KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Bittner („Die Abschaffung der Demokratie“)

Als Willy Brandt den Ausspruch von sich gab: „Mehr Demokratie wagen“, hätte es den meisten von uns dämmern müssen. Wieso „mehr“?

Entweder wir leben in einer Demokratie oder das System, das uns als Demokratie verkauft wird, ist nur eine Simulation. Wenn es eine Simulation ist, dann muss sich der Souverän, sprich das Volk, wenn es mehr Demokratie wagen will, diese erst von einer Art Boss genehmigen lassen. Das aber beißt sich vollkommen mit dem, was man unter dem Souverän versteht. Man kann auch nicht frei sein und als Sklave leben müssen.

Ein Sklave, der von seinem Besitzer bei besonders unterwürfigen Verhalten Sonderrechte eingeräumt bekommt, mag diese Geste als Geschenk, als Freiheit, empfinden, nur bleibt er dennoch, oder gerade deshalb, ein Sklave. Freiheit bekommt man niemals geschenkt, man muss für sie kämpfen und sie sich, wenn es nicht anders geht, mit Gewalt erobern. Ist das eine strafbare Handlung?

Schon diese Frage zeigt, wie tief die Gehirnwäsche der modernen Sklavenhalter bei den Sklaven, sprich uns, gewirkt hat. Wir haben schon ein Problem damit, uns zu fragen, ob es strafbar sein kann, sich gegen einen unnatürlichen Zustand zur Wehr zu setzen. Der Unfreiheit.

Der Mensch kommt als freies Wesen auf die Welt! Menschen, die andere Menschen willkürlich zu Sklaven machen, sind das Problem, sie sind im Unrecht, sie begehen eine strafbare Handlung. Der Entzug von Freiheit um der persönlichen Macht willen, ist der Hof- und Haussport der sogenannten Eliten. Da Eliten immer in der Minderheit sind, können sie ihren Fimmel, die Massen nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen, nur gewährleisten, wenn sie diese einseifen. Der Begriff „Demokratie“ ist in diesem Zusammenhang die perfekte Täuschung.

Es gibt in den Schlüsselpositionen der Politik schlicht keinen echten Volksvertreter. Jeder, der zur Wahl steht, wurde von der Herrenklasse zuvor als zuverlässiger Sklave genehmigt. Wer diese geliehene Freiheit, sprich das Vortäuschen einer echten Alternative, missbraucht wird medial demontiert oder fährt Cabrio in Dallas.

Wolfgang Bittner ist mit seinen 75 Jahren lange genug auf diesem Planeten, um mit seiner Demokratie-Bilanz keine Rücksicht mehr nehmen zu müssen. Der gelernte Jurist und leidenschaftliche Schriftsteller ist seit den späten 70igern ein scharfer Kritiker des politischen Status quo. Er nennt im sogenannten Super-Wahl-Jahr 2017 Ross und Reiter, greift die Eliten scharf an und verzichtet dabei vollkommen darauf, sich eine Rückruder-Option offen zu halten.

Bittner hat das verordnete Sklavenleben in der Fake-Demokratie satt. Er steht seit langem aufrecht im Gegenwind und zeigt den Unterdrückern, den Imperialisten, auf diesem Planeten die Stirn.
Freiheit beginnt im Kopf, braucht Rückgrat und wenn es sein muss die Faust.

Wir bewegen uns mit Riesenschritten auf einen Krieg Wallstreet und Pentagon gegen den Rest der Welt zu. Wir, die NICHT-Elite wurden als Kanonenfutter ausgewählt und werden ideologisch längst wieder auf Ruhm, Ehre, Vaterland getrimmt, nur nennt man das heute „westliche Werte“ und „Kampf der Kulturen“.

Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. Wer in der Scheindemokratie wartet, wird „demokratisch“ verheizt.

Inhaltsübersicht:

00:02:15 Kindheit und Jugend: Flucht aus Schlesien

00:12:50 Bittners Werdegang bis zum Schriftsteller

00:24:52 Politische Strategie der USA, Russland-Bashing und mediale Propaganda

00:53:00 Generation @: Was man tun kann

01:05:01 Spaltung Europas und die NATO-Kriegspolitik

01:13:52 Pulverfass USA

01:17:05 Sind wir noch souverän?

01:27:02 Prognose zur Bundestagswahl

01:33:25 USA-Bild: Veränderung der Bewertung

01:39:33 Wirtschaftliche Beziehung und kulturelle Verbundenheit: Deutschland – Russland

Am 4. Oktober 2017 findet eine Vortragsveranstaltung mit Willy Wimmer und Wolfgang Bittner zum Thema „Der Einfluss der USA auf Europa – Die USA-EU-Russland-Krise“ im Kino Babylon, Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin, statt. Beginn ist 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).

Hier der Link zum Veranstaltungshinweis: https://kenfm.de/veranstaltung-wimmer-bittner/

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20 Kommentare zu: “KenFM im Gespräch mit: Wolfgang Bittner („Die Abschaffung der Demokratie“)

  1. @ Benjamin
    „Wieso gibt’s hier im Forum so wenige Beiträge dazu…?“

    Wundert mich auch, dass da nicht mehr kommt. Ich habe das Gespräch jetzt vollständig angehört, es ist sehr interessant, weil viele Aspekte zur Sprache kommen, die sonst nicht thematisiert werden.

    Besonders beeindruckt hat mich das, was Wolfgang Bittner über seine Kindheit und Jugend und seinen Werdegang zum Schriftsteller erzählt, aber auch seine Einschätzung der europäischen Situation: Dass Europa auf Betreiben der USA nicht nur in Westeuropa und Russland geteilt ist, sondern auch Westeuropa in die Anrainerstaaten zu Russland (wozu nach dem Brexit noch GB kommt) und die übrigen EU-Staaten. Das hatte ich bisher noch nirgends gehört oder gelesen.

    Sehr gut auch „Pulverfass USA“ (steht ähnlich in seinem Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“), dann die kulturellen Beziehungen zu Russland und die Prognose zur Bundestagswahl (sehe ich genauso).

