ZUR SACHE: GEZ – Was bekommt der Kunde für die Zwangsabgabe?

Die GEZ soll die öffentlich-rechtlichen Sender sowie ihre Formate finanzieren. GEZ steht für die Abkürzung der früheren Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland und bezeichnet auch die Gebühr, die für die Nutzung des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks anfällt, den sog. Rundfunkbeitrag.

Soweit die Theorie. Für viele Bürger, die die momentane Beitragshöhe von 17,50 EUR überweisen, wird dieser verpflichtende Vorgang inzwischen zu einer monatlichen Gewissensfrage. Nicht nur die Unzufriedenheit aufgrund mangelndem Gestaltungs- oder Mitspracherecht, sondern der stetig wachsende Frust über die permanent sinkende Qualitätskurve der Produktionen, lassen immer mehr Menschen am Sinn dieser Gebühr zweifeln.

Wird dieser Ärger von den Verantwortlichen wahrgenommen? Vielleicht. Wird die zunehmende Wut, der Frust über diese Ignoranz der Macher ernst genommen? Nein. Erst jüngst formuliert ZDF-Intendant Thomas Bellut folgende Erkenntnis: „Eine moderate Erhöhung des Rundfunkbeitrags sei notwendig. Klar ist, ohne eine Beitragsanpassung ist das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten“.

Kann der Endverbraucher sich wehren? Gibt es Alternativen, bzw. gibt es Wege aus diesem Dilemma? Ja! In einigen Bundesländern ist z. B. ein Volksentscheid zur Befreiung vom Rundfunkbeitragszwang möglich und diese werden aktuell angestrebt. Weitere Informationen dazu: HIER!

In der neuesten Ausgabe von ZUR SACHE diskutieren folgende Gäste zur Frage: GEZ – Was bekommt der Kunde für seine Zwangsabgabe?:

Redaktioneller Hinweis: Ja, Ken Jebsen meinte Boris Palmer.

Inhaltsübersicht:

00:01:50 Das System GEZ: erhalten oder beenden? Persönliche Einschätzungen der Gäste

00:09:30 Die öffentlich-rechtlichen Medien: Tendenziöse oder neutrale Berichterstattung?

00:26:33 Konsequenzen bei Zahlungsverweigerung des Rundfunkbeitrags

00:41:05 Ein Fallbeispiel von Einflussnahme

00:44:38 Widerstand und Gegenaufklärung

00:58:31 Die Idee, die Initiative: rundfunkbeitragswiderstand.de

01:07:55 Hypothese, der Volksentscheid seitens ARD und ZDF kommt

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

41 Kommentare zu: “ZUR SACHE: GEZ – Was bekommt der Kunde für die Zwangsabgabe?

  1. So wie man den Krebs heilt,indem man seinen Organismus vom sauren Milieu wieder ins basische Milieu bringt,so sollte auch einem kranken gesellschaftlichen System keine Energie mehr zugeführt werden.

    Aber ich bin wahrscheinlich etwas über das Ziel hinausgeschossen-denn im Nachhinein ist es ja auch Entzug von Energie,wenn man die zwangsfinanzierten Lügen-Medien nicht mehr bezahlt.

    Ich ärgere mich nur immer darüber,dass das große Ganze aus dem Blick gelassen wird.

    • Sie kommen mir eigenartig bekannt vor….. 😉

      Danke für die Antwort, so etwas ist auf diesem Forum leider nicht üblich. Meist nur Monologe und kurze Rechthabereien. Man setzt seine Duftmarke ab und ist schon wieder weg.

      Hier würde ich unterschreiben: „Aber ich bin wahrscheinlich etwas über das Ziel hinausgeschossen – denn im Nachhinein ist es ja auch Entzug von Energie, wenn man die zwangsfinanzierten Lügen-Medien nicht mehr bezahlt.“
      Das große Ganze wurde hier jedoch, soviel ich lesen konnte, nicht aus dem Blick verloren.
      Krebs hat, wie alles in dieser Welt, nicht nur eine Ursache (das übersäuerte Milieu). Autoaggression wirkt mit, die Gedanken, denen ich nachhänge und die ich kultiviere, die Unterdrückung von Emotionen, die Zufuhr giftiger Lebensmittel (sowohl materieller als auch psychischer Art), elektromagnetische Strahlung, Aerosole etc. p.p.

      Wenn ich brav meinen Basentee trinke und zulasse, daß an jedem Heizkörper ein digitaler Verbrauchszähler angebracht wird, sowie an jedem Wasserhahn ein Smarmeter, außerdem mein Handy immer angeschaltet am Körper trage, dann wird sich vermutlich nicht viel ändern.
      (Ich bin jetzt zu faul, diese Aussagen analogisch auf den semantischen Kreis um die GEZ zu übertragen, aber das müßte eigentlich möglich sein.)
      Ein sehr weiser Mann hat übrigens empfohlen, bei Krebs auch die Chemo nicht von vornherein auszuschließen, denn in manchen Fällen ist es sinnvoll, daß aggressive Tumoren bekämpft werden, zusätzlich zu all den anderen Therapien. Ich habe lange gebaucht, das zu verstehen.
      Und auch Homöopathie arbeitet ja mit Giften (wenn auch potenzierten) und versucht, Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen.

      Was „mich“ nicht ärgerte, aber warum ich Ihnen antwortete, war jenes „total irrelevant“, mit dem Sie hier in Bausch und Bogen eine sehr wertvolle Arbeit diskreditiert haben.

      Wenn zur Politik übrigens nicht Persönlichkeitsarbeit dazukommt, dann wird politische Aktivität immer nur ihre eignen Neurosen multiplizieren und das Unglück, gegen das man anzutreten vorgibt, in der Welt nur noch vervielfachen. Diese Trennung kann ich also nicht gut finden, die Sie da zwischen innerer und äußerer Arbeit ziehen wollen. Wo ist also hier Ihr Blick auf das Ganze?

      P.S.: Es gibt nur einen zentralen Ich-Gedanken, es sei denn, Sie wären eine multiple Persönlichkeit.

    • Mein Fehler: Sie schrieben nur „irrelevant“ und benutzten die Totalisierung an anderer Stelle im gleichen Satz („total ausgeblendet“). Soviel Genauigkeit muß sein in schriftlicher Kommunikation.

