Wollen wir wirklich Demokratie?

Gedanken zur Bedeutung des Begriffes „Demokratie“ — und Alternativen hierzu.

Hinweis zum Rubikon-Beitrag: Der nachfolgende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beitrat unter anderem Daniele Ganser und Rainer Mausfeld aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt KenFM diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!

Bei der Demokratie handelt es sich eigentlich um ein gefährliches trojanisches Pferd, das immer Gewalt und Ausgrenzung beinhaltet. Das aus dem altgriechischen stammende Wort setzt sich aus dēmos (Staatsvolk) und kratós (Gewalt) zusammen. Wir sollten uns daher von dem gefährlichen Begriff trennen und ihn durch einen wahrhaftigen und neuen ersetzen. Es geht nicht um die Herrschaft eines bestimmten Volkes, sondern um das herrschaftslose und damit friedliche Zusammenleben aller Menschen.

Nina Forberger: Im Rahmen von gemeinsamen Aktionen wie „aufstehen“, aber auch in anderen Zusammenhängen reden einzelne Linke wie Rainer Mausfeld, immer wieder davon, dass wir mehr oder echte Demokratie bräuchten. Bislang fand das immer meine Unterstützung. Aber ich habe über den Begriff der Demokratie und seine Bedeutung nachgedacht und bin mir jetzt gar nicht mehr so sicher, ob Demokratie wirklich das ist, was wir wollen.

Carsten Forberger: Was meinst du konkret damit?

Wenn wir von Demokratie sprechen, meinen wir damit eine Gesellschaftsordnung, in der alle Menschen frei und selbstbestimmt leben und Einfluss auf all die Belange nehmen können, die ihr Leben und ihre Gemeinschaft unmittelbar oder mittelbar betreffen. Es übt also niemand Macht über andere aus und Konflikte werden nicht gewaltsam, sondern friedlich gelöst. Doch „Demokratie“ setzt sich aus „dēmos“ und „kratós“ zusammen und „kratós“ steht für Macht, Gewalt oder Herrschaft. Also meinen wir, wenn wir von Demokratie reden, das Gegenteil dessen, was das Wort bedeutet. Herrschaftsfreie und selbstbestimmte Demokratie ist so etwas wie humanitärer Krieg.

Da hast du natürlich recht. Und wenn ich weiter darüber nachdenke, ist nicht nur „kratós“ ein Problem, sondern auch „dēmos“. Es bedeutet Volk oder Gemeinschaft und damit stellt sich die Frage, wer zu diesem auserwählten Kreis gehört und die Möglichkeit gleichberechtigter politischer Teilhabe genießt, während er gleichzeitig über die Ausgeschlossenen herrscht. Die volle Wortbedeutung von Demokratie entfaltet sich nur dann und macht auch dann tatsächlich Sinn, wenn es ein definiertes auserwähltes, elitäres Volk gibt, das sich von den Beherrschten abgrenzt.

Genau das deckt auf, dass Demokratie nicht das sein kann, was wir mit diesem Begriff normalerweise verbinden.

In der gegenwärtig existierenden repräsentativen Demokratie kommt noch ein weiteres Problem dazu. Es entsteht zusätzlich noch eine Ungleichheit zwischen denen, die zum erlauchten Kreis des „dēmos“ gehören.

Das Repräsentationsprinzip führt dazu, dass sich die politische Mitbestimmung im Wesentlichen auf den Akt der Wahl reduziert, während sich die gewählten Repräsentanten zeitlich, örtlich und inhaltlich der Einflussnahme des Wählers, also des „dēmos“, entziehen.

Genau, in der repräsentativen Demokratie werden auch Herrschaftsverhältnisse innerhalb des Volkes begründet.

Und wenn wir schon einmal dabei sind, über die Wortbedeutungen zu philosophieren — im Wort Herrschaft ist das Patriarchat wörtlich enthalten. Es heißt schließlich nicht Damschaft oder Frauschaft. Im alten Griechenland waren es Herren, die sich als dēmos definierten und auch die Gründerväter der repräsentativen Demokratie waren Männer.

Also ist der Demokratiebegriff im historischen Kontext völlig korrekt. Untereinander gleiche Männer herrschten über die Mehrzahl ausgeschlossener Menschen.

Das ist aber nicht das, was wir wollen, wenn wir heute von Demokratie sprechen. Daher müssen wir uns überlegen, welchen zutreffenden Begriff wir der Sache geben können.

Okay, aber spielt das jetzt eine Rolle, dass wir wissen, dass es der „falsche“ Begriff ist, wenn die Menschen doch etwas Positives mit ihm verbinden? Meinst du, dass wir unbewusst Herrschaft, Gewalt und Ausgrenzung transportieren, wenn wir nur den Begriff Demokratie verwenden?