    Ein lockeres Gespräch, sehr sympathisch, mit wichtigen Inhalten!

  2. Ein sehr interessantes Interview.

    Vielen Dank an Herrn Bittner und Herrn Jebsen.

    Ich werde einiges davon mir herauspicken, mehrere Bausteine analysieren und abschließend in einer Zusammfassung ein Fazit und eine Perspektive formulieren, wie ich das konkret für mich, evtl. für das geführte Interview aber auch für lesende Menschen meines Kommentars gelten könnte.
    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=59m13s

    B:
    Ein Generalstreik anzetteln; das wär in Deutschland nicht möglich.
    J: Warum wäre das nicht möglich, Herr Bittner?
    B: Zu saturiert.
    J: Rasen betreten verboten!
    B: Jaja jaja. Ich weiß nicht, wie man es hinbekommen kann, dass sich diese Politik ändert?

    Das ist schon ein zentraler Punkt: es geht „scheinbar“ vielen Deutschen zu gut für einen Generalstreik. 1. Punkt.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=65m2s

    B: Aber was ich für viel wichtiger halte, was überhaupt nicht thematisiert wird; ich hab über die Langzeitstrategie der USA gesprochen. Den Führungskräften der USA liegt nicht an einem prosperierenden, friedlichen Europa. Daher auch die Spaltung zwischen Russland und Westeuropa.

    Und ich hab mir in dem Moment gedacht; und auf einer Mikroebene: die Spaltung der Menschen in unterschiedliche Berufs- und Einkommensklassen, in Meinungsdenkende Klassen, Zersplitterung der Fähgikeit abstrakten Denkens, Zersplitterung der Fähigkeit an Vernetzung und Lösungen, sowie allgemein an die Gemeinschaftsfähgkeit des Einzelnen zu Mehreren zu glauben – das ist auch ein Punkt, der viel stärker thematisiert werden sollte.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=68min20s

    B: Ich bin auch der Meinung, dass Deutschland aus der Nato austreten müsste. Das, was sich da abspielt, entspricht nicht mehr dem Statut, das unsere Politiker gebilligt und unterschrieben haben.
    J: Sollen wir erstmal 2 % des BIPs, also auf 70 MRD Rüstung erhöhen, ist das der Plan?
    B: Ja ist Wahnsinn.

    Dazu gab es von Roderich Kiesewetter, CDU-MdB, Obmann im Auswärtigen Ausschuss , eine interessante Sichtweise beim Deutschlandfunk, 14.08.2017 im Gespräch u.A. mit Daniele Ganser,
    https://www.youtube.com/watch?v=4mzOQiBwMLQ&t=61m0s

    Kiesewetter: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Europa muss eine Friedensmacht sein, die stark genug ist, auch seine Nachbarschaft militärisch abzusichern. Wir müssen deutlich mehr investieren in unsere eigene Verteidigung und in eine bessere Entwicklungsarbeit und das verzahnen. Ich bin ein ganz starker Anhänger des 3% Ziels, wo man dann mischen kann, zwischen Verteidigung, innerer Sicherheit, äußerer Sicherheit und Entwicklungszusammenarbeit. Aber wir müssen unsere Interessen deutlich machen: wo ist Frau mogherini in dem ganzen Konflikt? Sieht man nicht. Deutschland, Frankreich und Italien schließen sich jetzt zusammen. Glücklicherweise. Aber hier ist viel mehr Europa gefragt und Trump ist eigentlich ein Weckruf an europäische Geschlossenheit, die ich noch nicht sehe. Die deutsche Aussenpolitik der nächsten vier Jahre: wir stehen vor den Bundestagswahlen und es muss genau in die Richtung gehen, dass wir europäische Aussenpolitik stärken, dass wir Europaparlament stärken; Kompetenzen an ein besser kontrolliertes Brüssel abgeben. Das sind die Punkte, die Schlüsse, die ich daraus ziehe. Ein Trump wird in spätestens 8 Jahren keine Rolle mehr spielen, aber bis dahin sehr viel Porzellan zerschlagen haben. Wir müssen Europa stärken.

    Ich bin froh, dass es bei so einem Irrwitz von Anhängerschaft zum 3% Ziel noch Daniele Ganser gab, der auch direkt etwas dazu gesagt hat:
    https://www.youtube.com/watch?v=4mzOQiBwMLQ&t=62m0s

    Ganser: Darf ich da kurz dem Anrufer den Rücken stärken? Der Anrufer hat ja gesagt, dass die USA sehr große Rüstungsausgaben haben. Und da die Zahlen – das ist unbestritten. Der Anrufer hat völlig Recht: Die Usa haben Militärausgaben von etwa 600 MRD $ pro Jahr. Und das ist größer als die Militärausgaben der nächsten 10 oder 15 folgenden Länder. Also man muss dem Anrufer hier Recht geben und sagen, das Stockholm Institut for Peace Research, SIPRI, erhebt jedes Jahr diese Zahlen und ich denke nicht, dass wenn man das kritisiert, dass man das einfach als Antiamerikanismus wegtun darf. Es erstaunt mich, ehrlich gesagt auch, Herr Kiesewetter, dass Sie gleich nach einem Anrufer, der sagt: diese riesen Rüstungsspirale anprangert, den militärisch-industriellen Komplex anprangert, Sie als Antwort geben, wir müssten mehr Geld in Europa für Rüstung ausgeben.

    Immerhin gibt es Dr. Daniele Ganser und viele Anrufer, die das Thema kritischer beurteilt haben, als der größere Teil der Gesprächsrunde.

