ZUR SACHE: China – Greift der Drache nach der Pole-Position?

Heute präsentieren wir die Premiere unseres neuen Formats „ZUR SACHE“.

Bei diesem Format geht es im wahrsten Sinne des Wortes ans Eingemachte. Gäste mit unterschiedlichsten persönlichen Hintergründen stellen sich der Debatte zu brandaktuellen politischen Themen – eine packende Darbietung „lebendiger Demokratie“.

Es existieren geo- wie gesellschaftspolitische Ereignisse, die in den klassischen Medien wenig bis keinerlei Erwähnung erfahren.

Ob bewusst so gehandelt wird, oder ob es vermeintlich keinerlei Interesse für entsprechende Themen gibt, obliegt der Einschätzung des Betrachters.

KenFM möchte mit diesem Format diese Lücke schließen und in regelmäßigen Abständen die vom Mainstream vernachlässigten Themen den interessierten Zuschauern zukommen lassen.

Das Thema der ersten Sendung lautet: China – Greift der Drache nach der Pole-Position?

China, das unbekannte Riesenreich mit 1,4 Milliarden Bewohnern. Jeder fünfte Mensch auf diesem Planeten ist ein Chinese.

Allein durch diese Tatsache stellen sich Fragen:

Was bedeutet das Projekt „One Belt, One Road“? Warum baut China in Thüringen eine Batteriefabrik? Wie ist das momentane Verhältnis von Russland zu China? Was sind die Folgen für Europa, bei einem Handelskrieg zwischen den USA und China? China: eine Konfliktregion oder die kommende Wirtschaftssupermacht?

Als Diskussionsteilnehmer waren im Studio:

  • Ernst Wolff: Journalist und Finanzexperte
  • Florian Kirner: Historiker und Politischer Aktivist
  • Claudio Grass: Unternehmer und Publizist

Inhaltsübersicht:

00:01:21 Die Historie Chinas und seiner Verbindungen mit dem Westen

00:15:37 Alte und neue Bindungen zwischen Währungen und Erdöl

00:26:52 Die russisch-chinesischen Beziehungen

00:41:03 Die Brennpunkte Nordkorea und Iran bei der Verschiebung globaler Machtansprüche

01:09:47 Chancen und Risiken der aktuellen Situation

Buchempfehlungen aus der Sendung:

Carroll Quigley: Tragödie und Hoffnung

Zbigniew Brzezinski: Die einzige Weltmacht

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42 Kommentare zu: “ZUR SACHE: China – Greift der Drache nach der Pole-Position?

  1. Ich hatte es schon mal geschrieben, aber mein Kommentar wurde von KenFM gelöscht. Wenn dieser Kommentar auch wieder gelöscht wird, werde ich nie wieder an KenFM etwas spenden. Ken spricht immer vom Pluralismus der Meinungen. Warum werden dann hier Beiträge gelöscht?

    Das neue Format ist interessant. Der Ernst Wolff ist klar der interessanteste Gast. Auch der Herr Kirner ist sehr gut. Aber der Herr Grass kommt nicht zur Sache. Er hat mich gelangweilt.

    Ich wünsche mir für zukünftige Sendungen mal eine über Venezuela und eine über den Jemen.

  2. Einen Tag später muss ich, nachdem ich hier in den Kommentaren viel Kritik gelesen habe doch für mich grundsätzlich feststellen, dass es ganz erfrischend ist, den Versuch mitzuerleben, China mal aus einer neuen Sichtachse zu betrachten. Vielleicht finden wir wie so oft bei KenFM noch ein paar neue Perspektiven.

  3. Kann China wirklich verstanden werden? Wer will -wie und was- verstanden und gedeutet haben? Kann der Europäer sich selbst verstehen? Es sind Ideologie-Kämpfe wider besseren Wissens, denn der Verstand wird immer nur die halbe Wahrheit begreifen …. aber wie kann man sich den Dingen nähern?

    Hier liegen einer der bedeutensten Aufgaben für Mitteleuropa, denn die Bildung einer eigenen identität (geboren aus dem Zweifel) in der Fähigkeit unterschiedlichen Betrachtungen anzunehmen zwischen Ost und West. Europa (zumindest Mitteleuropa) gehört nicht dem Westen oder dem Osten! Hier herrscht ein riesiges Minenfeld, denn das wird mit „Größenwahn“ gleich gesetzt (wie es geschichtlich auch geschehen ist), aber die andere Seite der Medaille ist die prozesshafte Einbindung zwischen dem Austausch von Ost und West, also den rechtlichen Umgangsrahmen aus einem inneren Verständnis heraus. Leider wird Europa hier von innen und außen massiv angegriffen. Statt Verantwortung in mehr Rüstung und Kriegsbeteiligung zu sehen, sollten „wir“ Verantwortung im Verstehen der eigenen (wahrhaften) Identität im Umgang mit anderen Ländern erkennen.

    Während die „östliche Welt“ nach Oben strebt und die „westliche Welt“ sich nur noch machtpolitisch verbeißen kann, braucht es eine Mitte, die den Austausch unterschiedlicher Weltbilder vermittelt und den Austausch organisiert.

    Einer der wesentlichhen Fragen wird es sein:
    worin liegt der Unterschied zwischen westlichen und östlichen Denken? Ist diese Trennlinie überhaupt möglich, wenn wir bedenken wie unterschiedlich jedes Bündnis, jeder Kontinent, jedes Land, jeder Ort und Provinz sich gestaltet? ist ein Rechtssystem möglich, das sich von finanztechnischen u. wirtschaftlichen Fragen abkoppelt?

  4. Wärend ich morgen Haushalt mache und mir das Video anhöre, schrieb ich folgenden Youtubekommntar.
    Weil ich zu diesem Zeitpunkt keine Lust habe „genauer und struktiert sachlicher“ hier noch mal zu kommentieren, kopiere ich meinen „Youtubefrustkommentar“ mal hier rein.
    ———-
    https://www.youtube.com/watch?v=c_Rt7CsYZek
    Sind die KenFM-Zuschauen doch auch so dumm und unverständig wie die Mainstreammehrheit?
    Wie kann es für eine der inhaltlich uns sachlich schlechtesten Sendungen bei KenFM so viele „gefällt mir“s geben?

    Vorab: „Aua“. Kaum eine Sendung bei und mit Ken Jebsen ist inhaltlich schlechter als diese.
    Das Format ist toll. Mehr auch nicht. Bis auf den Herrn ganz rechts, kommt unter strich relativ Müll rüber.
    EInzelne Punkte man nennen muß, helfen nicht, wenn der recht so ungenau und system- und begriffsverprägt ist.
    Vielleicht hätte eine Runde mit „Rüdiger Lenz, Bernd Senf, und Andreas Popp“ mehr gebracht.
    Ja.. Es geht um China… nur ehrlich… wirklich ist bei dieser Sendung auch nichts rüber gekommen, was nicht bereits offensichtlich ist.
    Bei der Hälfte der Sendung überlege ich abzuschalten. Selten wird so ungenau disktuiert, daß es mir weh tut als würde ich die Tagesschau oder Maischberger anschauen…
    (Da ändert auch nichts, das wie bei Minute 38:30 mal eiwas „teilweise korrektes, nur unvollständiges“ mal deutlich gesagt wird.Der Herr der Rechts steht, ist überhaupt so der Einzige, dessen Äußerungen mal etwas die Grundlagen ansprechen)
    ———-

    1:05 Minute:
    „Wir wissen die Schweizer haben ein sehr neutralen Blick auf die Dinge“ (sinngemäß).

    Dies ist falsch. Die Schweizer haben zwar eine leichte Abweichung innerhalb des Staatssystems, es ist allerdings Grundlegend das gleiche System.
    Im Gegenteil, die Schweiz hängt sogar recht stark ab von den anderen Ländern, profitiert (wie Britannieren) sehr stark von den Finanzsystemen.
    Einem größeren Teil der Beherrschten in der Schweiz mag es nur besser gehen als Menschen aus anderen ländern, weil sie halt etwas weiter oben an der „Finanzabschöpfungsspitze“ sitzen und daher noch etwas mehr abfällt.
    Einen neutralen Blick haben sie ganz und gar nicht.

