ZUR SACHE: Venezuela und der Iran – im Fadenkreuz der Demokratie

Die Einforderung von Demokratie seitens der USA im Rahmen ihrer Definitions- und Deutungsgrundlage, bedeutet rückblickend für viele Länder dieser Erdkugel Krieg, Elend und Zerstörung.

USA und NATO, als auch durch die EU begleitete Interventionen auf politischer sowie kriegerischer Ebene, bringen nicht nur den eingeforderten Regime Change, sondern für Millionen von Menschen meist schmerzhafte bis zerstörerische Realitäten. Neben der Zerstörung durch militärische Einsätze, wird eine todbringende Maßnahme von vielen Menschen unterschätzt und nicht bedacht – Sanktionen.

Sanktionen töten und treffen nachhaltig zuerst bewusst die Menschen des entsprechenden Landes, jedoch nicht die anvisierte Politik und ihre ausführenden Helfershelfer. Bei einem begleitenden Einsatz von Bomben und Raketen leidet immer die Zivilbevölkerung, seltenst die Machthaber in ihren Bunkern.

Wird in der westlichen Politik von Demokratiedefiziten gesprochen, verbreitet über die klassischen Medien, stellt sich immer die Frage der Wahrheit und Glaubwürdigkeit, ob der formulierten Vorwürfe.

In der heutigen Ausgabe von ZUR SACHE diskutiert der Moderator mit drei Gästen, die sich dahingehend unterscheiden. Alle drei kennen sich in den benannten Regionen aus und beherrschen zudem die Sprache.

Zum heutigen Thema von ZUR SACHE: Venezuela und der Iran – im Fadenkreuz der Demokratie, vermitteln und erklären folgende Teilnehmer:

  • Bernd Erbel: Diplomat und Botschafter a.D. (Bagdad 2004-2006, Kairo 2006-2009, Teheran 2009-2013)
  • Harri Grünberg: Mitglied des Parteivorstandes Die Linke
  • Petra Wild: Publizistin und Islamwissenschaftlerin (studierte arabische Sprache u.a. in Damaskus und Jerusalem)

Inhaltsübersicht:

00:02:23 Stilwechsel der internationalen Politik: nicht mehr Win-win, sondern Win-loose

00:07:57 Realität und Fiktion: wie schaut es wirklich aus in Venezuela?

00:15:54 David gegen Goliath: USA gegen die arabische Welt

00:28:07 Der Status quo in Venezuela

00:37:04 Reichtum als Belastung, am Beispiel Bodenschätze

00:40:08 Die Kündigung des Atomabkommens zwischen den USA und dem Iran

00:49:22 Beinhalten internationale Verträge in der Umsetzung noch ihren Wert?

00:52:35 Regeln, Utopien und gesellschaftliche Umbrüche

01:00:37 Politik – und Völkerverständnis

01:13:43 Die Krux mit der Wahrnehmung und der Kritik

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30 Kommentare zu: “ZUR SACHE: Venezuela und der Iran – im Fadenkreuz der Demokratie

  1. Hervorragend!

    Wieder eine Sendung wohltuend abseits des Mainstreams.

    Höchst interessante, sachkundige Meinungen.

    Ich wünsche mir so etwas für die ARD, Sonntagabend, 20:15 Uhr.

    Pardon … aber: Weg mit den bis zum Erbrechen einweg-gecasteten Gruppen-W*chs-Formaten a la Will, Maischberger, Lanz und dem restlichen, erbärmlichen Eintrichterungs-Präsentationstheater.

    Ich bekomme K*tzanfälle, wenn ich diesen endverseuchten Merkel-GAU zur „Prime-Time“, quotengeil und hinterhältig, das Bundestags-Parlament kaputt machen sehe – und den durch so etwas fett absahnenden Produktionsfirmen ist es offenkundig drecksegal, was dort abgesondert wird!

    Niveau ist keine Handcreme, und Diskurs ist keine musikalisch beschallte Tanzfläche.