    • Wo ist der Blick auf das Ganze?
      Das „Ganze“ist ein System,das total gelenkt wird von Leuten,die unsere Politiker nur benutzen als Marionetten und diese lenken und leiten,wie es ihnen beliebt und wie sie es für richtig erachten.Das sind die Leute,welche den „Blutkreislauf“ der Welt kontrollieren-den Geldfluss. Ich nenne das mal Blutkreislauf,weil der Geldfluss es erst ermöglicht,dass in diesem System die Länder untereinander Waren austauschen.
      Das System ist eben diese Matrix,in der wir leben. Und jede politische Betätigung innerhalb dieser Matrix stärkt nur deren Macht.Eben weil das System jede Tätigkeit innerhalb seiner Struktur absorbiert und für seine Erhaltung nutzt.
      Darum sprach ich davon,dass man diesem verbrecherischen System jede Energie entziehen muss.

    • Zum Thema Krebs und Chemo hier ein Zitat:
      Mit einer „Erfolgs“-Quote von katastrophalen 2-4% (!!!) gilt die Chemotherapie als „Königsdisziplin“ der Schulmedizin. Es ist unbegreiflich, warum die „Giftkur ohne Nutzen“ weiterhin als vielversprechende Standardtherapie gepriesen und angewandt wird. Eine Chemotherapie kostet zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Die Pharmaindustrie macht mit Zytostatika einen jährlichen Umsatz von geschätzten 3 Milliarden Euro. Krebs ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Krebs ist wahrlich ein Mordsgeschäft.

      Es muss festgestellt werden, dass Menschen die an Krebs erkrankt sind, weitaus bessere Chancen hätten und ein längeres Leben führen könnten, wenn sie sich erst gar nicht auf eine solch grausame Art behandeln lassen würden. Wer nicht zur Krebsfrüherkennung geht, der lebt länger.

      Dr. Leonard Coldwell

    • Ich hoffe, Sie glauben nach unserem Austausch über Nahrungsmittelergänzungen und Homöopathie (an anderer Stelle) nun nicht plötzlich an dieser Stelle hier, ich wäre ein Befürworter der Schuldmedizin? Oder gar der Pharmaindustrie? Nein, ganz sicher bin ich das nicht. Aber ein Heilpraktiker muß einem Krebskranken, wenn er verantwortlich handeln will, eine Chemotherapie (oder Operation) unbedingt empfehlen. Diese kann nicht pauschal als nutzlos oder gar gefährlich bezeichnet werden. Man muß von Fall zu Fall unterscheiden. Aber wir sind hier off-topic unterwegs, daher nur diese knappe Ergänzung.

      Der Blick aufs Ganze, wenn er denn einer sein möchte, kann nicht 50% dieses Ganzen ausblenden, das im Inneren des Menschen liegt, als Erzeuger und Verursacher sämtlichen Außens und folglich sämtlicher Systeme. Die Manifestationsrichtung läuft von innen nach außen. Im Augenblick gilt: Der menschliche Geist IST das System. Für das Äußere gilt: „You cannot beat the system“ (John de Ruiter). Die Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Hälften (Innen/Außen) wirken wie ein Fluch; sie sind ein Teufelskreis, dem nur noch schwer zu entrinnen ist ohne eine Arbeit an der Erweiterung unser aller Bewußtsein.
      (Übiggebliebene Willensfreiheit weniger als 10 %)
      Wir haben genau die Regierungen und genau die Systeme, die wir verdienen. Nichts läuft falsch, aus einer höheren Perspektive betrachtet.

  2. Kann man über diese Zwangsabgabe ernsthaft diskutieren,wenn man nur mal bedenkt,dass das Grundgesetz einen freien Zugang zu Informationen garantiert.

    Andererseits muss man bedenken,dass für das Grundgesetz kein Geltungsbereich mehr existiert seit der sogenannten „Wiedervereinigung“,die keine war.

    Also ,eine solche Diskussion ist irrelevant,weil die Realität total ausgeblendet wird.

    • Die Realität ist zur Zeit dass dieses Unding wirksame installiert wurde. Hier werden Drei Personen vorgestellt die jeder auf seine Weise versuchen diesen Zustand zu verbessern.

    • Man könnte mal fragen,warum diese Verwaltung immer gegen ihre eigenen Gesetze verstößt,und warum das ohne Folgen bleibt.
      Man könnte auch mal fragen,wozu Gesetze dienen ,wenn sie nicht eingehalten werden.
      Beziehungsweise ,warum braucht das Grundgesetz nicht mehr eingehalten zu werden?!Vielleicht weil das schwierig wird ohne einen Geltungsbereich…

      Alles andere ist Zeitverschwendung ,weil nur über Symptome geredet wird.

    • Auswandern nach Irland? 😉

      Realität findet auf verschiedenen Ebenen statt. Krankheit und pathologisches Geschehen, sei es gesellschaftlicher Art oder persönlich, ebenfalls. Und jede einzelne dieser Ebenen ist im Auge zu behalten und zu behandeln.
      Wenn wir immer nur an den Ursachen kurieren würden, statt gleichzeitig auch auf jenen auf diese folgenden Ebenen – den Symptomen – dann wären wir bis dahin längst alle verhungert oder sonstwie gestorben.

      Die allererste Ursache aller Mißstände in der Menschenwelt ist der Ich-Gedanke nebst all seinen Auswüchsen wie Gier, Neid, Stolz, Zorn, Selbstsucht, Rechthabenmüssen, Machthunger etc.

      Kurieren Sie nur an Ihrem Ichgedanken? Bemühen Sie sich um Selbsterkenntnis und durchwandern Sie Ihre innere Schattenseiten, um Befreiung vom Ego zu finden? Um jene Instanz in Ihnen loszuwerden, die zu totalen Aussagen neigt?
      Nein?
      Dann wäre alles andere, was Sie tun, in Ihrer Sichtweise „total irrelevant“ und nichts als nutzlose „Symptomkuriererei“.

    • Meine Ichgedanken könnte ich formulieren in einem Forum das sich um die geistige Entwicklung des Menschen auf der persönlichen Ebene kümmert.
      Aber hier geht es ,denke ich,um gesellschaftliche Fragen. Natürlich gehört auch beides zusammen.

      Aber wie in der Schulmedizin noch immer die schlimmsten Krankheiten nur symptomatisch behandelt werden,scheint das in gesellschaftlicher Hinsicht nicht anders zu sein.
      Noch immer wird Krebs behandelt,indem Menschen einen giftigen Cocktail in ihren Organismus gespritzt bekommen und man sagt ihnen,dass das die Krankheit heilen soll.
      Das gleiche findet statt,wenn in einen unsouveränen oder besetzten Land zu Wahlen aufgerufen wird,wo die Menschen dann mit ihrer Wahl das System nur untermauern.Das war jetzt nur ein Beispiel.
      Man kann eine Krankheit nicht mit Gift heilen und ein nicht reformierbares System kann man nicht mit kleinen Veränderungen reformieren.So wie ja schon Peter König in einem Interview mit Ken Jebsen sagte-das System ist nicht reformierbar.