    07:30 Minute:
    Einen Staat mit einer 2000 jährigen Kontinuität. Und „einmalig“…
    Das ist eine verkürzte und falsche Interpretation.
    China heute ist nicht mal im Ansatz, daß was China damals war. China ist auch nicht 2000 Jahre lang eine Staat gewesen.
    Es gab viele „einmalige“ Gebiete… Die germanichen Gebiete, dann müßte man auch sagen „Deutschland“ sind genau so einmalig.
    Alles hat eine Kontinuität, und auch nicht. Han-Chinesen… nun ja, „sie fühlen sich so“? ODer sind sie es, auf Grund von Besetzung, Vertreitung und Unterdrückung?
    Und es wird über „Einheit“ gesprochen… Also ehrlich… Ich mag nicht so belesen und erfahren und gereist sein wie der Sprecher, nur gibt es dort auch ganz andere Angaben die andere Interpretationen zu lassen, die stimmiger erscheinen.

    Gab es vorher überhaupt EIN CHINA? Ich berzweifele das. Sehr vereinfachte leicht verprägte Darstellung.

    15:05: „Viele verstehen Geld noch immer nicht. Geld war immer ein hartes reales Gut“.
    Aua. Falsch. Geld war nie ein „Gut“.
    „Man hatte immer einen Anspruch auf Gold und Silber“…. herje.
    Also, nur weil sie das glauben, und es so erzählt wird, hat das noch lange nicht mit Realität zu tun.
    Geld war nie ein „reales Gut“. Es war auch nie ein Tauschmittel, usw.
    Ja ja, der Herr mag ja etwas offener Reden als die FED, kapiert hat er die Ursprünge und Tatsachen allerdings wohl auch nicht.
    Aua.

    21:00:
    Handlungsfähiger Staat. Nun ja. Das bedeutet, dort herrscht der Staat ausgeprägter durch Unterdrückung und Gewalt und die Bevölkerung macht nichts ausreichendes dagegen.
    Indigene Germanische Gebiete, heute u.a. BRD, ja auch wir werden durch ein Gewaltsystem beherrscht und unterdrückt. Bis vor kurzen waren aber noch immer Reste (seit wenigen JAhren kaum noch nennenswert) der alten stämmischen und völkischen freien und antitotalitären antityranischen Wesenzüge vorhanden. Die Wesenszüge sich gerne gegen Obrigkeiten auflehen, waren Urzeiten teil unserer Art.
    Das sei nur mal so angemerkt.

    23:00 MinuteNun ja. Er erzählt vielles was an sich korrekt ist, auf den ersten Blick.
    Nur in der BRD und China ist das bis heute noch so. Vertreibung, Unterdrückung und massakrieren ist heute noch Alltag.
    Die BRD ist ein Schundsystem. Es gibt nur einen realten Unterschied, den wohl auch dem Herrn entgeht:
    In der BRD (wie anderen Herrschaftsstaaten) ist das nur erstens so gut versteckt und zweitens so zur Normalität erklärt worden, das die Menschen gar nicht mehr merken oder sehen wie jedes JAhr in diesem LAnd zehntausende, verutlich Hundertausende sterben, früher sterben, VERtrieben werden und ihnen psychisceh und physische Gewalt angetan wird.
    Verstecken wir das hinter „Gesetzten“, Beamten, „Krankenkassen“, „Ärzten“, „Richtern“ usw. , dann wird auch dem unendlichen Schrecken in diesem Land und Staat auf einmal ständig dieses total falsch und verlogene „uns geht es ja relativ gut“.
    Emotional gesprochen: Scheiß drauf ihr asozialen Hurensöhne.
    Und wer die Menschen anschaut, sie empfindet, besondern die Kinder und Jugendlichen, dann seht ihr, dieses System ist eines der Schreckligsten überhaupt… da haben sich die MEnschen anscheinend im dritten Reich noch öfter wohl gefühlt….

    23:40 Miunte:
    Die Anmerkungen von Sprecher sind ja gut und wichtig. Versteht man allerdings dings auch nicht wirklich China und was da los ist.
    Von einer „Agarnation“ zu einer „führenden Industrienation“… also bitte, das ist ja nicht unbedingt ein Fortschritt!!!
    Das was dort Abhläuft ist eine Blase, nur nicht wie die Mehrheit meint. JA, dort wird unanbhängig von Finanzblasen wirklich ein „Industrieland“ augebaut.
    In erster Line wird dort aber ein PRivatland, ein Raumland aufgebaut.
    Die schrecklichen üblenen Dinge welche die westliche Welt tut, tun sie dort nur schneller.
    Na danke… Also, die Natur wird auch diese Raubblase früher oder später zerplatzen lassen.

    Unglaubliches Korruktiongeflecht. Das ist in der BRD erheblich größer.

    34: 00 Minute
    Auto. Jetzt wird es hart was der faselt.
    Zentrale Planung ist nicht schlechter als denzentrale Planung.
    Im Gegenteil. Es kommt nur auf die Umsetzung an.
    Und die Schweiz ist gar kein gutes Bespiel.
    AUch das der jetzt von „Privateigentum“ in China erzählt… auaaaa….
    Nicht umsonst heißt das übersetzt „Raubeigentum“.. tut mir leid, kein eine Sendung ist ungenauer und schlechter bei und mit KenFM.

    37:00
    Nur möglich weil die Macht zentralisiert ist.
    LAch. Damit hat das wenig zu tun. Bei uns ist es doch noch schlimmer. Das geht doch auf so vielen Wegen.

    Minuten danach,keine Lust mehr noch mehr Vereinfachungen usw. anzusprechen.

    Abschließend, die beiden links stehenden Diskutanten (Herr Jebsen nicht mit gezählt)
    „wissen viel, verstehen allerdings strukturell übergreifend und analytisch fast nichts bzw. nur oberflächlich“

    Besonders der ganz links steht ist so schrecklich. Neoliberalesgequatsche ohne Ende. Und keiner merkt es. „Wir brauchen Wettbewerb…“ die Lösung für alles!??? Wie dumm ist denn das.

  5. Insgesamt ganz gute Sendung, aber ich denke, so richtig verstanden hat China von den drei Herren noch keiner.

    Zum Beispiel wäre wichtig gewesen, darauf hinzuweisen, dass China binnen kürzester Zeit den Hunger im Land fast vollständig besiegt hat – das ist mindestens so bedeutend wie die Tatsache, dass es wirtschaftliche Unterschiede gibt, also eine Kluft zwischen Arm und Reich.

    1989 hat sich auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ kein Massaker ereignet. Das ist westliche Propaganda, die seltsamerweise, wenn es um China geht, auch von kritischen Geistern völlig unkritisch geglaubt wird. Hier ein lesenswerter Artikel, der Licht in die Sache bringt und zum Selberrecherchieren anregt. Ferner werden Zusammenhänge zu verwandten Ereignissen wie dem Maidan oder der angeblichen „Regenschirmrevolution“ in Hongkong hergestellt:

    http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2014/10/es-gab-kein-massaker-auf-dem-tiananmen.html

    Übrigens werden in China keine Hunde gegessen (außer vielleicht von einer verschwindend kleinen ethnischen Minderheit in einer winzigen Region). Chinesen dürfen reisen, sogar solche „Regimekritiker“ wie Ai Weiwei, der auch immer wieder zurück darf und dann wieder raus usw., wobei er dann zwischendurch z.B. der ARD Interviews gibt und trotzdem nicht „verschwindet“ oder hingerichtet wird. Damit will ich das Land keineswegs glorifizieren, aber man darf sich schon mal die Frage stellen, was einen durchschnittlichen Deutschen eigentlich so viel „freier“ macht… Von einem Hartz-4-Empfänger ganz zu schweigen.

