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Zionistische Besatzung und Vertreibung fordert ihren Tribut!

Von Evelyn Hecht-Galinski.

Reflexartig haben Netanjahu und sein Regime auf den Anschlag in Jerusalem reagiert. Schnell war Netanjahu vor Ort, um sich als Macher zu produzieren. Er wusste auch sofort eine Verbindung zwischen dem IS und dem palästinensischen Täter, dem 28 Jahre alten Fadi al Hanbar, einem Familienvater aus Dschaba, einem illegal besetzten Teil Ost-Jerusalems, zu konstruieren. Wie Netanjahu wohl darauf kam, bleibt schleierhaft, denn nicht der IS ist das Problem in Israel und Palästina, sondern die illegale, seit Jahrzehnten anhaltende Besatzung Palästinas und die Vertreibung von Palästinensern.

Hatte es dieser junge Palästinenser nicht am eigenen Leib erfahren? Gerade erst aus dem Gefängnis in Israel entlassen, wo er natürlich wegen „Terrorismus“-Verdachts eingesessen hatte. Zur Zeit sitzen mehr als 6.000 Palästinenser in israelischer Willkürhaft. So gut wie jede palästinensische Familie hat Angehörige, die in Haft waren oder immer noch sind, viele ohne Anklage! Brutal werden sie gefoltert und unter unmenschlichen Haftbedingungen eingesperrt. Auch Frauen, Alte und Jugendliche, ja sogar Kinder, werden nicht verschont. Das Besatzer-Regime scheut auch nicht vor Folter zurück; in Israel/Palästina erledigt das der berüchtigte Inlandsgeheimdienst Schin Beth, und der Mossad, der mehr als bekannte Auslandskollege, erledigt die Morde und Verbrechen weltweit. Außergerichtliche Hinrichtungen in Palästina durch die „jüdische Verteidigungsarmee“ und gezielte Morde des Mossad überall, wo sich der „Jüdische Staat“ die Lizenz zum Töten nimmt.

Muss man sich eigentlich noch darüber wundern, dass es zu Anschlägen kommt? Und explizit gegen Soldaten, die sich pikanterweise auf einer Bus-Tour durch Jerusalem befanden. Schließlich müssen sich diese Offiziersanwärter darauf vorbereiten, wo sie besonders gebraucht werden, und wo sie ihre Repressalien und Einsätze gegen die Palästinenser durchzuführen haben. Im besetzten Ost-Jerusalem herrscht ein besonderes Klima. Es ist die Angst der Palästinenser, dass ihnen nach dem 20. Januar, wenn der neu gewählte US-Präsident Trump heißt, noch schlimmeres bevorsteht. Wird Trump seine Ankündigung wahr machen, dass unter ihm und dem kommenden US-Botschafter im „Jüdischen Staat“, dem rechtsradikalen Siedlungsunterstützer und orthodoxen Juden David Friedman der gegen das Völkerrecht gerichtete Umzug von Tel Aviv nach Jerusalem bevorsteht? Das wäre eine Provokation der schlimmsten Art, zementiert er doch den illegitimen Anspruch der jüdischen zionistisch-faschistischen Hardliner auf ihre eingebildete „ewig ungeteilte Hauptstadt“ des „Jüdischen Staates“.

Kann man es Palästinensern, die unter solchen Voraussetzungen leben müssen und die jetzt auch noch um den Haram al-Sharif, um die al-Aqsa Moschee bangen müssen, da extremistische Judaisten, unterstützt vom Umfeld verschiedener Personen des Netanjahu-Regimes planen, auf diesem moslemischen Heiligtum und Areal einen neuen jüdischen Tempel zu bauen. Schon kurz nach dem Anschlag beschloss das Netanjahu-Regime, IS-Anhänger im „Jüdischen Staat“ ohne Anklage festzuhalten. Diese sogenannte Administrativhaft ist allerdings schon seit Jahrzehnten eine bekannte Praxis gegen unliebsame Palästinenser. Diese illegale Haft ohne Anklage soll jetzt von sechs auf neun Monate verlängert werden. Proteste von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, B`Tselem, oder Human Rights Watch verhallten ungehört, und auch die sogenannte „Werte“gemeinschaft hüllt sich dazu in feiges Schweigen!