      Ich kann das wahrhaftig nicht begreifen ,wie Menschen sich dermassen manipulieren lassen-besonders bezüglich des Gesundheitssystems-Entschuldigung-Krankheitssystems.

    • Den Hinweis zum Auswandern habe ich bis jetzt immer mit den Günstlingen des Systems verbunden,die so unliebsame Kritiker loswerden möchten. Darum laufen auch permanent solche Sendungen im „Bildungsfernsehen“

      Alias,ich glaube es ist ziemlich komisch immer wieder zu versuchen,den Menschen selbst die Schuld zu geben für Machtstreben,Gewalt und Gewinnsucht, wenn es doch offensichtlich ist,dass wir in einem kranken System leben,dass diese Begierden im Menschen geradezu heranzüchtet durch all seine Institutionen.
      Sie reduzieren alles immer auf den Menschen selbst,und schützen damit irgendwie das kranke System.

  3. Das Übel ist meines Erachtens nicht die Tagesschau welche einseitig informiert.
    Nein das Üble ist die Durchgängigkeit, welche die einseitige Darstellung mit jeder Sendung untermauert. Ob Tatort oder Traumschiff, Lindenstraße oder Talkshow, die Grundausrichtung ist immer die gleiche.So wird das Narrativ immer weiter erzählt und spaltet die Gesellschaft.
    Diese Spaltung findet mittlerweile überall statt.
    Es ist kein Meinungsaustausch mehr möglich, da der Wissensstand sich dramatisch verändert hat. Man kann davon ausgehen, dass diese Sendung nur von Interessierten angeschaut wird..
    Der Rest bildet sich Meinung über Mainstream und ist somit nicht Diskussionsfähig.

    • Sehr gut, dass Sie das hier erwähnen.!
      Dieses Phänomen ist sogleich ein sehr entscheidendes stereotypisches Qualitätsdefizit, welches das gesamte Angebot betrifft.
      Wenn der Konsument das nicht reklamiert, lässt er sich bescheißen.
      Übel in der Tat weil:
      Die Diskussionsfähigkeit wird dadurch wiederhergestellt, dass man ausschließlich Mitglieder der Atlantikbrücke in eine Diskussionsrunde einlädt und das als Meinungsvielfalt präsentiert.
      Und schließlich wird nur noch über CO2 und Feinstaub diskutiert während wir an Vandalismus aus Profitgier verrecken.

    • Es hat auch sehr viel mit der Trägheit, dem Überschuss an Energieangebot sowie dem „Energiesparmodus“ des Menschen zu tun. Die Metapher der McMedien ist da ein schönes Beispiel.
      Ein Überangebot an Medien-Junkfood wird schön verpackt auf dem Tisch serviert und obwohl man weiss, dass der Verzehr dieser Produkte auf Dauer einen schadet, greifen trotzdem die Mehrheit dort zu, weil es sehr viel Energie kostet selber zu kochen. Und welcher Mensch greift nicht auf eine im Wohnzimmer liegende Pizza zu, nach Feierabend, bevor er in der Küche selber etwas zubereitet?
      Abgesehen von diesem Punkt. Die meisten Menschen haben gelehrt bekommen die „richtigen Fakten“ auswendig parat zu haben, aber nicht gelernt die richtigen Fragen zu stellen.
      Warum ich die „richtigen Fragen“ sage? Nehmen wir das Beispiel von Herrn Kretschmann. Es wurde die Frage bzgl. der GEZ an das BverfG gestellt, ob der Zwang verfassungswidrig ist. Aber die Frage, wie es dazu kommt und ob das nicht verfassungswidrig ist, dass ein Verfassungsrichter mit Parteibuch und brüderliche Beziehung zu Privatwirtschaft hier genau über Verfassungsangelegenheiten urteilen darf, wurde nicht gestellt.
      Also, irgendwie werden immer nur Personen in Frage gestellt, aber selten Strukturen und System zur Debate disponiert.
      Dass Menschen immer irgendwelchen Interessen verfolgen und dass diese auch nicht eliminiert werden kann, braucht man doch nicht darüber zu diskutieren. Aber über die Strukturen und das System, die es ermöglichen, Partikularinteressen in korrumpierter Weise über die Interessen der Mehrheit zu stellen, müssen debatiert und auch schlussendlich die Fehler beseitigt werden.

    • @Socke4612
      Ja, das ist absolut richtig. Ich habe den Eindruck, daß sich durch Aufklärung durch KenFM und andere nur ein kleiner Teil der Menschen erreichen läßt. Damit meine ich nicht die organisatorische Erreichbarkeit, sondern die mentale. Die weitaus meisten Leute sind einfach nicht in der Lage, ihre bisherige durch Propaganda und Manipulation erzeugte Grundhaltung in Frage zu stellen. Sie lassen den Keim des Anfangszweifels nicht in sich aufkommen, weil sie dafür gar keinen Anlaß sehen.

      Ich fürchte, das bleibt so. Nur eine Massenverelendung könnte vielleicht die Menge der „Aufgewachten“ vergrößern. Aber angesichts der heutigen ausgefeilten Propaganda- und Manipulationsmethoden wäre selbst dann die Menge nicht groß genug. Man wird die Schlafschafe wieder auf irgendeinen „Feind“ hetzen, und die Herde wird sich hetzen lassen.

      Obwohl sich die Informationsmöglichkeiten durch das Internet wesentlich verbessert haben, ist es heutzutage viel schwieriger, eine grundsätzliche Änderung der (Macht-)Verhältnisse zu erreichen als in früheren Zeiten.

    • „Die weitaus meisten Leute sind einfach nicht in der Lage, ihre bisherige durch Propaganda und Manipulation erzeugte Grundhaltung in Frage zu stellen. Sie lassen den Keim des Anfangszweifels nicht in sich aufkommen, weil sie dafür gar keinen Anlaß sehen.“

      Zwei sehr wahre Sätze. Wieviele von jenen, die solche Sätze sagen, würden diese jedoch auch auf sich selbst beziehen und auf ihre eigne Haltung anwenden?