    • Das mit den Hunden weiß ich für China nicht sicher. Was ich aber (dank Dirk C. Fleck und KenFM) weiß ist, dass Hunde in bestimmten europäischen Feinschmeckerrestaurants gegessen werden, und sie werden nicht einfach nur gegessen, sie werden zu Tode gefoltert, um dem Fleisch anderweitig angeblich fehlende Hormone oder was auch immer zuzusetzen.
      Sie werden geprügelt und anschließend lebendig abgeflammt. Leider weiß ich nichtmal mehr, wo genau sich das beschriebene Beispiel jeden Tag vollzieht, ich meine es war ein Restaurant in den Niederlanden? Da kann man direkt einkehren, bei Niedermenschen, die man selbstverständlich in jedem Restaurant dieser Art antrifft, nicht nur in den Niederlanden.
      Ich war schockiert, ohnehin natürlich, aber nochmal besonders, weil es so dicht vor der eigenen Türe statt findet. Ich denke aber da ist auch jeder selbst verantwortlich. Ganz klar, der Hund hat gegenüber dem Rind keine weitreichenderen Rechte. Aber Schlachten und zu Tode foltern, für den erlesenen Gaumen kranker Subjekte, da besteht für mich doch ein Unterschied.
      Solange ich selber zum Steak greife, wenn auch selten, hätte ich keinerlei Rechtfertigung, dem Besitzer eines korrekt geführten Mastbetriebes das Leben schwer zu machen.
      Würde sich aber so ein Folterrestaurant in meiner Nähe befinden würde ich es anders sehen. Die Reichweite passt, die Schuldfrage ist geklärt, im Rahmen des Möglichen würde ich also alles daran setzen, den Inhabern eines solchen Restaurants ihr Leben nach Kräften zu vermiesen.

    • Nochmal, auch wenn es ein Randthema ist, das ich nur ins spiel gebracht habe, um die dümmlichen Vorurteile gegenüber China anhand eines besonders typischen und besonders dummen zu thematisieren: Das Verspeisen von Hunden ist für China kein bisschen repräsentativ. Es gibt zahlreiche andere Länder und Gegenden, für die es weitaus typischer ist – etwa Korea. Wobei es ja gar nicht um Moral oder so geht – andere Länder, andere Sitten, die einen essen keine Rinder, die anderen keine Schweine, und bei uns sind Hunde und Katzen auf dem Teller verpönt – belehren will wie immer nur der Westen alle anderen. Ich habe noch nie gehört, dass aus Südkorea oder China Stimmen kamen, die uns für unsere Essensgewohnheiten kritisierten.

      Ferinschmeckerlokale, in denen sowas angeboten wird, sind von der Insel Bali bekannt, die bekanntlich nicht zu China gehört. Dass es solche, in denen Hunde „gefoltert“ werden, auch im Wertewesten geben soll, ist mir neu – es würde mich einerseits nicht wundern, dass sowas bei uns möglich ist, andererseits halte ich das aber zunächst mal für unglaubwürdig, denn dagegen würde doch Sturm gelaufen – Hunde sind inzwischen viel wichtiger als Kinder, wie ich jeden Tag beobachten kann.

      Der entscheidende Punkt ist und bleibt aber, dass China sehr missverstanden bleibt, auch in der heutigen Zeit. Und das liegt nicht zum geringen Teil an auch an tradierten Vorurteilen von der Sorte „die können nur kopieren, zeigen keine Gefühle, sind nur an Geld interessiert und essen Hunde“. Und da habe ich jetzt noch eine ganze Menge ausgelassen.

      Tipp: Mal das Land ausgiebig bereisen. Besser: Mal ein Jahr dort leben. Immer wieder verblüffend, wenn man das als Deutscher tut: Deutschland und die Deutschen genießen in China – durchaus gegenteilig zum umgekehrten Fall – einen ausgezeichneten Ruf. Mitunter treibt es einem die Schamesröte ins Gesicht ob der extrem positiven Vorurteile, die man selber oft so gar nicht nachvollziehen oder nur mit „so war es vielleicht früher einmal“ kommentieren kann. Deutschland wird in China „das Land der Tugend“ genannt – das sagt schon fast alles.

    • @Corax Keiner der Drei hat überhaupt die Zusammenhänge, einzele Begriffe verstanden. Die Meinungen sind analytisch so falsch und oberflächlich. Die Sendung kann ich nur als schlecht ansehen.
      Das Format ist gut.
      Einzig der Redner auf der rechten Seite hat einige relativ klare und treffende Punkte genannt.

      Der ganz links hat gar nichts verstanden.

      Ihre Angabe bezüglich dem Hunger ist wichtig, allerdings auch nicht wirklich richtig.
      Denn sie läßt weg, woher es überhaupt kam, das diese (angeblichen) Hungerkatastrophen entstanden und warum sie bestehen blieben.

      Ansonsten schöner Kommentar. Danke

  6. Die Sendung war spannend, ich habe sie in einem Rutsch „konsumiert“ …. leider wurde zum Schluss, als Ernst Wolff zu einer entscheidenden Aussage anhub, gerade er abrupt ausgebremst. Eine Frage der Zeit oder der Vorbereitung oder der Regie?

  7. Wenn man eine zuverlässige sowie seriöse Sicht über Machtstrukturen haben möchte, dann soll man sich immer die Geld- bzw. Finanzströme genauer untersuchen und länger darüber nachgrübeln.
    Z,B. was bedeutet das hier: https://deutsch.rt.com/wirtschaft/78015-dollar-monopol-wankt-china-und/ ?
    Über die Finanzierung der Mordskampagnen der USA mittels seines Militärs hat Jens Berger bei den Nachdenkseiten einen guten Artikel geschrieben.

    Aus meiner Sicht bedeutet das auf der einen Seite, wenn zwei Vertragspartner vertragstreu sind, dann findet so eine Art Symbiose statt. Ergo finanzieren die Eliten Chinas das Mordsgeschäft der USA überall in der Welt, besonders im Nahen Osten. Im Gegenzug schufften sich die arbeitende Bevölkerung der USA zu Tode um die chinesischen Machteliten in ihren Positione zu halten, weil ja Gegenleistungen erfolgen müssen bei dieser unverstellbaren Summen an Schuldtiteln.

    Wenn aber bei diesem perversen Zusammenspiel der Machteliten eine Seite vertragsbrüchig ist, dann kann nur folgende Szenarien eintreten:
    Die „Chinesen“ holen sich das was man ihnen schuldig ist mit militärischer Gewalt zurück oder sie finden einen anderen dümmeren der das wertlose Schuldversprechen der USA abnimmt, bevor es offentsichlich bekannt wird, dass die USA diese Unsummen niemals zurückbezahlen können. Letzteres beobachten wir wie die „Chinesen“ aus diesem blöden Dilemma heraus windeln wollen.
    Nochmal zur Betonnung: jeder Staat dieser Erde der US-Treasuries in seinem Portfolio hält, der finanziert das Mordsgeschäft der USA!

    Man soll sich beim Projekt der neuen Seidenstraße auch genauesten die Finanzströme anschauen, dann weiss man wessen geistes Kind es ist.
    Hierbei ist Analyse Ernst Wolff zutreffender, nämlich das letzte verzweifelte Aufbäumen eines Turbokapitalismus in seinem Endstadium, quasi ein Spiel auf Zeit, um die aufkommenden weltweiten Revolutionen hinauszuzögern.

    Um mit einer Analogie aus den 3 Gesetzen von i-Robot abzuschließen:
    Die 3 Gesetze des Kapitalismus:
    – „der Markt ist frei“
    – „der Markt regelt sich selbst“
    – “ Es gibt keine Alternative zum freien Markt“
    führen nur zu einer logischen Schlussfolgerung… Revolution!