    Zurück zu dem Interview.
    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=71m38s

    B: Das hat Shakespeare übrigens schon gesagt: „Die Seuche unserer Zeit“ lässt er den Grafen Gloster König Lear sagen: „Die Seuche unserer Zeit : Verrückte führen Blinde.“

    Blinde sind in dem Moment für mich: die Menschen, welche nicht an Zusammenhänge im Großen wie im Kleinen glauben. Welche nicht an Veränderung glauben. Welche sich keine Lösungen träumen können, sich nicht an Völkerverständigung und Kooperation glauben. Bei denen, wo der Pessimismus stärker ist, als der Optimismus und die Experimentierfreude. Bei denen, die an Ihrem eigenen Mut und der Entschlossenheit Veränderung mitgestalten können, Zweifel haben.

    Ich habe schon häufiger hier auf dieser Seite vieles über Vernetzung, Bewusstsein geschrieben.

    Ich verlinke am Schluß dazu nochmal zu meinen Zitaten.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=75m17s

    J: Angenommen Trump wird ermordert. Glauben Sie die Spur führt nach Russland?

    Eine gute Frage, die für mich die Beziehung offenlegt, welche mediale Beziehung zur Russlandpolitik häufig bebildert inszeniert wird.

    Gehard Wisnewski hat dazu auch schon etwas geforscht:
    https://www.youtube.com/watch?v=feOrc5WMsUs&t=12m37s
    Operation Gehirnwäsche: Google will „toxische Meinungen“ bekämpfen!

    Dort lernen wir:

    laut Google ist der Begriff:

    „Putin“ – 64% toxisch
    „Merkel“ – 24 % toxisch
    „Clinton“ – 1 % toxisch
    „Trump“ – 17 % toxisch

    Insofern kann es lt. Google schon sehr wahrscheinlich sein ( schätze ich), dass die Spur nach Russland führt. Weil das Wort Putin allein schon objektiv gesehen 64% toxisch ist.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=76m48s

    B: Wenn der Staat gefährdet ist, weil der ist ja schon bei einer Demonstration gefährdet. Da kann man auch die Rädelsführer, die man schon gespeichert hat…
    J: über die Metadaten abgreifen, im Vorfeld. Profilaktisch.
    B: Ja, man kann Demonstrationen schon im Vorfeld verhindern.

    Und das sehe ich etwas anders. Wenn das Bewusstsein mit allen Menschen verbunden zu sein, bei jedem Menschen wirklich stark vorhanden ist. Denn dann könnte ein Mensch für den anderen Menschen einspringen. Aber dazu komme ich bei meinem Fazit.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=78m02s

    J: Was kann man eigentlich machen, wenn man das alles so versteht? Machen dann Wahlen von Parteien mit Fraktionszwang, macht das noch Sinn; oder kann man sich ausserhalb von Parteien politsch engagieren, wenn man was erreichen will?

    B: Sie meinen jetzt über Demonstrationen?
    J: Zum Beispiel. Wenn man sagt: Statt das Alte zu bekämpfen, bauen wir was neues auf.
    B: Ja. Das ist ganz sinnvoll, das zu tun. Wir haben dann aber wieder das Problem, da rutschen Leute rein, die dagegen arbeiten.
    J: Aber die gibt’s ja überall. Gibt’s ja auch in den Parteien. Und ist auch in den Gewerkschaften.
    B: Ich empfehle jungen Leuten; ich werde oft gefragt: engagiert euch politisch. Wie auch immer. Tretet, meinetwegen, in die Linke ein und versucht da etwas zu ändern.

    Da möchte ich aus meiner Sicht ergänzen: Engagement kann für alle Menschen gelten, da alle Menschen miteinander verbunden sind. Unabhängig vom Alter. Ob es tatkräftig, moralisch, informativ, medial, finanziell oder mentale Unterstützung ist – Unterstützen kann jeder, der sich geistig dafür öffnen kann.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=79m13s

    J: Das sich Menschen so wenig politisch engagieren, geradezu apathisch sind; oder dies nicht mehr für sie infrage kommt; sie sich selbst zu politischen Analphabeten stempeln: gibt’s ja auch Texte drüber. Hat es damit zu tun, dass die Menschen dieses System irgendwann nicht mehr glauben? Das sie sagen: „Ja. Wir haben es mit einer stellvertretenden Demokratie zu tun und auf dem Weg nach oben musst Du Karrierist sein, oder da gibt’s immer Jemanden, der sich kaufen lässt. Es hat bei diesem System keinen Sinn mehr – es wird keine Demokratie mehr; es ist auch nicht dafür gedacht. Es wird auch nie Eine werden? Gäb’s nicht ne Alternative zu dem, was wir im Moment erleben? Vielleicht auch über das Netz anders zu wirken? Statt einer klassischen Partei beizutreten und sich dann in der Partei selbst wieder zu wundern, was aus der Partei wird? Ich mein, viele bei der SPD werden sich gewundert haben, nach Schröder, was aus der Partei geworden ist; oder mit Schröder.

    B: Jaja. Was heisst denn Demokratie? Demokratie kommt aus dem Griechischen und heisst Volksherrschaft, ja? Und diese Volksherrschaft, die von Unten aufbaut nach Oben: also es werden Abgeordnete gewählt, oder Räte – wie auch immer, die hat sich gravierend gewandelt; praktisch umgekehrt; es geht heute von Oben nach Unten.
    Die Gewählten vertreten nicht mehr die Interessen der breiten Bevölkerung und das ist unser Problem, nicht? Das müsste geändert werden.

    Und da sind wir (wir= jeder Mensch, der es ähnlich sieht und versteht) wieder beim Anfang. Alles beginnt bei mir selbst.

    https://www.youtube.com/watch?v=sQ94j3TMLAo&feature=youtu.be&t=80m45s

    J: Wer ist daran Schuld, dass sie so läuft, wie sie läuft? Sind es diejenigen, die das tun, oder die Mehrheit, die es laufen lässt?
    Oder kann die Mehrheit es garnicht tun, weil sie so im struggle des Life ist, im neoliberalen Kurs: eine Frau, die 8 Stunden arbeitet, 2 Kinder hat und der Mann muss auch noch parallel dazu im Aussendienst arbeiten – können sich doch nicht abends hinsetzen und demokratisch engagieren?
    B: Nein. Aber es hat sich grundlegend etwas geändert. Es geht nur noch um Geld. Wir leben in einer Ellbogengesellschaft und daran müsste gearbeitet werden.

