ZUR SACHE: Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

8. Mai 1945. Als schlussendlich die Waffen schwiegen, nach elendigen langen sechs Jahren, gab es dieses eine Land unter seinem damaligen Namen Sowjetunion, in dem das Wort Vernichtungskrieg seiner Bedeutung grausam gerecht wurde.

Unfassbare 27 Millionen Menschen dieses großen schönen Landes verloren ihr Leben. Es wird annähernd unmöglich sein, in der gegenwärtigen Zeit Bürger, Familien des heutigen Russlands und seiner benachbarten Republiken zu finden, in denen es keine Opfer des Zeitraumes 1941 (dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht) bis 1945 (dem Kriegsende in der damaligen Reichshauptstadt Berlin) zu gedenken gilt.

Der unmittelbare konfrontative Anschluss, im sogenannten Kalten Krieg, brachte die Welt zeitweilig in die Nähe eines erneuten Weltkrieges. Der Warschauer Pakt auf östlicher Seite sowie das westliche NATO-Bündnis lieferten sich über Jahrzehnte theoretische Scharmützel, die überraschend abrupt 1990 friedlich ihr Ende fanden. Epochale Umbrüche dieser Zeit, das Ende der DDR, wie auch die Auflösung des Warschauer Paktes mündeten in der Auflösung der UdSSR  im Jahre 1991.

Möglichkeiten und Chancen einer friedlichen Zukunft wurden, entgegen getätigter Zusagen, nicht eingelöst. Mit dem Jugoslawienkrieg im Jahre 1991 wurde expansiven Plänen seitens der USA Tür und Tor geöffnet. Der Beginn der NATO-Osterweiterung.

Am 25. Oktober 2018 startete das NATO-Bündnis in Norwegen sein größtes Manöver seit Ende des Kalten Krieges. An Trident Juncture waren rund 50.000 Soldaten beteiligt, mehr als 8.000 davon stellte die deutsche Bundeswehr. In der unmittelbaren Nähe zu Russlands Grenzen sahen die teilnehmenden NATO-Staaten natürlich keinerlei provokatives Potenzial.

Die Einschätzung des Generalsekretärs des ausübenden Bündnisses, Jens Stoltenberg, spricht für sich: Stoltenberg betonte noch einmal, dass sich das Manöver nicht gegen Russland richte. „Die NATO übe, um Konflikte verhindern zu können und nicht, um einen Konflikt zu provozieren.“

94 Prozent der Deutschen halten gute Beziehungen zu Russland für wichtig (Ergebnis einer umfangreichen Studie des forsa-Instituts für Politik und Sozialforschung). Für sie ist der Russe kein Feind, er ist Nachbar. Die aktuelle Politik der deutschen Regierung, der NATO-Mitglieder und vor allem der USA interessiert das jedoch nicht. Es wird weiter, wie gerade auch erneut in der Ukraine, gezündelt. Warum ist dem so?

Der Titel der heutigen Ausgabe von ZUR SACHE lautet: Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

Es erläutern, vermitteln und diskutieren folgende Gäste:

  • Prof. Dr. Herwig Roggemann: Jurist, Vorsitzender des Osteuropa Institut a.D.
  • Friedrich Dieckmann: Schriftsteller, Mitglied des Willy-Brandt-Kreises
  • Ulrich Gellermann: Journalist, Betreiber des Internetportals Rationalgalerie

Inhaltsübersicht:

00:01:40 Generation Krieg: Prägung für das Leben

00:05:24 Feindbild Russland, wo liegen die Wurzeln

00:17:25 Deutsche Gestaltungsfreiräume im Verhältnis zu Russland

00:25:53 Moralische Doppelstandards?