    • Dieser RT-Artikel überzeugt mich nicht. Da ist die Rede von insgesamt ziemlich vernachlässigbaren Summen, nur der August wird betrachtet. Vermutlich haben diese Staaten Dollars verkauft, um ihre eigene Währung zu stabilisieren – wie z.B. die Türkei. Was natürlich ein aussichtsloses Unterfangen ist.

      Warten Sie mal auf Dirk Müller bei KenFM, falls Sie sein neues Buch nicht gelesen haben. Er kann die Zusammenhänge hierzu sehr gut erklären, finde ich – ähnlich wie Ernst Wolff oder zum Thema China noch detaillierter.

      Dass der Iran nun Öl an die Chinesen gegen Renminbi verkauft, birgt natürlich wirklich großen Sprengstoff. Ich bin leider fest überzeugt, dass die USA bald losschlagen werden. Hoffentlich „nur“ finanz-wirtschaftlich und nicht militärisch…

    • Ich kenne Dirk Müllers Analysen, schau auch ab zu mal bei cashkurs vorbei.
      Die Hoffnung die du hegst, ist ziemlich naiv. Es fängt immer mit Protectionismus, Sanktionen – genauer im engeren Sinne betrachtet, sind das Belagerung um ein Volk auszuhungern und halt Handelskrieg an. Und was steckt genau im Wort „Handelskrieg“? Aber mit diesen Mechanismen lassen sich die Widersprüche dieses absurden System nicht lösen. Erinnern sie an das letzte Gespräch Rainer Mausfelds an der Stelle wo er die 4 Möglichkeiten nannte, die diesen Widerspruch lösen können. 3 davon sind sehr unwahrscheinlich, aber die eine, nämlich eines globalen Vernichtungskrieges ist offen und diese sehe ich eindeutig in den aktuellen Ereignissen die sich so offentsichlich dynamisch heraubeschworen haben.
      Ich glaube nicht, dass es den Chinesen und den Russen gelingen kann, auf Zeit zu spielen bis die USA implodiert und in eine Revolution endet. Das entnehme ich aus den Aktionen dieser beiden Mächte. Das wäre zwar die Option mit geringerem „Collateralschaden“ und auch die „Rache und Genugtuung“ für die Demütigungen die sie unter dem US-Imperialismus erlitten haben. Aber völlig illusorisch, da ein Gigant nicht leise von der Weltbühne verschwinden wird bzw. will.

    • Son_Snow
      Die USA und Israel wollen den Krieg. Es findet ein Nato- Manöver nach dem anderen statt. Sie provozieren, in der Hoffnung, dass irgendjemand im mittleren Osten oder Russland die Nerven verliert. Es geht am Ende Washington, nach dem Krieg im Iran oder während dessen, um den Krieg Festlandeuropa gegen Russland. Teile und Herrsche. GB hat sich mit dem Brexit von Europa abgeseilt. Die EU macht aus Schwäche einerseits das Spiel mit, versucht andererseits Trump zu bremsen, was etwas Zeit bringt, aber keinen Frieden. Merkel und Macron sind Produkte des Kapitals. Die EU wird schon lange von den USA kontrolliert. Es spricht nicht viel dafür, dass der 3. Weltkrieg aufzuhalten ist.

    • @Son_Snow Das Anschauen der Finanz- und Geldströme reicht nicht aus.
      Wichtiger ist die Sicht auf Kapital(besitz(eigentum) und die Rechtsstruktur.
      Dazu muß man allerdings Verstehen, das Recht und Gesetz unterschiedliche DInge sind und was für als Meinung für sinnvoll erachten nicht unbedingt eine Tatsache ist.
      Somit stellent sich bei der Sicht auf „Kapital- und Rechtsstrukutr“ auch die Frage der Notwenidgkeit von (Herrschafts-)Statten und (Gewalt- und RAche-)Gesetzen.

      Die Gesetzte des Kapitalismus, egal aus dem Film oder nicht, sind falsch.

      Informationssätze:
      1.“Kapitalismus ist KEIN WIrtschaftssystem. Kapitalismus ist ein Leistungs- und Besitzt Abschöpfungssystem. Dieses wiederum läßt sich fast jedem Wirtschaft-s und Gemeinschafts- bzw. Rechtssystem überstülpen“

      2.“ Es gibt keinen freien Markt. Es gibt keinen sozialen Mark. Es gibt nur „Markt“ und „nicht Markt“. Die Definition hierzu bzw. der korrekte Begriff lautet „funktionierender Markt“.

      3. „Ein Markt regelt sich nicht selbst. EIn MArkt kann nichts Regeln. Ein Markt ist eine Ort an dem Handel in Form von Tausch statt findet. Mehr nicht.“

      4. „Kapitalismus und (fuktionierender oder freier) Markt sind gegener und schließen sich gegenseitig aus“.

      Nun kann man erst logisch Schlußfolgern.

    • Toshy,

      die 3 Gesetze des Kapitalismus sind ironisch kommentiert. Jeder Aufgeklärter bzw. der noch bei gesundem Menschenverstand ist, weiß, dass das orwellscher Neusprech ist.
      Aber die Tatsache, dass die Machteliten das so propagandistisch in die Tat auf die Bevölkerung in absolutistischer Manier aufdrücken wollen, führt das nur zu Revolution!

    • Son_Snow

      Ich bin nicht naiv, jedenfalls nicht bezüglich dieses Themas. Und ich halte den 3. Weltkrieg auch für mittlerweile sehr wahrscheinlich. Ich hatte nur meine (verzweifelte) Hoffnung geäußert, dass es nicht dazu kommt.

      Übrigens: Dirk Müller finde ich wirklich gut. Aber er hat m.E. auch nicht verstanden, dass die nächste große Finanzkrise das ganze System endgültig hinwegfegen würde und es niemand mehr „retten“ kann. Daher funktioniert die von ihm propagierte Strategie, die Aktien dann nach dem Crash billig einzusammeln, auch nicht mehr. Naja, wer kann es ihm verdenken – sein Geschäft ist ja nun mal der Aktienhandel.

    • Benjamin,

      Dirk Müllers Analysen sind vertrauenswürdig sowie gut. Jedoch war er in seinen jüngeren Jahren viel systemkritischer bis zu dem Zeitpunkt wo er cashkurs gestartet hatte.
      Ich kann seine Vorgehensweise auch verstehen. Er kommt nunmal aus der Finanzbranche und viele seiner Kunden, Klientel und vielleicht er auch selber, kennen zum einen keine anderen Lösungen als das bestehende Finanzhandelssystem und zum anderen haben sie wahrscheinlich Angst viel zu verlieren, wenn sie aus diesem Spiel aussteigen.
      Oder sie sind Nostalgiger und halten am „Handel“ fest.

      Zum 3. Weltkrieg:
      Der war doch schon nach dem 2ten in Planung sowie der 2te nach dem 1sten in Planung war und bis Heute steht der Plan für den 3ten fest und wenn eines uns die Geschichte lehrt, ist, wenn ein Plan irgendwo feststeht, dann wird dieser auch ausgeführt. Die US-Armis sind bei vielen Abkommen unzuverlässig bis vertragsbrüchig, aber in der Hinsicht von Militäroperationen sind sie sehr zuverlässig auch wenn ein sehr wahrscheinliches Scheitern ins Auge sticht. (Zynismus)
      Man muss sich doch nur das Geständnis des US-Generals Wesley Clark anhören – „… 7 Länder in 5 Jahren und zum Schluss Iran.“
      Zeitlich mag es nicht passen, wegen des Widerstandes und andere Komplikationen, aber die physischen Ziele sind zutreffend.

      Es wird allzu sehr durch die mediale Zumüllung momentan verdrängt, dass eine massive Präsenz sowie Akkumulation an NATO-Schergen an der russischen Grenze aufgefahren werden. Also zur Abschreckung sowie Volksvermögenvernichtung (Steuergeld) bestimmt nicht als ultimatives Ziel.