Schon wurden fünf Familienmitglieder des Anschlagtäters verhaftet, sein Haus soll schon bald zerstört werden und sein Leichnam soll irgendwo im Geheimen beerdigt werden, ohne ihn der Familie zu überlassen. Auch Anträge auf Familienzusammenführung mit Einwohnern des Gazastreifens wurden vom Sicherheitskabinett nicht gestattet.

Sippenhaft und ungesetzliche Häuserzerstörungen – auch dieses Unrecht lässt die westliche Staatengemeinschaft zu! Gerade Deutschland, das sich immer so gerne seiner Vergangenheit erinnert, wenn es um den „Jüdischen Staat“ geht, sollte sich seiner schon überstrapazierten Phrase der „besonderen Verantwortung“ bewusst sein und diese Verantwortung endlich auch zu übernehmen.

Anstatt die illegale jüdische Besatzung Palästinas weiter zu fördern, sollten Merkel und Steinmeier diese faschistischen Methoden als Verbrechen gegen die Menschlichkeit brandmarken und die „jüdischen Freunde“ stoppen in ihrem Besatzungsterroreifer! Proteste von Deutschland, den USA oder der EU sind nicht zu hören, und während sie nach Anschlägen in Israel Beileidsbekundungen aussprechen, werden palästinensische Opfer nur als Terroristen wahrgenommen.

Durch dieses himmelschreiende Unrecht wird es nie Frieden geben, denn nur wenn endlich die illegale Besatzung als Hauptursache des palästinensischen legitimen Widerstands von der heuchlerischen „Werte“gemeinschaft unter „christlich-jüdischer“ Führung wahrgenommen wird, kann es Ruhe geben.

Warum soll dieser Widerstand gegen eine Besatzungsmacht eigentlich terroristisch sein? Ach, wäre dieser Widerstand nur möglich gewesen in Deutschland unter dem Nazi-Terror! Zweierlei Maß ist immer ein schlechter Ratgeber, wer politisch so handelt kann nur scheitern. Dass Netanjahu, der bis zum Hals im Korruptionssumpf steckt, jede Gelegenheit sucht, um von sich abzulenken, ist klar, aber die Staatengemeinschaft darf dieses unwürdige Spiel nicht weiter mitmachen und unterstützen.

Dieses zionistische Regime und ein Land, das in einem moralischen Sumpf versunken ist, wo ein Soldat einen verletzt am Boden liegenden wehrlosen Palästinenser kaltblütig ermordet, und die Mehrheit der Bevölkerung diesen Mörder auch noch als Held feiert und Netanjahu ihn als Held und mutiger Kämpfer gegen den Terrorismus würdigt, stinkt vom Kopf her bis zum Schwanz und hat jedes demokratische Recht verwirkt. Unverständlicherweise hat das Militärgericht nur auf Totschlag verurteilt und nicht auf Mord. Der Super-Gau wäre, wenn dieser Mörder-Soldat Azaria noch begnadigt würde!

Natürlich hat dieser Anschlag überhaupt nichts mit Paris, Nizza, Berlin oder sonst wo gemein, wie es Netanjahu und auch westliche Politiker gerne darstellen möchten, denn im illegal besetzten Palästina ist das jahrzehntelange Unrecht der Besatzung der Nährboden, der diese hoffnungslosen, gedemütigten und verzweifelten Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, zu Tätern werden lässt.

So verfolgt Netanjahu nur ein Interesse, nämlich sich und seine Machtpolitik zu erhalten, und der den Iran, die Hisbollah und die Hamas im Visier hat, und während er in Syrien zündelt, unterstützt er die al-Nusra Terroristen und packt die Gelegenheit beim Schopfe und verknüpft den IS, der im „Jüdischen Staat“ gar nicht präsent ist, mit den Palästinensern, um diese zu delegitimieren und sich als heldenhaften Kämpfer im Anti-Terrorkampf darzustellen.