00:36:10 Strategien für ein besseres deutsches Verhältnis zu Russland

00:55:17 Mit, nicht über Russland reden

01:11:51 1991: ein einmaliges Erlebnis

+++

KenFM jetzt auch als kostenlose App für Android- und iOS-Geräte verfügbar! Über unsere Homepage kommt Ihr zu den Stores von Apple und Google. Hier der Link: https://kenfm.de/kenfm-app/

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

15 Kommentare zu: “ZUR SACHE: Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen

  1. Wir haben ja nicht mal einen Friedensvertrag.
    Wenn der mal am Start ist, können wir vielleicht wieder für uns selbst über Krieg und Frieden entscheiden.

    Was schert sich denn den Keks darum, was der Krümel wünscht?

  2. Russland ist eine Oligarchie. Die sozialen Unterschiede sind dort extrem.

    Präsident Pution hatte seinerzeit vor allem Vertraute aus seiner Geheimdienstzeit ins Kabinett geholt.

    Zudem ist Russland das drittgefährlichste Land weltweit für Reporter. Binnen 15 Jahren wurden dort 580 Reporter getötet.

    Ende 2014 schlitterte Russland wieder einmal dem Staatsbankrott entgegen.
    Hier hatte man es versucht mit einer Zinsanhebung dem Rubelverfall gegenzusteuern.

    Die russische Notenbank hatte darauf den Leitzins auf 17 % angehoben.

    Oft wird Präsident Putin für Probleme verantwortlich gemacht,aber die Probleme sitzen meistens tiefer.

    Es gib ein Tagebuch, das die Welt berührt, und Anklage gegen Wladimir Putin erhebt: Dieses ist von Polina Scherebzowa, die im Tschetschenien-Krieg aufwuchs.

    Immer wieder liest man von russischem Schwarzgeld.

    Was die Russland-Sanktionen betrifft, nützen diese sehr auffällig den USA und man stellt sich die Frage, warum unsere Regierung dies dermaßen wenig bemerkt.

    In 2017 hatte Russland ein Großmanöver an der NATO-Grenze gestartet, so dass wir nicht die einzigen , so dass wir nicht die einzigen sind, die so etwas gemacht haben.

    Zurzeit versucht Russland es, sich vom US-Dollar-Diktat zu lösen.
    Es gibt zudem einige düstere Alois-Irlmaier-Prohezeiungen im Zusammenhang mit Russland.

    • Russland ist eine Oligarchie. Die sozialen Unterschiede sind dort extrem. – Was ist Ihre Aussage? Wo ist das anders – v.a. bei Betrachtung des Westens und seiner „Freunde“? Und woher wissen wir, dass es in Russland so ist?
      Präsident Putin hatte seinerzeit vor allem Vertraute aus seiner Geheimdienstzeit ins Kabinett geholt. – Ja, wahrscheinlich nicht so selten, international betrachtet, dass man sich Vertraute = Gleichgesinnte in sein Umfeld holt.. In den USA ist offensichtlich der Geheimdienst die eigentliche Macht – die Regierung bildet die Marionettenmannschaft um sie herum.
      Zudem ist Russland das drittgefährlichste Land weltweit für Reporter. Binnen 15 Jahren wurden dort 580 Reporter getötet. – Kann gut sein.. Was sind die Hintzergründe? Diese Zahlen wirken auf mich wie das hervorragend von Daniele Ganser aufgeführte Framing: „Man“ muss nichts mehr sagen, und jeder „weiß Bescheid“..
      Ende 2014 schlitterte Russland wieder einmal dem Staatsbankrott entgegen. Hier hatte man es versucht, mit einer Zinsanhebung dem Rubelverfall gegenzusteuern. Die russische Notenbank hatte darauf den Leitzins auf 17 % angehoben. – Die wirtschaftliche Situation hängt immer mit der politischen zusammen; was sind die Gründe und Fokgen des von Ihnen hier Beschriebenen?
      Es gib ein Tagebuch, das die Welt berührt, und Anklage gegen Wladimir Putin erhebt: Dieses ist von Polina Scherebzowa, die im Tschetschenien-Krieg aufwuchs. – Was beinhaltet es? Welche Tagebücher gibt es im Westen, auf der anderen Seite?
      Immer wieder liest man von russischem Schwarzgeld. – Wer schreibt es, und warum? Schreiben diejenigen auch über anderes Schwarzgeld? Oder lieber nicht?
      In 2017 hatte Russland ein Großmanöver an der NATO-Grenze gestartet, so dass wir nicht die einzigen , so dass wir nicht die einzigen sind, die so etwas gemacht haben. – Sehr interessanter Vergleich – vordergründig.. Ich kann mich nicht erinnern, dass Russland seit dem „Mauerfall“ in Deutschland seine Grenzen ausgeweitet hat, oder? Man kann tatsächlich alles vergleichen – wie sinnvoll das ist, ist eine ander Sache..
      Zurzeit versucht Russland es, sich vom US-Dollar-Diktat zu lösen. Es gibt zudem einige düstere Alois-Irlmaier-Prohezeiungen im Zusammenhang mit Russland. – Der letzte Satz ist leider sehr nebulös – was beinhaltet dies? Dass Länder versuchen, sich dem Neoliberalismus der USA durch autarke Währungen zu entziehen, finde ich sehr nachvollziehbar – mich wundert, dass so wenige darauf kommen, dies zu betreiben; Muammar al Gaddafi hat u.a. dafür durch die WESTMÄCHTE mit seinem Leben „bezahlen“ müssen.. Klar betrachtet nennt man dies Mord.