  8. Ich fand die Sendung gut, sehe aber auch, dass “ Positionen- Politik verstehen“ damit noch nicht zu toppen war. Zu Beginn war für mich eine enorme Anspannung spürbar, zu hohe Sprechgeschwindigkeit von Ken, die sich auf Herrn Wolff übertrug…
    Für mein Gefühl ist das ganze Thema BRI so großartig, dass mir diese Sendung nur ein erster Einstieg sein kann. Es braucht eine systematische Struktur, Gliederung, Thematisierung aller Aspekte dieses Projektes. Es muß vielmehr auch die Philosophie der Chinesen dahinter benannt und besprochen werden. Übrigens danke an Herrn Kirner, der sich sehr bemüht hat, uns den Horizont zu weiten… Vielleicht wird dann klarer, dass die Menschheit heute wirklich an einem Schweideweg steht: Entweder Krieg oder Frieden für alle durch friedliche Entwicklung! Wir bauchen eine neue Form des Aufbaus der gesamten und nicht nur der westlichen Welt und der fortschrittlichen friedlichen Entwicklung aller Völker und Kulturen. Und wir müssen begreifen, dass es nicht nur eine Erde gibt, sondern dass die Zukunft der Menschen nicht nur auf der Erde liegt, sondern auch immer mehr im Weltall…siehe die Chinesische Weltraumforschung, die Kernfusionstechnologie als nächste höhere Stufe der Energiegewinnung…
    „Die Neue Seidenstraße“ oder wie es jetzt heißt „Brücke und Straße“ umfasst nicht nur Eurasien sondern auch den Aufbau Afrikas und Amerikas, die Arktis und hat inzwischen mehr als 100 Länder gewonnen, die das gigantische Potential dieses Projektes verstehen, anerkennen und für sich nutzen wollen. Jeder kann sich beteiligen, auch die USA und Deutschland. Die Chinesen reichen allen friedlich die Hand.
    Und während wir in D uns noch versperren, Kriegshetze gegen Russland, Syrien, Iran und andere betreiben, machen die Chinesen im Verbund mit allen anderen wohlwollenden Ländern das Richtige: friedliche Kooperation für gemeinsame große Ziele und und und…
    Also, Danke an die Macher dieser Sendung und auf eine weitere in Bälde…!

  9. Ich fand die erste Ausgabe dieses neuen Formates durchaus interessant, so wie ich fast alles auf KenFm interessant finde; besonders, da das Thema China noch nicht so ausschöpfend hier behandelt wurde. Natürlich waren einige Positionen, gerade von Herrn Wolff, dem eifrigen KenFm-Nutzer durchaus bekannt, und ich möchte mich der Einschätzung von Kalweb anschließen, dass auch ich Herrn Kirner am spannendsten fand, da er sich bemühte einen Gesamtrahmen zu formen, in den er einige Details einordnen konnte.
    Mir ist allerdings noch nicht klar, inwiefern sich „Zur Sache“ jetzt von „Positionen-Politik verstehen“ unterscheiden soll. Die kürzere Sendestrecke mag z.B ja durch 3 anstelle von 4 Gästen begründet sein und ein wirkliches Streitgespräch konnte ich nicht entdecken. Bis auf eine kleinere Dissonanz, die ich eher an den beteiligten Personen, als an dem Format festmache, haben sich die einzelnen Beiträge der Gäste weniger aufeinander, als vielmehr auf die Fragen von Herrn Jebsen bezogen. Da gab es bei „Positionen“ teilweise schon viel mehr Kontroverse.
    Trotzdem mag ich dieses Format und sehe, dass mein kleiner Unterstützungsbeitrag viel besser eingesetzt wird, als mein Zwangsbeitrag im ÖR.

  10. Tut mir leid, aber das war ein totaler Flop und das ausgerechnet für eine Premiere eines neuen Formats.
    Es ging hierbei eben nicht „ZUR SACHE“:
    Um welches China wurde diskutiert?
    Wenn es um das imperialistische China ging, dann ist die Frage: „Greif der Drache nach der Pole-Position?“ eine rein rhetorische Frage. Folglich ist gemäß Rainer Mausfelds Worten „eine Binsenweisheit“. dass Imperien immer nach absoluter Macht streben. Und folglich sehr zynisch nach den Chancen zu fragen, wenn ein Imperium ein Anderes ablöst, weil diese Binsenweisheit einen seit Jahrtausenden lehrt, dass Imperien immer mit totaler Brutalität vorgehen und nie Gutes für den Gros der Menschheit herauskommt.

    Ging es um das kulturelle China? Dann kann man doch erwarten, dass ein Gast zugegen ist, der entweder ein „Eingeborener“ ist, oder einer der jahrelang dort lebend diese Kultur studiert hat. Einer der Japanologie als Nebenfachstudium absolvierte, kann da wenig Kompetenzen in dieser Hinsicht zeigen, weil Japan nicht gleich China ist.
    Abgesehen, China ist genau richtig genannt, ein Riesenreich, flächenmäßig fast so groß wie Europa! Ergo ist selbst China nicht gleich China. Da musst man schon auch noch die einzelnen Regionen Chinas zueinander differenziert betrachten.

    Also, diese Überheblichkeit bzw. die Hybris die man Anderen vorwift, sollte man bitte nicht noch nachahmen. Hier haben 3 Gäste die das Innenleben eines Reiches nicht kennen, sich im Sinne das „aufklärerischen Maniers“ ausgetauscht ohne eine Gegenposition zu haben, ist das Selbe wie wenn ein ein Chinese, ein Japaner und ein Koreaner über Europa schwadronieren; wird mit hoher Sicherheit viele Vorurteile dabei entstehen. Richtiger müsste die Sendung lauten: „Deutsprachige Sicht zur Sache … China…“

    Zurück zum Imperialismus: Dirk Pohlmann hatte eine interessante Aussage im Exomagazin.tv gesagt. China sei bis jetzt ein Lokalimperium und das haben die Vietnamesen auch seit je her zu spüren bekommen. Das ist so ziemlich richtig und nicht nur die Vietnamesen, auch Koreaner bzw. alle angrenzenden Staaten haben das zu spüren bekommen.

    Wenn es um die Geschichte des Jahrtausendreiches China geht, dann braucht man dazu eine Extrasendung, weil diese so umfangreich ist wie die des römischen Imperiums. Übrigens, das römische Imperium war zeitgleich mit dem des Chinesischen unterwegs, nur diese beiden waren sich nie militärisch begegnet. Das römische ist untergegegangen, das chinesische gibt es heute noch, nur eine weitere Institution überdauerte die Jahrtausend, die katholische Kirche.
    Und die Verbindung Schweiz bzw. schweizer Garde mit dem Vatikan soll einem auch zu denken geben.

    Das Hohenlied dass der Herr Grass über sein Heimatland Schweiz als einziger Hort, Leuchtturm oder Musterbeispiel einer „echten Demokratie“ ist weder kprrekt noch bodenständig.
    Zu nennen wäre die Geschichte mit der BIZ für das Nazigold, Daniele Gansers Nato-Geheimarmee – die Schweizer pflegten auch eine bzw. haben immernoch eine?.
    Für ein Land dass eine „direkte Demokratie“ pflegt, ist der Waffenverkauf und die NATO-Partnerschaft welche per Volksvotum nicht beseitigt werden konnte, ein Armutszeugnis, daher sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht damit herumprahlen.
    Stattdessen einfach die Ehrlichkeit laufen lassen, die Schweiz ist wie Schweden, Norwegen oder Singapore ein Rückzucksort elitärer Strukturen, daher gewährt man diese auserkorrenen Staaten gewisse Privilegien und die Bevölkerungen dort haben das Glück von dem Kuchen etwas abzubekommen. Nicht umsonst sagte Jean Ziegler: wenn die Despoten Afrikas sagen sie fahren in ihre Heimat, meinten sie damit die Schweiz.
    Wenn hier nicht in die richtige Richtung laufen sollte, dann (mit Dirk Pohlmanns Worten) winkt das Militär oder sehr wahrscheinlich die NATO-Geheimarmee.

