Wohin mit der Angst? – Wolfgang Nestvogel

Der wichtigste Akt der Kirche ist, den Sterbenden ihr letztes Geleit oder die letzte Ölung zu zelebrieren. Tausende alte Menschen sind in Deutschland in Zeiten von Corona bislang einsam gestorben, in Isolation, ohne ihre Angehörigen und ihren Pfarrer oder Priester ein letztes Mal zu sehen.

Kai Stuht spricht mit Pfarrer Wolfgang Nestvogel über die Sünde der Kirche, die Sterbenden alleine zu lassen. Hat die Kirche total versagt? Noch nie hat die Kirche eine Bedrohung als Grund für eine Schließung ihrer Gotteshäuser genutzt, in keinem Krieg und auch nicht in viel tödlicheren Pandemien, wie der Pest. Die Kirche hatte ihr Amt als Seelsorger der letzten Stunde bislang stets durchgeführt.

Auch Ostern und Weihnachten, die wichtigsten Feste der Christen, sind dem Virus im Jahr 2020 größtenteils zum Opfer gefallen, obwohl es in der Menschheitsgeschichte schon weitaus schlimmere Katastrophen gab.

Ein spannendes Gespräch mit einem Pfarrer, der kein Blatt vor den Mund nimmt.

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Das Buch “Das gespaltene Land” von Hans-Joachim Maaz wird in diesem Zusammenhang empfohlen.

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3 Kommentare zu: “Wohin mit der Angst? – Wolfgang Nestvogel

  1. phlox sagt:

    Cristos, Ihre Ausführungen habe ich sehr aufmerksam gelesen.
    Dabei ist mir klar geworden, dass mir eine jesuanische Sicht
    und Lebensweise völlig wesensfremd sind.
    Also da war das Jesulein. Das war ja ganz schön an Weihnachten,
    aber dann die Karwoche und Karfreitag, naja, habe ich mitgemacht,
    auch das Schaudern über die Leidensgeschichte ergriffen durchlebt
    bis zum Aufatmen an Ostern.
    Johann Sebastian Bachs Musik finde ich wunderbar, aber nicht
    seine Passionen (einmal ganz abgesehen von der ermüdenden Dauer).
    Die Sache mit dem Hl. Geist fand ich spannender, solche Erzählungen
    öffnen, befreien Raum und Denken. Wenn ein Theologe in den 1980ern
    etwas sagt: "Gottes Geist weht wo er will", dann ist das eine Art Protest
    gegen die Engherzigkeit von Gesellschaft und/oder Amtskirche.
    Der Gott des Universums hat mich immer schon mehr angezogen
    als der bis in den Tod gehorsame Jesus. Meine Gebete bezogen
    sich eigentlich auf einen großen , starken Gott.
    "Großer Gott wir loben Dich …" groß gewaltig und
    überzeugend, meinetwegen mit falsch gespielter Orgel (aber die haben
    wir eh' übertönt) gesungen, das hat was von einem "Gänsehautkriegen".
    Wer bei seiner Innerlichkeit bleibt, hat gut reden, wenn er sagt, man
    braucht die Kirchen nicht, Mir ist der feierliche Rahmen, die Riten
    und die feierlichen Gesänge ein erhebendes Gefühl, und die Hochfeste
    geben dem Jahreslauf der Natur zusätzlich Struktur: Frühling/Ostern
    Sommer/Fronleichnamsfest, Herbst/St. Martin, Winter/Weihnachten.
    Mit Dorothee Sölle sage ich selbstbewusst: "Ich bin so wie ich bin
    gewollt, fühle mich angenommen und beschützt.
    In meinen inneren Kompass sind die 10 Gebote ebenso eingeflossen
    wie Kant, John Rawl, viele schöne Lieder, Hymnen, meiner Kindheit.