  2. Was für ein ideologischer Müll, der in dieser Quasselrunde hier ausgekippt wird. Bei diesem undifferenzierten Schwachsinn, der hier insbesondere zum Thema Venezuela von Harri Grünberg vorgebracht wird, kräuseln sich einem noch halbwegs denkfähigen Menschen die Ohren. Grünberg stellt Venezuela als einen »Hinterhof der USA« dar, der ihnen »wegzubrechen« drohe und deshalb, den amerik. Interessen folgend, »zurückgeholt« werden müsse. Schließlich ginge es ja um Öl und andere wertvolle Bodenschätze, auf die man sich Zugriff verschaffen wolle – die altbekannte ideologische Leier des Feindbildes USA. Grünberg huldigt – entgegen hiesiger »selektiver Wahrnehmungen« – das Maduro-Regime als »demokratisch« und zieht in diesem Zusammenhang den abenteuerlichen Vergleich mit den Regierungen Rousseff/Loula in Brasilien und den Kirchners in Argentinien. Ein völlig unzulässiger Vergleich, soweit es sich bei diesen Regierungen tatsächlich um Demokratien sozialpolitischer Prägung handelte, auch wenn sie im Ergebnis für die Mehrheit der Menschen nicht viel bewirkt haben. Das heutige Venezuela unter der Knute des Maduro-Regimes hingegen hat sich zu einem Retrostaat des »Beton-Sozialismus« vergangener Zeiten entwickelt, der das volle Programm einer korrupten despotischen Diktatur entfaltet hat, deren typische Merkmale sich anhand folgender Beispiele schnell belegen lassen: Die parlamentarische Mandatsmehrheit der Opposition (seit den Wahlen 2015) wird schlicht nicht anerkannt und außer Kraft gesetzt, Recht & Gesetz biegt man sich nach eigenem Belieben zurecht (Absetzung unliebsamer Richter und Staatsanwälte), politische Ämter werden mit Familienmitgliedern besetzt (Vetternwirtschaft), die Regierungseliten und hochrangige Militärs stopfen sich die Taschen auf Kosten der darbenden Bevölkerung voll (korrupte Oligarchie), Oppositionelle werden unter dem Vorwand des »Aufrufs zur Gewalt« verfolgt. Wie sich die Bilder gleichen (!), wenn man nur an das Erdoğan-Regime in der Türkei denkt, wo ähnliche Verhältnisse, hier jedoch einmal im rechten politischen Spektrum, herrschen (Extreme berühren sich). Vermutlich ein Grund, warum auch Erdoğan dem Maduro-Regime noch die Stange hält – Despoten unter sich verstehen einander. Da spielt es keine Rolle, ob man sie nun »links« oder »rechts« verortet.

    Was Grünberg noch im Übrigen über die pol. Verhältnisse Venezuelas aus den Zeiten vor Chávez und Maduro ausführt, wovon angeblich »nichts bei den Menschen angekommen« sei, gehört ins Reich der Märchen. Denn ich habe (welch ein Zufall!) einige Zeit in Venezuela beruflich verbracht und weiß, dass die kostenlose staatliche medizinische Versorgung nicht von Chávez oder Maduro erfunden wurde, sondern auch bereits zuvor ein fester Bestandteil der Sozialpolitik gewesen war. Überdies verzeichnete Venezuela in den Sechziger- und Siebzigerjahren eine beachtliche Zuwanderung von Arbeitskräften, die sich am Ausbau einer modernen Infrastruktur beteiligten und Venezuela zum wohlhabendsten Land Lateinamerikas aufstreben ließ. Erst im Verlauf der Achtzigerjahre fiel der wirtschaftliche Erfolg und Wohlstand des Landes wieder zurück, was u.a. auf pol. Misswirtschaft und mehrere Militärputsche zurückzuführen ist. Dadurch bedingt wuchs auch die Armut, Hunger musste jedoch – wie derzeit unter der Herrschaft des Maduro-Regimes – niemand leiden.

    Und soweit in dieser illustren Talkrunde hier stets harmonische Einigkeit über die »bösen« hegemonialen Interessen der USA herrscht, die in vielerlei Hinsicht auch durchaus kritikwürdig sind, bleibt dabei natürlich geflissentlich unerwähnt, dass Russland ebenso handelt, um seine politischen und wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen. Deshalb ist es wenig erträglich, der qualvollen Einseitigkeit, die sich beständig in einer ideologisch gefärbten, polarisierenden Schwarzweiß-Denke um sich selbst dreht, zuhören zu müssen.