    Das ist dieser Punkt. An der Ellbogen-ich-ich-ich-Geld-Geld-Geld-Gesellschaft müsste gearbeitet werden.

    Und deswegen komme ich jetzt auch zum Fazit, indem ich meine Kommentare aufzähle, sammle und dann zu meinen Zitaten mit Erklärung verweisen werde:

    —————

    Meine Kommentare einzeln:

    – Das ist schon ein zentraler Punkt: es geht „scheinbar“ vielen Deutschen zu gut für einen Generalstreik. 1. Punkt.

    – Und ich hab mir in dem Moment gedacht; und auf einer Mikroebene: die Spaltung der Menschen in unterschiedliche Berufs- und Einkommensklassen, in Meinungsdenkende Klassen, Zersplitterung der Fähgikeit abstrakten Denkens, Zersplitterung der Fähigkeit an Vernetzung und Lösungen, sowie allgemein an die Gemeinschaftsfähgkeit des Einzelnen zu Mehreren zu glauben – das ist auch ein Punkt, der viel stärker thematisiert werden sollte.

    – Ich bin froh, dass es bei so einem Irrwitz von Anhängerschaft zum 3% Ziel noch Daniele Ganser gab, der auch direkt etwas dazu gesagt hat:

    – Blinde sind in dem Moment für mich: die Menschen, welche nicht an Zusammenhänge im Großen wie im Kleinen glauben. Welche nicht an Veränderung glauben. Welche sich keine Lösungen träumen können, sich nicht an Völkerverständigung und Kooperation glauben. Bei denen, wo der Pessimismus stärker ist, als der Optimismus und die Experimentierfreude. Bei denen, die an Ihrem eigenen Mut und der Entschlossenheit Veränderung mitgestalten können, Zweifel haben.

    – Eine gute Frage, die für mich die Beziehung offenlegt, welche mediale Beziehung zur Russlandpolitik häufig bebildert inszeniert wird.

    – Und das sehe ich etwas anders. Wenn das Bewusstsein mit allen Menschen verbunden zu sein, bei jedem Menschen wirklich stark vorhanden ist. Denn dann könnte ein Mensch für den anderen Menschen einspringen.

    – Da möchte ich aus meiner Sicht ergänzen: Engagement kann für alle Menschen gelten, da alle Menschen miteinander verbunden sind. Unabhängig vom Alter. Ob es tatkräftig, moralisch, informativ, medial, finanziell oder mentale Unterstützung ist – Unterstützen kann jeder, der sich geistig dafür öffnen kann.

    – Und da sind wir (wir= jeder Mensch, der es ähnlich sieht und versteht) wieder beim Anfang. Alles beginnt bei mir selbst.

    – Das ist dieser Punkt. An der Ellbogen-ich-ich-ich-Geld-Geld-Geld-Gesellschaft müsste gearbeitet werden.

    Fazit:

    Ich schrieb schon etwa 5-10 Mall immer wieder, dass es um das Bewusstsein jedes Menschen geht. Darum zu erkennen, dass er positive oder negative Laune täglich haben kann und diese verbreitet.

    Ich habe das anhand eines Videolinks oder Zitats erläutert:

    https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=77m17s
    ( Zum Thema Bewusstsein)

    Ich habe den Link zu einem Dr. Volkamer erwähnt, der es mit Messwerten belegt hat, dass selbst Gedanken Energie sind:
    https://www.youtube.com/watch?v=KO9ncHqkG5A
    (Der feinstoffliche Körper und seine universelle Verschränkung – Vortrag von Dr. Klaus Volkamer )

    Ich habe einen Link zur Faz gebracht, für die Zweifler der ersten beiden Links:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/der-facebook-boersengang/facebook-manipuliert-nutzer-gefuehle-fuer-eine-studie-13016744.html

    Dort wird über Facebook bewiesen, dass Facebook mittels Newsfeedsmanipulation positive oder negative Gefühle seiner Nutzer verstärken kann.

    Und sowas wird aktiv medial betrieben. Aber die logische Schlussfolgerung, die bisher nur wenige Menschen daraus ziehen ist:

    Du als Mensch, als Leser, als Autor, als Reporter, als Politker, als Mann, als Frau, als Kind, als Jugendlicher – als der Mensch, der Du bist – auch Du und gerade Du verstärkst sämtliche Gefühle Deiner Mitmenschen deines Umfelds ( zu Hause, bei der Arbeit, bei Freunden – im Internet – in der Öffentlichkeit) .

    Und da ist der Anfang einer Veränderung.

    Ghandi hat gesagt : „Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“

    Und es beginnt mit dieser Erkenntis, dass meine Stimmung relevante Auswirkungen auf mein Umfeld hat. Auch hier auf das Forum, auch hier im Internet. Auch dort auf der Arbeit – auch dort im Urlaub – egal wo. Immer dort, wo Menschen direkt oder indirekt betroffen sind, hat meine Laune und Stimmung Auswirkungen.

    Und Stimmung heisst auch : mein Glaube oder Aberglaube an Veränderungen. Meine Stimmung heisst auch : sehe ich nur den politischen Crash, das Negative und den Stillstand – oder habe ich die Idee, ich könnte mit anderen Menschen gemeinsam an Lösungen arbeiten?

    Ich habe auch unter
    https://www.youtube.com/watch?v=PyxQYWkFN30&t=85m37s

    schon über Lösungsansätze, zur besseren Kontrolle, Dynamik und dem Austausch mit der Politk erläutert.

    Alles steht und fällt mit dem Engagement jedes Einzelnen.

    Und ich meine auch nochmal, betonend, jede Leserin / jeder Leser – jeder Mensch, der merkt: da ist was dran…

    und es kann jeder Mensch merken…

    ich hoffe, es werden in der nächsten Zeit noch mehr Menschen, die an dem Bewusstsein arbeiten, dass jeder Mensch in der Lage ist, etwas zu gestalten.