    .
    Leute, die ihre unsere religiöse Überzeugung verloren haben, ihren
    Kinderglauben ohne Bitterkeit in guter Erinnerung bewahren, einen neuen
    oder gar keinen finden, warum nicht? Entscheidend ist, dass Glauben frei macht,
    Ich fühle auch eine innere Verbindung zur Kultur meiner Vorfahren. Dazu gehört
    auch ihr Liedgut, ihre Erzählungen "von früher". Zugegeben, lange Zeit interessierte
    mich das nicht mehr. Erst jetzt wieder, möglicherweise, weil wir jetzt etwas erleben,
    was sie durchgestanden haben (sonst gäb's mich ja nicht) und ich meine, ihren
    bewährten Antrieben und Urkräften vertrauen zu können.
    Dann sind da meine Schutzengel, meine Namenspatronin, wie soll ich da nicht
    das Gefühl haben, in guter Gesellschaft zu sein? Natürlich war nicht alles Gold,
    aber immerhin kann und konnte ich immer wieder sagen: "Danke, nochmal gut
    gegangen!"
    Zur Bibel. Mit großem Abstand zu meinen einstigen religiösen Unterweisungen
    habe ich nach der Lektüre von Gerhard Lohfink "Jetzt verstehe ich die Bibel,
    ein Sachbuch zur Formkritik, Verlag Katholisches Bibelwerk GmbH 13.
    Auflage Stuttgart 1986 den Inhalt der dieses Buches ganz neu entdeckt.
    Die Textesammlung ist gerade deshalb so lebendig, weil sie keine
    Niederschriften im Sinne von Protokollen sind, sondern mündlich Überliefertes,
    und später aus der Erinnerung aufgeschriebenes, angereichert durch
    mancherlei Zutaten. Am Textaufbau (Form) lässt sich bestimmen, ob es
    sich um einen Brief handelt, einen Predigtanfang, die Beschreibung einer
    Erscheinung, eines Traumes, Begrüßungsritual, Trinkspruch, Segensgruß
    u.v.m. ist, also um Texte ganz verschiedener Art und Herkunft.
    Mit dem Analyseinstrument der Formenkritik erfährt man nun, woran zu
    erkennen ist, welche Funktion so ein Text einmal hatte, also bei welchen Gelegenheiten
    so etwas geäußert wurde. Es wird dann lebendig wie in guten Romanen.
    Als Beispiel ein Begrüßungsritual, das nicht mehr bedeutet als die Herstellung
    von Gemeinsamkeit, etwa so wie heute z.B.: "Morgn, morgn, nawiegehts
    dankegut ekelhafteswetterwas dahasderecht", also um diese soziale Funktion,
    wobei der Wortlaut nebensächlich ist. In der großen Joseph Beuys-Ausstellung 2011
    in Düsseldorf hörte man während des Treppenaufgangs zur nächsten Ausstellungsebene
    seine Stimme: "Jaja, neenee, jaja neenee …" (wie zwei Alte in vertrautem 'Gespräch'.
    Oder wenn wir singen "Gott in der Höhe", wissen dabei, dass wir den Begriff der
    "Höhe" nicht räumlich verstehen dürfen, und wissen doch, dass er einen Sinn hat,
    der uns in spirituelle Spären führt/einlädt.
    Diese Art Theopoesie findet man bei Ernesto Cardenal z.B. und bei Dorothee Sölle.
    Eine Frage bei der Spurensuche nach dem einstigen Anlass des Textes ist die:
    Was wollte der Sprechende erreichen, welche sprachliche Intention hatte er.
    Wollte er berichten erzählen, belehren, verkünden anklagen, ermahnen, befehlen?
    Hier eine schöne Episode von Michael Lüders in Min. 19: https://www.youtube.com/watch?v=uFl5bBGnEvQ