      Also zum Beispiel auf ihre Konditionierung in puncto materialistisches Weltbid, in puncto materialistisches Paradigma, das im Kern, wie Sheldrake und viele andere nachwiesen, auch nicht mehr ist, als eine Glaubenshaltung und eine Überzeugung?

      Aber auch hier haben Sie vermutlich Recht: „Ich fürchte, das bleibt so.“

      *****************

      Herr West, ich meine, es fehlt ein wichtiges Wort, oder?:
      Sie schrieben
      „Die Diskussionsfähigkeit wird dadurch wiederhergestellt, dass man ausschließlich Mitglieder der Atlantikbrücke in eine Diskussionsrunde einlädt und das als Meinungsvielfalt präsentiert.“

      (… dadurch NICHT wieder hergestellt..)

    • U.West
      Sie bringen es auf den Punkt,
      Ob Atlantikbrücke oder Mietmaul, es ist ja letztendlich egal, es mögen ja sogar überzeugte Anhänger in den Diskussionsrunden auftreten, aber dass Stimmen wie Frau Maren öffentlich lächerlich gemacht werden, ob wohl sie meines Erachtens einen wirklich wertvollen Beitrag in der Gesellschaft, geleistet hat, ist mittlerweile zu einem üblen Stilmittel geworden. Dagegen sind Shitstorm, und Flashmobs und sonstigen beklagenswerten Auswüchsen nur harmoser Kinderkram.
      Ich meine den öffentlichen Pranger der vom Mainstream täglich errichtet wird.

  4. Vielen Dank, liebe/r Bernhard Meyer, Zerberus, abarth, Paleene und Alias für Ihre freundlichen Worte. Ich habe bei solchen Anlässen zumeist die komplette Argumentationskette im Kopf, leider passen zuweilen die Fragen nicht dazu, man möchte Einwände zu den anderen Teilnehmern anbringen oder aber es kommt zum totalen Blackout. Ich bin eher so der „schriftliche“ Typ. Das Thema ansich ist auch zu groß für eine Stunde Diskussion. Vielleicht könnte das Team von KenFM innerhalb der Community Fragen und Anregungen zum Thema sammeln, die man dann bei Gelegenheit gemeinsam erörtern und in einer offenen Runde diskutieren könnte.

  5. Das Leben könnte so einfach sein… Die Öffentlich-rechtliche Medienfinanzierung auch.
    Wenn man doch jeder Sendung einen festen Betrag zuordnen würde (Bsp. Zwischen 10 ct und 1 Euro, je nach Einschaltquote oder welchen auch immer sonstigen Aufteilungsschlüssel) und dank heutiger Technik jeder Zuseher sich die Sendung mit einem Knopfdruck kaufen könnte.
    Würde ich jede Anstalt-Sendung sehen wollen, dann würde ich z.B. 50 ct bezahlen. Bei 4 Millionen Anstalt-Fans wäre es dann ca. 2. Millionen €/je eine Anstalt-Ausstrahlung. Die Tagesschau für 1 Euro mit 50 Tausend Zuschauern eben 50.000 €/je Sendung.
    Mit dieser Methode würde jeder Beitrag genau das bekommen, was es verdient. Im wahrsten Sinne des Wortes.
    Damit würde man auch von jetzt auf gleich die Spreu vom Weizen trennen -> automatische Qualitätssicherung.
    Und die Öffentlich-Rechtlichen könnten Ihren Medienauftrag gewissenhaft und in Ruhe ausführen, da sie daran interessiert wären qualitativ gute Beiträge zu senden. Der mündige Bürger würde diese Art von Mediengestaltung/ und finanzierung ganz sicher und fair unterstützen.

  6. Wer die Musik bestimmt, sollte auch alles zahlen.

    Ich bin für ersatzloses Streichen. Dass wer anders was bestimmen dürfte, sind ohnehin fromme Wunschträume. Dann müsste mancher seine Sehgewohnheiten überdenken.

    Soll doch der Markt und sollen sich doch die privaten Sender tummeln. Das Zuschaun dort ist freiwillig.

  7. Eine spannende Sendung mit vielen unterschiedlichen Gesichtspunkten, ein breites Spektrum wie es auch die öffentlich-rechtlichen Medien liefern.
    Ich möchte allerdings nicht darauf verzichten, dass mit ihnen mir die Welt mit allen ihren subjektiven und objektiven Seiten ins Haus, im Zug oder Fahrrad nahe kommt. Wieviele aufklärerische, künstlerische Beiträge gibt es, die ich nicht missen möchte und da ich sie nutzen will, auch gerne bezahle. ( am Rande: ich kann garnicht verstehen, dass man die frei zu handhabende Bereicherung durch Medienangebote ablehnt).
    ABER gerade dann, wenn eine Medienverantwortung, das Recht auf wahrheitsgetreue Informationen zum Tragen kommen müssten, werden Zuhörer und Zuschauer insbesondere in gesellschaftspolitischen Themen zu oft sträflichst betrogen. Frau Schiffer drückte das klar aus: die Nachrichtensendungen widersprechen dem journalistischen Niveau vieler vorausgehender Sendungen. Herr Jebsen wies richtigerweise noch mal auf die Tagesschau hin „Die Macht um acht“ oder Frau Müller wies mit Fakten auf das Russland Bashing hin (sehr wichtig in diesem Zusammenhang: die „Zur Sache Sendung“ zu Russland) und Herr Kretschmann sieht den Kaiser nackt.
    Frau Schiffers Forderungen zu einer anderen Ausbildung zum Journalisten finde ich sehr berechtigt und vor allen die Notwendigkeit, die Strukturen im Apparat so zu verändern, dass das Recht auf Information und das Recht zu informieren nach demokratisch zu erarbeitenden Kriterien erfolgt.
    Bei diesem gesellschaftlichen Machtkampf (der ja in allen gesellschaftlichen Bereichen geführt wird) sind das Institut für Medienverantwortung und die Ständige Publikumskonferenz ganz wichtige demokratische Partner. Dank für die Einladung zur Gesprächsrunde!
    Aber nochmal: die eigentliche Crux in den Medien ist deren politische Ausrichtung , die mit Lügen, Verschweigen und Unterstellungen operiert, die dank deren Presse-, Macht- und Kapitalkonzentration, deren Atlantik-Ausrichtung, dem Netzwerk „Integrity Initiativ“ realisiert wird. So darf es nicht sein! (daneben gegriffen fand ich allerdings in diesem Zusammenhang den Vergleich zu den DDR-Medien)
    Solange politische Verantwortung sich nicht in Medienverantwortung ausdrückt, das heißt in meinen Augen eine genaue Kenntnis des Völkerrechts, d.h. als wichtigste Aufgabe der Gesellschaft, die Geißel des Krieges -heute sogar des atomaren Angriffs- und Faschismus zu beseitigen, ist in unserer westlichen Welt mit deren Wahnsinns-Aufrüstung, mit Feindbildern begründend, jeder Widerstand dagegen wertvoll. Alternative Informationsquellen und Einrichtungen, besonders im Bereich der gesellschaftspolitischen Themen müssen wir verbreiten und nutzbar machen. Journalisten empfehlen, wie hier auch gemacht, die o.g. Kriterien erfüllen.
    Weiter so! In breiter Vernetzung der alternativen Angebote!