    Denn immer wieder sich zu wiederholen, aber dann zu lesen, dass manche Menschen das garnicht sehen wollen , ist eine Leistung, die ich auf die mediale Konzernmedienunterstützung zurückführen möchte, die viel dafür getan hat und dafür tut, dass Menschen mehr auf sich selbst fokussieren, als auch die Anliegen von anderen Menschen auf der Welt als ihre eigene Gestaltungsmöglichkeit anerkennen.

    Vernetztes Denken von globalen Zusammenhängen und gleichzeitig die Erkenntnis : ich kann mitgestalten ; verbunden mit dem Gedanken sich mit anderen Menschen zur Lösungssuche zusammen zu tun – das wird eine große Veränderung nach sich ziehen.

    Es beginnt aber immer noch im Kleinen. Und globale Lösungen möchte ich hier nicht formulieren, da selbst die Idee bei Min.85 und 37 sekunden ( im letzten Link) von abgeordneten watch auf deren Seite inhaltlich abgelehnt wurde, ich manchmal hier Zuspruch lesen konnte, aber mehr Zuspruch im Sinne: „Gute Idee – mach Du mal – viel Erfolg- ich halt mich schön raus dabei…“

    Und so wird sich die Gesellschaft nicht verändern. Wenn ich alles alleine machen soll, brauche ich hier nicht schreiben.

    Wenn ich nicht einen Funken Hoffnung und Bestätigung hätte, dass der eine oder Mensch – egal in welcher Funktion – diese Zusammenhänge auch sieht.

    Und nochmal abschließend: Facebook manipuliert bereits mit dem Wissen, dass Gefühle von einem einzigen Menschen Einfluss auf Gefühle seines Umfelds haben , wie die Studie dazu belegt.

    Wann wird Jemand für sich und andere Menschen eine Chance des Bewusstwerdens darin erkennen können, dass es umgekehrt genauso funktioniert?

    Das heisst: habe ich gute Laune, wird mein Umfeld positiv beeinflusst – ist mein Umfeld positiv, wird deren Umfeld positiv – usw…

    • Weil ich als einzig dauerhafte, tragbare Bedingung für eine immer komplexer und teils komplizierter werdende Welt, die Erkenntnis der Menschen sehe, welche sich als Einzelwesen erkennen; aber ebenso sich der Dynamik von Menschengruppen bewusst sind.

      Eigentlich müsste Ken Jebsen für die letzten 4-5 Jahre Recherchearbeit einen Orden bekommen. Was dort an Einzelgesprächsinhalten und dem Format Positionen gebündelt, nach 4-5 Jahren ans Licht kam, lässt sich bei den Talkshowformaten der Konzernmedien und verkürzten Nachrichtendarstellungen in etwa 50 Jahren auch schaffen.

      So sehr ist die Informationswelt in Misskredit gebracht worden und aus meiner Einschätzung: mit Absicht.

      Da mich Lösungen interessieren, habe ich überlegt: wo lässt sich ansetzen? Bei konkreten Vorschlägen, wie etwas besser laufen könnte?

      Nein. Es muss ganz ganz ganz weit unten angefangen werden: bei jedem Menschen selbst.

      Und es braucht wieder ein Bewusstsein dafür, was jeder Mensch als Kind noch wusste: das es gut ist, sein Gegenüber zu unterstützen.

      Sobald die meisten Menschen älter werden, packt sie schon früh das Konsumbedürfnis:

      Smartphone, Computer, Motorrad, Auto, Yacht, Villa etc…
      was klein beginnt, hört auch nicht auf, wenn kein Bewusstsein dafür entsteht, dass jeder größere Luxus auch im Hintergrund auf Kosten anderer Menschen entsteht.

      Da braucht es ein Umdenken.

      Aber ein Satz wie „Da braucht es ein Umdenken“ reicht nicht.

      Es braucht regelmäßige Fokussierung auf vernetzte Zusammenhänge.

      In der Politik, im Bereich Geopolitik usw. – hat das Format KenFM großes geleistet.

      Im Bereich Gehirnwäsche: MK-Ultra, oder viel subtiler: den Suchalgorhytmen von Google, den manipulierenden Facebook-newsfeeds und den sich austauschenden Geheimdiensten untereinander, müsste allgemein von sämtlichen Alternativmedien viel mehr kommen.

      Aber nicht bloß „Und ja.. hier hat die NSA dies gemacht – hier hat der BND das gemacht – da haben sich GCHQ ausgetauscht mit NSA usw..“ – sondern: es bräuchte auch immer die Perspektive darauf: wie komme ich als einzelner Bürger raus aus der Nummer?

      Was ist mein Weg, wieder zu einem gesunden, menschlichen Miteinander?

      Das braucht es.

      Wenn das medial alternativ wirklich oft thematisiert wird; mit konkreten Lösungsmöglichkeiten, dann sehe ich die Chance, dass die Menschen wieder erkennen: es lohnt sich, sich mit den Themen „Schwarmintelligenz“, „Vernetzung“, „Bewusstsein“ und „gegenseitige Unterstützung“ zu beschäftigen.

      @ schwarz ist weiß: Ich hab zum Teil genug von immer wiederkehrenden Diskussionssträngen, die substanziell zwar immer etwas anders sehen, es aber vermeiden ( ob bewusst oder unbewusst), konkret sich auf Lösungen zu einigen und diese Lösungsgedanken dann auch schaffen, bei den nächsten Kommentaren zu verinnerlichen.

      Es wiederholt sich ständig alles.

      Mein Unterschied für mich ist: ich habe mir überlegt: worunter leiden die meisten Menschen?

      Unter ständigem Werbeeinfluss, unter Manipulationen durch Google und Facebook ( siehe dazu die Links wg. „toxischen Wörtern“ bei Google, siehe dazu den Link zur FAZ).

      Und das geschieht altersunabhängig.