Das ist schändlich und wird noch schändlicher, wenn westliche Politiker wie der französische Ministerpräsident Hollande am französischen Parlament vorbei die gezielten Tötungen Frankreichs billigt und diese schon seit 2013 in Afrika und dem Nahen Osten mit Drohnen durchführen lässt. Auf einer Tötungsliste sollen von 17 Namen noch 13 übrig sein! Willkommen im Club derjenigen mit einer Lizenz zum Töten! Mit dieser Politik, die Deutschland und andere westlich Allianzpartner fleißig unterstützen, fördern und bomben wir förmlich den Terror herbei, und solange diese Ursache vertuscht wird, rückt uns als Antwort der Gegen-Terror immer näher.

Es kann nicht sein, dass der westliche Kampf der Kulturen den Islam und Muslime verfolgt, während die „Werte der christlich-jüdischen“ Leitkultur angebliche Heilsbringer sind.

Ich sage es als Berlinerin, ich empfinde es als völlig unpassend das Brandenburger Tor mit der David Stern Flagge, der Flagge des Saymbols der illegalen Besatzung Palästinas anzustrahlen! (1)

Zionistische Besatzung und Vertreibung fordert ihren Tribut!

Wo Besatzung zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Dieser Text erschien zuerst auf der Seite „Sicht vom Hochblauen“: http://sicht-vom-hochblauen.de/zionistische-besatzung-und-vertreibung-fordert-ihren-tribut/

Danke an die Autorin für das Recht der Zweitverwertung.

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

4 Kommentare zu: “Zionistische Besatzung und Vertreibung fordert ihren Tribut!

    • Es kann keine ‚friedliche‘ Lösung geben, das ist Augenwischerei.
      ‚Friedlich‘ würde ja bedeuten ‚ohne Konfrontation‘ und die ist bei dem Thema ja nun sattsam bekannt unvermeidlich, da politischer wie religiöser Fanatismus der Verantwortlichen in Israel dies von vorneherein zunichte macht.
      ‚Friedlich‘ impliziert die Möglichkeit der Kooptation, die hier aber weder angedacht, noch erwünscht ist, sondern maximal sabotiert wird.

      Dazu kommt erschwerend:
      Selbst gesetzt des absolut hypotethischen Falles, dass Israel seine Siedlungen zurück nähme, sich aus besetzten Gebieten zurückzöge und sich jegliche Einmischung in politische und wirtschaftliche Belange verböte – selbst dann bliebe die ‚Palästinensische Idee‘ nicht mehr als eine rundherum gescheiterte Bewegung, da ein Staat ‚Palästina‘ (or wse.) überhaupt nicht lebensfähig wäre und durch Hardliner (die ja selbst im Falle einer ‚Einigung‘ nicht verschwinden!) leicht zu sabotieren und auf den Status eines 4.Welt-Landes degradiert zu halten und damit endgültig gescheitert wäre!

      Die usurpierten Bohrrechte vor der Küste werden niemals aufgegeben werden, dazu braucht Israel die viel zu sehr selbst und wovon soll sich dann der ‚Staat P.‘ z.B. finanzieren?

      Die Wasserversorgung wird einfach wirtschaftlich sabotiert, indem dann Preise verlangt werden wie sie die freie Marktwirtschaft diktiert und die liegt außerhalb des Gebietes vom ‚Staate P.‘, denn das Wasser sprudelt ja nicht dort vor Ort.

      Dazu käme die Übernahme von durch Israel geschaffener Infrastruktur, die abbezahlt werden müsste (Israel wird garantiert nichts verschenken!).

      Israel muss dann nur noch für Palästinenser die Arbeit in Israel verunmöglichen (ganz legal) … uuuund …tschüß.
      Syrien ist im Eimer und Jordanien pfeift aus dem letzten Loch und Ägypten steht selbst am Rande einer Katastrophe – wohin also dann, woher kommt Hilfe und wie soll das weiter gehen, wie lange soll das u.U. alimentiert werden und von wem??