    Und last not least sei unserem Chef-Ideologen Harri Grünberg noch mit auf den Weg gegeben, dass man mit Ideologien keine glaubwürdige Politik machen kann – zweifellos ein Grund der zunehmend schwächelnden Zustimmung für seine Partei.

    • Sehr geehrte(r) MikeM, auch ich habe in Venzuela gelebt (in Cumana) und habe die Situation vor Ort etwas anders erlebt. Ihre (für mich etwas einseitige) Kritik sei Ihnen unbenommen. Eines sollte aber trotz Ihrer etwas einseitigen Kritik unstreitig sein. Hugo Chavez wurde von großen Teilen der Bevölkerung mehrmals gewählt. Dies sollte man einfach respektieren. Der Wille des Volkes (warum auch immer) sollte unter Demokraten nicht in Frage gestellt werden. Scheinbar waren die von Ihnen in schönen Farben gemalten Verhältnisse in der Vorchaezära doch nicht so zufriedenstellend für große Teile der Bevölkerung. Welches Erbe die von Ihnen so glorreich geschilderten Verhältnisse gezeitigt haben, können Sie nach wie vor am „torre de david“ in Caracas sehen. Ein Überbleibsel der kapitalistisch geprägten Hochzeit in Venezuela. Für wenige war es ein Paradies. unbestritten. Der Rest mußte eben sehen wo er blieb. Das kann der Einzelne (wie Sie) gut finden. Viele taten dies eben nicht. Dass die USA nicht immer nur die Interessen der autochtonen Bevölkerungen in Latein und Südamerika im Sinn hatten und mit welchen zum Teil kriminellen Methoden sie da vorgingen können Sie im Buch „the economic hit man“ von John Perkins (ehemaliger CIA Agent) nachlesen und nicht nur dort. Auch das Schicksal von Herrn Salvador Guillermo Allende Gossens u.a.m. wurde umfangreich dokumentiert. Die USA waren noch nie zimperlich wenn es um ihre Inteessen ging und sie gingen auch über Leichen. Herr Kissinger war diesbezüglich besonders erfolgreich und skrupellos. Dies wird Sie wahrscheinlich nicht überzeugen und dies habe ich auch nicht erwartet. Jeder bastelt sich seine Traumwelt eben zusammen, so gut es eben geht und in der er sich wohlfühlt. Da geht es Ihnen offenbar nicht anders als nach Ihrer Meinung Herrn Grünberg.

    • Naja, der Wille des Volkes ist so eine Sache. Bush und Co. gingen und gehen immer aus demokratischen Wahlen hervor. Das kann doch nicht das Argument sein. Auch Putins Amtszeiten sind nicht gerade als Musterbeispiel von demokratischem Prozess zu bezeichnen und dennoch ist er für Russland und die meisten Russen der richtige Autokrat zur richtigen Zeit (gewesen).
      Man sollte in ein Regime nie zu viel Wunschdenken hineinprojezieren.
      Man sollte sagen, was ist. Und ein deutscher Journalist hat das getan und ist dafür ins Kittchen gewandert. Auch nicht gerade ein feiner Zeug einer so tollen Demokratie?
      Und dass an der Not im Land eimmer nur der böse Feind USA/Kapitalismus schuld ist, kommt mir recht simpel vor.
      Es ist ja nicht so, dass Venzuela gar kein Öl mehr verkauft. Es gibt Handelsbeziehungen und Erlöse.
      Aber wo fließen die hin? Zuerst zum Volk oder zur Nomenklatura der Führung?

    • lieber MikeM,

      bekommen sie eigentlich Geld dafür, dass sie sich hier so polemisch in die Kommentarspalten erbrechen, oder sind sie einfach nur ein frustrierter Mensch?
      Wenn sie möchten, dass ihre einwände wahrgenommen werden, tragen sie diese doch bitte nüchtern und sachlich vor, dann können diese genauso interessiert zur Kenntnis genommen werden, wie die Positionen der Gesprächsrundenteilnehmer auch.