    • @hennerw
      Seit Boris Jelzin hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in Russland sehr deutlich weiter geöffnet.
      Unabhängig davon ob Herr Putin dafür etwas kann, ist es trotzdem Zeit zu handeln.

      Jedenfalls stört es mich deutlich, dass Herrn Putins Schwiegersohn zu den reichsten Milliardären in Russland gehört.

      Hier hat man dann schon ein wenig den Eindruck, dass Russland eine Plutokratie ist.

      Im Westen sind die sozialen Unterschiede aber auch nicht anders.

      Was die getöteten Reporter betrifft, ist es natürlich der Fall, dass man auch die Einzelfälle sehr genau beleuchten müsste, um es genau zu beurteilen, ob hier wirklich Journalistenmorde vorliegen.

      Auffällig viele Journalistenmorde gibt es aber auch in vielen anderen Ländern. Natürlich gab es diese in Russland auch schon vor dem Amtsantritt von Herrn Putin.

      Dass sogar bei staatlichen Stellen durchaus gemordet wird, hat uns beispielsweise der Fall Jamal Khashoggi mehr als veranschaulicht.

      Es wird der Fall sein, dass es diese Morde vor allem deshalb gibt, weil das System sich die freie Meinung nicht leisten kann. Dies sehen wir beispielsweise auch daran, dass die Meinungsfreiheit in vielen Ländern unterdrückt wird.

      Was die Zinsanhebung durch die Zentralbank betrifft, kommt es durch eine solche natürlich irgendwo zu einer Geldverknappung, wodurch Inflationsgefahren vermindert werden, aber dermaßen hohe Zinsen sind extrem gefährlich, weil der Zinseszins eben auch eine exponentielle Wirkung hat. Wir sehen es derzeit vor allem an der expansiven Geldpolitik, wo das derzeitige Geldsystem hinführt.

      Was die autarken Währungen einzelner Länder betrifft, sind diese allenfalls als Provisorium geeignet. Jedenfalls funktioniert das heutige Schuldgeld gar nicht, weil mit dem Bankensystem nur das fehlerhafte Prinzip „Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren“ möglich ist.

      Dabei entfernt sich die Finanzwirtschaft immer schneller von der Realwirtschaft, weil die Politik mit immer mehr sozialisierten Schulden, die niemand jemals zurückzahlen kann oder etwa mit der expansiven Geldpolitik auf grob fehlerhafte Weise ständig Geld nachlegt.

      Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es ähnliche Probleme mit immer mehr Schulden, wie wir sie heute haben.

