .

    • *"Wissenschaftlich belegt ist der Kimawandel."*
      Wissenschaftlich belegt ist aber nicht, ob der augenblickliche Klimawandel vom Menschen gemacht oder natürlich ist. Was Relativierer und Leugner also vortragen, ist keineswegs nur Propaganda – komm damit klar. Beweisen kann man da leider gar nichts, denn von den Gegebenheiten, die die "Fossil"-Lobby vertritt, lässt sich in einem Menschenleben nichts erleben.
      *"Bei Corona gibt es weniger Klarheit."*
      Das sehe ich anders, denn klar ist, dass für den Umstand, es als gefähliche oder gar tödliche Pandemie einzustufen, es viel zu wenig Tote gibt.
      Aber was der Einzelne als Argumente vorbringt, ist ja ohnehin niemals relevant, denn man parrotiert als Laie ja ohnehin nur das, was ein Anderer gesagt hat, labert aneinander vorbei und gibt sich auch höchst selten die Mühe, das Ganze mal selbst – und zwar autodidaktisch ohne äußere Einflüsse und vor Allem ohne Leistungs- und Zensurdruck – zu studieren. Man selber hat nur deswegen Recht, weil man genau nur diese Meinung hat. Jeder ist exzellenter als alle Anderen. Und jetzt will ich Argumente hören – was Alles ist denn wie genau belegt? Leider hilft dir kein einziges deiner Argumente bei der Erkenntnis, dass die Wissenschaft selbst gespalten ist, aber jeder soll der Wissenschaft vertrauen, statt sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

    • Siehst du. Diesen Wettbewerb "Was weis ich, was weißt du und was wissen Andere" (Mit anderen Worten: "Egal was du sagst oder tust – Ich bin ohnehin besser als du!") muss man nicht erst noch erklären, denn jeder kennt ihn.
      Also nein. Wenn ein Herr Pohlmann damit anfangen würde, dass sich der augenblickliche Klimawandel Wetter nennt, würde ich mir den Rest von ihm auch nicht weiter erklären lassen. Glücklicherweise weiß ich aber schon, dass Herr Pohlmann im Gegensatz zu dir zumindest schon mal den Unterschied zwischen Klima und Wetter kennt, deswegen kann ich mir seine Meinung zum Klima auch ohne deinen Hinweis noch anhören. Was aber weiterhin fehlt – und ich denke, das wird auch so bleiben – sind deine Argumente.

  13. Lieber Herr Rauls,

    so wenig, wie die Erde in der Realität eine Scheibe ist, so wenig ist der "neue" Corona Virus in der Realität eine Gefahr für die Menschheit. Um das zu sehen, braucht es nur eines Blicks auf die Zahlen von Erkrankten, Nichterkrankten, Gestorbenen und Genesenen. Seltsam, dass Sie beim Thema Klimawandel noch auf harte Zahlen verweisen, dies beim Thema Corona aber unterlassen und zunehmend ihr ursprüngliches Thema und die Wirklichkeit aus den Augen verlieren.

    Wirklichkeit ist nämlich nicht, dass Covid-19 bei uns oder in der Welt "gewütet" hat – vgl. die harten Zahlen – sondern, dass die Regierenden nahezu auf der ganzen Welt gegen die Menschen "wüten". Warum das von China über Europa bis in die USA ohne erkennbare Evidenz so ist, ist die bedrückende Frage.

    Bestreiten kann man aber weder diesen Mangel an Evidenz, noch das "Wüten" – außer natürlich, man gehört zu denen, die – warum auch immer – jede Lüge glauben, die nur oft genug wiederholt wird oder ist selbst einer der Profiteure solcher Lügen – wie zum Beispiel Regierungen. Nichts regiert sich nämlich leichter, als Menschen, die glauben, die Erde wäre eine Scheibe.

    • Der "Neue" Corona Virus SARS-CoV-2 ist durchaus nicht neu. Es gab in schon nachweislich 2019 in Madrid und auch 2013 in den USA. Und auch der SARS-CoV-1 Virus war ja schon 2003 auf eine Stipvisite hier.