  3. was ich toll finde an diesem Sendungsformat ist. dass alle Meinungen frei geäußert werden können und jeder Teilnehmer ausreden kann. KenFM ist eines der ganz wenigen alternativen Medien die dies gewährleisten. Chapeau! Es gibt zu viele Medien in Deutschland die einem nicht zu rechtfertigen Philosemitismus pflegen und alles israelkritische zensieren. Eines dieser merkwürdigen selbsternannten Alternativmedien ist „Tichys Einblick“. Grausam was dort diesbezüglich abläuft. Die sind auch als Tiger gestartet und landeten in der Zwischenzeit als Bettvorleger und gnadenloser Unterstützer einer brutalen und aggressiven Besatzungspolitik. Entschuldigung, wenn ich dies hier so schreibe, aber es ist die Wahrheit.

    • Ach, mein Verehrtester,
      wenn Sie meinen Beitrag aufmerksam gelesen haben, mag Ihnen vielleicht aufgefallen sein, dass ich keineswegs von »paradiesischen« Verhältnissen in der Ära vor Chávez gesprochen habe, sondern lediglich von einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung während der Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre, in denen Venezuela mit seinen Erdölexporten mehr als 230 Mrd. Dollar vereinnahmte und sich zum wohlhabendsten Land Lateinamerikas entfaltete. Infolge dieser Entwicklung erfuhr das Land nicht nur einen breiten, modernen Ausbau der Infrastruktur, es konnte sich auch ein wohlständiger Mittelstand etablieren. Soweit Sie bemerken, in Cumaná gelebt zu haben, weiß ich nicht, in welchen Kreisen Sie dort verkehrt haben bzw. mit welchen Bevölkerungsgruppen Sie einen kommunikativen Austausch pflegten. Was mich betrifft, hatte ich Kontakt zu zahlreichen Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten, zu denen auch nicht wenige den ärmeren Schichten angehörten und studieren konnten, soweit der Besuch staatl. Universitäten auch bereits vor Chávez kostenlos war. Darüber hinaus gab es auch eine freie Gesundheitsversorgung. Weiterhin gab es keine Versorgungsprobleme des täglichen Lebensbedarfs. Insoweit entstammen meine diesbezüglichen Erfahrungen keiner Traumwelt, sondern beruhen auf gelebten Tatsachen. Natürlich gab es auch einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung, der vom Boom der erfolgreichen Jahre nicht profierte und teils in ärmlichen Verhältnissen lebte, was sich mit Ausbruch Wirtschaftskrise, ausgelöst durch den Verfall des Ölpreises, Mitte der Achtzigerjahre noch erheblich verschärfte. Doch mit den derzeitigen Verhältnissen verglichen, wo es den meisten Menschen bereits an der elementarsten Grundversorgung mangelt, waren die damaligen Lebensbedingungen tatsächlich »paradiesisch«. Die Ergebnisse dieser verheerenden Mangelwirtschaft sind jedoch nicht, wie von unseren illustren Chef-Ideologen immer so hübsch behauptet, bei den Kapitalinteressen der USA oder »ausländischen Kräften« zu suchen, sondern allein bei der unfähigen, korrupten Regierung des Maduro-Regimes, das sich mit aller Gewalt rücksichtslos an der Macht halten will und das Land ungebremst immer tiefer in den Abgrund führt. Im Übrigen belegt Venezuela beim Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) der »Transparency International« den »stolzen Platz« 166 von 176 Ländern, womit sich Venezuela als das korrupteste Land der amerikanischen Kontinente »rühmen« darf. Und bereits im Jahre 2008 warf die Menschenrechtsorganisation »Human Rights Watch (HRW)« der Regierungsarbeit von Chávez Missachtung der Menschenrechte und der Gewaltenteilung, pol. Intoleranz und Diskriminierung vor, woraufhin der Lateinamerika-Chef von »Human Rights Watch« ausgewiesen wurde. Dass Chávez von »großen Teilen der Bevölkerung« (tatsächlich waren es nur knapp über 50 bzw. 62 Prozent) gewählt wurde, ist indes lange Zeit her. Und soweit seit den letzten Wahlen im Jahre 2015 die Opposition die Mandatsmehrheit im Parlament innehat, wurden dem Parlament im März 2017 vom regierungstreuen obersten Gericht einfach kurzerhand alle Kompetenzen entzogen und der Regierung übertragen, damit die Maduro-Clique ihren selbstsüchtigen Despotismus ungehindert fortsetzen kann.
      Welche Belege brauchen Sie noch, um zu begreifen, dass es sich bei dem Maduro-Regime um keine Demokratie handelt, sondern um eine Gewaltherrschaft, die jegliche demokratische Grundsätze missachtet. Diese Erkenntnis hat nichts mit »Einseitigkeit« zu tun – sie beruht vielmehr auf bitteren Tatsachen und Fakten.