      Die Schulden wurden immer unbezahlbarer und es wurde mitunter von der sog. Zinsknechtschaft gesprochen. Hier ist es insofern zu hoffen, dass die Geschichte sich nicht wiederholt und es nach dem Kollaps des Finanzsystems zu einem Dritten Weltkrieg kommt.

      Heute können wir das Problem mit den vielen Schulden mit der EZB-Geldpolitik hinauszögern, aber je länger wir dies tun, desto gefährlich wird der große Crash werden, wenn er kommt.

      Was Alois Irlmaier betrifft, gilt dieser als der bekannteste Seher, den es in Deutschland jemals gab. Beispielsweise hat er im Zweiten Weltkrieg sehr oft Bombeneinschläge vorhergesagt. Da bleibt es zu hoffen, dass seine Visionen nicht alle eintreffen.

    • Ich will gar nicht auf alles eingehen, dazu fehlen mir Zeit und Lust. Nur auf den ersten Satz:

      „Seit Boris Jelzin hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in Russland sehr deutlich weiter geöffnet.
      Unabhängig davon ob Herr Putin dafür etwas kann, ist es trotzdem Zeit zu handeln.“

      Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich in sämtlichen Staaten deutlich weiter geöffnet, die auf ein kapitalistisch- neoliberales System setzen. Dazu gehört auch Russland. Auch. Vor allem gehören dazu sämtliche der sog. „westlichen“ Länder, und betroffen von diesen immer deutlicheren Unterschieden ist ganz besonders auch Deutschland – von den USA ganz zu schweigen, aber die interessieren mich hier nicht. Deshalb folgende Fragen:

      Warum stört Sie, was in Russland passiert, warum sollte irgendjemand von uns dort „handeln“? Ja, wir sollten handeln, aber doch wohl zuallererst bei uns selbst…. oder? Und was hat das alles mit dem Aufbau bzw. der Pflege des ewigen Feindbilds Russland zu tun? Als sie – angeblich – kommunistisch regiert wurden, war es nicht recht, jetzt werden sie kapitalistisch regiert, ist auch wieder nicht recht, Russland ist einfach immer böse – warum? Darum geht es doch hier und um die Frage, warum die Kriegstreiber uns ganz offensichtlich auf die nächste Operation Barbarossa vorbereiten. Das hat überhaupt nicht das Geringste mit Oligarchen, Schwarzgeld oder der sozialen Schere zu tun – und natürlich auch nicht mit irgendwelchen Fragen zur sog. Pressefreiheit oder den vom Westen gerne einseitig beschworenen Menschenrechten (die der Weste in der halbe Welt mit Füßen tritt – bzw. mit Napalm, Uranmunition, Atombomben, Drohnen und der übrigen Palette an Mordinstrumenten. Aber auch das hier nur nebenbei, denn das Thema ist: „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“.

      Das brauchen wir nämlich ganz dringend. Und übrigens kann man Freunden dann auch mal sagen, was man bei ihnen nicht so gut findet (jemand, den wir uns zum Feind machen, wird wohl kaum auf uns hören wollen). Im Verhältnis mit den USA können wir das übrigens nicht, weil die keine Freunde sind und sich von uns nichts sagen lassen („Abhören unter Freunden geht gar nicht“ – der Satz war überflüssig, weil er auf taube Ohren stoßen musste). Mit den Amerikanern brauchen wir auch mal dringend Frieden und Freundschaft auf Augenhöhe. Im Gegensatz zu den USA könnte ich mir bei den Russen gut vorstellen, dass sie das auch mit uns wollen, und zwar sowohl Putin als auch das russische Volk in der großen Mehrheit. Es liegt m.E. zu annähernd 100% an Deutschland, sich darauf einzulassen oder halt nicht. Leider tun es unsere Oligarchen, Schwarzgeldparteibonzen und indirekt Gewählten nicht. Ausbaden müssen das am Ende immer die „normalen Leute“.