    Lediglich Positiv beim Gespräch war Ernst Wolff bzgl. der wirtschaftlichen Aspekte über China, aber kam weniger zum Zuge und redete zu schnell.

    Man muss kein Experte sein, um die physikalischen Gegebenheiten in seiner Logik anzureihen und dann eine vernünftige Schlussfolgerung zu erhalten. Welche Resultate kann ein Reich das fast so groß ist wie Europa, aber ca. 3 Mal so viele Bevölkerungszahl hat, erzielen? Welche Risiken bzw. Probleme hat so ein Reich, dass eine Parteidiktatur plus die Kapitaldiktatur verfolgt? Die logische Antwort darauf hat Herr Wolff genannt.

    • Wenn es um das imperialistische China ging, dann ist die Frage: „Greif der Drache nach der Pole-Position?“ eine rein rhetorische Frage. Folglich ist gemäß Rainer Mausfelds Worten „eine Binsenweisheit“. dass Imperien immer nach absoluter Macht streben.

      Das ist falsch. China ist nämlich die Ausnahme von der Regel. Das lehrt die Geschichte, die natürlich hierzulande so gut wie unbekannt ist, weil sie auch an den Gymnasien keine Rolle spielt. Das ist sträflich und einer von vielen Gründen, warum es immer noch unglaublich viele völlig falsche Vorurteile über China gibt. Nur ganz kurz: China hat (Kirner streift das am Anfang ein wenig) seinen Einflussbereich in Tausenden von Jahren kaum erweitert. Man vergleiche das mit dem Römischen Reich oder auch mit den USA, die anfangs auch viele Ländereien eroberten und annektierten und stahlen und heutzutage durch Marionettenregierungen und Vasallen dafür sorgen, überall Einfluss zu haben. Welches Land außer dem Zwergstaat Nordkorea liegt in einem vergleichbaren Einfluss Chinas? Die Chinesen haben stattdessen Mauern gebaut – die heute noch teilweise vorhandene war ja nicht die erste. China hat immer versucht, das Reich beisammen zu halten, nicht auszudehnen.

    • China ist vor allem ein Land, in dem viele Menschen wohnen. Und ähnlich wie hier ist dort eine kleine Clique um den Machterhalt bemüht.
      Ausdehnen kam vermutlich niemandem in der Geschichte in den Sinn, weil es so schon so sehr groß ist, dass die innenpolitischen Herausforderungen wichtiger waren.
      Ist China die Regel oder die Ausnahme? Weder noch fürchte ich, oder hoffe ich, wer weiß.
      Ich habe Sympathien für China, als weiteres Gegengewicht zu den USA neben Russland,
      aber Fakt ist der Planet bleibt zu klein, die Menschen zu viele, und China ist im Planetenerhalt auch nicht gerade führend.
      Und solange man auf Gegengewichte schauen muss um Hoffnung zu haben, ist das auch nicht wirklich ein Fortschritt.

    • Son_Snow
      Die Bevölkerung Chinas ließe sich durch „gemachte“ Seuchen, Impfungen usw schnell reduzieren. Hoffe aber, dass China dem kapitalistischen Ausbeutungsdenken noch noch nicht so aufgesessen ist wie die USA und EU.

    • @Son_Snow
      „Ein totaler Flopp!? Es ging überhaupt nicht zur Sache!?“

      Wow. Ich bin ja verwundert, daß es mal ein einziger merkt.
      Richtig.
      Ein sehr guter, sachlicher und treffender Kommentar.

      Meiner auf YOuube ware nur einfach emotionaler, weil ich erschreckt bin über diese so oberflächliche, ungenaue und fehlerhafte Sendung.

      Damit sind die Inhalte der Sprecher gemeint. Nicht das Sendeformat.

    • Corax,

      machen Sie entweder einer physische Reise nach Nordvietnam oder Nordkorea und verbringen Sie die Zeit mit den Einwohnern dort, am besten die an den Grenzgebieten, oder sie machen eine geschichtliche Reise in den genannten Ländern. Sie werden erstaunt sein, was für Parallelen deren antiken Geschichten sowie die der Neuzeit mit die der europäischen (griechisches oder römisches Reich) haben.
      Da werden Schilderung von Massakern und Flüsse die sich blutrot tränken, also ganz Brutal, abgegeben.
      In den 80ern beim Grenzkonflikt zwischen China und Vietnam im Norden wird von Seiten der Vietnamesen erzählt, dass ihnen die Munition der Maschinengewähren ausgingen und deswegen den Grenzfluss den die Chinesen überqueren wollten unter Strom setzen mussten. Hier muss man wissen, dass die Chinese auf schiere Anzahl, sprich Quantität, ihrer Soldaten setzen, übels Brutal wie sie die jungen Männer als Kanonenfutter verheizten.
      Erst als die Sowjets einschritten, hatten die Vietnamesen eine Garantieschutz vor der Invasion.
      Die antiken Geschichten ersparre ich Ihnen (obwohl ein paar Interessante Gegebenheiten existieren die dem Schlachten bei den Thermopylen oder Salamis ähneln).

      Dass das chinesische Imperium sich nicht ausbreiten konnte bzw. kann ist nicht die Frage deren Wollens, sondern die Fragen des Widerstandes der Grenzländer und die der Überdehnung des Riesenreiches und noch andere Faktoren.
      Ist identisch mit allen bisherigen Imperien, wenn man die Nebeneinander reiht und vergleicht.
      Also hören Sie bitte auf von dieser Romantik einem „gutmütigen“ Imperium die „zum Wohle sowie Frieden aller, alles unter einem Himmel vereint“ zu schwadronieren.

      Nebenbemerkung:
      Ich verneine nicht, dass einige kulturelle Vorteile von Imperien ausgehen, aber die Frage:
      Ist der Preis es wert, wenn man dazu diese ungeheure brutale Blutspur erdulden muss?

  11. Das Erfolgsmodell der Schweiz oder auch Alpen-Disneyland genannt, fußt vor allen Dingen auf Steuervorzügen, Geldwäsche und Hehlerei.
    Von Nutzen ist sicher auch, aus den großen Konflikten, sprich großen und kleinen Kriegen herausgehalten zu werden, selbst dann wenn sie um einen direkt herum toben. Hier kann man sich treffen, unbenommen von all dem und sich beraten, Schiebereien vereinbaren und die Beute aufteilen.

    Da kann man auch eine direkte Demokratie spielen, die den Charakter eines Ankreuztests hat; es geht nicht wirklich um Richtungsentscheidungen.
    Und selbst bei diesen Unwesentlichkeiten können sie sich des Ergebnisses meist recht gewiss sein, denn Meinungsbeeinflussung und Kontrolle findet in der Schweiz ebenso statt wie sonstwo auch.

    Doch dies nur am Rande.

    So wie von Herrn Wolff genannt, die Herrschaft geht von den Reichsten der Reichen aus. Um dies zu verbergen und die Macht zu festigen, ist es nützlich den jeweiligen Bevölkerungen diverse Fetische anzubieten, auf die sie sich fokussieren können.
    Ein großer Teil der Bevölkerungen stützt sich auf den Fetisch der Nation, gerne auch ergänzt durch einen beliebigen anderen Fetisch. Die Ausprägungen sind sehr mannigfaltig.

    Es ist niemals diese oder jene Nation die nach der Pole-Position greift, leblose Konstrukte greifen nach nichts. Es sind Menschen die nach etwas greifen und es ist niemals genug.

    „Ein anschauliches Beispiel ist der Weg, den China derzeit geht. Und das nicht allein, denn inzwischen wurde bekannt, dass China auf diesem Weg von jenem Konzern unterstützt wird, den jedermann noch unter dem Namen Google kennt. Ebenso bekannt geworden ist, dass sich die größten IT-Konzerne mit der Entwicklung von Techniken beschäftigen, die alle Bürger in ihren Gesellschaften und Staaten steuern können, und zwar im Hintergrund – so, dass sie das nicht einmal bemerken.“

    Aus:

    Der Digital-Imperialismus
    Manifest gegen die digitale Diktatur und das Ende der Privatsphäre.
    von Werner Meixner
    Quelle: Rubikon

    Und Herr Häring beschreibt in seinem Buch „Schönes neues Geld – PayPal, WeChat, Amazon Go Uns droht eine totalitäre Weltwährung,“ in wessen Händen sich z.B. Indien befindet. Daß z.B. Bill Gates in Indien mehr Einfluß hat, als der derzeitige Premierminister.