  8. Dänemark ist etwas innovativer und hat den Rundfunkbeitrag abgeschafft.

    Ken Jebsen hat seinerzeit bei Rundfunk Berlin-Brandenburg gearbeitet.
    Heute würde er sehr wahrscheinlich auch gar nicht mehr dorthin zurückkehren wollen.

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war jedenfalls zu einem Zeitpunkt entstanden, als es die vielen Medienangebote wie heute noch nicht gab.

    33 291 Euro für „Mainzelmann“ Thomas Bellut sind aber lediglich die Nebeneinnahmen des Intendanten des ZDF.

    Sein Jahresgehalt betrug in 2010 276 713 Euro.
    Das ist Geld, das nicht nachvollziehbaren Regeln folgt, sondern einfach nur von den Banken aus dem Nichts geschöpft wurde.

    Seine Gehälter und seine Geldvermögen bestehen aus den Schulden anderer Leute, die diese wegen der immer mehr ansteigenden Schieflage nie wieder zurückzahlen können.

    Vor allem fällt auf, dass Thomas Bellut keine Scheu hat, seine dermaßen utopische Prestigegehälter von Geringverdienern zwangsbezahlen zu lassen.

    Gleichzeitig müsste er doch angesichts der Probleme des weltweiten Finanzsystems auf die Barrikaden gehen. Aber das tut er nicht.

    Wenn jedenfalls sämtliches Geld im Umlauf letztlich aus Schulden besteht, die mit jedem Sparen einzelner Personen immer mehr ansteigen müssen, aber niemals abgebaut werden können, dann stimmt da doch einiges nicht.
    Anfang 2018 hatte es auch der Vorsitzende der ARD Ulrich Wilhelm festgestellt, dass den Sendern Geld fehlt und daher hatte er eine Erhöhung des Zwangsbeitrags ins Gespräch gebracht.

    Es ist erschreckend, dass die Intendanten von ARD/ ZDF einen dermaßen hohen Realitätsverlust zu haben scheinen, dass sie trotz ihrer eigenen dermaßen hohen Bezüge überhaupt auf die Idee kommen, dass womöglich sogar auch noch Erwerbslose, die zwar dem Grunde nach Ansprüche auf Hartz IV haben, aber aus welchen Gründen auch immer darauf verzichten, womöglich ebenfalls die Zwangsgebühren bezahlen müssen.

    Und was ist davon zu halten, wenn der Bundesbank Chef Jens Weidmann mit der Tagesthemen-Sprecherin über stabiles Geld spricht?

    Das Geld ist jedenfalls nicht deshalb stabil, weil dies eine durch die Natur gegebene Vorschrift ist, sondern weil die Bevölkerung an der kurzen Leine gehalten wird. An den Gehältern von Jens Weidmann oder der Tagesthemen-Sprecherin wird es dann wohl nicht gelegen haben, dass der Geldwert stabil ist.

    Dies verdeutlicht es, dass die Leute mehr lesen sollten. Fernsehgebühren setzen auf die falsche Medienlandschaft. Wir haben inzwischen dermaßen viele Fernsehsender, aber wir tun nichts gegen die gespaltene Gesellschaft.

    Zwischen der Politik und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt es zudem Drehtür-Effekte.
    Beispielsweise wurde der Regierungssprecher ULRICH WILHELM BR-Intendant. Steffen Seibert hingegen wurde vom Mainzelmann zum Regierungssprecher.

    Politiker, die nicht viel mit Demokratie zu tun haben, nutzen die öffentlich-rechtlichen Medien als reines Herrschaftsinstrument.

    Insgesamt hat man den Eindruck, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die freie Meinung eher unterdrückt als fördert.

    Dann stand vor einiger Zeit der Fernsehrat in der Kritik, weil dieser zu sehr mit Politikern besetzt war. Heute wird dies zwar nicht mehr ganz so sehr der Fall sein. Stattdessen sitzen dort jetzt Interessenvertreter diverser Organisationen wie etwa von der Kirche.

    Kardinal Marx mit seinen 12.526 Euro pro Monat. BMW und Palais.

    Die Kirche sollte insofern ihre Rolle in den Medien überdenken, weil die öffentlich-rechtlichen Sender auch immer wieder in Verdacht stehen, dass sie Kriegspropaganda machen.

    Dann hatte es in 2017 eine angeblich demokratische Fragestunde der Bundeskanzlerin mit Publikumsteilnehmern einer Fernsehshow gegeben. Dabei wurde versehentlich ein Fragebogen vor die Kamera gehalten, auf dem die Personen, die der Bundeskanzlerin Fragen stellen sollten und zudem auch die Fragen selbst, bereits vermerkt waren.

    Etwas problematisch ist es zudem, dass Schäubles Tochter Chrstine Strobl bei den öffentlich-rechtlichen Medien eine Führungsposition besetzt.

    In 2015 stand es darüber hinaus in der FAZ, dass die deutschen Sender und die Produktionsfirmen auf geradezu irrsinnige Weise miteinander verwoben sind.

    Wie es KenFM zu einem früheren Zeitpunkt berichtete, sei beispielsweise Claus Kleber auch noch nebenbei in der Atlantik-Brücke oder etwa auch Kuratoriumsmitglied der deutschen Dependance des Aspen-Institutes.

    Dann war es in 2016 vorgekommen, dass eine Fernseh-Gebühren-Rebellin insgesamt 61 Tage lang wegen ihrer Verweigerung im Gefängnis war.

    Wenig später hatte sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk dazu so geäußert, dass eine Haftstrafe für eine Gebührenverweigerung unverhältnismäßig sei.