  3. Russland ist unser zuverlässiger Gaslieferant.
    Was Prof. Roggemann in Min. 20 dazu sagt, kann ich
    nur dick unterstreichen.
    Eine solche Versorgung muss langfristig angelegt
    sein und funktioniert seit Jahren bestens.
    Es wäre hirnrissig, sich hier aus politischen
    Zwängen oder Abwägungen anderweitig zu
    orientieren.
    Auch dem, was er zu Sanktionen sagt, stimme
    ich zu.

  4. Die Beziehung zu Russland läuft ja auf verschiedenen Ebenen unterschiedlich ab.
    In der Raumfahrt haben sie schon immer gut zusammen gearbeitet. Nicht nur im Technik- Austausch, (Die USA haben die Propaganda zu Gagarin nicht kritisiert und die UDSSR hat den Mondflug der USA nicht in Frage gestellt.)
    Die Oligarchen beider Seiten sind sich über die weitere Ausbeutung der (vor allem) körperlich arbeitenden Menschen einig und darin, am gegenseitigen Feindbild festzuhalten, im Gegensatz zur Politik, denn Trump will genau so wenig Krieg wie Putin. Aber die drei stelligen Milliardäre, deren Geldsystem vor dem Crash steht, sehen anscheinend als letzten Ausweg nur den Krieg. Mit Hilfe ihrer Medien provozieren sie Russland und den Iran mit Grenzüberschreitungen, konkret und im übertragenen Sinne. Jetzt ist die Kompetenz jedes Einzelnen gefragt. Fühlt er sich für eine friedliche Welt verantwortlich oder lässt er noch länger mit sich machen……

  5. “ in denen es keine Opfer des Zeitraumes 1941 (dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht) bis 1945 (dem Kriegsende in der damaligen Reichshauptstadt Berlin) zu gedenken gilt. “

    Es steht nicht ganz deutlich da, aber gemeint ist, meine Ansicht, Deutschland hat Schuld an die rüssischen Toten.
    Das Hitler kein Krieg wollte, aber Stalin, es kann nicht wahr sein.
    Der deutsche Einmarsch war drei Wochen bevor Stalin’s geplanter Angriff.
    Bogdan Musial, ‘Kampfplatz Deutschland, Stalins Kriegspläne gegen den Westen’, Berlin 2008

    Russland heute, Van Rompuy wollte das wir weniger abhängich sind von russischen Gas.
    Warum, das erklarte er nicht.
    Drei EU Vollidioten, Van Baalen, Verhofstadt und Timmermans waren in Kiev um die Bevölkerung goldene Berge in Aussicht zu geben wenn die Ukraine EU Mitglied wurde.
    Was Brussel will mit eine militärische Paragraph im Vertrag mit Ukraine, schwer zu verstehen, die EU bringt doch Frieden ?

    Holland war reich in 17ten Jahrhundert durch Handel zwischen Russland und süd Europa.
    Vor zwei Tage sagte der USA Ambassadeur hier das wir kein russisches Gas kaufen sollten.
    Glücklicherweise sind wir Käseköpfe noch nicht so dumm das wir nicht verstehen das er uns sein teures USA Gas verkaufen will.

    Antony C. Sutton, ´Wall Street and the Bolshevik Revolution’, 1974 New Rochelle, N.Y.
    bescheibt wie Wall Street die Bolsjewisten financierte um zu verhinderen das Deutschland seine alte Handels Beziehungen fortsetzte.
    Es hat sich nichts geändert, ausser ein Deep State der noch immer hofft Russland militärisch unterwerfen zu können.

    Trump holt USA Truppen zurück aus Syriën und Afghanistan.
    Kann es sein das er ein Abkommen mit Putin hat ?

    • Trump wird zwar vielleicht seine uniformierten Soldaten zurückholen, aber er wird letztendlich den Krieg entsprechend der herrschenden wirtschaftsliberalen Vorstellungen privatisieren, Beispiel Irak. PPP (publik private Partnership) mehrt den Reichtum der von Eisenhower so gefürchteten „militärisch industriellen Finanzelite“ . Die können dann viel eigenständiger Gewinne machen.