*Ich denke schon, dass das wichtig ist! Wenn wir eine wirklich friedliche und herrschaftsfreie Gesellschaft erreichen wollen, müssen wir uns auch einer friedlichen Sprache bedienen. Den Anstoß, darüber überhaupt nachzudenken und den Ursprung unserer Wörter zu ergründen, gab mir Rolf Ketan Tepel Ihn lernten wir doch 2017 beim Erntedankfest auf Schloss Weitersroda kennen. Von Ketan lernte ich, dass wir selbst in Sprachräumen, die wir für herrschaftsfrei halten, zum Beispiel in der Familie, im Freundeskreis oder innerhalb der Rubikon—Leserschaft, neutral gemeint oder gar in positiver Absicht permanent Wörter verwenden, die in ihrer ursprünglichen Bedeutung alles andere als frei oder friedlich sind.
Die Sprache wirkt also vom offiziellen Herrschaftsbereich weit in vermeintlich frei gebliebene Räume hinein. Das herausragendste Beispiel ist hier meiner Meinung nach in unserer Alltagssprache die Verwendung des Wortes „Krieg“ statt „Frieden“. Wir frieden keine Kinder, sondern kriegen sie in einem Krankenhaus. Die Geburt ist also von Anfang an mit Kampf und Krankheit und nicht mit Liebe und Leben verbunden. Wörter wie „kriegen“ vergiften sozusagen die gut gemeinte und friedliche Absicht des Sprechers. Auch wenn ich dies bislang nicht wissenschaftlich ergründet habe, denke ich, dass die negative Bedeutung von Wörtern wie „kriegen“ im unbewussten kollektiven Gedächtnis erhalten bleibt und selbst beim gut gemeinten Benutzen der Wörter wiederum unbewusst transportiert wird. *

Also halten wir fest, dass der Demokratiebegriff im Grunde vergiftet ist.

Ja, das sehe ich so. Wir müssen uns deshalb überlegen, was der richtige Begriff für das ist, was wir meinen.

Okay, da muss ich nicht lange nachdenken. Herrschaftslosigkeit, Ordnung durch wahrhaft selbstbestimmtes Handeln, Abwesenheit von gewaltbasierten Machtverhältnissen: das ist Anarchie.

*Mit Anarchie haben wir doch aber das umgekehrte Problem — es ist das richtige Wort, wird aber permanent im falschen Zusammenhang verwendet. Für die meisten Menschen bedeutet Anarchie fälschlicherweise immer Chaos, Unordnung und Gewalt. Am deutlichsten wurde das bei Gerald Hüther im Gespräch mit KenFM. Er beschrieb inhaltlich eine anarchistische Gesellschaft, in der gemeinsam nach Lösungen und Werten gesucht wird, in der sich jeder selbst entfalten kann und in der wir keinen Bestimmer mehr brauchen. Gleichzeitig sagte er, dass das nichts mit Anarchie zu tun habe, weil Anarchie bedeute, dass jeder mache, was er will. *

Dann ist Anarchie ein genauso verbrannter Begriff. Wir müssten ein Wort finden, welches das richtige meint und gleichzeitig unbelastet ist.

Bloß können wir den jetzt nicht einfach festlegen, denn dann würden wir gegen alles verstoßen, was wir uns gerade überlegt haben. Es müsste ein Begriff sein, den wir in die Debatte einbringen und der sich „demokratisch“ durchsetzt. So wie der Begriff der „Menschheitsfamilie“, den Daniele Ganser prägt und den ich sehr gerne verwende.

Das ist schwierig. Wie wäre es mit „Gemeinschaft individuell entfalteter Potentiale“?

Klingt noch ein bisschen sperrig. Aber für den Anfang nicht schlecht.

Carsten Forberger, Jahrgang 1973, ist ein vielseitig interessierter Familienvater. Seine antifaschistische, humanistische und lebensbejahende Grundhaltung gibt er seinen Kindern mit auf den Weg. Es macht ihn glücklich, ihre Entwicklung zu selbstständig denkenden und handelnden Persönlichkeiten erleben zu dürfen. In der Kolumne „Die Gedanken sind frei“ tauscht er sich ganz undogmatisch mit seiner Tochter Nina aus.

Nina Forberger, Jahrgang 2001, ist Schülerin an einem sächsischen Gymnasium und hofft, dieses 2019 mit dem Abitur verlassen zu können. Ihre dann erlangte Freiheit möchte sie erst einmal im Ausland genießen. Sie ist eine junge Friedensbewegte, die in Zeiten von Kriegen und zerstörerischem Neoliberalismus in ihren Texten nicht nur analysieren und kritisieren, sondern vor allem zu Solidarität und Liebe aufrufen möchte. Sie ist Mitglied der Rubikon-Jugendredaktion und schreibt für die Kolumne „Junge Federn“.

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Dieser Beitrag erschien am 21.12.2018 bei Rubikon – Magazin für die kritische Masse.