      Schon damals hat der Sanitätsgefreite Christian aus der Charité dieselbe "Scheiße" gelallt, wie heute. Nachdem er den bullshit 2009/2010 bei der 'Schweinereigrippe' wiederholt hat, war er qualifiziert für die neue konzertierte Aktion des 'Windows-Virologen' aus dem Bill&Melinda-Stift, die dieser auch gleich finanziell gepampert hat. Damit das auch gut funzt, hat man den in Pharmakreisen ebenfalls gut vernetzten, von Steuergeld bezahlten(!) Tierarzt aus der Robert-Koch-Irrenanstalt (RKI) mit ins sinkende Boot geholt, um die in den RÜTLI-Gumminasien verblödeten Lemminge zu "Lenken"!

  14. "Die Herrschenden wollen Gewinne erwirtschaften. Sie wollen ihr investiertes Kapital verzinsen. Das steht für sie an oberster Stelle. Denn das ist die Quelle ihrer Macht, über die sie in der Gesellschaft verfügen. Aber da können sie keinen Lockdown gebrauchen, der ihre Unternehmen über Wochen lahm legt, ihre Gewinne pulverisiert und am Ende vielleicht sogar noch ihr investiertes Kapital vernichtet. Ob das Teil des Plans war, muss bezweifelt werden. Da steht die Theorie im Widerspruch zur Wirklichkeit."
    Ist das so?
    Wer sind denn hier die "Herrschenden" von denen Sie reden – sollten das die Wirtsschaftsunternehmen in Deutschland sein, die als Unternehmer kein Interesse am Lockdown hätten, weil das ihren Gewinninteressen widerspräche? Ich bin doch sehr überrascht über Ihre Analyse bzw. "Theorie".
    "Die Herrschenden" haben haben ja doch villeicht sehr wohl ein Interesse an einem Lockdown, weil sie ihre eigenen Systeme der Manipultation, Verdrehung der Wirklichkeit und Wahrheit, ihres Geld-, Banken-, und Wirtschaftssystems, sehr gut kennen und genau aus diesem Grunde eine Wirklichkeit (Corona) benutzen um im Hintergrund ein Neues System zu schaffen, nämlich das der "1%-Glücklichen-Welt".
    Eine Frage: Lesen und/oder hören Sie eigentlich die vielen Beiträge hier bei KenFM oder zB auch Rubikon – wo Sie ja auch schreiben -, die doch eine deutlich andere "Theorie" der Wirklichkeit beschreiben, als Sie es hier tun?
    Ihr Beitrag ist für mein Empfinden einfach nur ärgerlich und weist für mich darauf hin, das Sie über Wahrheit und Wirklichkeit nichts wirklich sinnniges zu sagen haben. Ihre "philsosophischen" Betrachtungen von Wahrheit und Wirklichkeit sind jedenfalls nach meinem Dafürhalten nicht sonderlich erhellend. Vielleicht lesen Sie Erwin Schrödingen und/oder Nagajurna einmal.
    Es tut mir Leid, das hier sagen zu müssen!
    Mit freundlichem Gruß
    wps

    • Ein sehr guter Hinweis.

      Der Autor übersieht, dass "die Herrschenden" kein homogener Block sind. Sie sind sich nur in einem einig: dass "Oben" "Oben" bleiben muss. Wie sich aber der Reichtum der Welt zwischen den unterschiedlichen Fraktionen aufteilt, ist selbstverständlich höchst umstritten. Und uns wurde angewöhnt, den fundamentalen Interessengegensatz zwischen produzierenden Kapitalisten und der Finanzwirtschaft zu übersehen. Wenn man also über den Lockdown nachdenkt, kommt man zu falschen Schlüssen, wenn man die Hausfrauenerkenntnis, dass der Kapitalist um die Ecke sein investiertes Kapital verzinsen will und muss, auf das globale (Finanz-)Kapital anwendet.