  6. Ist es irgend jemanden schon mal gelungen, auf der Symptom-Ebene etwas zu lösen? Das geht natürlich nicht, denn da gibts jedemenge anderer mächtiger Interessen.

    Aber welche Typen repräsentieren und lenken uns ?
    Sieht man sich die Leute genauer an, die politische Karriere machen und ihre Staaten lenken, beschleicht jeden ein merkwürdiges Unwohlsein.
    Man müsste die Leute genau analysieren, woher sie kommen, dann würde man erkennen, wie der Hase läuft.
    Ich wette, dass alle eine dunkelschwarze Weste haben. Das ist der Grund warum sie Karriere machten, nämlich weil sie durch Geostrategen ERPRESSBAR und damit STEUERBAR sind.
    Die Weiße Weste war früher mal Voraussetzung, heute machen Leute in SCHWARZEN WESTEN Karriere.

    Wie kann das sein?
    Ich glaube, solange wir überwacht und ausspioniert werden und unsere Daten via Satellit und Übersee-Kabel zur NSA und dem britischen Geheimdienst GCHQ übertragen werden, wird D und Europa nie auf eigene Beine kommen.
    Vor mehr als 100 Jahren hatte Siemens & Halske Übersee-Kabel in die USA verlegt. Die Kritiker und Neider dieser Verkabelung nahmen Äxte zur Hand und schlugen die Kabel in kurze Stücke.
    Heute gibt es Knotenpunkte, der größte in F.

    Das wäre der Beginn einer Lösung. Die Abschaltung der BABY-PHONES.

    • ja, die Überwachung durch die US-Geheimdienste ist ein Riesen-Probelm! Ich stelle mir immer vor, unter welchen Umständen ein Gespräch zwischen einem deutschen Kanzler(in) und Putin stattfinden könnte, ohne dass die US-Geheimdienste es belauschen könnten. Zu zweit in einer vorher nicht vereinbarten, also geheimen, Kohlengrube in 1000m Tiefe ohne Zeugen! Auf der ISS haben die Geheimdienste sicher schon alles verwanzt. 😉

  7. https://www.politico.com/magazine/story/2017/04/the-happy-go-lucky-jewish-group-that-connects-trump-and-putin-215007

    Solange nicht thematisiert wird, wer alles hinter der politischen Oberfläche die Strippen zieht, können wir noch Jahrzehnte Völkerfreundschaft versuchen.
    Es brauch dann dennoch nur eine Anweisung wie das Logenurteil gegen den Thronfolger und Sarajewo geschieht und alles kommt wie gewünscht ins Rollen.
    Sich Frieden wünschen ist einfach gar nichts, null.
    Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld keinen, der Krieg will! Das ist doch Konsens.

    Aber wer entscheidet über Krieg. Doch nicht die Marionetten. Auch kein ominödes System. Es sind Organisationen mit Köpfen. Und wenn wir diese nicht einmal benennen, bleibt alles sinnlos.

  8. Kommt immer drauf an, wie diese „Freundschaft“ zustande kommt und wen sie betrifft.
    Pauschal würde ich die russische Gesellschaft nicht als freundlich gesinnt beschreiben – dazu sind dort zu viele Homosexuelle und immigrantische ArbeiterInnen verfolgt, zu viele antifaschistische, systemkritische Anwälte ermordet und zu viele Leute mit dubiosen Beziehungen in entscheidenden Ämtern.
    Russen, die ich persönlich kennengelernt habe – dies- und jenseits der Grenze – sind mir andererseits schon sympathisch und unsere Beziehung freundschaftlich.