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13 Kommentare zu: “Wollen wir wirklich Demokratie?

  1. Churchill hat es mal auf den Punkt gebracht, als er die Demokratie als die schlechteste Regierungform bezeichnete, er aber keine bessere wüßte (womit übrigens nicht gesagt sein soll, daß der Mann mit der Dauerzigarre ein Engel gewesen wäre). Dem kann man nur beipflichten, denn auch wenn Demokratie die einzig sinnvolle Alternative darstellt, hat mich an ihr immer schon gestört, daß sie am Ende auf eine Diktatur der Mehrheit hinausläuft. Mal ganz abgesehen davon, daß die Macht in den heutigen sogenannten Demokratien tatsächlich in den Händen der kleinsten Minderheit liegen, die man sich nur vorstellen kann, wir also ja nicht bloß in einer – metaphorischen – Diktatur der Mehrheit leben, sondern einer faktischen Diktatur einiger weniger Narzisten, die sich von den Verbrechern des dritten Reiches letztlich nur dadurch unterscheiden, daß sie schwarze Krawatten tragen anstatt schwarze Hemden, und außerdem nicht so auffallen, sondern lieber unsichtbar bleiben. Aber angenommen, unsere Demokratie wäre das, was die Krawattenträger da oben uns dauernd weis machen wollen, hätten Minderheiten trotzdem immer noch nicht das Sagen. Will heißen, die sogenannten kleinen Leute, denn die kleinen Leute sind zwar zahlenmäßig die eindeutige Mehrheit, da aber jeder für sich allein steht, es sich also faktisch um lauter Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer handelt, besteht das „Volk“ (Stimmvieh) zwar aus einer Riesenmenge, aber leider vollkommen atomisierter Minderheiten. Und es sieht so aus, als wäre das auch eine der Herrschaftstrategien der Krawattendiktatoren: die Wähler zu konkurrierenden, ja rivalisierenden Einzelkämpfern auseinanderdividieren, damit sie sich ja nicht auf einen Haufen werfen und losmarschieren. Aber wie dem auch sei: jedenfalls sind wir von der Utopie meiner Jugend in den Siebzigern, einer anarchen, sich selber, sprich schwarmartig organisierenden Gesellschaft (für die ich kein Wort habe), in der jedes dieser Atome das für sie oder ihn beste Leben führen kann (solange man sich nicht aufs Plündern und Morden verlegt), viel weiter entfernt als damals.

  2. Ich finde den Beitrag sehr interessant und die darin enthaltene Fragestellung der Namensgebung sehr wichtig!

    Ich hab unabhängig davon auch schon einmal einen solchen Begriff entwickelt:

    participatory post-scarcity anarchy

    Der Begriff ist aus drei Teilen verschiedener Inspirationsquellen zusammengesetzt:
    Participatory abgeleitet von dem Begriff der Participatory Culture durch Henry Jenkins. Eine Kulturform, in der alle Menschen an allen Planungen und Projekten teilhaben können und somit eine Gewebe an Zusammenarbeit entsteht, die jedem Menschen die selbe Macht und dieselbe Wichtigkeit zukommen lässt.
    Post-scarcity society wird die Gesellschaftsform aus Star Trek genannt in der die Armut aufgrund moderner Technologien vollkommen aus dem Alltag verbannt wurde.
    Auf diese Begriffe bin ich bei meiner Recherche zu einem Studienprojekt (eine Politik-App, die den Menschen ermöglicht frei, anonym und unabhängig mit Leuten aus ihrer Umgebung Politik zu diskutieren und sogar umzusetzen (ähnlich wie „Human Connection“, nur lokaler wie z.B. „Jodel“) gestoßen. Als ich darüber nachdachte wie eine Staatsform, die auf dieser App und deren Werten basiert, denn heißen würde, war ich selbst überrascht, dass der Begriff Anarchie am besten dazu passte. Daher als dritter Begriffsteil die Anarchie. Wobei das Argument, dass dieses Wort stark vorbelastet ist und somit eher unbrauchbar, natürlich sehr stark ist… leider… aber vielleicht bekommt es ja mit den Zusätzen participatory post-scarcity eine andere Konnotation.

    Gibt es vielleicht einen öffentlichen Chat in dem diese Namensgebung und auch die Definition dieser Art von echter Demokratie diskutiert werden? Ich würde mich wirklich gerne einbringen.