    • MikeM,
      Ihre Meinung sei Ihnen unbenommen. Dass Amerika immer so bürgerfreundlich überall in Süd und Lateinamerika gehandelt hat ist so aber nicht richtig. Das wissen Sie auch. Die von mir genannte Literaturquelle beweist dies mehr als deutlich. Sicherlich gibt es Korruption in diesen Ländern. So lange sie aber Amerika dient wird sie unterstützt. Die von mir genannten Beispiele und Personen belegen dies überdeutlich. Darauf sind Sie erst gar nicht eingegangen. Die jahrelangen Sanktionen gegen Venezuela blieben nicht ohne Folgen. Das wird meist vergessen. Auch der dramatische Ölpreisverfall zeigt seine Wirkung. Auch eine Art Wirtschaftskrieg. John Perkins hat sich von dem brutalen Ausbeutungssystem made by USA ganz klar distanziert. Da gibt es auch nichts zu beschönigen. Solche Brutalitäten reissen ganze Länder und deren Völker in eine jahrzehntelange, sinnlose finanzielle Abhängigkeit. Es ist immer dasselbe Schema. Zuerst der Versuch ein Land in finanzielle Abhängigkeiten zu bringen. Gelingt dies nicht werden innere Unruhen befördert bis hin zur Installation entsprechender Politmarionetten. Gelingt dies auch nicht kommt das Militär. Wenn dies dann erfolgreich beendet ist kommt die Abrissbirne des Großkapitals in das Land (der IWF) und verteilt die Assets. Mag sein dass dies dem einen oder anderen noch nicht aufgefallen ist. So ist eben das Leben. Begriffe wie von Ihnen benutzt wie “ ideologischer Müll, oder undifferenzierten Schwachsinn,“ zeigen eigentlich nur dass man seine Meinung für das das non plus ultra hält. Muß aber nicht richtig sein.

  4. Bislang ist es nicht erkennbar, dass Donald Trump sich für die einzige überhaupt nur realistische Lösung, die nur der große Crash sein könnte, entschieden hat.

    Er will weiterhin mit dem Kopf durch die Wand und daher bekommt er für die Mauer nach Mexiko eine Milliarde US-Dollar.

    Wie es Ex-US-Präsident Jimmy Carter seinerzeit korrekt sagte, sind die USA heute eine „von Bestechung geprägte Oligarchie“.

    KenFM sagt es richtig, dass die USA ihren Exportschlager „Demokratie“ haben, aber in Wirklichkeit geht es nur um das in Venezuela vorhandene Erdöl.

    In diesem Zusammenhang ist es positiv zu bewerten, dass Russland vor einer Intervention in Venezuela warnt.

    Ebenso hat man bei der Kündigung des INF-Vertrages mit dem Iran den Eindruck, dass dadurch weitere Investitionen der US-Banken möglich gemacht werden sollen und dass es dabei nicht so sehr um Verteidigung geht.

    Schließlich können Banken in Zeiten der Finanzkrise nur noch erfolgreich in Rüstung und Kriege investieren.

    Jetzt tut der Herr Putin so, als sei es doch allzu offensichtlich, dass man sich gegen die USA verteidigen müsste.

    Daher will Russland Atomraketen mit einer höheren Reichweite bauen. Aber auch in Russland gibt es eine „eingeschränkte“ Rothschild-Zentralbank.

    Russland versucht es jetzt zwar sich vom Dollar-Diktat zu lösen. Schließlich ist die Wirtschaft in Russland am Boden und insofern versucht man dort alles um Lösungen zu finden.

    Trotzdem scheint auch Herr Putin es zu hoffen, dass normales Geld funktionieren müsste. Ob es da wirklich hilfreich ist, dass ein Machtmensch ist und weniger ein Demokrat?

    Jedenfalls wird der Kreml-Kritiker Alexei Nawalny immer wieder verhaftet, weil er etwa auch zum Wahlboykott aufgerufen hatte. Angeblich würde er zudem durch die CIA finanziert.