    Eine treffende Beschreibung liefert der Film Network:

    „Sie haben sich in das Spiel der Urgewalten der Natur eingemischt Mr. Beal und das möchte ich nicht haben, ist das klar? Sie denken sie hätten lediglich ein Geschäft verhindert, aber das ist nicht der Fall, die Araber haben Milliarden aus diesem Land rausgeholt und jetzt müssen Sie sie wieder reinbringen. Das ist Ebbe und Flut, Schwerkraft der Gezeiten, ökologisches Gleichgewicht. Sie sind ein alter Mann, der noch in Begriffen wie Nationen und Völker denkt. Es gibt keine Nationen, es gibt keine Völker, es gibt keine Russen, es gibt keine Araber, es gibt keine dritte Welt, es gibt keinen Westen, es gibt nur ein einziges, grosses, hollistisches System der Systeme. Ein riesiges, ungeheuer mächtiges, verflochtenes, sich gegenseitig beinflussendes, multivariables, multinationales Dominion von Dollars. Petro Dollars, Elektro Dollars, Multi Dollars, Deutsche Mark, Gulden, Rubel, Pfund, also jede Art von Geld. Es ist das internatinale Währungssystem, dass die Globalität des Lebens auf diesem Planeten bestimmt. Das ist die natürliche Ordnung der Dinge, heutzutage. Das ist die atomare, und die subatomare, und die galaktische Struktur der Dinge heutzutage. Und Sie, haben sich in das Spiel der Urgewalten der Natur eingemischt. Und Sie, werden das wieder gut machen. Verstehen Sie mich eigentlich Mr. Beal? Sie erscheinen da auf Ihrem lächerlichen kleinen Bildschirm, und wehklagen, über Amerika und Demokratie. Es gibt kein Amerika, es gibt keine Demokratie. Es gibt nur IBM und ITT und AT&T und DuPont, Dow, Union Carbide und Exxon. Das sind die Nationen der Welt heutzutage. Was glauben Sie worüber die Russen bei ihren Ministerratssitzungen reden? Über Karl Marx? Die holen ihre linearen Programmierungstabellen raus, statistische Entscheidungstheorien, Logarithmentabellen, und befragen die Computer nach dem Kostennutzungseffekt ihrer Transaktionen und Investitionen, genau wie wir. Wir leben nicht länger in einer Welt von Aktionen und Ideologien Mr. Beal, die Welt besteht aus einer Gruppe von Konzernen. Sie unterliegt bestimmten Gesetzen. Unwandelbaren Gesetzen der Wirtschaft. Die Welt ist ein Geschäft Mr. Beal. Das war so seit der Mensch aus dem Urschlamm gekrochen ist, und unsere Kinder, werden es erleben, Mr. Beal. Sie werden sie erleben, die perfekte Welt, in der es weder Krieg, noch Hungersnot gibt, weder Unterdrückung, noch Brutalität. Eine riesige ökomenische Holdinggesellschaft, für die alle Menschen arbeiten werden um einen gemeinsamen Profit zu erwirtschaften, und alle Menschen werden an dieser Gesellschaft einen gewissen Anteil haben. Alle Bedürfnisse werden befriedigt. Angst und Schrecken werden verschwunden sein, und auch Langeweile wird es nicht mehr geben. Ich habe sie auserkoren Mr. Beal, dieses Evangelium zu verkünden.“ – „Warum mich?“ – „Weil Sie beim Fernsehen sind, sie Dummkopf. 60 Millionen Menschen sehen Sie jeden Abend, von Montag bis Freitag.“ – „Ich habe das Antlitz Gottes gesehen.“ – „Da könnten Sie vielleicht recht haben.“

    P.S.: Wenn sie streiken, sie oder sonstwer oder sonstwo, für mehr Geld, dann streiten sie nur für einen größeren Anteil an der Beute, aus diesem absurden Spiel und nicht dafür daß diese Selbstzerstörung physisch und psychisch aufhört.

    • Danke, Box. Kommentare mit solcher Überlänge wirken i.d.R. eher abschreckend auf mich – aber dieser hier war wirklich lesenswert. Das sehe ich alles ähnlich.

      In der Schweiz laufen einige Dinge schon ziemlich gut (Eisenbahn, Rentensystem, etc.), aber es gibt auch gravierende Schattenseiten, wie Sie richtig erwähnen.

  12. Ein interessantes Format mit Potential und eine informative erste Sendung. Zwar ohne nennenswert neue Erkenntnisse für meinesgleichen, aber zur Vertiefung der Materie allemal zu empfehlen.

    Was mich aber immer wieder irritiert ist die Tatsache, dass die Schweiz bei KenFM zu gut und unreflektiert dargestellt wird. Die Schweiz ist genau so wenig eine echte Demokratie wie irgend ein anderes Land auf dieser Erde. Die direkte Demokratie in der Schweiz wird im besten Fall noch als Brauchtum gepflegt, wenn die Schweiz überhaupt jemals eine echte Demokratie war. Das allgemeine Demokratieverständnis beschränkt sich grundsätzlich auf Ja und Nein, und auf gewinnen und verlieren. Sämtliche Debatten werden durch Finanz- und Wirtschaftsinteressen dominiert, wenn sie nicht offen zu Tage treten werden sie verschachtelt, verpackt und verschleiert. Das ach so kompetente Sogenannte Volk, stimmt meist gegen seine eigenen Interessen und lässt sich am Nasenring durch die Manege führen. Die wirklich wichtigen Fragen werden sowieso am Stimmvolk vorbei entschieden, wie z.B. das äusserst fragwürdige Freihandelsabkommen mit China.

    Wirft man einen Blick auf die nächsten anstehenden Abstimmungsvorlagen, müsste einem z.B. die Abstimmungsvorlage zur Überwachung von Sozialversicherten ins Auge stechen. Recherchiert man zu diesem Thema, stösst man man auf Wiederwertigkeiten noch und noch. Es ist z.B. davon die Rede, dass Fairness höher gewichtet wird als die Privatsphäre und dass die Akzeptanz der Versicherungsleistungen gestärkt würde. Krieg ist Frieden und Freiheit ist Sklaverei, Neusprech in Perfektion. In Tat und Wahrheit beinhaltet diese Vorlage eine äusserst schwammig formulierte Gesetzesänderung, welche schon nur deshalb abgelehnt werden müsste, einmal abgesehen von der Motivation und den Auswirkungen dieser Initiative. Momentan sind aber laut Umfragen 57% der Schweizerinnen dabei diese Vorlage anzunehmen.

    Von der Bankenrettung bis zur Vollgeldinitiative, sehe ich nur Bückling die schon so lange den Bückling machen, dass sie meinen aufrecht zu stehen. Ein erpressbarer hochverschuldeter Mittelstand, eine hochgradig manipulierte Öffentlichkeit, ein Klima von Missgunst und Angst werden von einer schönen Fassade überdeckt. In der Schweiz wird mit Eifer nach unten getreten und nach oben gekrochen. Das von Friedrich Schiller beschriebene Land des Wilhelm Tell, ist eine der vielen Märchenstunden der Menschheitsgeschichte. Die wahre Schweiz oder die legalisierte Korruption, wäre ein möglicher Arbeitstitel für eine Sendung «Zur Sache».