  3. Diesem Beitrag begegnete ich zunächst bei Rubikon und ich dachte: „Ich ‚krieg‘ die Masern.“ Jetzt begegnete mir der Beitrag wieder hier bei KenFm. Ich las den Text also ein zweites Mal und er ließ
    mich nicht mehr los.
    Sprache, Bräuche, Kultur, Geschichte gehören dem Volk, vermittelt durch die Überlieferung. Sie zählen zum ‚Gedächtnis‘ eines Volkes. Was zu unserem Gedächtnis gehört, muss uns wichtig, vielleicht sogar überlebenswichtig vorkommen, denn sonst wäre es nicht immer noch präsent, bis heute ‚hängengeblieben‘. Erkenntnistheoretisch gesprochen, hat es sich offenbar bewährt.
    Meiner Meinung nach haben wir keinen Grund, unseren Traum, unsere Vision von Demokratie aufzugeben. Sie ist nach Prof. Mausfeld ebenso wie Kommunismus nie versucht worden. Ein neuer Begriff würde nichts als Verwirrung bringen unter all denen, die sich bisher gut verständigen konnten. Ich finde es schön, wenn oft schon nach ein paar Sätzen deutlich wird, woraus ein Vortragender, Schreibender schöpft, also was seinen Kompass prägt. Der Gebrauch von Begriffen hat eine Geschichte und man kommt nicht umhin, die wesentlichen Strömungen kennenzulernen.

    Einer/m Jugendlichen, der sich mit Fragen solcher Art beschäftigt, würde ich das Buch ‚Dom Helder Camara, die Bekehrungen eines Bischofs‘, aufgezeichnet von José de Broucker, Peter Hammer Verlag, 1977, zu lesen empfehlen. Es ist eine Art persönliche Entwicklung im Umfeld einer kulturell – religiös – politischen Entwicklung Brasiliens. Stichworte wie Recife, Medellin, 2. Vatikan. Konzil unter Johannes XXIII, Ernesto Cardenal, brachten enorm viel in den Köpfen dort wie hier in Bewegung. Paulo Freires Befreiungspädagogik – am 07.12.18 in Rubikon vorgestellt durch Margit Geilenbrügge, kannte ich bisher nicht, danke ihr – gehören wohl hier her.
    Zwei Zitate von Camara: S. 56 „waren wir uns darüber klargeworden, dass wir dem Volk und besonders den Einfachsten, Niedersten, Kleinsten gegenüber Fremdlinge waren und sind, wir alle. Wir müssen die Sprache der Menschen wieder lernen, und nicht nur die Sprache: auch ihre Art zu leben. Wir verließen das Seminar mit einem zu logischen Kopf. Wir waren Cartesianer. Wir dachten in Prämissen und Konklusionen, wir waren Syllogisten. Menschen denken nicht so. Der Zusammenprall mit der Realität hat uns aufgerüttelt.“
    Das spricht überhaupt nicht gegen präzise Begriffe, im Gegenteil. Aber man sollte in der Lage sein, das Gemeinte und Gesagte herunterzubrechen auf die jeweilige Sprachebene derer, die man erreichen will.
    S. 70 „Sie sehen, die politische Revolution hatte große Ideen, konnte jedoch nicht viel verändern. Zu gleicher Zeit fand eine kulturelle Revolution durch eine Gruppe junger Schriftsteller und Künstler statt… (diese) wollten, dass die brasilianische Literatur so geschrieben wird, wie man in Brasilien spricht, nicht mehr, wie bisher vorgeschrieben, wie man in Portugal spricht…“ (sic, der Sprache der Kolonialherren).
    Wie wichtig der Zusammenhang Sprache – Kultur – Politik ist, sieht man derzeit in der Ukraine. (Kinofilme in Englisch mit Untertiteln in der Landessprache, Verbot der russischen Sprache, jetzt wird von Poroschenko auch noch die Abspaltung von der russisch-orthodoxen Kirche betrieben.
    Noch eine Anmerkung zum Ursprung der Begriffe am Bsp. Kants:
    Petra Wild am 27.10.18 in Rubikon in ihrem ausgezeichneten Beitrag ‚Der Staatsfeind Nummer 1‘,
    im Abschnitt ‚Die Dalektik der Aufklärung‘ wörtlich:
    „Dass „die Aufklärung“ heute als gegen andere Kulturen gerichteter Kampfbegriff benutzt wird, bringt eine Wahrheit an den Tag, von der die Aufklärungsfetischisten lieber nichts wissen wollen: Mit der Aufklärung entwickelte sich auch der wissenschaftliche Rassismus.
    Historisch fallen der Aufstieg des Bürgertums, die Aufklärung als dessen Ideologie und die Entstehung des wissenschaftlich begründeten Rassismus zusammen. Die Entwicklung des Rassismus begann im 17. Jahrhundert; bis ins 19. Jahrhundert prägte er sich als vollentwickelter wissenschaftlicher Rassismus aus. Dieser spiegelte wider, dass der Aufstieg des Bürgertums
    einherging mit der Kolonisierung des Erdballs. „Rassismus entstand als Erklärungs- und Rechtfertigungsideologie der welthistorischen materiellen, militärischen und technischen Überlegenheit der Europäer seit ihrer Expansion in Übersee“ (45).
    Die ideologische Rechtfertigung dafür ging aus der Aufklärung hervor. Denn das Fortschrittsparadigma wurde auf die Entwicklung der Menschheit übertragen und das europäische Entwicklungs- und Zivilisationsmodell zum universal einzig gültigen Entwicklungsmodell erklärt. Der „aufgeklärte“, rationale weiße (besitzende) Europäer wurde zum Maßstab. Dadurch wurden
    die Menschen hierarchisiert und die Bevölkerungen der drei Kontinente zu Vorstufen der europäischen Entwicklung gemacht.
    Immanuel Kant schrieb in seiner Physischen Geographie in Paragraph 4 über den Menschen, „seinen übrigen angeborenen Eigenschaften nach, auf dem ganzen Erdboden erwogen“, unter anderem: „In den heißen Ländern reift der Mensch in allen Stücken früher, erreicht aber nicht die Vollkommenheit der temperierten Zonen. Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in
    der Race der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die Neger sind weit tiefer und am tiefsten steht ein Theil der amerikanischen Völkerschaften.
    Der Einwohner des gemäßigten Erdstriches, vornehmlich des mittleren Theiles desselben ist schöner an Körper, arbeitsamer, scherzhafter, gemäßigter in seinen Leidenschaften, verständiger als irgendeine Gattung in der Welt“ (46).“
    So weit Petra Wild und als Quellen führt sie an:
    (45) Geiss, Immanuel, Geschichte des Rassismus, Frankfurt/Main 1989, 2. Aufl. S. 15
    (46) Kant zit. in: Melber, Henning, Rassismus und eurozentrisches Zivilisationsmodell. Zur Entwicklungsgeschichte des kolonialen Blickes, in: Autrata, Otger; Kaschuba, Gerrit; Leiprecht, Rudolf; Wolf, Cornelia (Hg.), Theorien über Rassismus, Hamburg 1990 (2.Auflage), S. 32f.; siehe auch: Hund, Wulf D., It must come from Europe. The Racism of Immanuel Kant, in: Hund, Wulf D.; Koller, Christian; Zimmermann, Moshe (Hg.), Racisms made in Germany, Münster 2011, S. 70-98.