    Ob Herr Nawalny aber nun eher eine Marionette des Westens ist oder ob er wirklich Verbesserungen anstrebt, dann ändert dies nichts daran, dass die derzeitigen Probleme nur noch global lösbar sind.

  5. Vielen Dank für diese herausragende Sendung. Insbesondere Herr Erbel war in seiner besonnenen und klugen Art ein großer Genuss.

    Dass ein Containerschiff so viel Dreck ausstößt wie Millionen PKW, scheint übrigens eine extreme Verzerrung zu sein. Das leuchtet auch spontan nicht ein. Vielleicht sollte man diesen Vergleich so eher vermeiden. Hierzu z.B.

    https://www.zeit.de/2017/36/kreuzfahrtschiffe-co2-ausstoss-dreck

    Der Vergleich mit einem PKW ist ohnehin wenig hilfreich. Wenn schon, dann müsste auf LKW-Äquivalent gerechnet werden.

  6. „Wir haben Euch schon für wesentlich weniger als das die Köpfe abgeschnitten!“ 🙂 Hahaha, ich flipp aus!

    Jaja, keine Gewalt – aber das ist doch megawitzig!

  7. Herr Erbel beschreibt in seinen ersten Sätzen einen Stilwechsel in der Internationalen Politik. Vor dem Amtsantritt von Trump:
    win – win, und danach win – lose. Es ist der Aufmacher der Sendung und es wird sofort im Schnellsprech drübergepeitscht.
    Welche Parteien befanden sich in win – win vor dem Amtsantritt von Trump? Die NATO – Verbrecher auf beiden Seiten des Atlantiks samt der angeschlossenen Banken und Rüstungskonzerne…. oder etwa nicht? Das soll sich jetzt geändert haben?
    Und vor dem Amtsantritt von Trump wimmelte es in Guatemala, Iran, Chile, Vietnam, Irak, Jugoslawien, wieder Irak, Lybien, Syrien nur so von Gewinnern? Wir wissen, dass es nicht so ist und das die „internationale Politik“ bei der Bedienung von Wachstums – und Zinswahn keinen zweiten Gewinner zulässt. Warum wird eine Sendung so halbgar aufgemacht?

    • Aber ja, drei »kenntnisreiche interessante« Hohlköpfe, die sich in dieser Märchenstunde zusammengefunden haben, um ihre ideologischen Klischees zu predigen – eine qualvolle, erkenntnislose Schwarzweiß-Malerei, bei der man den Eindruck gewinnt, es handle sich hierbei um eine mediale Hypnose der Realitätsumwandlung.

    • Der ist schon verboten. Verbieten nützt offenbar nichts. Schau dir die Bullys bzw. kleinen Tyrannen auf dem Schulhof an. Wenn denen niemand Einhalt gebietet…
      In den Zusammenhang passt ein Artikel den ich in der Linken Zeitung fand:
      „Russland zeigt den USA die Rote Linie in Venezuela auf“
      https://linkezeitung.de/2019/03/25/russland-zeigt-den-usa-die-rote-linie-in-venezuelan/

  8. Was für eine wunderbare Sendung! * * * *

    Sehr autentische, engagierte und informierte Gesprächspartner und ein konzentriertes Format,

    was alles andere, kurzweilige, plakative und Interessengeleitete Meinungsgedöns der öffentl. Restlichen kilometerweit in den Schatten stellt.
    Wie andere Kommentatoren auch schon erwähnt haben, kommt mir auch das Prädikat sehr Wertvoll in den Sinn.

    Bei aller Begeisterung für die Sendung, bleibt natürlich gleichzeitig diese Fassungslosigkeit gegenüber der immer deutlicher in Erscheinung tretenden neurotischen USA-Machtpolitik, die uns hier auch trifft, da wir immer penetranter und dreister kollektiver Verblödungskampanien ausgesetzt sind.

    Neben dem sehr informativen Anteil, zeigt auch das diese hevorragende Sendung!

    Vielen Dank!!

  9. „Links“ in Deutschland ist der Fraktion Juan Guaido in Venezuela ziemlich ähnlich
    wenn es um die Konstruktion von Feindbildern als elementares Mittel zur Durchsetzung von Interessen geht.
    —–
    Neben dem permanenten Krieg, der von den USA per Sanktionen und Putschversuchen gegen Venezuela betrieben wird
    liegt es auch an den Venezuelanern selbst, wenn sie im Sozialismus das gesicherte Bett sehen und darüber hinaus wenig Aktivität bringen .