      Weiter übersieht der Autor, dass es ein Interesse gibt, das unabhängig von der politischen Ausrichtung gilt: Alle Herrschenden brauchen Beherrschte, die sich möglichst leicht lenken lassen, denn dann sind die "Kosten" am geringsten. Am besten geht das mit Angst, wie uns live und in Farbe gegenwärtig bewiesen wird. Diese simple Beobachtung ist die beste Hypothese, warum ganz unterschiedliche Staaten so ähnliche Maßnahmen ergreifen. Dazu kommt natürlich auch das ur-menschliche Wissen darum, dass "mit der Herde gehen" selbst bei einem Fehlschlag keine Konsequenzen hat.

      Und noch etwas zur Wissenschaft: Wissenschaft besteht üblicherweise aus zwei Teilen: dem deskriptiven Teil – wie ist das Phänomen beschaffen und wie und warum funktioniert es – und den normativen Teil – was machen wir mit dieser Erkenntnis. Nur der deskriptive Teil ist objektiv in dem Sinne, dass die Natur als unbestechlicher Richter fungieren kann. Beim normativen Teil kann die empirische Wissenschaft nur beweisen, was nicht funktionieren kann, aber zwischen den unterschiedlichen Wegen, die Erkenntnisse zu nutzen, nicht entscheiden. Dies ist der Bereich der Güterabwägungen, der Interessen und der Wertmaßstäbe. Es ist aber im Interesse der Herrschenden, diesen Unterschied unkenntlich zu machen und das Normative als von gleicher Objektivität wie das Deskriptive erscheinen zu lassen.

  15. Hahaa, ja… Wissenschaft und Wirklichkeit. Endlich zeigt sich auch in anderen Bereichen, dass die Wissenschaft nicht unbedingt immer der Wirklichkeit entspricht und nicht nur im Bereich der Physik.
    In der Physik schmeisst man nämlich mit einer bereits 400 Jahre alten "Wirklichkeit" umher – dem Relativitätsprinzip – was bei genauerer Betrachtung leider gar nicht so der Wirklichkeit entsprechen kann. Was wurde in diesen 400 Jahren nicht schon alles festgestellt. Z.B. ist die Vakuumlichtgeschwindigkeit eine Konstante, man wird sich nur nicht einig, ob dies gegenüber jedem Inertialsystem oder nur gegenüber dem Inertialraum gelten soll. Okay, man ist sich zumindest in wissenschaftlichen Kreisen einig, aber dort ist man sich ja auch darüber einig, dass Kritiker die Wissenschaft gar nicht verstehen könnten, weil sie nicht studiert hätten oder etwas nicht verstanden hätten, wenn sie studiert haben. Zweitens hat man festgestellt, dass sowohl zueinander bewegte als auch sich in unterschiedlichen Gravitationspotentialen befindliche Uhren unterschiedlich schnell laufen. Hier drehen sich die Debatten darum, ob Uhren so etwas wie Zeit messen oder ob sie nur eine gewisse Eigenzeit anzeigen können. Auf jeden Fall wird das, was wir Zeit nennen durch diesen Umstand extrem relativ.
    Aber bevor ich hier auf Einzelheiten komme und damit eine Diskussion ala SciLogs lostrete, soll eder für sich sich erstmal die Frage beantworten, welche Größe – Geschwindigkeit oder Strecke – Zeit in der Einheit haben und was eine relative Zeit und eine konstante Lichtgeschwindigkeit dann für das Relativitätsprinzip bedeuten könnten.
    Zumindest dürfte dieses angesichts der Corona-Krise immer größer werdende Misstrauen in die Wissenschaft nun auch dieses seit etwa 100 Jahren bestehende Misstrauen gegenüber Einstein rechtfertigen.