    Und so ist es mit ganz Europa: Wollen wir ein Europa der Menschen, denn müssen sich Beziehungen zwischen ihnen entwickeln. Dann muss man konkret an etwas arbeiten – und was kann das sein?
    Das einzige, an dem die Beziehungen zwischen den in Europa Lebenden gemeinsam arbeiten können, ist eine Soziale Revolution. Hört sich an den Haaren herbeigezogen an?
    Ganz einfach: Wenn wir Beziehungen von Unten und damit zwangsläufig auch unsere eigne Wirtschaft / Versorgung / Wissenschaft aufbauen, dann wird es früher oder später zum Konflikt mit den Herrschenden kommen. Sie werden dann unsere persönlichen Beziehungen, wie sie es heute tun, torpedieren und nur da existieren lassen, wo es ihnen nutzt. Dann fällt die bis dahin gemeinsam entwickelte Kultur wieder in die kapitalistische Barbarei zurück, auf die sie heute limitiert ist.
    Also ist es zwangsläufig entweder ein Europa der Herrschenden, mit all der Ohnmacht, die uns heute so wütend macht, auf „Europa“ oder ein Europa der Menschen, in denen die Einheiten kleiner werden, lokal statt national und in denen dann die einfachen Leute, jene, die Europa eben beleben, über ihre Geschicke selbst entscheiden. Oder ein solches, wie wir es kennen, in dem die Eliten entscheiden, über die Köpfe von Milliarden hinweg (Denn ihre Entscheidungen betreffen ja nicht nur innerhalb Europa Lebende).

    Und so ist es mit Russland auch – will man eher zwischenmenschliche Kontakte dorthin und persönlich sein Geschick in die Wagschale werfen, oder will man nur floskeln spucken und meint mit „Wir“ eigentlich nur die Herrschenden, weil man selsbst lieber unbehelligt am Haus weiter sparen will?
    Kommt halt drauf an. Die meisten die hier schreiben schreien ja nur nach dem nächsten Politiker und der nächsten starken Hand (bißchen SM-mäßig) die ihnen die Verantwortung abnimmt, hinter denen sie sich verstecken können. Aber einen Russen selbst kennenlernen? Oweia….
    Ich würde das wollen. Gerne würde ich mal dort hin reisen und die Menschen und die Natur dort kennenlernen. Aber ich will nichts mit dem Putin-Regime zu tun haben, an dem ich nichts besseres finden kann, als an allen anderen Elitengesellschaften. Irgendwelche Oligarchen und die orthodoxe Kirche mit ihren finanzintensiven Beziehungen untereinander brauche ich auch nicht kennenlernen, denn ihr Wirken ist überall das gleiche.

    Aber KenFM hat sich bisher kein richtiges Zielkonzept verpasst. „Ich will Frieden“…. reicht nicht. Das ist ein abstrakter Zustand, den man nicht erreichen kann, wenn der Weg zu verschwommen ist und der gesellschaftliche Zustand zu unkonkret. Dann kann hinter „Frieden“ alles stecken. Eine weltweite Diktatur, in der es deshalb bspw. keinen Krieg im herkömmlichen Sinne gibt, weil es keine Gegner mehr gibt. Vgl. „Nie wieder Krieg – nach unserm Sieg!“ wie die Neonazis in ihrer bekannten, intellektuell bestechenden Manier zu sagen pflegen. Wäre dann auch die Abwesenheit von militärischen Auseinandersetzungen. Also wie gesagt, diese ganze Diskussion kann man hier nicht gewinnbringend führen, weil das Zielkonzept zu unkonkret ist. Das spiegelt sich auch an Kommentaren hier oft wieder – die meisten vertreten keine eigene Meinung, sondern nur irgendeinen Müll, den ich vorher in der Schule, in „Die Welt“ oder bei „Der Volkslehrer“ vernommen habe. Es steckt nichts dahinter – kein Ziel. Und diese Art schwacher Aktionismus führt entweder nur in die Zustände von Heute zurück, bestenfalls, oder aber stört diese noch weiter, sodass einer Diktatur – und damit der stets angestrebten Gewinnschöpfung durch die Eliten, Tür und Tor geöffnet wird.
    Wer keinen eigenen Traum hat, für den er kämpft, ist dazu verdammt, für die Herrschenden zu kämpfen.