    Erstaunlich ist, wie auf vorgeblich kritischen Plattformen noch immer die unhaltbaren offiziellen Standpunkte
    zum Angriffskrieg gegen Afghanistan als auch gegen Syrien beibehalten werden . Beide Kriege waren offensive Interessen westlicher Staaten inclusive Deutschland .

  10. »Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man Modelle, die das Alte überflüssig machen. «

    Richard Buckminster Fuller

    Liebe Frau Wild
    Revolution statt Evolution schafft ein Taeter-Opfer Karussell das wirklich kein liebender Mensch braucht.

    Unseres Gedanken kontrollieren die Materie.

    Wer heute Leistung will, muss Sinn bieten, denn nur wer die Herzen der Menschen gewonnen hat, braucht sich um die Köpfe nicht zu sorgen.(Dieter Lange)

    Haben Sie Vertrauen und Geduld.
    Denn wo Angst herrscht ist keine Liebe und wo Liebe ist herrscht keine Angst.
    Treffen jetzt ihre Wahl.
    Es ergibt keinen wirklichen Sinn gegen sein geistiges Spiegelbild zu kaempfen.
    Der Kopf der rollt ist immer auch der Eigene.

    • Wenn es darum geht Gewalt zu benutzen, spielst du das Spiel des Systems. Das Establishment wird dich irritieren, um dich zum kämpfen zu bringen. Denn sobald sie dich gewalttätig gemacht haben, wissen sie mit dir umzugehen. Die einzigen Dinge mit denen sie nicht umzugehen wissen, sind Gewaltlosigkeit und Humor.

      John Lennon

    • Für Martin Bauer:

      „The people in power will not disappear voluntarily, giving flowers to the cops just isn’t going to work. This thinking is fostered by the establishment; they like nothing better than love and nonviolence. The only way I like to see cops given flowers is in a flower pot from a high window.“ ~ William S. Burroughs

  11. Auch diese Sendung ist wieder sehr wertvoll.

    Ich fürchte ja, dass auch das Bild über z.B. Nordkorea, das uns vermittelt wird, ganz überwiegend falsch ist. Was China betrifft bin ich mir sogar sicher, auch aufgrund eigener Anschauung. Ich muss aber überall in vielen Foren, auch bei KenFM, immer wieder feststellen, dass nicht nur bezüglich der heutigen Verhältnisse der gesammelte Desinformation in weiten Kreisen blind vertraut wird. Auch die ganz alten Vorurteile leben ewig weiter und sind nicht tot zu kriegen, weil auch medial immer wieder gerne damit gespielt wird.

    Ken hätte vielleicht noch darauf hinweisen können, dass Herr Grünberg mit seinen Ansichten in seiner Partei nicht mehr mehrheitsfähig ist. Die Verlagerung der Frage, was links ist, hat in seiner Partei doch auch längst stattgefunden. Er wird mit dieser Partei nicht dahin zurückkehren können, wo er gerne wieder hin will. Der Zug ist längst abgefahren. Berlin ist mit Senator Lederer ein Paradebeispiel für diese Entwicklung.

  12. Positiv ist an solchem Format, dass immer viele Ansaetze rueberkommen, was aktiv angefangen werden koennte zur Wendung der Dinge hin zum Besseren. Alle 3 Gaeste leisteten dazu was. Mehr ist nicht auch nicht erwartbar aber es geht in die richtige Richtung.
    Obendrein ist es geradezu erholsam, beim Konsum solcher Informatione nicht unbedingt laufend auf der Hut vor einem brainwash Versuch sein zu muessen. Wuerden ja die Akteure sofort schon simultan vor den Zuhoerern aufdecken.

  13. Welch ein Unterschied! Um einen Waschmittelwerbungs-Slogan aus Kindheitstagen zu zitieren. Der Kontrast zu öffentlich-rechtlichen Krawall-Talkshows könnte größer nicht sein.
    Ich hatte spontan das Gefühl, jeden Diskussionsteilnehmer dankbar umarmen zu wollen.
    Herzlichen Dank für diese wunderbare Sendung.