    Diese Meinung Kants zeigt an, dass er ein Mensch in seiner Zeit war, sie gibt uns heute aber keinen Anlass an seinem Werk und seinen für uns so wichtigen Sätzen zur Begründung unseres universellen Humanismus ‚zu flicken‘.
    Petra Wild zeigt uns aber auf, dass es keinen Grund gibt, hochmütig auf ganz andere Kulturen herabzublicken und (was nach all dem Gesagten selbstverständlich sein müsste), wir heutige Praxis genauso kritisieren dürfen wie die gesellschaftliche Praxis zu Kants Zeit.

    • Es wäre aber schon wichtig, dass wir „unsere Vision von Demokratie“ definieren, um Missverständnisse zu vermeiden. Für Demokratie heißt das für mich:
      -Ein Mitspracherecht jedes Einzelnen bei jeder ihn betreffenden Frage zu gewährleisten.-
      Und das ginge nur über Volksabstimmungen, was mittels Internet ja auch machbar sein müsste.
      Die Dialektik der Aufklärung beinhaltet ja auch die Frage, ob Aufklärung, wenn es das Herrschaftswissen des Aufklärers tangiert, noch möglich ist, ohne in Selbstaufgabe, zumindest Selbstbeschädigung zu geraten. Die Aufklärung hört da auf, wo sie gegen den Aufklärer verwendet werden kann. (Stichworte: (Erpressbarkeit, Wirtschaftsspionage).

  4. Das Wort „Demokratie“ ist ja in sich schon verlogen, weil jeder weiß, die „Men(sch)schaft (statt Herrschaft) aller Bürger(innen) eines Staates wird es vermutlich nie geben. Das frieden (statt kriegen) wir nicht hin.
    Eine Menschaft der Wenigen (Oligarchie), wäre für mich auch akzeptabel, aber nur wenn die Menschenden für alle sichtbar wären und nicht, wie in Deutschland, die Menschenden ihre Angestellten als Menschaft vorführt. Also die Bundesregierung.
    Für mich hat auch Gaddafi vorbildlich gemenscht. Er hat in den über 40 Jahren seiner Menschaft, zu einer vorbildlichen Sozialpolitik und Gleichberechtigung der Geschlechter gefunden.
    Die Staatsform ist für mich also unerheblich.
    Die Frage ist, kann das Staatsvolk, ob im Osten oder Westen, ob im Süden oder Norden, zur Menschheitsfamilie gedeihen.
    Erst dann ist vielleicht so was wie Demokratie durch Volksentscheide zu allen Fragen, die das Individuum betreffen, überall möglich.