      Ob ich ein Greis bin, ein Kind, ein Jugendlicher – sobald ich Google oder Facebook nutze, geschieht die Einflussnahme. Es wird in den Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbestimmung ja so festgehalten, dass ich als Nutzer diesen zustimme.

      Und schon bin ich ein Mensch von zig Millionen und offen für deren Beeinflussung.

      Ich habe das Gefühl, schwarz ist weiß, Menschen wissen garnicht, was sie tun, wenn diese sich Google oder Facebook anvertrauen.

      Ken Jebsen fragte in einer MMM-Folge mal nach den Schnittmengen , die es zwischen Facebook und der CIA gäbe, wenn dort so oft ein Drehtüreffekt stattfindet.

      Die Schnittmengen sind die Möglichkeit, jeden Menschen dort zu analysieren, zu steuern und einzunorden.

      Das geschieht viel subtiler, als es den meisten Menschen bei Facebook bekannt sein dürfte.

      Halten Sie mich für naiv, oder sonstwas, schwarz ist weiß; aber ich glaube:

      Solange wir ( wir= die Menschen, die an der globalen und innerhalb Deutschlands vorhandenen Situation) nicht erkennen, wo die Probleme liegen, können wir auch keine Lösungen finden.

      Wenn ich als Problem die ständig mediale, Konzernmedieneinflussnahme erkannt habe und dazu die ständig einprasselnden News bei Facebook und Google, dann habe ich Probleme benannt.

      Wie sehen dann mögliche Lösungen aus?

      In der Form, dass ich die Probleme umdeute; und zwar so:

      Was machen Medien / Google / Facebook etc.?

      Sie wirken ständig auf die Stimmungen von Menschen ein.

      Was heisst das im Umkehrschluss? Das jeder Mensch auch auf sein Umfeld ständig Einfluss nimmt.

      Wie sieht eine Lösung also aus?

      Das Menschen sich bewusst machen, dass sie ständig Einfluss nehmen können.

      Das ist etwas ganz anderes, als ich bei zig Kommentaren z.B. auf Youtube oder zum Teil auch hier bei den KenFM-Kommentaren lesen konnte; nämlich:

      „Ich als Mensch habe Einfluss – ich kann gestalten, kann vernetzen , kann zu Lösungen beitragen“

      – an Kommentaren lese ich aber die meiste Zeit : „das stört mich…jenes stört mich – ich kann nichts tun – WW3 kommt“ usw..

      Also mehrere Menschen sind noch nicht soweit, die Zusammenhänge zu erkennen.

      Und daran möchte ich arbeiten, schwarz ist weiß – je mehr Menschen das erkennen; umso mehr Menschen können sich gegenseitig ermutigen; das ist auch schon alles.

      Und das ist eine Menge. Wenn das mal ein Mensch versteht; wieviel Potenzial brach liegt bei den Menschen, weil sie nicht an Veränderungen, nicht an Vernetzungen, nicht an Lösungen, nicht an ihre eigene Kraft etc… glauben…

      Die gute Nachricht ist: manche Menschen wissen es schon.

      Lieben Gruß Ihnen.

  3. © Schwarz ist weiß
    Danke für die Kommentierung. Ich hätte das genauer ausführen müssen, wenn es schon angesprochen wird.
    Klar ist: Das Asylrecht nach Artikel 16a des Grundgesetzes darf nicht in Frage gestellt werden. Aber ich bin der Meinung, dass nicht jeder, der nach Deutschland kommen will, aufgenommen werden und Unterstützung in dem genannten Umfang erhalten sollte. Es bleibt ja nicht bei der Unterstützung, es kommen erhebliche Kosten (Verwaltung, Unterbringung, Betreuung, medizinische Versorgung bei Ärzten und in Krankenhäusern, Anwalts-, Gerichtskosten …) hinzu. Halb Afrika sitzt auf gepackten Koffern. Wie soll das auf die Dauer geregelt werden? Eine dem sozialen Frieden abträgliche Konkurrenzsituation hinsichtlich der deutschen Bevölkerung gibt es in vielerlei Hinsicht ohnehin bereits. In meinem Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“ habe ich schon vor drei Jahren geschrieben:
    „Die Antwort auf die Frage nach den Ursachen der Flüchtlingskatastrophen liegt auf der Hand: Die USA und einzelne der NATO angehörende Staaten müssen aufhören, für ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen andere Länder zu unterminieren und politisch aufzumischen. Es ist doch absurd, für die Aufnahme von immer mehr Flüchtlingen einzutreten, wenn gleichzeitig ihre Länder zerstört werden…“
    Den Forderungen der LINKEN stimme ich zu, aber sie werden nicht nicht durchgesetzt werden können. Sollte das jemals der Fall sein, sähe die Situation anders aus.
    Herzliche Grüße
    Wolfgang Bittner

    • Hallo Herr Bittner, danke das Sie direkt antworten.
      Ich stimme Ihnen zu.
      Die Probleme sind hausgemacht. Es ist ein falsches Spiel, was gespielt wird.
      Frau Merkel wird immer noch in der breiten Masse als die „Mutter Teresa“ wahrgenommen. Das ist unerträglich.
      Das halb Afrika auf gepackten Koffern sitzt, sofern Sie überhaupt welche haben, ist die Folge unseres Wirtschaftens und unserer Politik. Das wird noch schlimmer werden, auch wenn die EU-Bürokraten an einer Festung Europa basteln.
      Irgendwann bricht der Damm.
      Wollen wir dann das ganze Elend dieser Welt über den Haufen schießen?

      Herzliche Grüße Marcus

    • „Aber ich bin der Meinung, dass nicht jeder, der nach Deutschland kommen will, aufgenommen werden und Unterstützung in dem genannten Umfang erhalten sollte. Es bleibt ja nicht bei der Unterstützung, es kommen erhebliche Kosten (Verwaltung, Unterbringung, Betreuung, medizinische Versorgung bei Ärzten und in Krankenhäusern, Anwalts-, Gerichtskosten …) hinzu.“

      Jeder/jede, der/die finanziell bedürftig ist, muss die genannten Leistungen erhalten. Das nennt sich Sozialstaat und der gilt auch für Asylbewerber und Flüchtlinge. Das ist grundrechtskonforme Politik, und die ist in Deutschland nötig und wünschenswert.