    Die Diskussion über die Fernsehgebühren sollte keine Priorität haben, weil das weltweite Finanzsystem höchstens noch zwei Jahre lang funktionieren kann.

    • Danke für die ausführlichen konkreten Fakten (die sicher überprüfbar sind) und die der notwendigen Empörung Stoff gibt!

  9. Viele Politiker (als Beispiel mal Kurt Beck) bekommen per Partei den Posten im Rundfunkrat.
    Warum wird die parasitäre Höhe der monatlichen Renten solcher Schmarotzer (zusätzlich zu anderen Rentenansprüchen und Beraterverträgen) hier nicht genannt?

    Ehrenamtliche bekommen in anderen Organisationen oft NULL ! Daher sollten solche Posten im Rundfunk nur vergütet werden – wenn der Empfänger Harzer ist!

  10. Danke Ken! Diese Runde und die Sendung an sich heben sich mal wieder positiv meilenweit ab von dem was als unabdingbar für eine Demokratie verkauft werden soll! Ich bin der Überzeugung Staatsfunk ist obsolet. Ein Recht (Grundrecht…lachhaft, an vergifteten Nahrungsersätzen und allem Anderen dürfen wir sterben, aber vom Staatsfunk informiert zum Wohl des Volkes (völkischer Rundfunk)…irre!) auf Information beinhaltet auch das Recht zum Verweigern, sonst wäre es kein Recht! Was ich an Infos benötige, suche ich mir selbst. Haben wir nun Demokrtie oder einen USA-Vasallenstaatsaparat? Rethorische Frage. Absurd dieser BRD-Kasperverein! Ich will nicht informiert werden, ich möchte mich informieren! Das ist ein Unterschied! Daran ändert auch kein sonst so gut gemachter zwangsbesteuerter Radiobeitrag oder die Anstalt etwas! Ich bezahle für Beiträge, die mir zu Passe kommen. Für andere nicht. Das will ich wie jede übliche Rechnung gesondert bezahlen. Ich zahle nicht für spekulative Rentenfonds oder Propaganda, die meine Familie, weil deutschstämmig, verwünscht und gerne ausrotten möchte, wie Herr oder besser Satan Mounk ungefragt im Staatsfunk Massenmord ankündigend so trefflich formulierte! Genozid auf Rundfunkbeitragsraten? Was muss hier eigentlich noch passieren, eh wir uns dieser Geist- und später noch Menschenmordenden irren Parasiten entledigen – samt dem Steuerapparat? Ich zahl dem Attentäter die Waffen und Munition, damit er mich waidgerecht und CO2 neutral erlegen kann…und einen Feinstaubkatalysator vor den Lauf dröselt? Haben wir sie eigentlich noch alle?

    • Was war da noch mit dem Korrespondenten, der im ZDF einen Atomwaffenkrieg gegen Russland als Option ins Spiel brachte? Bähh!

  11. Gegen Ende dachte ich kurz, Frau Schiffer (die ich sehr schätze und von der ich schon viele Artikel gelesen habe) wolle uns das ÖR-Radio als die bessere Alternative verkaufen. Gut, dass sie dann doch noch erwähnte, dass dort exakt die selbe Schiene gefahren wird wie im TV. Die wertvollen Sendungen, die es gibt, laufen dann, wenn nur ganz wenige zuhören, die sowieso schon besser informiert sind als die große Masse. Zu den Sendezeiten, wenn die meisten eingeschaltet haben, also vom frühen Morgen bis zum späten Abend, läuft exakt die selbe Propaganda und Kriegshetze. Das ist ja auch logisch, denn die ARD-Sender erhalten ihre Nachrichten von denselben Nachrichtenredaktionen, die auch Tagesschau & Co versorgen (oder z.B. die Nachrichtenprogramme in den früher als „Dritten“ bezeichneten Regionalsendern).

    Im Übrigen bin ich und war ich immer ein Befürworter eines Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Nur funktioniert dieser nicht so, wie er angeblich gedacht ist. Ein solcher Rundfunk muss auch nicht so viel kosten. Daily Soaps, Koch- und Quizsendungen usw. sind überflüssig, das können die Privaten auch problemlos liefern (für diejenigen, die sich so etwas unbedingt antun wollen). Sport – ja, aber nicht den Sport, für den die Übertragungsrechte Unsummen kosten – das gehört ebenfalls in die Privaten (es sei denn, man würde diese abschaffen, wogegen ich gewiss nichts hätte, ist aber ein anderes Thema). Und wenn es dann eine Fußball-WM nur noch bei Sky gegen Pay per View gibt, dann sei’s drum – sowas regelt bekanntlich „der Markt“, und wenn dann niemand mehr zuschaut, sinken die Preise von selber. ARD und ZDF müssen da nicht mitbieten. Es gibt noch viele Aspekte, die in der Sendung nicht angesprochen wurden, aber das würde auch mehrere Abende in Anspruch nehmen.

  12. Frau Schiffer könnte doch einige leichte Fragen beantworten, bevor sie „Angst und Schreckens“ über den „Untergang des Medien-Abendlandschafts“ verbreitet.
    Wie genau ist der Prozess eines Vertrages definiert?
    Liegt in dem Fall ein Vertrag vor? Wie sieht es mit einer „Ewigkeitsklausel“ in einem Vertrag aus, ist dieser rechtens? Kann man von einen Vertrag zurücktreten? Stürzt das Rechtssystem in sich zusammen, wenn ein Vertragsteilnehmer vom Vertrag zurücktritt, oder ist nur der Vertrag an sich nichtig?
    Welchen Rechtsanspruch hat einer, wenn a priori kein Vertrag per Definition vorliegt?
    Liegt nicht eher in der Logik, dass in einem Rechtssystem jeder Teilnehmer einen anständigen sowie vernünftigen Vertragsabschluss als Rechtsanspruch gelten machen kann?
    Das sind nur einige Fragen innerhalb des Rechtsverständnisses dieses absurden aufgeblähten Systems in der wir gefangen sind.