  5. ich möchte mich gerne an der Diskussion beteiligen: Ein neuer Begriff wird’s nach meiner Meinung nicht bringen. Der Begriff Demokratie ist so alt und so gebraucht und verbraucht, dass mann ihn nicht ersetzen kann. Er hat sich eingebrannt in unsere Geschichte und Kultur. Er schillert in allen Nuancen positiv und negativ. Wir sollten ihn behalten, denn jeder weiß sofort, was er bedeutet. Auch wenn jeder etwas anderes darunter versteht. Für Demokratie haben Menschen gekämpft, sind gestorben und einige sogar verherrlicht worden. Diesen Begriff zu ändern wäre so, als wolle man für die Begriffe „Welt“ oder „Liebe“ oder „ich“ neue Worte suchen. Finden wir uns damit ab, dass die Welt kompliziert ist. Und Demokratie etwas, das wir immer suchen und anstreben können und es doch nie erreichen.

    • Sprache soll ja Verständigung ermöglichen. Wenn jeder unter einem Begriff was anderes versteht, in dem Fall: „Demokratie“, reden wir aneinander vorbei. Das ist heute leider so und von der Menschaft (veraltet: Herrschaft) auch so gewollt. Deshalb dürfen zentrale Begriffe nicht mehrdeutig sein.

  6. Ich finde es super wenn über Demokratie kritisch nachgedacht wird. In diesem Begriff steckt viel Nebulöses. Hier im Beitrag werden die Wortwurzeln kritisch verfolgt. Noch lieber möchte ich aber die Inhalte kritisch betrachten.

    Muss ich wirklich überall mitbestimmen?
    Wo fehlt es mir auf der anderen Seite an Mitbestimmung?

    Natürlich habe ich das Bedürfnis Anderen meine Welt vorzustellen. Es freut mich immer, wenn jemand Anderer einen Anstoss von mir brauchen kann. Genau dieser Andere ist aber ein Feld, wo ich nicht mitbestimmen muss. Da wird er doch selber besser wissen, wohin er geht. Falls er doch Ideen von mir aufgreift, dann doch niemals, weil ich es bestimmt habe, sondern weil er selber etwas davon aufgreifen wollte. Hier treffe ich auf einen anderen Geist. Ein Geist kann nur autonom sein, ansonsten ist er ein gesteuertes Gespenst. Spätestens dann kann Mitbestimmung sehr gespenstisch werden. Mann könnte auch propagandistisch oder manipulativ als Bezeichnung verwenden.

    In der Welt der Ideen, der Kunst und der Wissenschaft kann man nur anregen. Da vorschreiben oder gar demokratisch bestimmen zu wollen wäre komplett Grenzen verletzend. Wenn in der Wissenschaft demokratisch abstimmt wird, ob es eine Klimaerwärmung gibt oder nicht, wird es zumindest sehr problematisch.

    Ganz anders sieht es aus, wenn Menschen zusammen bestimmen, wie und von welchen Mitteln nun Geld für Alterspflege, Schulen oder Strassen ausgeben werden sollen. Da ist Demokratie das einzig richtige.

    Mitbestimmung, ein für mich schöneres Wort für Demokratie, ist also weder richtig noch falsch. Die Frage lautet viel mehr wo ist sie angebracht und wo nicht.

    Neben Mitbestimmung gibt es ja auch noch die Beteiligung. Auch da müsste man darüber nachdenken, ob sie immer angebracht ist, oder wo sie mehr gefördert werden könnte.

    Ist zum Beispiel das wirklich Schöne an mittelalterlichen Kathedralen gerade die Mischung von Symmetrie und beidseitiger Verschiedenheit. Der Bauführer hatte das Kommando für die Statik, der Arbeiter aber konnte seine Ecken selbständig mit Geschichten aus der Heilslehre gestalten.
    Eine Autobahn Brücke muss von einem Kopf berechnet werden. Wieso aber dürfen da nicht Jugendliche diese Arbeit mit Farben weiter ausgestalten?

    Viele Begriffe sind weder schlecht noch gut. Häufig werden sie nur im falschen Zusammenhang propagiert.

    Das unrevolutionäre an der Französischen Revolution waren nicht ihre Forderungen. Die waren sogar höchst Wegweisend.
    Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
    Unrevolutionär war nur die Idee alle drei wieder in einen Staat zu stopfen.

    Die Gleichheit ist im Staat die Wegweisende Maxime. Nur auf Gleichheit kann ein Staat aufbauen.

    Die Freiheit aber kann nur jeder Mensch selber aus sich heraus ergreifen. Gleichheit im Individuellen ist gerade zu Gift oder reine Modeerscheinung.

    Extrem giftig wird die Freiheit auch in der Wirtschaft, wie es uns die Kartelle ja gerade zu diktatorisch vor demonstrieren. Die Freiheit der Konzerne ist das Gegenteil von Freiheit, das ist Korruption in Reinkultur, die sprichwörtliche Freiheit des Stärkeren.
    Da wiederum wäre Brüderlich und Schwesterlichkeit die oberste Maxime, und natürlich die Beteiligung, wie man sie in Genossenschaften finden kann.