      „Halb Afrika sitzt auf gepackten Koffern. Wie soll das auf die Dauer geregelt werden?“

      Dass 50% der Afrikaner abreisen wollen, halte ich für völlig übertrieben. Die meisten Afrikaner erhalten kaum Visa und werden mittels einer Kombination aus Diskriminierung aufgrund der Nation und aufgrund der finanziellen Mittel belegt. Bürger afrikanischer Staaten sind meist viel schlechter bei Visavergaben gestellt als etwa Deutsche.
      Reiche Leute hingegen können sich mittels „Investorenvisa“ sogar ihren Wohnort fast weltweit aussuchen.

      „Die USA und einzelne der NATO angehörende Staaten müssen aufhören, für ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen andere Länder zu unterminieren und politisch aufzumischen.“

      Das ist nicht das Problem in Afrika oder Asien.Das Problem ist ZU WENIG Politik, die wirklich mit der der NATO-Staaten konform geht. Von da, wo NATO-Staaten wirklich Einfluss bis heute haben, flieht niemand. Niemand!
      Beispiele Reunion (Frankreich) in Afrika oder Guam (USA) in Asien.

      Ein wesentliches Problem ist die völlig fehlgeschlagene ‚Unabhängigkeit‘ vieler Staaten. Diese ‚unabhängigen‘ Regierungen sind meist korrupt und irgendwelchen Privatinteressen von reichen Lobbyisten auch aus NATO-Staaten (aber nicht nur, da sind auch Chinesen, Araber, Israelis, Japaner, Australier etc. etc. dabei!) ‚verpflichtet‘, sowie dem Ziel verschrieben, ihren eigenen Reichtum und den ihrer Familie zu mehren.

      Da FEHLT ein staatliches Korrektiv, das echte westliche Marktwirtschaft a la USA, Frankreich, Deutschland etc. einführt.

      Das ist strikt zu unterscheiden, ansonsten macht man die gleichen Fehler wie vor 50 Jahren wieder.

  4. zu Katja Kipping fordert 1050 Euro für Flüchtlinge – Wolfgang Bittner: großer Fehler der Linken – wer soll das bezahlen?
    Also das war ja mal dünn: (bei aller Liebe) – vor allem wird dann auf HartzIV-Empfäner geschielt und gesagt, mit was die denn auskommen müssen. –> für mich ist das eine versuchte Spaltung HarzIV gegen Flüchtlinge.
    Das wird ja schon erfolgreich aus anderen Kreisen betrieben.
    Richtig ist das die Linke sagt :
    „Hartz IV muss weg, stattdessen sollen Arbeitslose eine Mindestsicherung von 1050 Euro bekommen. Sanktionen etwa wegen nicht angenommener Jobangebote soll es nicht mehr geben.“
    „Grundsicherung für Minderjährige aufstocken: Diese soll 573 Euro betragen. Der Regelsatz für Kinder bis sechs Jahre liegt heute bei 237 Euro, für Jugendliche ebi 311 Euro. Die Linken fordern zudem die Anhebung des Mindestlohns von 8,84 auf 12 Euro.“
    „Eine Mindestrente von ebenfalls 1050 Euro soll garantiert werden.“
    In diesem Kontext muss man diese Forderung sehen.
    Wer soll das bezahlen? Na der der das Geld hat –> Reichenbesteuerung!
    Außerdem scheint ja genug Geld da zu sein. —> „Nato vereinbarten Ziel, bis Mitte des nächsten Jahrzehnts die Ausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern.“
    „Im Jahr 2017 werden die deutschen Verteidigungsausgaben wesentlich erhöht – um etwa acht Prozent“
    Ich kann mir nicht vorstellen, das das Ken und Wolfgang Bittner nicht wissen.

  5. was für ein tolles Interview.
    So ein kluger, besonnener und humorvoller Mensch, dieser Herr Bittner.
    Ich hoffe doch sehr, dass seine Schilderungen aus der Kindheit, anlässlich des Krieges und der Flucht, von vielen Menschen gehört wird.
    Ich bin in den 50 igern geboren. Meine Eltern gingen vor dem Mauerbau in den „goldenen Westen.“

    Mir blieben diese dramatischen Kriegserlebnisse erspart.

    Ich glaube, dass viele Journalisten und Politiker deshalb gerne auf Kriegspropaganda gebürstet sind, weil sie noch nie einen Krieg erlebt haben.

    Foschepoth hat er auch erwähnt. Mit Recht. Den muss man gehört haben!
    Historiker Prof. Josef Foschepoth beim Chaos Communication Congress (CCC) in Hamburg 2013 zum Thema Überwachung der alliierten Besatzungstruppen und damit auch der Souveränität Deutschlands.
    https://www.youtube.com/watch?v=zPonoWvakR4

    Uli Gellermann hat mit Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer ein Buch geschrieben.
    „Die Macht um Acht.“
    Sie gehen der Geschichte der Tagesschau nach, beleuchten Vermittlung und Auswahl von Nachrichten, kommentieren die Berichterstattung zu zentralen aktuellen Themenschwerpunkten wie dem Krieg gegen Syrien und dem Konflikt um die Ukraine, stellen die viel zu unbekannten »Programmbeschwerden« als Möglichkeit des Zuschauerprotests und der demokratischen Auseinandersetzung mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk dar.