  13. Diese Skepsis oder Angst von Frau Schiffer ist ziemlich überzogen und nicht logisch nachvollziehbar, wenn sie von Verlust des Rechtsanspruch spricht.
    Erstens ist diese Argumentation eine wirtschaftsrechtliche Schiene die größenteils im Vertragsrecht verankert ist.
    Aber auch hier kann diese Argumentations ganz schnell entkräftet werden, sogar innerhalb des Vertragsrechtssystem. Nämlich beim Zustandekommen eines Vertrages selber, wann ist dieser erst erfüllt? IMMER nur wenn die Willenserklärung BEIDER Vertragspartner übereinstimmen!
    Das widerrum ruft etliche Fragen auf bzgl. des GEZ-Zwangs.
    Kann unter einem Zwang überhaupt ein Vertrag zustande kommen? Wer sind die Vertragsparteien? Die eine Vertragspartei kennen wir, nämlich die ÖR. Aber wer ist der andere Vertragspartner? Alle Bürger als eine Entität oder jeder einzelne Bürger für sich?
    So, wenn wir alle Bürger als einen Vertragspartner betrachten, wo ist dann die gemeinsame Willenserklärung? Folgt man dieser Logik sind wir dann sofort beim Herrn Kretschmanns Initiative des Volksentscheids. Ansonsten muss der ÖR mit jeden einzelnen Bürger in den Prozess des Vertragsschlusses eingehen und hier gilt auch die Regelung der übereinstimmende Willenserklärung beider Vertragsteilnehmer muss gewährleistet sein!
    Und wenn einer meint, das Recht auf Bildung und Information sein ein Menschengrundrecht, dann muss diese genau definiert, debatiert und in der Verhältmäßigkeit gegen andere Grundrechte abgewägt werden.
    Z.B. wenn man Bildungs- und Informationsrecht unter „Zwang“ stellt, ist das ein klarer Widerspruch zum Recht der freien Entfaltung der Persönlichkeit und das muss diskutiert und abgewägt werden.
    Und diesen Punkt wurde in der Urteilsverkündung des Bverfg. nie hervorgehoben oder auch mit Vorsatz unter dem Tisch fallen gelassen.
    Aber was soll einer sich so darüber aufregen, wenn schon im Dorfsverein gekunkelt sowie Schindluder getrieben werden und selbst dort auf kleinster Ebene ganz schwierig ist, diese korruptiven Kräfte eines absurden Systems zu überwinden.
    Kann es auf einer überdimensionierten Ebene besser bereinigt werden?
    Hier bin ich bei Gerald Hüther der das hierachische Menschensystem anprangert wo jeder jeden zum Objekt macht, damit einer bzw. wenige sich irgendwelche Vorteile oder Privilegien für ein bequemes Leben ergaunern.

  14. Die Ausführungen von Frau Schiffer klingen für mich sehr schlüssig.
    Das liegt auch ziemlich nahe am Real-Standard unserer internationalen Wirtschaftsordnung.
    Insbesondere in Hinblick mit Qualitätsstandards wie zum Beispiel ISO so wie Reklamationsrecht bis hin zum Verbraucherschutz. Über das Recht der zahlenden Konsumenten gibt es Wege Mitspracherecht zu erwirken, weil ohne dem, ist Konsumzwang ein rechtliches Unding.
    Wenn nicht das aus der Leitung oder Steckdose kommt, was vereinbart wurde, gibt es keine bindenden Liefervereinbarung.

  15. Hallo Zusammen,

    ich möchte meine Anmerkungen zum Projekt „Rundfunk-frei“ von Olaf Kretschmann noch etwas präzisieren, da ich in der Sendung leider die richtigen Worte nicht gefunden habe.

    Das Projekt ist optisch und inhaltlich hochprofessionell, klug durchdacht und sympathisch begründet. Insbesondere die Vielzahl der Protagonisten mit bürgerlichem und intellektuellem Background erstaunt. Hat uns doch der Mainstream jahrelang in Bild und Ton vermittelt (und dabei auch schon mal aktiv nachgeholfen), dass nur Spinner und „Reichsbürger“ die „GEZ“ kritisieren. Die Rundfunk-Volksentscheide werden nicht nur den Beitragszwang aufs Trapez heben, sondern auch dringend benötigte Diskursräume eröffnen, was beim derzeitigen Zustand unserer Gesellschaft durchaus überfällig ist.
    Denn, würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch nur annähernd seine gesetzlichen Pflichten erfüllen, dann hätten wir keine sinkende Wahlbeteiligung, weniger prekäre Arbeitsverhältnisse, bessere Renten, keine Zustimmung für Kriege und imperiales Gebaren und mehr Solidarität innerhalb unserer Gesellschaft.

    Generell sehe ich daher die ausschließliche Fokussierung auf den Zwangsbeitrag sehr kritisch. Mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten haben die anspruchsberechtigten Bürger ein Pfund in der Hand, welches für den Zusammenhalt der demokratischen Gesellschaft nicht zu unterschätzen ist.

    Medien sollen Öffentlichkeit herstellen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat diese Aufgabe besonders sorgfältig wahrzunehmen. Wahrhaftige Information ist essentiell für das Funktionieren einer Gesellschaft. Menschen, die nicht korrekt und wahrheitsgemäß informiert werden, treffen in Folge zwangsläufig falsche Entscheidungen. Das gilt für Kaufentscheidungen ebenso wie für die Wahl einer politischen Partei, die Zustimmung für Kriegseinsätze und durch penetrante mediale Hetze geschürte Verachtung, Bekämpfung und Demütigung anderer Völker – so wie wir das gerade in Endlosschleife mit Russland erleben, mit Griechenland erleben mussten und mit Italien erleben werden.

    Mir wäre es daher wesentlich lieber, wenn alle demokratischen Kräfte in die Reformierung, Verschlankung und qualitativen Verbesserung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks investieren würden, und zwar sowohl auf struktureller als auch auf inhaltlicher Ebene. Vermutlich kommt man hier auch nur mit Druck von unten (Zahlungsverweigerung, Volksentscheide) weiter, denn die derzeit etablierten Parteien werden „aus Gründen“ kein Interesse an einer Veränderung des IST-Zustandes haben.

    Aber worum geht es:

    Tagtäglich 24 Stunden lang flächendeckende, aus über zwanzig Fernseh- und 70 Rundfunkkanälen, Berieselung mit teils identischen, banalen, boulevardesken, wahrheitswidrigen, volksverhetzenden, verdummenden, manipulierenden und politisch überkorrekten Inhalten braucht kein Mensch in diesem Land. Unzählige seichte und antiaufklärerische Unterhaltungsformate, Krimiserien, Sportübertragungen und Scripted Reality-Dokus könnten sämtlich den Privaten überlassen werden.
    Der konkrete Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten lautet unter anderem, mit Information, Bildung, Beratung, Kultur und Unterhaltung einen Beitrag zur Sicherung der Meinungsvielfalt und somit zur öffentlichen Meinungsbildung“ zu leisten.