  2. CFischer sagt:

    wenn ich Trost suche, warum sollte ich mich an eine indoctrinierende, ideologische Institution mit sektenhafter Vereinnahmung wenden?
    Für das Geld gibt es auch schon bessere Konzepte.

  3. Cristos sagt:

    Ja, irgendwie haben die Teufel dieser Welt den Hauptnerv getroffen, in dem sie alles unterbinden was irgendwie wie Widerstand aussieht. Nicht mal mehr der Weg in die äußere Kirche ist mehr erreichbar. Bleibt eigentlich nur der Weg nach innen, aber der scheint vielen auch zu schrecklich zu sein. Ich denke dieser Weg könnte einer sein, der den größten Erfolg bringen kann.
    Was bitteschön hat die Kirche in den letzten 1500 Jahren sinnvolles erreicht? In diesem Fall kann man wohl den äußeren Augen mal glauben. Also meine Augen sehen da nichts hoffnungsvolles.
    Was bitteschön ist denn die Kirche? Ist sie nicht ein Ausdruck Menschlicher Dummheit? Wird sie nicht ständig verwechselt mit der Kirche die Jesus gemeint hat? Jesus hat selbst nie eine Äußere Kirche errichtet, er hat nicht von äußeren Dingen geredet. Also warum machen wir es dann, und tun so als wenn es wichtig wäre? Wie kann der Kranke einen Krankheit heilen, fragte er. Hat er nicht damit gemeint das das Heilen eines der wichtigsten Dinge ist? Warum versuchen immer nicht geheilte (geheiligte) andere Menschen zu segnen, obwohl sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen selbst geheilt zu sein. Bieblisches Verständnis hätte Heilung zur Folge. Ergo versteht offenbar fast niemand sie. Worte zählen nicht, nur Früchte. Denn an diesen wird man die geheilten erkennen. Denn diese können heilen, so wie Jesus es konnte. Ich glaube das Hauptmissverständnis besteht darin das Jesus in eine Position erhoben wird die er sich selbst nie zugeschrieben hat. Er ist ist einer von uns gewesen, nur mit dem Unterschied das er den Weg den alle gehen müssen, vorraus ging. Und wenn er konsequent beschritten wurde, erst dann erkennt man was er damit gemeint hat mit: "wir sind alle ein Leib" Der Mensch von heute verwechselt dies allerdings wieder mit dem körperlichen, obwohl klar ist das wir auf dieser Ebene offensichtlich getrennt sind. Ich hoffe die Konsequenz daraus wird klar.
    Ich verstehe einfach nicht diese ewigen Legitimationsversuche von Kirchenvertretern. Welches Recht verteidigen sie da wirklich, wenn sie dieser Art von Kirche eine Berechtigung geben wollen. Gott interessieren äußere Dinge nicht. Er ist nichts äußeres, sonst könnten wir ihn sehen. Ich glaube wir sitzen mittlerweile eine halbe Ewigkeit einem Missverständnis auf, wenn wir glauben das wir irgendwelche von Menschen gemachten Bedingungen erfüllen müssten. Die Bibel haben Menschen komponiert, und sie ist nicht in sich konsistent. Das habe ich schon als Kind erkannt. an ihr waren unterschiedliche Charaktere beteiligt. Und zu der Zeit als sie ihre Taufe hatte, verstanden viele schon nichts mehr von der Urintention. Selbst die Jünger verstanden vieles nicht, sonst hätten sie nicht ständig Fragen gestellt. Wer versteht schon die Antworten die Jesus darauf gab? Seine Worte zu verstehen, würde bedeuten so wie er zu sein, und bevor dieses nicht jeder erreicht hat wird die Welt weiter bestehen. Und dann wird die Hölle vorbei sein, wenn jeder dem anderen gleicht im Geiste.
    Wer Gott hundert prozentig vertraut, hat auch kein Problem damit der äußeren Kirche fern zu bleiben. Denn diese hat mit wahrem Glauben nichts zu tun. Was soll denn die Kernkompetenz der Kirche sein, wenn ihre Blutspur sich durch so viele Jahrhunderte zog? Das Verständnis für die bieblische Botschaft für sich selbst zu vereinnahmen stellt eine Anmaßung dar, die den Menschen die Fähigkeit abspricht selbst die Wahrheit zu finden. Es wird auch das Todesurteil für diesen fatalen Irrtum sein, den die äußere Kirche representiert. Diejenigen die den Kirchlichen Kontext nicht verlassen können, haben einfach nur Angst davor das Gott doch nicht gerecht ist. Und ich gebe Kai vollkommen Recht damit das das wirklich gefundene Herz die einzig wahre Wirklichkeit darstellt die es gibt, und die rein geistiger Natur ist. Aber der Weg dahin ist zwangsläufig individuell, da jeder Mensch seine eigene Abweichung von der Wirklichkeit selbst geschaffen hat. Der Spruch von Jesus: "Ich bin der Weg die Wahrheit und das Leben" hat wohl das fatalste Missverständnis überhaupt zur Folge. Denn das "Sein" was sich damit zeigt verstehen die sogenannten Christen als "er ist", und wir sind etwas anderes. Aber was heißt dann: "wir sind alle ein Leib"? Warum nur haben die Kirchendokmatiker das "Selbstdenken" aufgegeben? Zum Glück habe ich mir diese Frage entgültig beantwortet, weil ich weiß das auch sie weder wissen was sie tun, noch was sie reden. Und heilen kann von ihnen ohnehin niemand, weil sie nicht geheilt sind, und damit auch nicht geheiligt. Aber da noch nicht aller Tage Abend ist, werden sie, wie alle Menschen ihren Weg noch finden. Es ist aber gut möglich das gerade sie die letzten sein werden, was in der Ewigkeit aber keine Rolle spielt, da es dort keine Zeit gibt. Wir begrenzen uns ständig selbst indem wir unsere Vorstellungen verteidigen, die wir vor die Warheit gestellt haben. Da Vorstellungen aber nicht wirklich sind, werden sie irgendwann der Wahrheit weichen, und dann sind wir frei, und werden gefunden haben nachdem wir so lange gesucht haben.

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