    • Was für eine vorgefasste Meinung!
      „Pauschal würde ich die russische Gesellschaft nicht als freundlich gesinnt beschreiben – dazu sind dort zu viele Homosexuelle und immigrantische ArbeiterInnen verfolgt, zu viele antifaschistische, systemkritische Anwälte ermordet und zu viele Leute mit dubiosen Beziehungen in entscheidenden Ämtern.“
      Da kann man ja froh sein, das bei uns so etwas nicht vorkommt. Erinnert sei hier nur an die NSU Morde, an Politiker welche heute noch gegen die Homoehe poltern und bei uns sitzen natürlich nur Leute mit weißer Weste in entscheidenden Positionen! Dann schreiben Sie: „Und so ist es mit Russland auch – will man eher zwischenmenschliche Kontakte dorthin und persönlich sein Geschick in die Wagschale werfen, oder will man nur floskeln spucken und meint mit „Wir“ eigentlich nur die Herrschenden, weil man selsbst lieber unbehelligt am Haus weiter sparen will?“ und weiter “ Aber einen Russen selbst kennenlernen? Oweia…. Ich würde das wollen. Gerne würde ich mal dort hin reisen und die Menschen und die Natur dort kennenlernen. Aber ich will nichts mit dem Putin-Regime zu tun haben, an dem ich nichts besseres finden kann, als an allen anderen Elitengesellschaften. Irgendwelche Oligarchen und die orthodoxe Kirche mit ihren finanzintensiven Beziehungen untereinander brauche ich auch nicht kennenlernen, denn ihr Wirken ist überall das gleiche.“
      Was wollen Sie denn nun? Weiter ihre Vorurteile bestätigt sehen, oder Vorbehaltlos auf die Menschen zu gehen???
      Auch bei uns gibt es Glaubensgemeinschaften, welche „finanzintensive“ Beziehungen haben und der Staat treibt für diese noch die Steuern ein und beschenkt sie obendrein mit jährlichen Millionen aus dem Steueraufkommen!!! Diese Oligarchen sind in den Neunziger Jahren, nach westlichen Vorbild, unter Jelzin wie Pilze aus dem Boden geschossen. Mit denen haben die Politik und unsere Wirtschaftbosse keine Probleme gehabt, als sie das Land ausplünderten. Fragen sie mal einen Russen nach dieser Zeit? Diese Schocktherapie, welche auf den Thesen eines gewissen Friedrich August von Hayek aufbaute und von seinen Chicago Boys im damaligen Russland Eins zu Eins umgesetzt wurde, hat dazu geführt, dass die durchschnittliche Lebenserwartung um gut „Zehn“ Jahre nach unten ging und hat sich in das Gedächtnis der Russen eingebrand. Das Ganze wurde den Russen dann noch als „Westliche Werte verkauft! Putin hat den damaligen Ausverkauf seines Landes gestoppt, dafür gesorgt das wieder Löhne gezahlt wurden und er hat die Oligarchen an die Kette genommen. Der Westen wiederum war brüskiert. Wie jetzt, wir sollen für die Rohstoffe auch noch bezahlen??? Geht überhaupt nicht! Denn um nichts anderes geht es hier, um Rohstoffe. Russland besitzt die größten Rohstoffreserven auf diesen Planeten und an diese will der Westen ran. Deswegen wird Putin als der Ultraböse dargestellt, welcher wie ein Despot über sein Land herrscht. Wo hingegen wir im freien aufgeklärten Westen, stehts nur das Gute tun und wollen!
      Unser amtierender Außenminister geht demnächst auf Russlandreise. Indem er im Vorfeld schon ankündigt „Das Russland in den letzten Jahren viel Vertrauen verspielt hat.“ , schafft er eine „gute“ Grundlage für die folgenden Gespräche!

Hinterlasse eine Antwort