    Wie aber sieht die Realität aus? Wir haben eine Überversorgung mit fragwürdigen Inhalten und eine Unterversorgung mit qualitativ hochwertigen Inhalten. Wir erleben Machtmissbrauch und Willkür in Talk-Shows, in Nachrichtensendungen, in politischen Magazinen und selbst in Kultursendungen in der Form, dass Moderatoren aktivistisch zu manipulieren versuchen, indem sie selektieren, unlegitimiert in die Politik eingreifen, politisch einseitig agitieren und somit aktiv zur Spaltung der Gesellschaft beitragen. Die öffentliche Meinung wird manipuliert, unliebsame Nachrichten werden unterdrückt und wünschenswerte lanciert.

    Die Rundfunkgremien, die sich eigentlich als Anwälte des Publikums verstehen sollten, betätigen sich als verlängerter Arm der Intendanzen und sind zum Großteil Interessenträger. Die Gremien gehören grundsätzlich basis-demokratisiert und von politischen und sonstigen Partikularinteressen befreit. Die vom Verfassungsgericht geforderte Staatsferne der Gremien wurde nie konsequent durchgesetzt.

    Starmoderatoren, Nachrichtensprecher und Talkmaster erzielen exorbitante Einkommen, die selbst mittellosen Beitragszahlern von ihrem ohnehin schmalen Einkommen abgepresst werden.

    All diese Defizite – und da ist nur ein Bruchteil derer die im ÖR System vorhanden sind benannt – gilt es durch Druck von unten auszuräumen, Wachablösung der aktivistischen und staatstreuen Journalisten, Chefredakteure, Showmaster und Demagogen inklusive.

    Das Wichtigste zum Schluss:

    Es wäre für den Staat die leichteste Übung, die öffentlich-rechtlichen Anstalten über eine Steuerfinanzierung am Leben zu erhalten. Vorgefühlt wurde bereits im Jahre 2014. (1)

    Der „Zwangsbeitrag“ ist jedoch NOCH der Garant dafür, dass die Mehrheit der Beitragszahler das von ihnen finanzierte Angebot auch konsumiert und genau deshalb wird der Gesamtaufwand auch betrieben, exorbitante Aufwendungen für Erinnerungs- und Mahnschreiben und für die Vollstreckung der Gebührenbescheide inklusive.

    Ein Großteil der Beitragszahler erfüllt die Quote und damit die dringend benötigte Legitimation für die Angebote schon aus ganz banalen psychologischen Gründen. Dass man nichts kauft was nichts taugt und dass man konsumiert, wofür man bezahlt hat, ist eine natürliche Annahme. Ich vergleiche das Ganze gern mit „all you can eat“, denn die Quote der Tagesschau kommt nicht von ungefähr und schon gar nicht aufgrund der hohen Qualität und des Wahrheitsgehaltes dieser Nachrichten. Der Glaube der Bürger, dass sie mit ihrem Beitrag eine wichtige und richtige Institution unterstützen, macht sie manipulierbar. Der persönliche Abgrund, in welchen sie stürzen würden, wenn lang gehegte Narrative vor ihren Augen zusammenbrächen wie Kartenhäuser und der einst vertrauenswürdige Anchorman zum einfachen Pinoccio mutierte, wäre tief und ließe sie an ein bislang falsch gelebtes Leben glauben. Dagegen wehren sich manch Gläubige bis ans Ende ihrer Tage.

    Ja, der Kaiser ist nackt und viele Mitstreiter reiben sich erstaunt die Augen, dass sich die Reihen der Kritiker, die einen anderen öffentlich-rechtlichen Rundfunk wollen, immer mehr verdichten. Sollte jedoch der Rundfunkbeitrag kippen, dann würde sowohl die gesetzlich bedingte Kontrolle der Anstalten durch die anspruchsberechtigten Bürger, als auch die Verpflichtungen und Berechtigungen aus den entsprechenden Staatsverträgen obsolet. Das Ganze käme einer Enteignung von Volkseigentum gleich.

    Ein wirklich unabhängiger, objektiver, unparteiischer, ausgewogener, die Mächtigen kontrollierender Bürger-Rundfunk, wäre das komplette Gegenteil dessen, was wir heute vorfinden. Wir sollten diese, durch unser Geld selbst geschaffene, Institution nicht ohne Not dem freien Markt vor die Füße werfen, sondern unseren Anspruch als Eigentümer lautstark und wirkmächtig geltend machen.

    (1) https://publikumskonferenz.de/wiki/wiki/Öffentlich-rechtliche_Medien/Aufgabe_und_Finanzierung

    • Hallo Frau Müller,
      Sie schreiben:
      „ich möchte meine Anmerkungen zum Projekt „Rundfunk-frei“ von Olaf Kretschmann noch etwas präzisieren, da ich in der Sendung leider die richtigen Worte nicht gefunden habe.“
      Allein schon dafür möchte ich Ihnen meine Sympathie ausdrücken. Oft schon habe ich mich gefragt, wie schaffen die das nur, immer alle Argumente parat zu haben. Später, beim Überdenken und vor allem beim Schreiben, kann ich es dann, aber oft nicht unter Druck bei einer Diskussion.

    • Ich kann mich da Herrn Meyer nur anschließen. Sehr sympathisch. Aber „nobody is pefect“, ja, und wie ich mich in einer Runde mit rhetorisch so hochgeschulten und Blitzesschnellen wie Jebsen und der Professorin machen würde, will ich mir gar nicht vorstellen. (Neige eher zum Wortfindungsstil und -tempo eines Herrn Büntig etwa.) Ich finde trotzdem, daß Sie auch in der Senung schon gut gesprochen haben.
      Umso mehr genieße ich jetzt aber die zusätzlichen Informationen. Ein großes Dankeschön!!

    • Liebe Frau Müller,
      herzlichen Dank für diesen Kommentar, der das (die) Übel präzise auf den Punkt bringt und die Zusammenhänge umfassend darstellt!

      Und ebensolchen herzlichen Dank für Ihr großes Engagement in der „Ständigen Publikumskonferenz“! Habe Ihren Blog bereits früher häufig und gern besucht 😉

    • Und auch von mir einen herzlichen Dank für Ihre Beteiligung an der Runde und für den so treffend formulierten Epilog! Auch ich bin schon einige Jahre an der Publikumskonferenz dran, wie auch auf der PS und anderen so wichtigen Plattformen die von Menschen wie Ihnen geschaffen wurden.
      Danke dafür!

Hinterlasse eine Antwort