    Danke an Nina Forberger und Carsten Forberger für den Verhärtungen aufbrechenden Beitrag!

    • Sie fragen: „Muss ich wirklich überall mitbestimmen?
      Wo fehlt es mir auf der anderen Seite an Mitbestimmung?“
      Über die Dinge, die mich betreffen, möchte ich schon mitbestimmen. Das ist z.B. mein Lohn, meine Steuern, meine Wohnung, usw.
      Sie schreiben: „Wenn in der Wissenschaft demokratisch abstimmt wird, ob es eine Klimaerwärmung gibt oder nicht, wird es zumindest sehr problematisch.“
      Die Frage stellt sich so doch nicht. Die Klimaerwärmung gibt es, die Frage ist: In wie weit ist sie von Menschen gemacht. Und da darf nicht nur, da muss die offizielle Meinung bezweifelt werden.
      Gleichheit definiere ich als Gleichwertigkeit und Gleichbehandlung.
      Das geben aber unsere Gesetze nicht her. Sie werden meist, wenn es ums Geld geht, von der Rechtsabteilung der Großbanken geschrieben und sind für die Verteilungsauswüchse zugunsten der Reichen verantwortlich.
      Ohne Gleichbehandlung bleibt die Verwirklichung der Menschheitsfamilie ein Traum.

    • Lieber blauersalamander

      Danke für Ihre Antwort!

      Es ist nicht einfach zu schreiben wieso ich in gewissen Bereichen hinter Demokratie ein Fragezeichen setze.
      Falls sie nicht wie ich aus dem Demokratie Paradies Schweiz stammen, könnte das noch schwieriger sein um es nach zu vollziehen.
      In Deutschland gibt es in meinen Augen so gut wie keine Demokratie. Da gehe ich mit Ihnen voll und ganz einig, das ist entschieden zu wenig!!!!

      Mir geht es nur darum in den Raum zu stellen, dass Demokratie nicht überall eine gute Lösung sein kann.
      Wenn es um die Bildung geht, denke ich, muss die Entwicklung der Schüler und Studenten sich an den Fähigkeiten dieser Menschen ausrichten und nicht nach Wirtschaftsinteressen und auch nicht nach demokratischen Staatsinteressen. Es braucht in meinen Augen keine einheitlichen Schulabschlüsse und Studienabschlüsse, nur damit Konzerne Leute anhand von Zertifikaten ohne diese Menschen je richtig angeschaut zu haben einstellen und abgreifen können. Da wird in meinen Augen besser auf die alt bewährte Probezeit zurück gegriffen So könnte ein zu stark auf Einheitlichkeit gestützter Lehrplan wieder aufgelockert werden. Lehrer könnten wieder mehr auf jeden einzelnen sich Bildenden eingehen. Da sollte weder der Staat noch die Wirtschaft tonangebend sein, sondern nur die Kompetenz der Lehrer, der Eltern und die noch schlummernden Fähigkeiten der Schüler.
      Gleiches gilt in der Wissenschaft. Wenn auch nur ein Wissenschaftler beweisen kann, das Co2 nicht die zuerst angenommen Rolle spielt im Klima, helfen tausende auf dem falschen Dampfer fahrende Wissenschaftler nicht, um die Wahrheit zu ändern. Ich bin kein Wissenschaftler. Ich weiss nicht wer nun Recht hat. Aber abstimmen hilft da der Wahrheitsfindung sicher nicht weiter. Niemand käme auf die Idee darüber abzustimmen ob nun drei und vier sieben gibt. In der Mathematik gibt es keinen Platz für Demokratie. Auch in der Kunst wird Demokratie kein Sinn machen. Bildung, Wissenschaft und Kunst müssen sich autonom entwickeln können ohne Herrschaft von aussen. Da wird sowohl ein Diktat der Wirtschaft schaden wie ein Diktat des Staates. Nur die Beteiligten können darin stehend mit bestimmen. Es braucht in diesen Belangen Freiheit wie schon die französische Revolution richtig festgestellt hatte. Doch Freiheit darf es nie und nimmer im Recht geben. Da ist Gleichheit absolut zwingend und damit Demokratie das einzige Mittel um Recht zu formen. Und die fehlende Brüderlichkeit, die müsste eben in der Wirtschaft Boden fassen. Brüderlichkeit im Recht wäre nichts anderes als Mafiös. So gesehen kann sowohl Freiheit, wie Gleichheit und Brüderlichkeit am falschen Ort wirkend sehr schlimme Folgen haben.
      Haben wir aber die Freiheit im Geistesleben, die Gleichheit im Recht und die Brüderlichkeit in der Wirtschaft werde ich höchst selbst dafür auf die Barrikaden gehen.
      Diese sicher in ungeschickte Worte gefassten Gedanken stammen aus der Idee der Dreigliederung. Vielleicht finden Sie sonst wo im Netz jemand, der Ihnen die Dreigliederung in viel bessere Worte fassen kann als ich. Oder sie kommen ganz ohne den Kram aus. Auch recht!
      Ich danke Ihnen für ihre Antwort und wünsche Ihnen ein in jeder Hinsicht gutes neues Jahr. Und dass man Ihre Stimme hören wird!