  16. Der Umgang Chinas und insbesondere Rußlands mit corona ist für mich auch der bedeutendste Stolperstein zu der Gefährlichkeit, die ich sarsCov2 zugestehe. Ich habe über Wochen die Zahlen verfolgt -beschränkt auf Europa,tlw. Asien- (für andere Gegenden sind meine Möglichkeiten ganz unzureichend) und bin zu dem Schluß gelangt, daß einfach angewandte PCR-Test keine entscheidende Aussagekraft besitzt. Da die Krankenstände immer wieder nachgemeldet werden und sich in ihrer Schwere auch nicht gut einordnen lassen bleiben noch die Sterbefälle. Zwar wurde auch da versucht, stark zu manipulieren – verstorben AN oder Mit – doch ein Vergleich der Mortalitätsraten anderer Jahre legt meiner Meinung nach den Schluß weiterhin nahe, daß es sich keinesfalls um ein Killervirus handelt, sondern um einen Atemwegsinfekte auslösenden Virus der möglicherweise in früherer Zeit einfach miterfasst wurde.

    Abschließend wird man das erst am Ende der nächsten Grippeperiode beurteilen können, wenn man damit rechnet, daß einige bereits stark geschwächte Menschen jetzt – statt in der nächsten Grippewelle im Herbst gestorben sind. Vergessen wir nicht, daß Angst und ganz besonders auch Isolation (Italiener sind eher haptisch als Deutsche) starken Streß auslöst und das Immunsystem besonders schwächt.

    Zwar hat man sich allseits von Biowaffen distanziert, jedoch ist dies nirgends schriftlich fixiert und solange die europäischen Staaten kein Interesse an einer Friedenspolitik und damit der Fortschreibung des UN Gewaltverbotes zeigen, muß man davon ausgehen, daß die Forschung daran auf Hochtouren läuft, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Das könnte meiner Meinung nach ein Grund für die Entscheidung Rußlands gewesen sein. Vielleicht auch Vorsicht aus einem anderen Grund, eine abweichende Haltung zum allgemeinen Vorgehen einzunehmen und damit falsch zu liegen, würde eine riesige Angriffsfläche bieten.

    Im Fall des Betruges 2009 Schweinegrippe kann man sehen, daß man nicht mehr groß manipulieren muß, wenn der Vorgang einmal in Gang gesetzt ist. Dann folgen die Amtsträger ihren vorgearbeiteten Routinen und am Ende steht ein riesiger Unternehmensgewinn für ein nicht benötigtes Produkt.

    Dieser Punkt ist bereits eingetreten, da unglaubliche Summen der Gemeinschaft für eine Impfmittelentwicklung ausgegeben wurden. Ein Impfstoff wohlgemerkt, den die Bevölkerung nicht braucht und große Teile auch nicht wollen. Auch der Test verkauft sich gut.

    Ist die nächste Frage, warum auf Teufel komme heraus die Bevölkerung flächendeckend injiziert werden muß. Wohlgemerkt versucht man gar nicht erst, einen herkömmlichen Impfstoff zu entwickeln sondern ein neues Verfahren in den Markt zu pressen. Möglicherweise geht es darum, Genveränderungen am Menschen einzuführen. Das ist Spekulation und noch weiter will ich in dem Bereich nicht ausholen.

    Zur letzten Frage – ich bin nicht der Meinung, daß der Lockdown die wirklich relevanten – also großen (Finanz-/)Unternehmen – schädigt. Die Märkte sind seit längerer Zeit gesättigt, man braucht dringend neue Marktmöglichkeiten um die gewünschte Rendite weiter zu generieren und hier werden einige neue Möglichkeiten entstehen.

  17. Viel zu langes Geschwurbel um Wissenschaft und propagandistisch missbrauchte Pseudowissenschaft, zugespitzt: politische Religion.
    Kurz gesagt: Das Kriterium der Wahrheit ist die Praxis.
    (Der, der das gesagt hat, wäre übrigens vor kurzem 150 Jahre alt geworden.)
    Wer so über Wissenschaft schwadroniert, sollte sich vorher lieber mit ihr wissenschaftlich auseinandersetzen!

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