    Ihr Fazit ist ernüchternd. Sie halten die Tagesschau weder für verlässlich noch für neutral, nur für bedingt seriös und bestenfalls für schlau. Nach diesen 15 Minuten weiß man, was die Regierung denkt; was die Republik denken soll und was zu denken unter den Tisch fallen kann.
    https://www.youtube.com/watch?v=8fKsQ2u2A6s

    Wer Leute informieren möchte, die das auch gerne in der Zeitung lesen, soll sich das Abo von Free21 bestellen.
    Es gibt immer 10 Exemplare kostenlos dazu. Kostet 60 Euro im Jahr und wird jeden 2. Monat geliefert.
    Habe das schon lange und es kommt gut an.
    http://www.free21abo.de/

    Und nicht vergessen, das Abo für KenFm. Gute Arbeit muss unterstützt werden.

    • Danke für den Tagesschau-Link. Ich war gerade vor Ort und mußte herzlich lachen. Aufgrund eines Kommetars, bzw. eines kurzen Wortwechsels, der auf eine Art endet, die leider vermutlich für die Mehrzahl der Deutschen stehen dürfte:

      A: Die Tagesschau berichtet auch nicht, sondern sie kommentiert, das ist ganz offiziell.

      B: Genau das ist inakzeptabel. Für oder gegen wen wird oder besser würde denn da kommentiert?

      A: Natürlich für die freie westliche Welt und ihre Werte.

      —————————-
      Ein Halleluja auf die freie westliche Welt und ihre Werte. (giftigster Zynismus)

  6. Wolfgang Bittner fragt im Gespräch: „Wollen Sie eine Revolution?“ und Ken bestätigt, dass er eine Evolution will. In der Geschichte hat es beides gegeben, dass eine neue Gesellschaft durch Revolution oder durch Evolution entstanden ist. Durch Evolution war das beim Übergang von der Asiatischen Produktionsweise zur Sklaverei und von der Sklaverei zum Feudalismus der Fall. In beiden Fällen lag zwischen alter und neuer Produktionsweise eine etwa 300jährige Phase der Barbarei, die mit einer drastischen Verschlimmerung der Lebensbedingungen, insbesondere für die Armen verbunden war. Deshalb schreibt Bernhard Brosius in „Strukturen der Geschichte“: „Die soziale Revolution zu verwerfen und den Aufbau der neuen Gesellschaft auf „evolutivem Wege“ anzustreben ist Humanismus für Unmenschen!“

    Wie begründet er das? „Wenn eine revolutionäre Klasse entstanden ist, wirkt sie als Produktivkraft, so dass die neuen Produktivkräfte alle zusammen stärker sein können als die alten Produktionsverhältnisse. Dann kann eine soziale Revolution zur Sprengung der alten Produktionsverhältnisse führen. Wesentlicher Unterschied zur Barbarei ist, dass die bewahrenswerten kulturellen Errungenschaften erhalten bleiben, der Überbau nur verändert, nicht aber zerstört wird. Wir sind offensichtlich weit entfernt von jedem Automatismus, denn die alten Verhältnisse werden nur dann „automatisch“ durch neue ersetzt, wenn eine revolutionäre Klasse dies erkämpft. ..
    Wenn keine revolutionäre Klasse entsteht, spielt die entscheidende Rolle im Klassenkampf das „konterrevolutionäre Verhalten der Produktionsverhältnisse, die enorm stark sind und die Produktivkräfte allmählich ersticken – vor allem mit Hilfe des Staates“ (Kuczynski), also politisch. In dieser Phase verwandelt sich der Staat vom reinen Herrschaftsinstrument der Ausbeuterklasse mit seinen übergeordneten, die Gesellschaftsform stabilisierenden Aspekten (Staat als Vermittler), in eine kombinierte politische und ökonomische Struktur: in eine „Zwangsanstalt zur Abschöpfung von Mehrprodukt und seiner Umverteilung im Interesse der herrschenden Klasse“ (Kuczynski). Hierzu erhebt der Staat hohe Steuern zu Lasten der Produzenten, während die Ausbeuter sukzessive von der Besteuerung befreit werden. Charakteristisch ist, dass der Staat einerseits einen großen Teil des Steueraufkommens der herrschenden Klasse in Form von Subventionen zuschanzt, andererseits die Finanzierung von Armee, Beamtentum und Geheimpolizei den größten Teil vom Rest der Staatseinnahmen verschlingt. Gleichzeitig verringert sich die Notwendigkeit für den Staat, im Interesse der herrschenden Klasse auch den ausgebeuteten Klasse gewisse Rechte und Schutz zu gewähren, um die soziale Ruhe zu sichern… Wenn… keine revolutionäre Klasse entsteht und somit von der ausgebeuteten Klasse keine erkennbare Gefahr mehr ausgeht, verringert sich die Notwendigkeit eines Klassenausgleichs für den Staat – er offenbart immer deutlicher seinen eigentlichen Charakter, Verwaltungsorgan der herrschenden Klasse zur Steigerung der Ausbeutung. Sei es, weil die Ausbeutung durch die herrschende Klasse jedes Maß verliert, sei es infolge der steigenden Besteuerung durch den Staat, – den Produzenten wird nicht nur das Mehrprodukt entrissen, sondern in fortschreitendem Maße auch notwendiges Produkt: Für die arbeitenden Klassen ist Barbarei immer gekennzeichnet durch steil abfallenden Lebensstandard, abnehmende Lebenserwartung, abnehmende Bevölkerungszahl und steigende Kindersterblichkeit.“ (Brosius, Strukturen der Geschichte, S. 85 ff.)

    • Danke, ein sehr interessanter Beitrag!

      Ich verstehe Ken Jebsen in diesem Punkt auch nicht. Sicher wird keine (menschliche) Revolution ein auch nur annähernd perfektes Ergebnis hervorbringen, und es geht auch immer noch schlimmer – aber der Status Quo ist desaströs und lässt allein schon überhaupt keine Zeit mehr für eine allmähliche Evolution.

      Peter Pan hat neulich vermutet, dass Herr Jebsen das aus dem Kalkül herausmacht, quasi keine Angriffsfläche zu bieten, um sein Portal komplett zu zensieren durch staatliche Stellen. Glaube ich ehrlich gesagt nicht, ich nehme KJ ab, hinter seiner schon vielfach vertretenen Ansicht zu stehen.

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