    “Die Grossen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.” (Friedrich Schiller)

    • Die „Hopp-Schwiiz-ophilie“ Ken Jebsens fällt mir auch immer mal wieder auf. Er hat sicher Bücher ohne Ende im Regal stehen und mehr davon gelesen als ich. Mit Jean Ziegler hat er ein Gespräch geführt. Gelesen von ihm sicher kein Buch, das sich mit der Schweiz befasst. Dann hätte ihm nämlich auffallen müssen, dass auch in der Schweiz nicht nur mit dem üblichen „repräsentativ-demokratisch“ gefiltertem Wasser gekocht wird, sondern ein besonders geeignetes Zusatzmittel zum „leuchtenden Weiß“ der „demokratischen Wäsche“ im Überfluß beigefügt wird. Ein Zusatzmittel dessen Herkunft im kriminellsten Dunkel liegt, das wir uns vorstellen können und dessen reale Quellen wohl noch weit über das hinausgeht, was wir uns vorstellen können. Aber damit kann das Volk aus zweierlei Gründen nicht belastet werden: 1. Weil es auf den Gedanken kommen könnte, in „direkter Demokratie“ darüber abstimmen zu wollen (es müßte dann mit unnötigen zusätzlichen Geldausgaben für Propaganda davon überzeugt werden, dass es auch davon profitiert (dass dem „Trickle-Down-Effekt“ zumindest in der Schweiz ein gewisser Effekt durchaus nicht abgesprochen werden kann) und 2. Weil es sich als zu doof erweisen könnte, seinen eigenen Vorteil damit in verbindung zu bringen, was man sich wie ihm nicht zumuten kann. Im – Orwellsch neu gesprochenen „Interesse der nationalen Sicherheit“ (sprich: der Sicherheit der internationalen Eliten): „Homeland-Security auf schwizerdütsch“ sozusagen. Klingt irgendwie um so viel gemütlicher und anheimelnder wie die reale Entfernung der Schweiz von der NATO, die auch nur auf geduldigem Papier steht. Jean Zieglers „Die Schweiz wäscht weißer“ verhüllt metaphorisch verharmlosend seinen Untertitel „Die Finanzdrehscheibe des internationalen Verbrechens“. Aber man könnte auch zu den heute aus der Mode gekommenen „Klassikern der Moderne“ wie Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt greifen,um Näheres zu erfahren.

  13. Die drei Standpunkte ergänzen sich eigentlich ganz gut. Eine Sache die vieles erklärt ist die Größe der Partei in China. Die Diktatur gründet sich auf Entscheidungen, bei denen immerhin zigtausende abstimmen.Von außen betrachtet wirkt es schon fast wie eine Volksabstimmung. Auch mit der Korruption ist es so eine Sache,. Wenn einer zu tief in den Topf greift werden auch Exempel statuiert.

  14. Das neue Format ist interessant, es wurde mehr als zum Beispiel bei „Politik verstehen“ kontrovers diskutiert. Allerdings wird es hier etwas „mainstreamig“, man kann so ein Thema nicht mit einem Streitgespräch abhandeln. Dazu ist es viel zu komplex. Aktuelle politische Detailfragen, wie zum Beispiel Trumps Ankündigung zur Beendigung des atomaren Mittelstreckenraketenvertrags kann man in so einem Format besprechen. Bei grundsätzlichen Fragen der Weltpolitik wird es unspezifisch und ungenau.
    Mir hatte die Position von Florian Kirner am besten gefallen. Er versuchte die Entwicklung in China in einen größeren Zusammenhang zu stellen und nahm damit eine vollständig andere Perspektive ein.
    Regelrecht irritiert war ich über die Beiträge von Ernst Wolff, der sich als militanter Antikommunist geoutet hat und dadurch natürlich sehr spezielle Sichtweisen entwickelte. Es ist immer ein Problem, wenn man Ereignisse der persönlichen Biographie in gesellschaftspolitische Bewertungen einfließen lässt, das führt zu subjektiv überhöhten Fehleinschätzungen. Da konnte ich noch eher etwas mit den „neutralen“ Positionen eines Schweizer Weltbeobachters anfangen, wenn auch die Rolle des Privateigentums im umfassenden Sinne etwas zu stark betont wurde. Als Schweizer kann man das so sehen.
    Es ist eine Sache, eine entwickelte Gesellschaft mit relativ wenigen Leuten zum Wohle der Mehrzahl der Residenten zu gestalten, eine andere ein bäuerlich rückständiges Milliardenvolk zum Wohle Vieler zu entwickeln. Darüber lässt sich im geheizten Studio trefflich fabulieren. Herr Wolf hatte ja regelrecht Schaum vorm Mund ob der chinesischen und Russischen Verbrechen.
    Zum Glück war die Befreiung Amerikas durch Europäische Demokraten von den dort lebenden rückständigen Wilden 200 Jahre zuvor ein humanitärer Akt, der den ganzen gesellschaftlichen Fortschritt erst möglich gemacht hat. Hollywood hat das ja hinreichend und nachhaltig wirksam inszeniert.
    Der Grund für den Zusammenbruch der Sowjetunion wurde uns dann ja auch gleich erklärt, die einfältigen Russen haben halt nur auf Öl gesetzt und als der Weltmarktpreis sank sind sie dann halt baden gegangen. Übrigens für die, die es noch nicht wussten, das russische Raumfahrtprogramm haben die Amerikaner organisiert, daher wurde von den Russen die Mondlandung auch nie angezweifelt. Zu viel mehr sind Bauern in einem Agrarstaat nämlich nicht fähig.
    Die Überhöhung des chinesischen Gesellschaftsmodells, so nach dem Motto, ist es das richtige Modell für uns, so wie wir in Zukunft leben sollen – das ist ja fürchterlich, entspricht unserem westlichen Denken, es muss ein universales einheitliches Modell geben, nur dann ist es richtig. Es würde schon reichen, wenn es einen halbwegs tragfähigen Weg für das Milliardenvolk der Chinesen darstellen könnte. Ich vergleiche das immer mit der größten Demokratie der Welt – stimmt mich nicht wirklich froh.
    Also ruhig Blut, wir können weiter unseren Elvis hören und besonnen Cola trinken – den Geschmack der Freiheit. Wie es in einer ARD Dokumentation USA-China aus 2017 hieß, auch die neue chinesische Mittelschicht (aus meiner Perspektive der Deutschen Mittelschicht eher Oberschicht) sieht privat auch am liebsten „House of Cards“.

    • Die „Mondlandung“, in Babelsberg von Kubrick gedreht, war für die Russen der Preis für das „Gagarin- Spektakel“. Es ist nun mal so: Die Lämmer werden geführt, wohin?
      Das weiß nur der Herden- Besitzer.

  15. Florian Kirner hat auch in „Positionen“ und „KenFM im Gespräch“ überzeugt.
    Das gleiche gilt aber auch für Ernst Wolf.
    Wichtig ist, dass der „Rest der Welt“ das Imperium nicht machen lässt, was es will.
    Möglichst den Iran- Krieg verhindert, mit ihren bescheidenen Möglichkeiten.
    China wirkt auf mich, verglichen mit den USA, wie eine weise alte Frau verglichen mit einem pubertierenden 14-jährigen.
    Und Merkel und Regierung läuft dem Krawall machenden Jüngling hinterher, weil dieser kräftiger ist als die alte weise Frau und ihr brutal den Schädel einschlagen kann.
    Wer sich auf die Weisheit der repräsentativen Volksvertreter verlässt, ist verlassen.

    • > Florian Kirner hat auch in „Positionen“ und „KenFM im Gespräch“ überzeugt.
      Jepp! Und Dank für den Hint – hab‘ wohl frühere Beiträge mit ihm verpasst.

      > Das gleiche gilt aber auch für Ernst Wolf.
      Seine Position kenne ich schon zu gut, um mir was neues daraus zu gewinnen. Erst vor kurzem noch sein „Finanztsunami“ gelesen.

      Aber bei dem Schweizer frage ich mich immer noch, was er eigentlich zu dem Thema beigetragen hat. Und das war das erste Mal, dass ich einen Gast bei KenFM kaum noch verstanden habe. Das mag auch daran gelegen haben.

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