      Was ist mit den beiden Parteien Fatah und Hamas?
      Diese beiden Gruppierungen werden sicher niemals kooperieren, sondern jede für sich versuchen, den Kuchen – naja, eher das Fladenbrot – für sich zu vereinnahmen, da bekanntermaßen beide von gegensätzlichen Interessengruppen außerhalb des ‚States P‘ finanziert werden, die das friedlich nicht zulassen werden – warum auch?

      Es existieren ja noch nicht einmal ratifizierte Abkommensvorschläge zu diesen Problemblöcken und da sollen BDS-Maßnahmen irgendetwas bewirken? Ja was eigentlich?
      Das ist ungefähr so als würde man Flamen und Wallonen oder Irland und Nord-Irland so zwingen wollen, sich zu einigen?
      UND DAS FUNKTIONIERT JA NOCH NICHT MAL IN BELGIEN!!!

      Ohne ein umfassendes Verständnis der komplexen, verworrenen und geklitterten Zusammenhänge ist BDS wie die Jagd mit Schrotflinten auf den Hasen bei Neumond und Nebel mit 3 Promille im Blut….

  1. Mäh und Bäh!

    Langer Rede kurzer Sinn: Israels Palästina-‚Politik‘ ist ‚Bäh!‘ und der Westen sagt dazu ‚Mäh!‘.

    Die beschriebenen Zustände sind skandalös, haben mit einem ordentlichen Rechtswesen nichts gemein und die Methoden zur Sicherung der Eigeninteressen auf Kosten vieler Unschuldiger sind maximal korrupt.
    Das geht jetzt so seit spätestens 1948, wird seitdem beklagt und … ungerührt wie ungehindert fortgesetzt (siehe etwa permanente Ignoranz gegenüber UN-Resolutionen zum Thema etc.).

    Was lese jetzt ICH aus solch einer Bilanz?:
    Wenn etwas ca. 70 Jahre lang zum Standard gemacht wird, dann ist dies zweifellos ein Abbild der tatsächlichen Verfasstheit weiter Teile der Nationen, die diesen Standard vorsätzlich mittragen, indem sie ihn aktiv unterstützen oder passiv dulden.

    Es wirft somit die grundsätzliche, ketzterische Frage auf, was es denn eigentlich so auf sich hat mit den propagierten ‚westliche Werten‚?!
    Diese ‚westlichen Werte‚, die sich viele auf die Fahne, in die Verfassungen und das Grundgesetz geschrieben haben, werden aufgrund solcher Unrecht-Standards auf das Niveau von ‚Mafia-Ehren-Geschwätz‘ degradiert!

    Es erhebt sich folgerichtig also die Frage:
    Wenn sich die Standards zweier Bezugssysteme in Art und Weise, sowie Ergebnis gleichen – sind sie dann nicht im Grunde identisch?!

    Es erhebt sich daraus wiederum folgerichtig die Frage:
    Ist es nicht so, dass – wie im kalabrischen Dorf eine ‚demokratischeMehrheit der Bürger durch schweigsames Dulden die Mafia die Oberhand gewinnen lässt und ihr quasi-rechtlichen Status verleiht, indem diese so über dem eigentlichen Gesetz stehen kann – auch die Bürger der an diesen widerrechtlichen Standards beteiligten Nationen ihren Anteil am Unrecht haben, dergestalt, dass sie widerstandslos die Umdeklarierung von Unrecht zu Recht hinnehmen und schweigen?!

    …letztlich so auch die Aushöhlung und den Ausverkauf ihrer ‚heimatlichen‘ Rechtsstandards billigend dulden und so ihr eigenes Zuhause in ein Gefängnis der Willkür umwandeln, indem sie möglicherweise schon sehr bald ebenso behandelt werden wie die, deren Schicksal sie bis dato relativ unberührt ließ?!
    Wie sagte der unsägliche Stussmeister Peter Struck als Verteidigungsminister weiland:
    „Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt!“
    Ich sage:
    „Die Menschenrechte Deutschlands werden entweder auch in Palästina verteidigt oder eben auch bei uns scheitern!“

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