    • Lieber Herr Züfle,
      Es ist nicht möglich, Themen wie Demokratie oder Wissenschaft in einem Leserbrief gerecht zu werden. Deshalb muss ich mich auf wenige Aspekte beschränken.
      Zur Demokratie: Sicher sind Volksentscheide, wie in der Schweiz ein Schritt zu mehr Demokratie. Aber es ist auffällig, dass dort häufig konservativ abgestimmt wird, was mir die Macht der Medien wieder vor Augen führt. Denn nicht die Veränderung zu wählen heißt ja, dass die bestehenden ungerechten Verhältnisse erhalten bleiben.
      Wer sind die Medien? Können deutsche Medienkonzerne wie Springer, Bertelsmann oder Burda noch vom Imperium, ( die PR- Abteilung des Pentagon), unabhängige Meinung verbreiten? Oder sind die Nachrichten- Agenturen, wie Reuters und dpa, als wesentlicher Zuträger der Medienkonzerne, aber auch die öffentlich rechtlichen Sender von der Pentagon PR- Abteilung unterwandert?
      Die einseitige Ausrichtung der Medien deutet auf Letzteres hin.
      Auch im Internet haben die Meinungsmanipulateure zunehmend Hochkonjunktur.
      Wirkliche Demokratie setzt unabhängiges Denken voraus, was es aus genannten Gründen nicht geben kann. Wir werden geführt, keine Frage.
      Wenn wir nicht erkennen was ist, können wir auch keine demokratischen Zustände schaffen.
      Zur Wissenschaft:
      Es gibt die verbreitete Meinung, dass Wissenschaft Wahrheit verkündet. Das kann sie nicht.
      Die neuesten Erkenntnisse sind nicht mehr als der letzte vorläufige Irrtum.
      Robert B. Laughlin Nobelpreisträger für Physik 1998 hat gesagt:
      „Man kann auf der ganzen Welt an keiner Universität Physik studieren, denn alles was dort unterrichtet wird, ist zur einen Hälfte widerlegt und zur anderen irrelevant. Die relevante Physik findet nur hinter den verschlossenen Türen der Industrie und der Rüstung statt.
      Die Forscher die dort arbeiten verwenden Naturgesetze, die den Universitätsprofessoren nicht bekannt sind.“
      Aber Franz Hörmann kann das besser erklären als ich.
      https://www.youtube.com/watch?v=nbXvVIa60U8
      ch wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr!

  7. Drei Fragen: was ist hier ‚Wir‘, was ist gemeint mit ‚wirklich‘, und was ist ‚Demokratie‘ ?
    Darüber kann lange geschrieben werden.

    Klar ist für mich das Worte, Begriffe, wie ‚Populist‘, ‚Neonazi‘, ‚extrem rechts‘, ‚Rassismus‘, zusammen mit ‚politisch korrekt‘, deutlich machen das Demokratie nur so lange gewollt ist als die grosse Mehrheit politisch korrekt bleibt.
    Demokratie ist für mich nicht einmal in die vier Jahre wählen, und dann Beschlusse nehmen ohne zu überzeugen, ohne Debatte, ohne Kompromiss.

    Seit 2005, Lissabon, gibt es keine Demokratie mehr.
    Beschlüsse werden in Brussel genommen, Regierungen von kleine Länder tun was Brussel sagt.
    Deutschland eine Ausnahme, Merkel ist die Kaiserin vom EU.

    Das heute Demokratie nirgends mehr funktioniert sehen wir in Frankreich und in die USA.
    Macron wurde gewählt, kein Zweifel darüber, aber zwei drittel der Franzosen wollen seinen Rücktritt.
    Trump wurde gewählt, aber die alte antidemokratische Kräfte in die USA tun alles um ihn das regieren unmöglich zu machen.
    In Deutschland funktioniert die Verfassungsschutz wie eine tsaristische Geheimpolizei.

    Die Niederlände waren für mich ein demokratisches Land, der Anfang vom Ende war für mich, zurück sehend, etwa 1995, als Kok ohne jemand etwas zu sagen, nicht das Parlement, nicht die Bürger, beschloss in Zukunft der Euro als Währung zu haben.

    http://www.federalists.eu/uef/library/books/the-ventotene-manifesto/
    Eine Beschreibung der totalitaire EU.

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