  14. Nur eine Geldreform kann eine positive Veränderung bringen. Siehe Silvio Gesell. Solange man mit Geld Geld machen kann, wird Moral Heuchelei sein. Nur werden die, die das Geld besitzen, damit nicht einverstanden sein.Und sie haben die Macht. Und die , die kein Geld besitzen, durchschauen das kaum.
    Also wer soll diese Geldreform anschieben?

    • Geldreform oder Geldschoepfung weg von den Privatbanken (genauer: den Milliardaeren aus der Hand schlagen) ist ja schoen und gut. Bleibt aber graue Theorie und wird innerhalb des bestehenden Systems niemals geschehen, denn das ist eben: systemimmanent.
      Denn die Rahmenerzahlung ist Profit. Profit fuer Kapitalisten. Wir leben in einem von wenigen Profiteuren ueber die ganze Welt unter brutaler Kriegsgewalt herbeigeschossenem und herbeigebombtem Kapitalbolschewismus. Sowas ist nicht „reformierbar“, vergesst es!
      Man kann auch sagen: wir haben eine Fortsetzung des in der Sowjetunion entstandenen Machtsystems eines Bolschewismus, nun vervollkommnet durch die weltumspannende Kapitalklasse. Sie lebt von und durch die Rahmenerzaehlung des Profites, eine irrationale Luege.
      Aendern kann sich nichts mehr durch eine Revolution, auch nicht durch eine der Massen, denn die Massenvernichtungswaffen befinden sich ebenfalls ausschliesslich in den Haenden, der gleichen Kapitalisten, genauer Kapital-Bolschewisten.
      Damit ist eine Systemaenderung von aussen her und auch von unten her unmoeglich geworden, denn die Machtinhaber werden eher die Massen per Massenvernichtungswaffen eliminieren, als ihren ergaunerten Besitz freiwillig wieder herauszuruecken.

      Es wird Zeit, sich dieser brutalen Realitaet zu stellen und sich nicht weiter mit Demokratiegesaeusel, Tittitainment und Hass- wie Rassismustiraden oder per inszeniertem Terrorgefasel via gekauften Medien und gekauften Politkomikern das Hirn verkleistern zu lassen.
      Was koennen wir noch tun, um dem Wahnspuk eine Aenderung beizufuegen?
      Die Rahmenerzaehlung vom Kopf wieder auf die Fuesse stellen: weg von der Profitschimaere, hin zur Vorteilsgesellschaft.
      Die Reichen behalten Ihr Geld, Sie moegens behalten, an deren Kinder vererben, verprassen. Wie es ihnen beliebt. Niemand nimmts ihnen weg, Sie lassen deshalb die Nukes in den Silos. Die zukuenftige Vorteilsverteilung auf alle soll auch fuer sie gelten, selbstverstaendlich. Alle heisst alle, ob arm oder reich.
      Wir haben, noch, alle Chancen, die Vorteilsgesellschaft fuer alle noch zu realisieren, koennten mit unserer Technik 12 Milliarden heute schon satt kriegen (aber der peak liegt bei nur10 Milliarden), koennten binnen weniger Jahre Plankton nachwachsen lassen per einachster, natuerlicher Methode, damit unsere Sauerstoffversorgung sicherstellen und Klimaerwaermung stoppen und alle diese Vorteilszuwaechse mitnehmen, ob arm oder reich.
      So werden auch die Reichen noch reicher aber die Armen ebenso. Das kranke Profitsystem fuer nur eine Handvoll gesundet zu einem Vorteilssystem fuer alle.
      So machen wirs! Oder wir japsen in 25 Jahren nach Luft, weil der Sauerstoff alle sein wird.

    • laxlawendel fragt: „Also wer soll diese Geldreform anschieben?“
      Von denen, die mit Geld Geld machen und ihren korrupten Helfern (Regierung, Parlament mit wenigen Ausnahmen), ist das nicht zu erwarten. Diese 0,1% haben nicht nur die Gewalt über die Waffenträger, sie lenken ja auch die Medien in die von ihnen gewünschte Richtung. Es geht nur über einen „Bewusstseinssprung“ in der Gesellschaft, durch Sendungen wie dieser im Netz
      angeschoben.
      Eine ausgesprochen gute Sendung. Bildungsfernsehen, wie es sein sollte.

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